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Der Orden Bne Briss · 1921-11-01 · Nr. 12 - November (11.1921) · p. Seite 116

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1921
Issue
Nr. 12 - November (11.1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 116 (sequence 16)
Language
German
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Bücherschau. Max Br»d: Heidentum, Christentum, Juden tum. Ein B kenntnisbuch. In 2 Bänden. München, Kurt Wolff Verlag 192). Preis geh.. Mk. :60,—, geb. Mk. 80,—• Wer das Schaffen von Max Brod in den letzten Jahren mit Aufmerksamkeit verfolgt hat, der wird bemerkt haben, wie er um sein Judentum, ringt, -und Wie es ihm innerliches Erlebnis ist! I Nicht mit irgend einer vorgefaßten Meinung, wie man es'oft findet, die mehr oder weniger oberflächlich zu sein pflegt, tritt er an die Probleme unseres Glaubens heran, sonde m er ringt mit ihnen; er hat einmal in einem Gedicht gesagt, daß er 30 Jahre alt werden mußte, um die Sprache »eines Volkes zu erlemtn; in diesen beiden Bänden aber beweist er, daß er schon tief in den Talmud (? D. Red.) eingedrungen ist, und daß-er es versteht, aus ihm das herauszuholen, was-für uns Ewigkeitswert besitzt. Und wie! zdtlreicb, wie unerschöpflich ist das! Diese b sden 'Bände sind kein« leichte Kost und ihr köstlicher Inl iah will ihnen in mancher Stunde des Studiums abgerungen »ein, aber um so reicher ist der Gewinn. Er komnt.zu tiefen, religionspiilosophischen Formulierungen : tu ir das Judentum kann für ihn die höchste der Religionen si in; er zeigt schlagend, auf welchem Komplex von Empfindungen,. vöh anderer, bedeutsamerer Sittlichi der Welt des Judentums trennt. Man muß es von keit da etwa den Abschnitt' über edles und unedles Unglück wirklich in sich äHfgenommen haben! In diesen beiden Banden, blicken wir, tief in das Innere eines schaffenden Menschen] und wir danken ihm daß er uns fliesen Einblick gestattet hat Breslau. Eduard Recht? 2 Teiles vor Dr. Willy Cohn. König: »W i e w « i t h a t Del-itzsc geantwortet durch kritische Beleuchtung des Delitzsch : Die große Täuschung. Berlin C A. Schwet: ichke & Sohn, 1921, Preis Mk. 3,60. Der Veri nglimpfer des alten Testaments und Antisemi im wissenschaftlichen Mäntelchen, Friedrich Delitzsch zwingt dem furchtlosen Kämpfer für Wahrheit und Recht, Eduard König, noch einmal die Feder in die Hand. Ei weist unumstößlich nach, daß Delitzsch nur insowei Recht hat, inwieweit er dasselbe sagt, wie andere Forscher vor ihm,, aber auch hier geht er über die Grenzen desser hinaus, was er mit gutem Grunde behaupten kann, wem er in Bezug auf die Entstehung des Pentateuchs von be wußter Täuschung redet! Ungerecht beurteilt er ferner die gfeistesgeschichtlichi: Ifellung Israels, er leitet'in unhistorischer Weise-die pro' phetische Religion Israels aus nationalem Eigendünke ab und sinkt schließlich in unqualiftzierbarer Weise in seiner ganzen Darstelungsweise unter' daiWissenschaft! iche Niveau herab. Es gebührt Eduard König unser wärmster Dank dafür, daß er die Schrift herausgegeben hat Allen an wi hrer wissenschaftlichtr Erforschung unserer Lehren Interessi« rten hat er aus dem! Herzen geredet. Daß es ihm gelii igen möchte, den weiter ia tiefster Verblendung verharrei iden Menschen, die; mit, der Verunglimpfung des alten T :staments ihre eigene Kultur leugnen, die Augen zu öfi nen, das wagen wir nicht zu hoften. Schließlich ist es luch belanglos. Was können sje der Thora anhabe n, von d< rem Glanz noch die fernsten Geschlechter zeugen werden, vrenn von dem-Namen Delitzsch kein Stäubchen mehr i hrig sein wird! Breslau. Dr. Willy Cohn. Albert Kfltz: Israels Feste und Oedeni^ tage. Betrachtungen. (IV. 244) Preis gebd. Mk 14,—. Verlag von Oustav Engel, Leipzig, 1921. — Diese restbetrachtungen jsind reife Früchte, sie“ können in hrer Mannigfaltigkeit in form und Darstellung als vorbildlich und mustergüjtig bezeichnet werden. Da ist Urspiünglichkeit der alten Quellen und fesselnde neuzeitlich« Be trachtung. Der Verfasser, einst ein Jünger der wi hren Wilnaer Hask^la, vergegenwärtigt in schöner Harri lonie altjüdische Eigenart und moderne Aufklärung. Di: 27 Festbetrachtungen basieren auf dem Ergebnisreifster Vertiefung in i die Geschichte und Literatur des Judentums. Nebea der Bibel, auf. welchem die jüd sehe Geisleswelt errichtet ist, sind es vorwiegend die L« hren und Sentenzen der rabbinischen Weisen, die in den (reis der Festartikel gezogen werden; in ihrer Beleuchtun; erscheinen die Festtage immer neu und zeitgemäß, w e an jenen Tagen, als sie zur Erinnerung an große histor sehe Erlebnisse d«is jüdischen Volkes eingesetzt wurde i. Das prachtvolle vornehm ausgestattete Buch, — das n n't zw* den besten auf diesem Oebiete zählen darf — umfaß: alle [.Fest- und Gedenktage des Jahres, nur das Chanulafest 'ist seltsamerweise in den Zyklus nicht einbezogei. — Wir wünschen dem Buche weite Verbreitung und eine neue Auflage, damit auch die fehlenden Betrachtungen über das Lichtfest eingereibt Werden können] Am Schlüsse des Buches Jst noch eine interessante Abhandlung Verfassers »Das Alphabet im Uchte desSohar« beigeg :ben, i sowie ein gjenau merkungen. geordneter Quellennachweis und on — des Anus. | Aus dem Ged&chtni Seit unseren letzten Angaben hatten wir den •buch def Großloge. Tod folgender Brüder zu beklagen Es starben: 37. Am 49. -März 1921 Br. Max Cosmann, Mitglied der Bergischen Loge, Barmen seit dem 21, März. 1904, geb. den 3. Mai 1874 in Barmen. 38. Am £4. Mai 1921 Br, Isidor Goldschmidt, Mitglied der Humboldt-Loge, Neiße seit; dem 30. Mai 1907, geb. den 15. Januar 1859 in Krotoschin. Beiliegend: Beil agt Novembef 1921. Verantwortlich für den Inhalt: Dr. E. Finkei, Berlin, Kleist itraße 12. — Drude: Max Cohn, Berlin SW. 68, Hollmamnt -. 10.

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