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Der Orden Bne Briss · 1924-11-01 · Nr. 14 - November (11.1924) · p. Seite 180

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 14 - November (11.1924)
Date
1924-11-01
Page
Seite 180 (sequence 10)
Language
German
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Feststellung, daß der Orden — wie ja selbstver- I ständlich — sich, durchaus vaterländisch verhalten habe. Bezüglich der bekannten Verleumdungen des General Ludendorff in seinem Buche: »Kriegsftlhrung und Politik« haben wir zunächst den Versuch gemacht, die Erhebung der öffentichen Anklage gegen General Ludendorff zu erwirken. Die Eröffnung des öffentlichen Verfahrens wurde abgelehnt und wir wurden auf den Weg der Privatklage verwiesen. Auch hierbei wurde de Eröffnung des Haup'veifahrens abgelehnt und auch unsere Beschwerde abgewiesen. Wie man über den Text' der Ausführungen Ludendorffs zu denken hat, bedarf in diesem Kreise keiner besonderen Betonung. Wir registrieren nur für die Zukunft die Aeußerung Ludendörffs, .die er brieflich einem gemeinschaftlichen Vermittler zum Zwecke einer Verständigung gegenüber getan hat, und von seinem ptjozeßführenden Anwalt in dessen Exposee wiederholen ließ, daß er weder den deutschen Distrikt des Ordens noch die deutschen Juden habe beleidigen wollen, daß er bei seinen Ausführungen den Gesamtorden im Auge gehabt habe. Daß der gesamte Orden in Wiiklichkeit zu keinerlei Vorwürfen in Beziehung gebracht werden kann, braucht gleichfalls in diesem Kreise nicht erst gesagt zu werden,. Angriffe des Grafen Revenilow wurden in einem Aufsatz von Bf. Gi-Idschmidt betitelt *Strauchrittertum«'zurückgewiesen. Wir können unbeirrt um Angriffe und Verleumdungen, mögen sie nun von hoher oder weniger hoher Stelle kommen, unseren Weg gehen, der der Weg der Gerechtigkeit und der Liebe ist; wir können unser Haupt auch in schlimmer Zeit so hoch wie nur je erheben. Alles, was wir getan haben, haben wir im Dienste des Vaterlandes, desjudentums getan-und brauchen niemandes Kritik zu scheuen. Mit besonderer Genugtuung dürfen wir verzeichnen, daß es trotz schwerster wirtschaftlicher Depressionen möglich gewesen ist, das Geistige doch nicht außer acht zulassen. So wurde den kleinen Logen, die in dieser Beziehung am schwersten zu leiden hatten, Richtlinien für.die Aufrechterhaltung ihres geistigen Lebens gegeben. Der Sonderausschuß für die geistigen Interessen der Großfoge, - der sich unterdem Vorsitz des Br. Expr, Schindler' wieder konstituiert hatte, sleilte de t Logen Material für Referate und Vorträge zur Verfügung, und gab hjlinwe se und Anregungen verschiedenster Art, so u. a. Vorschläge für Biblicthekserweiterung und dergl Ein ausführlicher Bericht von Br. Schindler ist als Beilage in der September-Nummer zun Abdruck gekommtn. Daß ss weiterhin gelungen ist.-gerrde in dieser drückendsten Zeit in Verfolg der von Exekutivkomitee gegebenen Anregung, eine Geschichte des Deut! chen Distrikts bis zur Gegen vart heraus zu geben darf wohl auch auf unser Kreditkonto gebucht' verden. Wie bekannt, hatte d ts Exekutiv komitee lie Anregung gegeben^ durch die einzelnen Distrikte die Teilgeschichte der einzrlnen Distrikte schreiben zu lassen, um auf diesem Wege zu einer Gesamtgeschichte des Ordens zu kommen. Bisher war der deutsche Distrikt der einzige, der dfeser Anregung durci die Ausführung von Br. Goldschmidt in < em Werke: »Der Deutsche Distrikt des O'dtns UOBB« gefolgt'ist. Wie sehr diese Ausfühiung für die anderen Distrikte wirksam geworden ergibt sich daiaus, ^Jaß nunmehr auch der G< danke einer gesch'chi liehen Darstellung für die anderen Distrikte unter Hinweis auf den deutschen Distrikt ficht mehr von der Diskussion in ihren Tagungei verschwindet Unter den Ende des Jahres erscheinenden Festnummern tum Ordenstag dürftfe unsere sogenannte Kunstnummer vom Jahre 192Ö einen besonderen Platz beanspruchen. Künstler \ unserer Distrikte wurden aufgerufen, über ihr Spezialgebiet Aufsätze zu verfassen und Abbildungen ihrer Werke zy veröffentlichen. Die Herausgabe dieser Kunstnummer wurde in jüdischen ih- und ausländischen Zleitu igen als eine Kulturtat bezeichnet. { Im / nschluß an diese Nummer wurden Bestrebungen in die Logen getragen, um den der Kunst im Ordenssinn zu erfassen- Es darf Ausgesprochen werden, da) die Logen Anregungen dieser Art mif großem Interesse men haben, ergab sich dadurch doch Logen ein neues Gebiet der Tätigkeit. Druck der Zeit hatte die erfreuliche daß ein ungewöhnlichei Zustrom in Orden einsetzte. Die Mitglicderzahl jetzt über 14 000. Nach dem Kriege :!2 Logen gegründet, hiervon in der aufgenon für viele Der Wirkung, unseren beträgt wurden Berichtszcit 18. Die neugegründeten 18 Logen 180

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