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Der Orden Bne Briss · 1927-06-01 · Juni/Juli (6.1927) · p. Seite 19

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
Beilage 1927 (1927)
Issue
Juni/Juli (6.1927)
Date
1927-06-01
Page
Seite 19 (sequence 5)
Language
German
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aller Art gemeinsam durctmisprechen und Ansichten auszutauschen. Das Oefühl der inneren Zusammengehörigkeit wurde durch sie aufs herzlichste weiter gefördert, sicherlich nicht aum Schaden unserer Logen. Auch in der Frage der Neuaufnahme von Brüdern haben die drei Logen neuerdings einen gemeinsamen Weg eingeschlagen und eine,Neuerung eirtgeführt, die einem Wunsche der AnrneldeausschUsse entsprach. Bevor das offizielle Aufnahmegesuch eines Bewerbers eingereicht wird, reicht der anmeldende Bruder erst ein unverbindliches Voranmeldefcrmular ein, aus dem die Personalien des Bewerbers, die Gründe, die seine Aufnahme wünschenswert machefi, und die Beziehungen des anmeldenden Bruders zu ihm hervorgehen. Dadurch ist dem Anmeldeausschuß Gelegenheit gegeben, erst einmal inoffiziell über einen Bewerber zu beraten, wodurch offizielle Ablehnungen vermieden werden. Diese Fragebogen sind für alle Logen gleichartig. Die Besuchszahlen betrugen durchschnittlich 41 Prozent, wobei die höhere Besuchszahl am Ordensfeste nicht mitberechnet,wurde, da an ihm ja alle drei Logen - teilnahmen. , Schon im vorigen Jahre durfte ich dankbar der Mitarbeit einzelner unserer Schwestern in unseren Ausschüssen gedenken. Auch heute möchteich ihnen den Dank der Brüder aussprechen. i Vor allem aber freut es mich, daß in diesem Jahre die Marcus Horovitz-Loge eine wertvolle Bereicherung erhalten hat durch die Gründung der Ifrauen-Verei'nigung'der Marcus Horovitz-Loge. Schließlich haben wir, eingedenk der stets von unserem N'amenspatron Marcus Horovitz vertretenen Anschauung, daß es nichts Häßlcheres gibt, als Streit der Juden untereinander, die hoejiwürdige Großloge in einem Schreiben gebeten, in energischer Weise gegen die Verrohun^Jm jüdischpolitisch en Kampfe Stelu q g zu nehmen, besonders denen gegenüber, die als Bne Briss sich doch verpflichtet haben, die Worte Bruderliebe und Eintracht nicht nur im Munde zu führen oder:nur in der Loge zu betätigen, sondern auch im Leben draußef^in die Tat umzusetzen und »o an dem moralischen Werke'mitzuarbeiten, das wir Logenbrüder uns gestellt haben. M. H. R. M. Schiff-Loge, Fulda. Die Kinderhilfe, die wir in den vergangenen Jahren esonders gepflegt hatten, mußte unter der Ungunst der erhältnisse eingeschränkt werden. Unsere Schwesternereinigung hat es übernommen, die Kinderhilfe in der Veite fortzusetzen, daß man hiesige, bedürftige Kinder ui Erholungsheimen unterzubringen sucht. Den beiden, hiesigen, jüdischen Kindergärten haben vir stets unser Interesse zugewandt. Eine Reihe von Hilfsbedürftigen wurde mit Zuwen. -lungen seitens der Loge und der Brüder bedacht. Wo wir nicht selbständig helfen konnten, haben wir die hiesigen Wohlfahrtseinrichtungen in ihren Bestrebungen weitestgehend unterstützt und haben unser ganzes Wohlatrnn dafkuf eingestellt, bestehende Orgaunterstützen. tätigkeitspri nisationen ztt Als besonderes Ergebnis unseres Berichtsjahres darf die Schaffung, eines Br iderhilfsfonds erwähnt werden. Die Loje hat im- Berichtsjahr zehn Sitzungen abgehalten. die furcfischriit lieh von zwei Dritter der in Fulda wohnenden Brüder besucht waren. - . j ■ Von auswärtigen Ifrüdern haben infolge der ungün-* stigeii Zugi erbindungen und wohl, .auch -/infolge der schwierigen ” Wirtschaft ichen yerhältnisse nur wenige unseren Sitzungen beiwohnen können! _-. Die Oeiamtzahl unserer Brüder beträgt 54_ . Neuaufnahmen hapen im letzten Jahre nicht stattgefunden. f ' I ' An dei Kuflturfonds-Xrbeit haben wir Im 'Hessischen Logenverba id teilgenpmmen, zu dessen Sitzungen * wir Delegierte entsandt ha zen Aus der Reihe ier gehaltenen Vorträgd sind nennen: Br. Dr. May, Frankfurt a. M.: -Religion der Liebe Br. Exprasidcnt Rosenberg, Hanau: »Reiseschildenpig Br. zu Br. t Palästina.' Dr. May,| Frankfurt a. M.: über Ibsens' ■»Alles oder Nichtsals Weltanschauung., Br. Dr. Emil kohn, ierlin: über - Heiligung des Lebeita.« Frau Ediih Herrasta' It-Oettingen, Berlin:-Rezitation aus Bibel, Talmud und biblischer Dichtung.« '■ Dr. Ludwig Colin, Breslau: r-1-~ - sellsJchaftsleben:.« Der über -Aufbau des Öe- Eerjcht schl eßt mit dem Wunsche, düng einet eigenen h eims. Bi|. Sigmund Harn, prot. Sekretär. der Qjün- Stelnth al-Loge, Hamburg. Termin 1925/26. verlief anregend — nach einheitder Veranstaltungen/steltte sich auf Das Logenleben lichem Plan. Die f esutfhszahl durchschnittlich ungefähr 70 Besucher. . .. Wir liörtem Vort'äge von: l Fräulein Br.Betty Heimann über »DerWeise im Atterthm«4 Br. Ro^enbacher ü rer -Das amerikanische Logenleben«, Br. Dr. Victpr übe denr 14. Zionisten- Kongreß in M^en, Br. Franz Liopmaiin über »E. M: Lilien«,’ "'! Br. Prüf. Dt. Plai t - über »Die Bedeutung «der Meist- " begü istigung in alten und neuen Handelsverträgen«. Wir veranstaltet :n ferner einen Zvkhis: f»Wie, erziehen wir unsere Kinder zu deutschen Juden-, in welchem ‘Herr Dr. Ernst Loewenberg, die BBr. Dr.Rülf und Richard' May.ihn: Anschauungen über die Frage der modernen und gleic izeitig judis chen Erziehung zum Ausdruck brächten. Es fzlgtcjn die /orträge von: Br. Dii Lubasch .Das religiöse Erlebnfs«, - I Br. Dr. Siiegmun i Fürth -Die seelische 'Situation ‘der , deutschen Jude i in der Zeit von Stöcker bis heute-, Br. Do. Henry Minden -Ferdinand Lassalle», . Br. Do. B. Gottschalk, Berlin, -Zurück zu Methusalem«, I. 19

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