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Der Orden Bne Briss · 1925-05-01 · Nr. 5 - Mai (5.1925) · p. Seite 99

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 5 - Mai (5.1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 99 (sequence 23)
Language
German
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daß jedes Geschlecht sich daran aufs neue erhöh, sein, Schicksal nach ihr formte, deutete, in ihr ibge^>ildet fand. Große Oeister haben inlhr geforscht und was siy erforscht, an erhabenen Ideen aus ihr herausgelesen haben, Ist zu einem großen Teil geistiger Besitz der K ilturnjenschheit, vor allem des Judentums geworden. Ganz anders aber verhält?s sich hiit der Kunst und den (ünstllprn. Wie diese unsere Bibel geschaut und was sie! aus ihr] erschaut, sie, die gottbegnadeten Seher, die mit dem Auge des Genies oft ti«fer als die größten Forscher in ihr innerstes Heiligtum eingedrungen sind, was die Bibel ihnen an immer neuen Visionen, Bildern, Motivei gleich einem unerschöpflichrn Wünderbrnnnen hervorz mbert und dargeboten hat, ist nur zum geringsten Te l Gemeingut der Gebildeten geweden. Woran dis lieg.; Wohl daran, daß der kiinsileiisch geformte Stoff, die bildnerische Darstellung auch dem Intcressieiten vielfach völlig unzugänglich, unerreichbar gewi sen ist. Wer hätte nu ll bish Abbildungen von den selbst namhaftesten Kunstwerken aljer Völker und Zeiten,-die in aller Welt zers reut in Museen und alten Handschriften sich befinden, aui:lt nur übelseheu, geschweige zu eingehender Betrachtung sich veischaffen können? Es ist nun das große, nicht genug zu rühmende Verdienst des Veifassers des oben gerannten Wleikes, diesem Mangel abgdliolfen und uns ein WcrA dargubpten So gestellt [haben ‘ das wahrhaft ein Würdigj (des erhabi sollte "riin Hausbji werden!und nirgei und deji Geist£ssrfl doch gerecht und haben sie denn ein Werk, geschaffen, zollendet schönes genannt werden darf-' enen* Inhalts, den .es in s:ch ■bogt Es ch der gebildeten jüdischen. Familie- ^ds fehlen, wo der Sinn für hofft Kunst. :hatz der Bibel nicht erloschen-ist oder' gestärkt werden soll. Expr: Dr. H o; I z e r - o r m s Wi|- erhalten folgende Zeilenr / >v . | Eiti Palästina - Werk. Im Herbst didses; Jahrcferscheiht im neugegründeten Verlage -Mäor- (Parisj ein großes reichillnstiiertes Sammelwerk,. dasdem alten .unddem ncuerwacherden Palästina gewidmet ist. . Der Herausgeber des Werkes ist der . bekannte russische Chefred ikteur Alexander Rogan, der. auch auf dem Gebiete a'ei BuchkunstY'grofic Erfolge erzielt-h.il. Das Ziel des Werkes — das alte Larid_ Ursels' mit «einer einzigartig;n Naturschönheit, mit seinen, uralten p-rkruälern-und dem poch nden Pul$e‘des ncilersleheiideii künstlcrisci zu schildern — war iricht -mit üblichen durcli Ausnutzung des Muscurm»-‘.'und Archiv-, ls, zu erstreben. Neue Wege mußten geiir'ndea Lebens .V.iiteln materiz werder Im Herrn und C gelang sam melln. Gange, Palast' D. •ISO Se Sommer Kogan, zahlreiche jüdische Riin.stler, 'Schriftsteller eiehrte te (nahmen. Nach zweimonilbgvr Afheit es, eit) umfangreiches und syertvohes M*teriaL zu. Gegenwärtig ist eine zweite Exp -diti >ri im di’ sich speziell mit dem Studium des Aaftiaücs? ras befaßt. zu haben, das allen, auch