Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- Beilage 1925 (1925)
- Issue
- Das Kulturwerk des Hessischen Logenverbandes = Juli/August (6.1925) (6.1925)
- Date
- 1925-06-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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I iskussion wurde vor allem der W einer Erweiterung des gegemväritigen Religionsunterrichts geäußert. Die (.Zahl von zwei Unterrichtsstunden wöchentlich sei zu ungenügend und ergebe nur n angelhafte Resultate. Man bittet die Fraiikfuit-Loge um (>ine Bereitstellung von Geldmitteln für diesen Zweck. Ich versprach, die Angelegenheit an zuständiger Stelle in Frankfurt yorzutragen. Die Versammlungsteilnehmer erklärten sich, von dem Verlauf des“ Abend* befriedigt und nahmen die Ankündigung voi der Wiederholung solcher Vortragsabende mit Worten des? Dankes und der Freude auf. j In privater* Unterhaltung iijit dem Vorunsch nach Vortrag. Auch übernahm ich einen Teil des Gottesdienstes, in .. J ., der wegen unei (Gemeindenicht hatte beisteher der Gemeinde, Herrn O anderweitiger Inanspruehna ratssifcung) meinem Vortrag« wohnen können, findet die Forderung der Gemeinde nach Erweiterung deä"Religionsunterrichts entschiedenen Widerspruch seitens diei ses Herrn. Es zeigt sich1 hier1 das typische i Bild der in unseren kleinen Gemeinden fast stets anzutreffenden Uneinigkeit und Gegensätzlichkeit, in den meisten Fällen in der ungleichen Steuerbelastung wurzelnd. Drei Familien bringen nach den Angapen des Herrn .... allein zwei Drittel ter igesamten Gemeindelasten auf, die übrigen!, zufällig die Familien mit Kindern, zahlen fast gar nichts. Deshalb spricht sich der Herr Viorsteher gegen jede Erhöhung der Gemeindehuiten aus; man solle den weiteren Religionsunterricht dop Eltern selber überlassen^ Er glaubt auch nicht, daß der Religionslehrer, der Gemeinde . . . . it| der Lage sei, eine Erhöhung der Stundenzahl zu übernehmen. i T ■ 1 .Endlich sei die dankenswert^ Tätigkeit des Herrn Lehrer Salomon in Worms im weiteren Umkreise dieses Ortes nach deni Berichten unseres Mitarbeiters geschildert. . Im Auftrag des Hessischen Logenverbandes und dessen Richtlinien entsprechend, war ich in dem Monat November in 2 Landgemeinden tätig. Meine Vorträge vollzogen sich im Rahmen des Morgengottesdienstes, daran schloß sich jedesmal nn Nachmittag eine also, der in den k erster Linie das Vorlesen aus der Thora, den Teil des Gottesdienstes einen I-nndgemCinden sehr Di, im argen liegt. Oft wird nur bei geöffneter ThdraroHe aus de n Pentateuch .vorgelesen. Es war für mich eine Genngtuulig und Freude zu sehen, wie sich" nicht nnr beim Morgengottesdienstc. Hindern auch am Naclrtnittag fast ausnahmslos alle Glieder der Gemeinde, alt und jung, zusniumenfandon und sich mit gespannter Aufmerksamkeit den -Vorträgen-und Besprechungen xuwandten. Sogar von auswärts, waren sclnn Verwandte erschienen in det ausgesprochenen Absicht, den Vortrag zu. hören. Eint? von liehen Worten nt diesen legte;es mir in herzhe, in ihrer in der Pfalz gelegenen Hejmatpemeinde an einem der kommenden Sabbate auch derartig tätig zu sein. Bei meinen! zweiten Kommen nach *. . . . . fand ich ein Rednerpult vor. und der Plaft, von dem sus ich sprach, war von zwei Lorbeerbäumen Flankiert. Auch'wurden mir wiederum ivie un den zwei, vorhergehenden Sabbaten herzliche Worte des- Dankes gewidmet. j i Notiz, eipen späteren Vortrag betreffend: Der Aufforderung, in ■ die jüdischen Vereine, einzutretenl kan Aussprache und außerdem noch ein kleinerer zur Verbreitung en fast alle’Anwesende» nach. Aus ali diesen Darstellungen aus der Praxis geht jklar hervor, wie nötig unsere Kulturarbeit istj ja, daß sie geradezu eine Rettung in höchster Not b (deutet. —; Die Kosten unseres Unternehmens-bestrit-. teil die zehn! in nnserm VerbäYid zusammengeschlpssenen Logtn im Verhältnis, ihrer Kopfzahl. Ferner haben wir uns amt der Erkenntnis herai s, daß auch alle nicht den Logen angehönendei 1 «Juden an der Erhaltung des Judentums .jeilnehmen müssen und wollen, auch an die größeren Gemeinden unseres Bezirks um einen Beitrag zi den Kosten unseres Kultürwerkes gewandt. Die Gemeinden Fulda, Gießen, Homburg vj d. h., Mainz, Offenbaeh ä. M.. urid Wiesbaden (haben entsprechende Beträge bewil-, ligt. Die Kosten unseres Unternehmens betrugen in der Zeit von Juni 1924 bis April 1925 Mk. 6277,74.'Wip leisteten ferner den! Ausschuß von jüdischen Volksbjhliotheken 5