Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 1 - Januar (1.1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Brüder veranstaltet. An jedenj d eser Abende wurde für interessierte Brüdei ein vorher bestimmtes Thema zur Diskussion gestellt, über das ein Bruder ein kurzes Referat hielt. Diese Unterhaltungsabende fanden großen Beifall. Eins der Referate Ueber Ertüchtigung unserer Jugend«, liehen Erfolg, daß sich am sielbin Abend ein Komitee bildete, das die in der Djskussion aufgeworfenen Anregungen in d e Unter Führung der Kant-Loge jüdischen Organisationen, die £ ich Körperpflege beschäftigen, zusatimenberufen und der Beschluß gefaßt, im Sommer ein großes Werbesportfest zu veranstalten, bei dem alle Vereine und Organisationen vet tret:n sein sollten, um den Eltern und den Jugendlichen, die noch abseits stehen, den Wert der sportlichen Betätigung eindrucksvoll vor Augen zu führen. Wir können heute mitteilen, daß der Erfolg ein großer war. Eine wichtige Aufgabe sahen wir darin, den Besuch unserer Arbeitsabende zahlreicher zu d e körperliche hatle den erfreurat umsetzte wurden alle mit Sport und gestalten. Auch hierin haben wir cfurdh die ge* troffenen Maßnahmen einen guten Erfolg^erzielt. " Wir haben eine genaue Aufstellung änfertigen lassen, aus der jeder Bruder ersehen konnte wie oft oder wie selten er selbst und die andern Brüder an Arbeitsabenden teilgenommen haben. In mehreren Rundschreiben wiesen wir die Brüder - außerdem darauf hin, daß es Pflicht;eines Jeden Bruders wäre, in schwerer Zeit nicht abseits zu ^stehen. Diese ernsten Mahnungen haben gefruchtet. Der- Besuch hob sich von Sitzung zu Sitzung, so daß unsere Räume bald nicht mehr ausreichten. Zur Linderung der Not im Brüderkreise wurde ein Hilfsfonds für Brüder«.'geschaffen; eine Beratungsstelle für Brüden; .würde ein-, gerichtet. Die Frage der jüdischen Gemeindeschwester % ist wieder in Angriff genommen, und unter Vorarbeit der Loge wurde mit der hiesigeivGemeinde und dem Jüdischen Frauenbund ein Beschluß erzielt, daß diese drei Organisationen gemeinsam den Unterhalt der Schwester übernehmen. Bücherschau. ’hilüsophie in Oielicn : i r ii n g in sein von Strecker u. die unser Orden Blättern nicht uniiberaus wertvolle Kinkel, Walter, Professoi der Hermann Cohen, e i h e E i H t i| Werk. Mit einem Bildnis. VTrlag Schröder,. Stuttgart, 1024. 356 S. . M. 4 Ein ßueh über Hermann Cohen, ten grollen Philosophen, einen der Größten und Edelsten, zu den Seinen zählte, darf in dir sen erwähnt bleiben. Wir verdanken i iese und interessante Arbeit einem Schiil;r d< s groljen Meisters, der auch seinerseits bereits ein Meister geworden ist und sich als philosophischer Schriftstell :r eines guten Namens erfreut Prof. Kipkel hat sein Bu:h in uer -Absicht verfallt, weiteren Kreisen eine Einfuhr mg in das Verständnis der Cohenschen Philosophie zu bietru. Dies ist ihm vorzüglich gelungen. Wohl sind wie Mtsprüche, die er an den Leser stellt, nicht gerade cerin,;. Er gestellt es, selbst. Wie hätte das auch bei einem ,o gedankenreichen und tiefsinnigen Denker) wie Coh:n e> war, anders sein können. Und doch, trotz der grollen, Tiefe und Schwere der Probleme, die hier zur trörlerurg stehen, ist das Buch von spannendem Interesse auch tiir den Nichtfachmann, sofern er philosophisch interessiert ist. Der Darlegung des Systems in den 4 Hauptteilen, der Logik, Ethik, Religion und Aesthetik, geht eine zeitgeschichtliche und biographische Einleitung auf 95 Seiten voraus, die sich aucn zum Verständnis der ’hile Sophie Cohens als issenschaft ist in fördersam erweist. Denn .kein : W|i gleichem Maße von der Jndiyidu stimmt, trägt so viel Persönliches eigenen Wesens Oeschöpftes in wie diejenige, die sich die objektivste nennt und die alitäl ihres Trägers beaii: dem Tietsten des die Wirklichkeit hinein, unpersönlichste zu sein berr.iiht, die Philosophie- Cnd das liegt in ihrem Wesen begründet: ’ Jsie ist .0je Aktion eines Individuums auf die üan/heit der Welt, sie will und muß das Weltganze erfassen und'begreifbar machen. Und sie kann das nur, indem sicdas Einzelne,-das Wichtigste mul Charakteristischste, da$- ihr-Als solches erscheint, zum Ganzen erhebt.’ ‘ Und je. 'ursprünglicher und ureigener tine Philosophie ist, desto piehr ist. sie das Spiegelbild des Ph losoplien, desto njehr bedarf es zu ihrem vollen Verslüniinis der Kenntnis' des Persönlichen, des Biographischen, des viltt deijt Philosophen Erlebten. , - - Zu diesen originalen Denkern gehörte dhne Zweifel auch Heraiann Cohen.. Deshalb .müssen '.wir-'dem Ver-, fasser, dem persönlichen Freund und' .Verehrer- .des Meisters, für die gründliche mul eingehende Behandlung des Biographischen besonders . dankbar.' .sein.; .Möge dtese^ auch äußerlich schön äusgestatlete, treffliche Schritt die Verbreitung finden, ’ die"SiC verdient,' und zur ' Popularisierung Oer Ideen des grollen Denkers .beitragen, Rabbiner Dr.- H'odz.er. 1 •’ U' Ziegler, Dr. J.: Die s i 11 bi ch.e, W e 11 - de si Judentums. Erster Teil: Die* sittliche''Welt der Heiligen Schriften. M. W. Kaufmann. Leipzig. 1024. VII. 271 S-- - ," . v Eine der» wenigen erfreulichen» (Jes*nw®Psorscheinungen ist das, Vf'iederer.wachen des religiösen Sinnes in weiten Kreisen der Judenheit und die wachsende Anerkennung, die das Judentum auch bei kundigen Christen 15 -