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Der Orden Bne Briss · 1922-02-01 · Nr. 2 - Februar (2.1922) · p. Seite 32

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1922
Issue
Nr. 2 - Februar (2.1922)
Date
1922-02-01
Page
Seite 32 (sequence 16)
Language
German
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*ie Fremden ist d$e erste Zeit die schwierigste; hifer ihm znr Seitei zu stehen, ist also besonder notwendig, fjis dat, qui cito dat. Von ein :r kleinen' Beihilfe! kann es in einem solchen Falle unter Umständen abhängen, ob jemand die Möglichkeit, sicp eineExistenz zu begründen, gegeben wird. [Aus dieser Erwägung heraus ist der Plan gefaßt Worden, eine Darlehnskass : ms Leben zu riifen, aus der Emigranten (gegen genügende. Garjantien) Darlehen zur Verfügung gestellt werden! sollen. Durch freiwillige Bei- . träge von Brücjem sind 300 Pfund zusammengebracht wordep, mit denen schon viel Guteii gestiftet wurde.j Von vielleicht noch größere Bedeutung ist]die Errichtung von Abend kqnsen für die arabische Sprache Die mangelhaft^ Kenntnis des Arabischen hat den Juden Palästinas schon viel geschadet. Und gerade jetzt, bei] der Reibung der Nationalitäten, ist die Kenntnisl dieser Sprache von der größten Wichtigkeit.' Die Loge hat sich somit ein außergewöhnliches Verdienst durch die Schaffung dieser Institution] erworben. Besonders erfreulich ist es, daß.dieLeitung der Kurse in den bewährten Händen des Bruders Dr. Weinberg, Direktors der hiesigen Handelsschule, liegt, der als einer der tüchtigsten Pädagogen Palästinas gilt. Ich hatte Kürzlich Gelegenheit, als Gast einer Beamtensit mng beizuwohneft, bei der die nächsten Ziele dir Loge ins Auge gefaßt wurden. Allgemein wurde die Bekämpfung der Wohnungsnot afc wichtig ite Aufgabe anerkannt. Die Wohnungsverhäl nisse sind in der Tat, infolge der starken Einwanderung, geradezu erschreckend. Daß für ein kleines Zimmer 3—4 Pfund monatlich gezahlt wird ist keine seltene Erscheinung. Viele Arbeiter,--zi m Teil mit Frau und Kindern, müssen sogar'im Winter in Zelten wohnen, so i I. Eduard Siegfried Jjacobsohn-Stiftung für schwächliche Kinder, insbesondere herzkranke Gesuche von Eltern oder deren Vormünder^, sind an uns bis zum 15. März 1922 zu richten daß Regen, Kälte und Krankheiten schor viel Schaden unter den Immigranten angerichtet haben. Es ist demgemäß die Schaffung eines Itr migr-antenhauses ins Auge gefaßt worden-, wodurch, für die erste Zeit wenigstens, den Einwanderern ein Heim geboten werden soll. Freilich wäre damit dem Uebel nur zum geringen Teil abgeholfen. Die Frage ist demnach aufgeworfen worden, in welcher Weise die Loge zur Förderung des Häuserbaues beitragen könnte. In einer Unterredung, die ich mit dem Bürgermeister von Tel-Aviv, Br. Dizengoff, fatte, entwickelte er mir den Plan zur Errichtung von Massenquartieren für Arbeiter, etwa' nach Art des englischen boardinghouses, jedoch chne Verpflegung. Gegebenenfalls werde die Gemeinde das nötige Baugrundstück entweder ganz gratis "oder unter Bedingungen, worach d(e Abzahlung keinerlei Schwierigkeiten machen würde, zur Verfügung stellen. Unter diesen' Umständen könnte man ein Zimmer schein für 1—1V* Pfund -monatlich abgeben. Der Bau solcher Arbeiterhäuser könnte auch durch Aufnahme einer Hypothek gefördert!werden, wozu sich sogar öffentliche Institutionen wie die Jca, die Zionistische Organisation etc. bereit finden dürften. Die Initiative zu ergreifen, wäre allerdings vornehmlich Aufgabe der Loge. Unserem geliebten Orden, der sich in den Dienst der höchsten Ideale gestellt hat, gebi hrt eine führende Stellung auch beim Wiederaufbau Palästinas. Gelingt es unseren Logen, im Heiligen Lande die gesteckten Ziele zu verwirklichen, dann werden sie ein Ruhmesblattbilden in der Geschichte Israels im allgemeinen und in der Geschichte des Ordens Bne Briss im besonderen. * Tel-Aviv bei Jaffa, im Dezember 192). Rinder bis zu ihrer Volljährigkeit. mit Geburtsschein und ärztlichem Attest versehlei :n, Austauschu. Wohnungsvermittluir^ für Söhne u. Töchter von Brüdern. Die Leitung des Wohnungsaustausches für Mommsenstraße 52 (Schwestemvereimgung der Moiitefio: Diesbezügliche Briefe sind an die angegeben« Berlin, im Dezember 1921. Grp Berlin hat Frau Schwabe, Berlin-Charlottenburg, ore-Loge) übernommen. Adresse direkt zu richten. ßlo^e für Deutschland VIII U.O.B. fc Beiblatt: Neugründungen von Logen and Neuaufnahmen von Brüdern. Verantwortlich für den Inhalt: Dr. E. Finkei, Berlin, Kleistshaße 12. — Druck: Max Cohn, Berlin SW. 68, Hollmannstr. JO.

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