den weitestgehenden Forderungen c'ne Expedition i nternommen, an tler, unter Führung des hinsichtlich d t Wahl des Stoifes, seiner künsiterijschen Wiedergabe, Anordnung und Verarbeitung gerecht 'wird.. In 40 Kzpiteln,' die nach chronologisc! i n und zugleich sachlichen Gesichtspunkten gestaltet sin.i, n it der IWeltschöpfung beginnen und mit Tobias seiließen, ist das un.eheure, schier endlose Material i'iisännnengestellt Jedes Kapitel führt die einzelnen biblisct i in Motive gleichfalls chronologi chi in der Bearbeitung''alhir Kunst' pochn überaus wi ku gsvoll und üb rsiclulich ror. Und wenn es wahr ist, daß wir bei rechter Betraclt ung großer uni echter Kunst werke den ganzen Verdichtung^’ und Erhöhungsprozeß k< nstleiischen Schaffens aufs nni: in 1ms' lebendig machen, so erfahren wir dies bei V rt efung in dieses herrliche Werk in manigfaltiger ungeahnter Weise. Wie die großen Küi stier von den ältesten Zeiteri bis zur Gegenwait über uie einzelnen Gestalten und Geschehnisse der Binel gedacht haben und wie i^i der Auffassung derselben sich dtr Wandel der Zeiten, jler Wechsel drs Geschmacks und des Urteils, der künstlerischen Form und Ausdrucksmöglichköit von 10 Jah Itu derr|en abspielt, zeigt uns dieses We'k auf das treffendste. Der Verfassesowohl wie der Verleger verdiendh die Anerkennung, daß sie in gleicher Weise mit bestem Kräften und iipr bestem E folg bemüht waren, die groBeiAufgabc zu lösen, die sie sich vorigen Jahres wurde nach Pa'äst nä- S Werk, e scheint in einem ,f*oliöbahde von zirka len in ein irri Prachteinbänd.e, Der Text i£t streng; unparteiisch’ gehr Item es finden Sich'dort Beiträge vor* Qr. Weizmann, Louis Märschall,; Hermann 'Bernstein* Herren Sokoloff, (aboLnsky, Pr f. Warbnrg ir. ß.» Ueber 100 farbige lllu.t ation n stammen von besten-.jridtsctien Malern, wie Pro . Pasternavk, Rastern, Abel Pannf Benfstvi'i tind vielen öderen. 1 Außeidem befinden sich noch im Buche ca. 500 Photographien, die sämtlcb im yortgerf und diesem Jahre in Puläs ina aufgenommen waten. . j Des Buch erscheint in vier verschiedenen'Ausgaben, in dei tscher, hebräischer, englischer und französischer et ein monumentales Kunstw.ei.le .- | gibt der Vedag Prospekte, über;, das Werk heraus. A le Interessenten könne’ i di selben von dem Geperalvert-eter des Verlages für Deutschland Dr. Kadisch (Berin W. 0, Martin-Lpther-Slraße 13," Telefon gratis und f, anko b 'ziehen.; Sprache und bild In. Mai d Js Nnhendorf 5016) Richtigstellung. beanstanden, da rechte Br. Expr. D Lichtenstein-Berlin schreibt uns: Auf Seite 73 des gedruckten Berichtes der Großlogen- 'Tagung vom 22.-23. November 24 wira eine kurze Geschäftsordnungsbi merkung von mir sinr entstellend w-edergegeben. Sie lautet in richtiger Da'Stellung: „Ich will nicht beanstanden, ob jfie Ausführungen der Redner rechts oder links gerichtet sind, aber ich muß großp^äsidenten jeselsohn auf Seite 74 - 09 3 die bisherigen Redner sich, hur an die Seite des Tempels gesandt haben," deshalb bitte ich, doch auch link-gerlchtet zu spreche , d i'mit' auch djeauf dieser Seite des Tempels befindlichen Brüj^r.'äcii. Ausführungen folgen kö ,nen.‘' i - 1 Daniii entfallt a >ch die kurze Replik des Br. Vizej-

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