Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1926
- Issue
- Nr. 3 - März (3.1926)
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 40 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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— nach eigem Ersparten — mit eigenen Augjen zu sehen. Ihre Kunst ermöglichte es ihr,;— anstatt, wie geplant: 4 Wochen — fünfviertel Jahr im Lande der Sonne und ihrer Sehnsucht zu bleiben, zu schauen, zu pial^n, zu graben. v Die mexikanischen Behörden, Vertreter vpn Kunst und Wissenschaft nahmen ihre Tätigkeit mit Dank auf und ermöglichten ihr eine Ausstellung ihrer Werke in Mexiko-City. Die gleiche Aufmerksamkeit U i lerin bei einer Ausstellung in Nev' Glück und verdiente Ounst in Berlin treu. Die Tagespresse der verschidd tungen brachte Abbildungen ihrqr Notizen über ihre Persönlichkeit dieses Jahres ist auch im Berlii eine Ausstellung ihrer Arbeiten er nd die Ki:öst- York. stieb ihr -oh lensten i^ch- Werke und — Im,’. Marz Logenhaus ^ffnet woniert. A. Gdt. rer Der erste Winter im Erholungsheim Agnetendon. Trotz Nietzsche ist noch nicht überall anerkannt, daß sich die Welt unhörbar dreht. Und daß Gutes nur in der Stille entsteht. 4° ist es auch mit unserem Erholungsheim. Was an Diskussion vorausgegangen ist, bedeutet nichts gegenüber der Tat. Jene paar Männer und Frauen, die selber mit angepackt haben, sie sind die Erfinder eines neuer} Wertes, um den sich die Welt dreht — und sei es auch mir unsere Logenwelt. I Daß Agnetendorf ein herrliches Fleckchen Erde ist, hat ein gekrönter Dichter ebenso erkannt wie unsere Brüder und hat es zu seinerjn Wohnsitz gemacht. Sauber und freundlich liegt das DÖrflein da, an die Straße gebaut, wie sp viele schlesische Siedlungen. Die Straße aber führt von Hermsdorf am Kynast, der leicfjt erreichbaren Bahnstation, auf dem Kamm de£ RieSengebirges. Undsie steigt durch das langfe -Dorf hindurch so munter in die Höhe, daß Dp vom obern bis zum untern En<je rodeln kannsj, vorausgesetzt, es hat genug Schnee. Oben, ehe die Straße in den Bergwald verschwindet, geht ein steiler Hohlweg nach rechts ab, hinauf zp den am höchsten gelegenen Häusern de$ Dorfes, zu denen auch das Erholungsheim gehört. Wenn Du nach ihm fragst* so sprich nichl von der Villa »Glückauf», die kennt in Agnetendor’f kein Mensch. - Aber das s>Logenheim» ist bereits allbekannt und jeder Autochthone beschreibt Dir gern den Weg. Stattlich, schmucklos, weiß gekalkt strahlt es da oben aus der Sonne. Ueber Baugliederung hat sich der Meister nicht lang den Kopf zerbrochen. Nur ein paar kleine »Wirtschaftsgebäude», die abseits und hintei dem Hause liegen, bringen etwas Leben in du Linien. Das Gärtlein kann im Winter nicht ziel Interesse erregen. Ist nun gleich das Aeußere einfach, so ist das Wesen umso tüchtige■. Das Haus ist innen für den Zweck Erholungsheim wie geschaffen und was nicht zwec kmäßig oder gar nicht vorhanden war, ist uir- oder neugeschaffen worden. Im hochgel igenen F.-rfgeschoß befinden sich ein urgemüt iches großes Speisezimmer in hübschem, lustigen Bauernstil, em kleines Damen- und Schreit zimmer und noch ein Gastzimmer. Die üb ’igen Schlafzimmer, die es in ihrem hellen Weiß und mit ihren bunten Bauernmalereien an I Teundlichkeit und Bequemlichkeit mit den besten Gasthäusern und Fremdenheimen aufnehmen kennen, liegen im 1. und 2. Stock. Die Wirtsch iftsräume im Kellergeschoß sind geradezu vorbildlich zu nennen. Dort haust die wohlge jolsterte Fee und zaubert wohlschmeckende Erzeugnisse der französisch-koscheren'Kochkunst aif den Tisch. Von dort durchwärmt eine Zentralheizung mollig das ganze Haus. Zwei Wald-Capellen (abgekürzt W. C.) mit Wasserfall und dichterischen Inschriften sorgen für Erbauung. Was also der abgehetzte, abgekämpfte Großstadtmensch zur Erholung braucht, er findet es in unserem Erholungsheim in Agnetendorf im reichsten Maße. Ruhe, Luft, So ine, die Erde ohne Pflaster, den prächtigsten W; Id, die herrlichsten Spaziergänge. Wer müde oder faul;st, läuft auf ebenen Wegen nach Hain oder Schreiberhau. Der Unternehmungslustige ^ht hinauf zur Peterbaude oder zu den Turmsteii en 40 —