Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Nr. 7/8 - Juli/August (7.1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- Seite 71 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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scheidensten Rahmen gehalten rwurden, trugen Beziehungen zwischen und herzlicher zu gedazu bei, die persönlichen den Brüdern herzusfteiien slalten, eine für eine Gjroßstadtloge nicht zu unterschätzende Aufgabe. So warunserejungeLoge,wiewirhoffcn dürfen, im ersten Jahr ihres Bestehens mit Erfolg bemüht, die hohen Ziele unseres O dens zu verwirklichen. .Maimjonidesd i e Tätigkeit Loge). (Bericht über im Jahre 1922/23.) Es ist ein erfreuliche^ Zeicnen,j ein Zeichen der immer weitarschreitenden Renaissance im Judentum, daß überall das Logenleben gewaltig vorwärts geht. Inj zahlreichen Städten wurden bekanntlich neue Logen installiert, und überall ist der Zustrom zu den bestehenden Logen so stark, daß man die Logen teilen und erneuern muß. 11/2 Jahren neu gegründete ist das Logenleben in Nürnberg mächtig belebt worden. Die alte und die neue Loge wetteifern darin, neue Wege der sozialen und idealen Betätigung zu finden. Es ist erfreulich, daß nlle sozialen Unternehmungen in der hiesigen Gemeinde durch die'Brüder Durch die vo|r «Jakob Herz-Loge« und Schwestern unserer fen oder befruchte werd beiden Logen geschafen. - Das durch Bruder erhielt durch die Vervon einem Schweizer Adolf Schwarz in’; Leb^n gerufene Kinderheim in Fürth bei Nürnberg mittlung eineä Bruders Freunde eine Zuwendung von l*/4 Millionen Mark. Auch für die Oründung eines Erholungsheims für Frauen und Mädchen in Reichenhall sind unsere Brüder an erster Stelle tätig. Hier hat ein Komitee, vreiches fast ausschließlich aus Angehörigen der beiden Logen besteht, eine Notstandshilfe zu Gunsten der jetzt in so schwere Bedrängnis geratenen Anstalten und zu Gunsten der früher gutsituierten lind jetzt in ihren Verhältnis sen ziirückgekommenen Rentner und Witwen organisiert und einen-glänzenden Erfolg erzielt. Ei; wurden in (wenigen Wochen 120 Mi lionen Mark gesammelt, es wurden in großzügiger (Weise Lebensmittel und Brennmaterial angeschafft, wodurch das Altersheim, das Schwesl ernheim, das Kindererholungsheim ihren Betrieb weiter aufrecht erhalten und vielen Personen s us dejm Bürgerstande in vornehmer und dislcreter nis der jetzigen Teurung Weise aus der Bedränggeholfen werden konnte. — 7t Der Besuch unserer Loge betrag im Durchschnitt 120 Brüder, welche ein treues und regelmäßiges Stammpublikum darstejlen. Bei einer Zahl von 320 Brüdern dürfte der Besuch, größer sein, eine Klage, die bei allen Logen wiederkehrt. Ein gegen Schluß der Saison ins Leben gerufener »Propaganda-Ausschuß« wurde mit der Aufgabe betraut, diejenigen Brüder, welche helfen oder fast gar nicht kommen, möglichst zu einem regelmäßigen Besuch heranzuziehen und insbesondere eine enge Verbindung zwischen neuen -und alten Brüdern herbeizuführen. Beide' Logen haben einen geselligen Abend mit dem Motto »Jüdische Kunst in Wort uhd Ton« veranstaltet, wobei ein von Buder Oberkantor Fränkel mit großem Verständnis und Oeschick geleiteter] gemischter Logenchor zum ersten Male ziir Geltung kam. Das zwanzigjährige Stiftungsfest .der Maimonides- Loge wurde infolge der| politischen Verhältnisse in engstem Rahmen veranstaltet, und. bei dieser Gelegenheit ein Jubiiäutysfond im BötragfTvon 3 Millionen-Mark gesammjelt, mit dem wir unserem Witwen- und Waisenfohd aufhelfen, dTe Tätigkeit unserer Schwestern Sowie das hiesige Altersheim und das Waisenhaus in Fürth unterstützen konnten. Bei der Jubiläumsfeier wurde besonders rühmend Bruder Hermann.Oettinger erwähnt, welcher— bei der Gründung hervorragend beteiligt —. der erste Präsident der J.oge war, etri Mann, der trotz seines hohen Alters noch jetzt an dem Logenleben den regsten Und;innigsten Anteil nimmt. Das geistige Leben wurde durch zahlreiche interessante Vorträge und Referate befruchtet. Es wurden folgende Themata behandelte »Gabriel Rießer unter Bezugnahme auf die heutige Zeit«,. »Esperanto«, »Freimaurerei«, »Hygiene in alter Zeit«, »Die Juden und d>s Rassenproblem«, Zum Gedächtnis Rathenaus«, fieinridh Heitre als Jude«, »Reuchlin«, »Die Juden und1 das Wirtschaftsleben«. Auch eine Dame, Frl. t>r. Jülie Meyer bot einen sehr interessante!! Vortrag über den Humanitätsgedanken in Deutschlands Als letzten Vortrag hat unser w. Präsident Dr. Bamberger, der von einer dreiwöchigen Reise aus Palästina-zurückkam, seine Erlebnisse ufid Eindrücke in diesem bedeutsamen1 Lande in -außerordentlich fesselnder Weise Wiedergeg^ben. ■ In den Besprechungen und Diskussionen wurde natürlich das Thema Antisemitismus am häufigsten und ausgiebigsten behandelt, nach- V