Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1922
- Issue
- Nr. 10/11 - November-Dezember (11.1922)
- Date
- 1922-11-01
- Page
- Seite 136 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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und t^roßsekretär Dr Ooldschmidt mit 58 Brüdern zu Eröffnen. Vertreter aus Nah und Fern nahnjen kn unserem Feste teil. Aus allen Gauen des Ördpns gingen uns herzliche Glückwünsche zu. jWit werden stets gern an diesen Tag zurückdenken. Es gelang uns zwei neue Brüdet zu gewinnen; zusammen mit diesen führten wir noch fünf Brüder Gründer ein, die am 13. November 1921 verhindert gewesen, so daß wir |etzt’ im ganzen 65 Brüder zählen. Leider hatten wir einen schmerzhaften Verlust [zu beklageri: der unerbittliche Tod entriß aus I unseren Reihen am 13. Dezember 1921 unseren lieben Br. Paul Sklower, dessen wir in einer Trauerloge gedacht haben. Gearbeitet haben wir in 10 Sitzungen. Gegenstand unsererTätigkeit waren neben den laufenden Logeharbeiten die Kenntnisnahme und Bearbeitung der Geschäftsaüsschußbefichte der hochw. Großloge. Dadurch bekamen wir einen Einblick in das große und umfassende Räderwerk des Ordens, i Ferner haben wir unsere Satzung, die infolge ihrer Mustergültigkeit die volle Zustimmung der Großloge fand, in einer Sitzung durchberaten und angenommen. e Daß bei uns geistiges Leben pulsiert, zeigt allein der Umstand, daß wir in den 10 Sitzungen des Termins 7 Referate hörten, und zwari - 1. Die Juden Deutschlands in der Jüdischen Kulturgeschichte« (Br. Präs.). 2. »Orthodoxes und liberales Judentum« (Br. Lewinsky). 3. »Allgemeine Logengedanken, insbesondere Freimaurerei (Br. Arthur Ehrlich). 4. »Nationalismus im Judentum« (Br. Isakowitz). 5. »Heimatrecht der deutschen Juden« (Br. Hugo Ehrlich). 6. -Konservatismus im Gegensatz zur Orthodoxie« (Br, Süßkind). 7. Kirchen in ihrem jVerhältnis zum Judentum« (Br. Präs.).- Dazu I treten die beiden hervorragenden und äußerst anregenden Vorträge in offener Loge: 1. »Rel'g j^>n und Naturerkenntnis« (Br. Expräs. Prof. Dr* Goldstein-Darmstadt). 2. »Tagore und Keyserling« (Dr. Ludwig Marcuse-Berlin). Durchdrungen von dem Gefühl tätiger Nächstenliebe, halfen wir der Bedürftigkeit nach uns|eren Kräften durch Entsendung von'Kindern in 11 das Ferienheim N e u h e u's e r, durch St^jjdienstipendien, durch Unterstützung der Anstält in Beelitz, des Vereins für kranke russische Israeliten u. dgl. m. Der Aufruf der hochw. Großloge, dem Verfall und Eingehen der jüdischen Kulturstätten in Deutschland zu steuern, fand bei uns wa men Widerhall. Sein tätiger Ausdruck war ddr einstimmige Beschluß, jeden hierzu durch Un läge von wenigstens Mk. 100 heranzi)2iehen. So legten wir den Grund zu unsdr;m K u 11 u r f o n d. Die hochherzige Stiftung eines Bruders in Höhe von Mk. 3000 ist der Orundstock unseres Baufonds. Aniere Brüder haben ihre silberne Hochzeit nie it vorübergehen lassen, öhne Mk. 5000 bezw. Mk. 1000 zu stiften. Wieder ein anderer Bruder hat Mk. 500 für eine Oedenktafel gegeben. Daneben haben-viele Brüder Bücher, Einrichtungsunl Oebrauchsgegenstände, Schachspiel und ähnliches geschenkt Im Sinne des Ordensgedankens haben wir die Zusammengehörigkeit mit den Nachbarlogen nach Kräften gepflegt. So entsandten wir besD idere Vertreter zu den Stiftungsfesten der w. Libanon-Loge (Insterburg), der w. Kant-Loge (Königsberg) und nahmen an allen wichtigen Ereignissen der Schwesterlogen in unserem Distrikt durch drahtliches oder schriftliches Gedeiken teil. Besonderen Ausdruck fand aber di< ser Gedanke in unserer Beteiligung an der Ar seitsgemeinschaft der vier Logen inL Ostpreußen. Wir hoffen und erwarten, qaß aus 'dieser Saat reiche Frucht erwächst. Aus Amerika. LXVI. ( B’nai B’rith News«, Jahrgad, Eine ebenso auffällige wie erfreuliche Tat- $r; sache ist es, daß wir auf dem Umwege über in Amerika allerlei interessante Einzelheiten aus iefii dem Leben der österreichischen Logen b — U6 -- g 1922, Nr. 8 und 9.) ähren Aber auch' über das politische Berlin wird der Leser der «B’nai B’rith r ausführlich' durch Br. Israel / c h aus Konstantinopel durch spalti Leben 'lews« üerehiange,