Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1922
- Issue
- Nr. 1 - Januar (1.1922)
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Br. K uz n i t z k y' die Erschienenen und set; te den Anwesenden in tief schürfender Rede (ie Grundlagen des Ordens auseinander, nach den :n , unsere Bestrebungen nach den niederdrückend :n Ereignissen des Krieges und der Nachkriegsz um so notwendiger und dringender seien. Diese Bestrebungen* brachte er in Beziehung zu d:n drei Erzvätern Abraham, Isaak und Jacob, (ie der Loge den Namen geben sollen. Er bezeichnete Äbrahim als den Bahnbrecher auf d<;n Gebieten der Gotteserkenntnis und des reinen GottesstrebenS, dem verheißen war, „ein Segen zu werden.“ Er wird es durch seine Menscilichkeit, seine Fürsorge für Familie und Verwandte, durch seine Friedfertigkeit, seine Hilfsbereitschaft auch gegen Fremde, seine milde Gesinnung auch gegen Sünder. — Isaak führte das Werk seines Vaters in Liebe fort — sehen als Kind'eines. Sinnes mit dem Vater — beret, Gott sein Leben zu opfern. — Jacob ist der Vollender, der durch Mühe, Arbeit und Kampf in Erfüllung seines Traumes der Jisro-El, der Gottesstreiter wird. — So leuchten, die Namen der drei Erzväter und ihr Tun den Bestrebungen der neuen Xoge voran, die auf diesem Wege der Erfüllung entgegenzugehen bestimmt ist. , Nachdem sodann unter dem tiefen Eindrucc ft t dieser Ausführungen die Damen den Sitzungssaal verlassen hatten, begann die eigentliche engen Inställätionsfeier, die irr der üblichen Form de Logenabends eröffnet wurde. Den ad hoc z sämmengesetzten Beamtenrat bildeten die Brüdeij: neben dem Vizegroßpräsidenten, Br. Kuznitzk; Br. Expräsitient Wolffheim -Ostpreußisch Loge als Vizepräsident, Br. Expräsident D „Rosenkr.anz - Libanon-Loge als Mentor, B Großsekretär Dr. Goldschmidt als proi Sekretär, Br. Dr. Theodor Cohn, Präsident dei Kant-Loge als Finanzsekretär, Br. Expr. Elias Libanon-Loge als Schatzmeister, Br. L e s s e r ' Ostpr.-Loge als Marschall und Br. Pfeffer' körn-Hermann Cohen-Loge als Wächter. Br. Kuznitzky eröffnete diesen Teil der Feiei in der gewohnten Form unseres Rituals un schloß daran die Zeichenerklärung, mit der gewissermaßen an der Hand unserer Symbole eine geistige Führung durch einen Logenabend verband- 1 Br. Goldschmidt nahm sodann die Einführung des'ersten Beamtenrates der „Loge zu den drei Erzvätern“ vor und wies die neuen Beamten auf die besonderen Pflichten hin, die ihnen als ersten Vertretern der nordöstlichsten deutschen |Loge unter efen besonderen Verhältnissen, in denen sich gegenwärtig Ostpreußen und Tilsit befinden, erwachsen. Die Aussichten ihrer Tätigkeit dürften' durchaus als hoffnungsreiche bezeichnet werden, da der-gegenwärtige Präsident, Br. Leo Wilk, ein alter Expräsident unserer Gabriel-Rießer-Loge sei, der1 mit sämtlichen Brüdern des neuen Beamtenrates eine unendliche Fülle von Mühe, Energie und Fleiß für die Vorarbeiten der Gründung der Loge bis zu diesem weihevollen Augenblick aüfgewendet habe. I Nachdem nunmehr Br. Vizegroßpräsident) Kuznitzky den neuen Beamtenrat und damit zugleich die „Lojge zu den drei Erzvätern“ als die LXXXVIII. des deutschen Distriktes und die 914. dejs gesamten Ordens als gehörig installiert erklärt hatte, überreichte er dem Br. Präsidenten den Freibrief der Loge, Hammer und Ritual zu treuer Obhdt. — Es folgten sodann die Glückwünsche der .Vertreter der Logenverbände und Logen. f^r.i Expräsident Dr. Wo 1 f f h e i m-Allenjstein überbrachte die Olückwünsche der ostpreußischen^ Loge und der ostpreußischen Ar« beitsgepieinschaft — bestehend aus den drei ‘nordöstlichen Logen, die in Gemeinschaft! mit der neuen Loge in Tilsit eine neue Gruppe im alten Logenverbande zu bilden gewillt seien. Ihm schloß sich der Präsident der Kant-Loge Königsberg, Br. Professor Theodor C o h p an, der die Wünsche der Kant-Loge undj des nordostdeutschen Logenverbandes zum Ausdruck brachte. Er brachte Kant jund dessen Sittengesetz-Anschauung nach seinem berühmt gewordenen Ausspruch in Verbindung zu deir Namen und dem Wesen der Erzväter. Br. Pfefferkorn sprach als Vertreter der beiden Frankfurter Logen und zugleich des Hessischen Logenverbandes lund bildete in diesem Augenblick in seiner Person gewissermaßen eine Verkörperung des fernen .Wesiens unserer Logenbestrebungen mit dem äußersten Osten. Er verkörpere damit gleichzeitig von Frankfurt aus Anschauungen einer der ältesten und jüngsten Logen des Westens mit denen der jüngstenToge des äußersten Ostens. Damit verbände sich gewissermaßen von selbst Altruismus mit Individualismus und es ergäbe s^ch 8 —