Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1922
- Issue
- Nr. 6 - Juni (6.1922)
- Date
- 1922-06-01
- Page
- Seite 75 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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AasrikasUche losfitufempeude. 'Die Vorschllge’xtit VerfeiH^ig der zweiten amerikanischen Tiistftatensjpende werden mit geringen Abänderungen genehmigt'.’- Die Aenderungeri shtd: dem Ferienheim U.O.B.B. für Mitteldeutschland werden anstatt def vorgesehlagenen M*. 5ÖÖ00— Jlk. *6000.— bewilligt. Von deri fretwerdenden Mk 10000.*— erhalten das Kindererhoiungshefm auf Norderney «nd das Kinderheim in Secgeberg J**Mk. 5Ö0O.—’. Der Qroßprisident benützt dfe Gelegenheit, auch an dieserStehe den amerikanischen BHhfern tfen herzlichsten DMk -zum Ausdhiek aSi ' bringen. Nach Dahkworten von Br: St oxc h* hMrittmg an Br. Öröftpflfkfenten Ttmendorfer wtiät* Hie Sitzung um 6‘/, Uhr geschlossen. Dr. Ooldschmtdt. m1 r Ans Amerika. ' «•,-r:' . LXV». (»B’nal ö’rith News«, Die vorliegende Nummer Unseres Ordensorgans bringt an erster'Steife einen Aufsatz des ersten Rabbiners der Vereinigten Staaten, Stephen S. Wfse, über eine Frage,’1 die zuerst den-amerfkanischenRabbinerVerband, dann den Amerikanisch-Jüdischen Gemeindebund und schließlich auch rfele Lögen B. B. beschäftigte, die von J. B er n h e i m auijgeworfene Frage; »Sollen wir' Juden sein; oder* Mitglieder einer Reform kfech«' amerikanisch erlsfaefiten-?« Juden und Judentum sind für Bentheim veraltete Bezeichnungen i »Israeittemund »isiWhtischelQrche«, erregte weniger Anstoß befderrtlclitfüdtechen Umweh. Den Namen »Synagoge« lehnt Bentheim ab, weil' er - griechischen - Ursprunges ist; daß »Kirche« nnd »chhrch« gleichfalls griechischer Herkunff sfmf — Kyrfeko*'—-Übersieht er dabei! Auch »Tempel« findet, weil römischen Ursprunges,1 keine Gnade M «einen Augen. SelbstversMndlfdr wirft Bentheim, «och den Sabbat und die hebriHsche Qebetsspräche über Bord. Obwohl Stephen Wlse^in einer Reformgemeinde wirkt und am Sonntag Vorntittags Gottesdicnate hilf, wehrt er akh dfetnothmftfcHer Entschledenheitgegen die Verlegung de* Sabbattagea auf den Sonntag! »Wir haben diese SonntSgszusammehküHfte nicht -zwecks Ntedterreißutig heiliger jüdischer Einrichtungen, sondern zur JMtechen Erbauung eingeführt, damit dar erhabene Inhalt des Jüdischen Qtautens Und Lebens Juden und Christen kt gfeMher Weh« nahe gebracht weiten körnte. Kcfn juthr, ‘dessen Leben von der Schönheft und Weihe de« SnbfcMtages’ durchglflht ist und der den Zauber des Fraiiagabends auf Ski» wiriCM MßA karttffe ekler Preisgabe des Jahrgang 1922, Nr. 7.) . Sabbats das Wort reden.« Die llchetHcbe1 Aen-; derung des Namens »Jade« in »üstaeM« führt Wise in der Anfrage ad absurdum: Sollen wir glauben, daß in naher Zukunft, wenn Berkheim * seine »Kirche« gegründet hat, die Höfels an der See und im Oebirge annoncieren uierdem »Jüdischer Besuch nicht erwünscht, dagegen sind Mftgtieder der Reformldrehe amerikanischer Israeliten drerfteh wiHkomtne»«? ■! Der Aufsatz dieses bedeutenden Rabb!ders ist ein wahrer Hymnus auf da« Judentum. Wehl gesteht er an; daß wir in des Attgieichung an die Umweit, namentlich kt der Verleugnung an-, serer jüdischen Namen, schon za weit gegangen sind. »Es kommt nicht darauf ab, .daß wir weniger jüdisch sind: wir wollen mehr jüdisch sein!. Aber auch die Cbristanheit soll.cMstUeher ‘ werden. Je religiöser unsere Mitbürger weiden, desto Mehr werden sie uns um unseres Judentums willen ehren. Leider hat ttns, die wir dem Christentum unser Bestes gaben, che TocMer- - religion bisher nicht viel Gutes erwiesen.« Recht gehaltvoll ist dn Aufsatz; »Die Plpste und dte< Juden«. Seit den Tagen Oregors 'des*Oroßen (5*0—604) haben es die Päpste als' ihm Pflicht angesehen, Leben pnd Besitz der Juden zu schützen und ihnen Wenigstens «ln Minimum religiöser Fadheit zu garantieren. Trotz «Her Demütigungen, '<tt« sich manche fanatische Pontifices den Juden gegenüber! ertaubt haben, muß zugegeben wenden; daß che .-Papste immer das Recht gegenüber dar roten Oewett vertraten und daß wir Juden ii*/ Ganzen, aßen Orund heben, für den uns von der taugen Reibe der Pfpste gewährtett Schutz dankbar ±u sein. -L t5 —