Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 8 - August
- Date
- 1927-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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offenbar darum abgelehnt worden seien, weil die betreffenden Brüder der Anschauung waren, daß die Anfragen rein geschäftlicher Natur seien uhd keine Angelegenheit brüderlicher Ge* fälligkeit. Mit Recht betont der einsendende Bruder, daß auch bei der* Ablehnung eines Wunsches Höflichkeit und brüderliche Formen gewahrt bleiben müssen. Aber .aucjh sachlich dürften doch gewisse Unterscheidungen zu treffen sein: da, wo eine Situation nur durch einen Bruder oder durch einen Bruder 4i besserer Foirn als durch einen rein geschäftsmäßig Handelnden erledigt werden kann, soll und darf ein Bruder auch bei strengen Logengruridsätzen — oder'gerade bei solchen — keine Ablehnung aussprechen. / Red. In der Nr. 4 der »Mitteilungen der Großloge für Deutschland VIII.- U- O. B. B.< werden unter »Briefe an den Q. B B.« beherzigenswerte Anregungen für eine wirkungsvolle jüdischer Jugenderziehung gegeben. Es ist gewiß ein löbliches Beginnen, das jüdische Bewußtsein und 'Gemeingefühl in unserer heranwachsenden Jugend auf jede Weise zu stärken. Und sicher sind die in beiden Ausführungen angeführten Wege und Methoden Erfolg verheißend. Einer Befürchtung sei mir aber gestattet, Ausdruck zu verleihen. Müssen jene Veranstaltungen am Sonnabend vor sich gehen? Ist die Gefahr der Verletzung der Sabbatvorschriften völlig ausgeschaltet? Mag der einzelne wie immer zu der sabbatlichen Heiligung stehen, das aber dürfte wohl kein Ben Briss wollen, daß unseren Söhnen und Töchtern die ,Ehifurcht vor dem Thorawort getrübt wird. Wie würden sich wohl die Jungen und Mädchen, den^wiespalt erklären, wenn sie im jugendg ottesdienst eben jri eindringlicher, erbaulicher Re de die Mahnung zur Feier des Sabbats vernommen uhd dabei den h inweis auf die Vorsdbri t gehört,haben: »Ihr sollt kein Feuer anzünden in allen euren Wohnungen« und dann beim Uchtbildervqrtrag sehen wie dieses .Gebot ex officio verletzt wird? Wir pflegen doch sonsl so gerne darauf hinzu’veisen, .daß der Zweck nicht die .Mittel heiligl. Da sollen wir auch in uhserm Falle diesen Standpunkt nfcht preisgeben.' Wir erreicien wirklich nicht viel, wenn, wir auf der einen Seite unseren Kindern jüdische Motive irn, Bilde .zeigen und ihnen jüdische* Kunst und jüdisches Zusammenleben Vermitteln — auf der anderen Seite aber kein Beispei der Pietät für unsere hl. Ueberlieferuhgen bieten. ' Darum möchte ich Vorschlägen,^ den Sonnabend-Nachmittag für solche Zusammenkünfte nicht zu wählen. Es wird doch sich leicht eine andere Zeit finden lassen. Jedenfalls darf im Namen der Loge nichts geschehen, was auch nur entfernt zur Mißachtung einer jiic ischen Vorschrift führen könnte. Ich möchte es;ds ein besonderes Verdenst unseres Ordens preisen, daßtin ihm Brüdrn von Verschiedener Weltanschauung für die Verwirklichung unserer jl dischen Ideale in edler Harmonie tätig sind. Man unterlasse* darum alles, was diese vielgepriesene und außerordentlich bewährte Eintracht leicht gefährdet. Dr. M. Lewrn Aus dem Büro de Bei telefonischen Anfragen an das Grqßnur logenbüro bittet Br., Großsekretär Alfred Goldledigt Schmidt, bei dem Umfang der zur Erledigung sch vorliegenden Dinge, nur dann direkte Verbindung mit ihm zu verlangen, wenn Anfragen 12 Jurch persönliche Besprechung mit jhm erwerdeb können. Nach rlftlicher Verkehr erbeten. Besuche! möglichst in d^r Sprechzeit s 1 Uhr mittags. bi Sonderausschuß für die . g Vom Sonderausschuß für die geistigeriinter- 3. -essen werden für den Termin 1927/28 folgende Vortragsthemen vorgeschlagen, für die wir Literaturnachweise gemzur Verfügung stelle»}: 1. Julius Fenchel. 2. Abraham Geiger. 4. \5. Henry Jon ss-Loge^ Hamburg. r Großloge. Möglichkeit wird : eistigen Ii von Inter essen. Leibniz. Unsere Devise W. B^u. E. (Verhandlungen im Generalkomitee lunp im Sonderausschuß). Unser Ritual (Verhandlungen im ‘Generalkomitee und im Sonderaiisschuß).