Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1922
- Issue
- Nr. 10/11 - November-Dezember (11.1922)
- Date
- 1922-11-01
- Page
- Seite 134 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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entsprang, Pflichttreue, die ihn zur Arbeit zog, und die die Ausgeglichenheit seines Wesens und den Frohsinn seines Herzens begründeten und förderten. Br. Schindler schilderte ferner, unter Anspielung auf die 'talmudische Legende vondeqi Manne mit den drei .Freunden, wie sein eigenes.jWirken, sein guter Ruf, ihm, bevor er noch in der Loge selbst allgemein bekannt war, den Weg zum Präsidentenstüh] gebahnt hätte, und daß er den Ruf, der ihm voranging, als Präsident durch Ärbeitstreue, durch Herzlichkeit, durch die Ausgeglichenheit seines Wesens und Entschlußfähigkeit gerechtfertigt habe. Auf Br. Magnus, der seif Jahren eine zuverlässige Säule in seinem Standesverein gewesen ist, hat die Großloge, wie auch die Deutsche Reichsloge große Hoffnungen gesetzt, zumal ihn sein berechtigtes und erstarktes Selbstbewußtsein nicht dazu verlöteten, von der Tradition in der Ordensarfeeit abzuweichen. Br. Schindler suchte der trauernden Witwe einen Trost aus dem eigenen Wesen des Verklärten zu spenden: Sein Wesen, sein Handeln entsprang der Achtung vor dem eigenen im Ebenbilde Gottes gei schaffenen Menschentum, der Selbstachtung, | der — bescheidenen Selbstachtung, die als selbstverständlich ansieht, daß Leben Pflicht und Arbeit ist, eine Lebensauffassung, die zur Lebensbejahung, zu froher Lebensbejahung, zur Anteilnahme an Weit und Mitmenschen und | nicht zum wenigsten zur frohen Anteilnahme an I den nächsten Angehörigen, insbesondere an den eigenen Kindern führt. Br. Großsekretär Goldschmidt gab 1 als Vertreter der Großloge der schmerzlichen- . Empfindung -über den Verlust des durch’ | tiefe Innigkeit ausgezeichneten Bruders Ausdruck. Die Aufopferung, die Br. Magnus bewiesen habe, müsse beispielgebend wirken. Durch sie, werde er in seinen Brüdern fortlebeu. Br. Dr. Stern,. Präs, der Spinoza-Loge, bekundete in herzlichen Worten die Teilnahme der Beriiaer Schwestemlogen. Er schilderte wie Dr. Magnus bei' gemeinsamen Beratungen durch seine Überzeugungstreue, vor allem aber durch seil} versöhnliches Wesen dazu beigetragen habe, Meinungsverschiedenheiten auszugleichen und schloß mit den Worten des Oebetes: »Ob der Mensch ein Jahr lebet c usw. Ansprachen wurden stimmungsvoll durch ilische Darbietungen (OberkantorKalischer: Br. Wolfram: Violine) umrahmt und den. manitas - Loge, Gleiwitz. (A ti s z u g einem Berichte.) Bei Beginn des halbjahres und des damit wieder einen Logenlebens sehen wir uns veranlaßt, ben auswärtigen Brüdern eine Uehersicht r Logentätigkeit aus der Zeit von 1. Jais 1. Juli I. J. zukommen zu lasset: ie Oberschlesien im allgemeinen unter Franerrschaft zu leiden hatte, so wurde auch Logenleben in 01 ej i w i t z durch den fast ährenden Belagerungszustand becinträchnur wenn irgendwie angängig, kamen die r zusammen, und: so fanden im ersten hre 15 Arbeitssitzungen statt Außerdem am 26. März eine außerordentliche Sitzung alten, an der Br. Großsekretär Dr. j o I d - s c h m i d t und Delegierte fast aller ot erscMesiscnen Logen teilnahmen. Nach Einführung von vier peuen Brüdern in unsere Loge nahmen die Delegierten der aus dem deutschen Logen verbände ausscheidenden Logen Kattowiu und Könlgshütte das wi>rt und versicherten feierlichst, daß sie wohl infolge des Trennungsspruches loyale polnische Staatsbürger sein, aber mit ihren Herzen und ihren Gedanken stets weiter bei uns weilen würpCn; wir sollten ihnen Treue um Tteue bewahren. Diese Sitzung wird allen Teilnehmern dau :md im Gedächtnis bleiben. j Vie vorher erwähnt, wurden vier Brüder, u. z die Herren Dr. Hartwig L ö b i n g e r, Willy Fr edmann, Vjktor Frey, Walter Bujak o n s k i, sämtlich aus Gleiwitz, neu aufgenammen; verloren haben wir unseren all verehr en Expräsidenten und Ehrenbürger der Stadt Gl<iwitz, Bruder Josef KleczewskiJ dessen Andenken unauslöschlich in unserer Loge bleiber wird. Die Ernennung unseres Bruders Louh Spitz zur i Ehrenbürger der Stadt Cosel hat bei uns allen freudigen Widerhall hervorgerufen. Verschiedenen Einladungen zu Festl chkeiten wurde durch delegierte Brüder Folge getet An uns ergangene Unterstützungsgesuche rden fast durchweg berücksichtigt,' was sich 134