Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1926
- Issue
- Nr. 9 - September (9.1926)
- Date
- 1926-09-01
- Page
- Seite 138 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/6727475-6029137-6074723--1187-4867860- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Dichters Miguel, de Unamuno j »Das tragische Lebensgeffihl« — erschienen in dem Münchener Verlag Meyer 8e Jessen — deutsche Uebertragung von Robert Friese. Das tragische Lebensgefühl ist nach Unamono: mit dem in der Menschenseele lebenden Drang nach Unsterblichkeit den Untergang vor Augen sehen. Es wird der Versuch unternommen, unter Zurückdrängung des rein Verstandesmäßigen zu religiösen Auffassungen zu gelangen, dem Unendlichkeitsgefühl sich zu nähern. — Einen breiteren Raum nimmt die Schilderung des Verlaufes des 20jährigen Stiftungsfestes der w. .»Allianz« (Budweis), ihrer Geschichte und Leistungen ein. — Wir erneuern an dieser Stelle unser* herzlichen Wünsche füf das Wirken der BrudervereinigutW im Nachbardistrikt. i I . B’nai Brith, Mitteilungen für Oesterreich. Das Heft 7 — September 1926 —r Jahrgang 26 — enthält aus der Feder vorrBr. S. Müller,; Expräsident der Friedrich- Loge in Heidelberg, die Wiedergabe von Jamim Noraim (Tage der Ehrfurcht) — eine Parabel in Anlehnung an Festgebete und Bibel. 1. Jom Haddin (Tag des (Berichtes), 11. Jom Kippur (Tag der Versöhnung), Ausführungen von Maurice Fluegel, Baltimore. »Das Gesetz der Vererbung und (erblichen) Belastung« — übersetzt von Br. Medizinalrat, Dr. Heinrich Haase. Aus Exodus, Moses und die Ge- * setze des Dekalogs . Einem Aufsatz von Binjainin Segel. »Zur Kritik unserer Zeit« ist folgende Gliederung zugrunde gelegt: Die politische und bürgerliche Gleichberechtigung der Juden im Bewußtsein und im Unterbewußtsein des Volkes — die Notwendigkeit, die Gleichberechtigung immer von neuem zu verteidigen — der internationale Charakter der gegenwärtigen Judenhetze- — der Antisemitismus als ein Werkzeug der Gegenrevolution — das ungarische Beispiel — die psychischen Grundlagen des Antisemitismus — das antisemitische Paradoxa. Hamenora. Organe des B*n* Bürith du District d’Orient No. XI. Das Jurii/Juli-Heft — IV. Jahrgang — No. 6 — enthält u. a. eine Ansprache des Präsidenten Victor Algranti bei Gelegenheit der Einführung neuer Brüder indie Konstantinopel-Loge. Ferner eine längere Besprechung eines kürzlich erschienenen Werkes des früheren italienischen Ministers Luigi Luzzatti aus der Feder des bisherigen Oroßsekretärs des XL Distrikts, Dr. Yakir Behar. Das zweibändige Werk betitelt sich »Gott in der Freiheit« (Die Verteidigung des Märtyrervolkes). In diesem Werke setzt sich Luigi Luzzatti, dieser mutige und charaktervolle Kämpfer, für alle Glaubensunterdrückten, insbesondere aber für Israel, ein, das auf dem Gebiet der Glaubensverfolgung wohl die meisten Wunden und Narben zu verzeichnen hat. Nur mit dem Gefühl tiefster Ehrfurcht kann man nachempfinden, wie dieser aufrechte' und treue Kämpfer in seiner hervorragenden Steilung in allen Ländern der Verfolgung zu wirken sich bemüht hat. Br. H. Ooldstein behandelt in einem Aufslatze Ger verschiedene abgesprengte Judensekten die Caijaiten, die Samaritaner, Ftalaschas, Bene Israel, Dönmes (Maran ,es. Am pchlusse des Heftes werden Abhandlungen Flavius Jpsephus über die Zerstörung des Teippels Brief votf lsaa{ Schelo über den Zustand Jerukalemt 14. Jahrhundert, ferner der Bericht über ein* Reisl Palästina von ßr- M. Bercoff wiedergegeben. A. (ij Paul Nathan: »Das Problem der Ostjudjj n., Vergangenheit;— Zukunft. Philo-Verlag. Berlin Sw •■*. ln klarer anschaulicher Weise schildert dei bewij e Verfass» auf (38 Seiten in kurzem historischen Rückt) ck die wechselnden Schicksalejfder Ostjuden, dev Millionen auf dem durch sie besonders gekennzeichneten rel.niv engen Gebiet," dem früheren »Ansiedlungsräyon-J ihr Hineinsirömen im Mittelalter unter günstigen Bedingungen als dfem Orte|des geringsten Widerstandes; ihre nützliche Auswirkung ikt ehemaligen Polenlande, ihre grenzenlosen Leiden m zaristischen Rußland, die grauenvollen Schicksale in un^ lach dem Weltkriege, die Lösupg des ein- Jengepden Gürtels durch die! Sowjet-Regierung und die!Mög|icHkeit t eruflicher Umschichtung und Auswirkung. Hier!hakt dir Verfasser mit seinen praktischen 'Hinweisen auf (ie aktuellen Bemühungen ein, aie zur Zeit von großen jüdischen Organisationen unternommen werden um das Schicksal von Millionen günstig zu be-. einflusSen. ' . I Mi n les^ die lehrreiche Schrift und — wer kann — fördere die Bestrebungen, für die sie eingesetzt ist Ein Schicksal der Gesamtheit ist hier verknüpft. A. Cd: I 1 * * * L j ’ Das Augustheft der Monatsschrift für (Geschichte und ^Wissenschaft des Judentums enthält!'neben!Wichtigen fach wissenschaftlichen Aufsätzen wieder eine Re ihe gemeinverständlicher Beiträge Ein bedeutender Aufsatz von Ribbinet Dr. B a e c k ist der wichtigen Fräge gewidmet, ob das Judentum , Dogmen hat, welche von Professor Scheftelowitz im Aprilheft wesentlich Vom geschichtlichen Standpunkt aus behandelt worden war. Baeck zeigt zunächst, daß keineswegs, wie aneist^augenomrnen wirtd, der jüdische Liberalismus in ßer Leugnung von Dogmen einig gewesen ist; gerade manche F h-r der Rfcformbewegung haben dem Judentum Dogmen zugesprßehen, um (es als eine dem Christentum analoge Konfession erscheinen zu lassen; wenn Abraham Deiger wider sprach, so lag das daran, daß er dem Begriff des Dogn as genauer faßte als seine Vorgänger. I Auch: Bleck versucht zu Zeigen, daß den religiösen Gruhdwahrhei en, die d is Judentum selbstverständlich anerkennt, die kennzeichnenden Merkmale des kirchlichen Do|gmas (eh in; und er weiß in tiefgehenden Ausführungen diesen L'r.’ -rschieß aus idem Wesensunterschied des Judentums «urt * des Christentums abzuleiten. — Die Sammilbesprecluinz,. die a^ich diesem Hefte nicht fehlt, unterrichtet über peii e, geradezu umwälzende Forschungen über die Septuagu a» die griechische Uebersetzung deriBibel, der auch für •: * Auffassung des hebräischen Textes hoher ijZert zukonr.:. Im gleichen Heft bringt Professor Eduard Ban et h se.ne — 138 —