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Der Orden Bne Briss · 1925-05-01 · Nr. 5 - Mai (5.1925) · p. Seite 101

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 5 - Mai (5.1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 101 (sequence 25)
Language
German
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eigenen Kreise bleibt, nur so i »t es möglich, ihre Fähigkeiten zu wecken, sie allmählich bis zu Führerrollen hinaufzufördern, auch das schwesterliche Band kann sich vieil eher in dieser Abgeschlossenheit knüpfen. Gemeihsame Arbeit in den Komitees, wie zeitweilige gemeinsame Vorträge wiederum können eine Verbindungsbrücke zu den Brüdern schaffen. Unterscheiden aber sollte sich ein Neuaufbau von der gegenwärtigen Form, daß auch die Frauen vollberechtigte Logenmitglieder sind, mit den Brüdern gemeinsame Zeichen und Formen haben, Anspruch auf Sitzungsräume, also, mit einem Wort: berechtigt, statt — wie bisher — nur geduldet sind. Die Befürchtung von Schw. Seligmann, wie sie sie als Ehekonflikt am Schluß ihrer sehr interessanteil Ausführungen ^schildert, dürfte grundlos sein,; denn nicht1 in getrennten Logen und an getrennten Abendejn sollen Mann und Frau ihre Sitzungen abhalten« sondern am gleichen Abend, im gleichen Hause, nur in getrennten Abteilungen, wie es doch jetzt auch bereits der Fall ,ist. Diese Zweiteilung hat auch noch den [praktischen Vprteil, daß zu gleicher Stunde da und dort verschiedene Arbeitsgebiete behandelt, also doppelte Arbeit geleistet werden kann; auch paßt sie sich der Individualität besser an, denn wir wollen doch nicht verkennen, daß die Frau psychisch anders eingestellt ist, und manches ihrer Arbeitsgebiete (Behandlung von Einzelschicksalen usw.) den Männern kleinlich erscheinen dürfte. Nun zum schwierigsten Punkt, der Aufnahmeberechtigung. Vor allen müßte das Recht zur Mitgliedschaft mit einer bestimmten wenn auch bescheidenen Zahlungsleistung verbunden sein! Bei Gründung dieser Frauenlogen-Abteilungen sollen als Uebergangsstadium die Frauen und Witwen aller Brüder schriftlich aufgefordert werden, ihr A n r e c h t auf die Beteiligung bis zu einem bestimmten Termin durch schriftliche Beitrittserklärung auszuüben. Nach diesem Zeitpunkt sich meldende Frauen haben sich, ebenso wie die Frauen neu eintretender Brüder, den Auf* > nahmebedingungen des Ordens zu unterwerfen. Durch Mitbeteiligung von ein oder, zwei promit nenten Brüdern an dem Vorprüfungsausschuß und der Ballotage der Schwestern könhten die Befürchtungen der Brüder für etwa zu strenge Zensur behoben werden. -Den hierzu oftgeäußerten Bedenken, diese Doppelaufnahmen könnten bei ev. Ablehnung des weiblichen Teils Konflikte heraufbeschwören, sollte man nicht zu ängstlich entgegensehen. Ein Bewerber, der bezügl. seiner weiblichen Ehehälfte Grund zu einer derartigen Befürchtung hätte, wird deren Mitanmeldung selbst vermeiden, besonders wenn der vorher zugehende Fragebogen Aufschluß über die Strenge der sittlichen Forderungen gibt. Aber gesetzten Fall, es würde sich ein solcher Fall einmal ip Jahren ereignen, so wäre die ev. Preisgabe einer Aufnahme1 gegenüber einer dauernden Ausschließung Tausender von Frauen das kleinere Opfer. Ich würde es sehr begrüßen, w^nri. unsere hochverehrte Verbands-Vorsitzende die weitere Klärung dieser Frage einem Gremium aus je einigen Brüdern und den Ex-Vorsitzenden, der Schwester - Vereinigungen aller deutschen Logen übertragen und nach den ihr zugehenden Protokollen den ihr geeignetest erscheinenden Weg jwählen würde, uns aus dem jetzigen für die Dauer haltlosen Primitivl'ustande hefausj. zuführen. * Schw. Anna laretzki, Berlin ' Tagung der Vorstände^ des Rhein.- Westfäl. Logenfrauen verbau des am 18.2.1925 ih der Märkischen Loge zu Dortmunds- Von Schwester Aenne Grünthal, Düsseldorf. . : . Zu der Tagung waren die j Vorstände der Schw. Doernberger, mit herzlichen* Worten der Schwesternlogen von Essen, Düsseldorf, Köln Begrüßung eröffnet, unddie Leitung der'Tagung und Coblenz in erfreulich großer Beteiligung der Vorsitzenden des Rhein.-Westf. Logenfrauenerschienen. verbandes, Schw. Aenne Orünthal, Düsseldorf, Die Tagung wurde um 12 Uhr durch die übertragen. Schw. Grünthal begrüßte-es zunächst Vorsitzende der Dortmunder Schwesternloge, aufs wärmste, daß endlich; auGh Köln. eine . 101

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