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Der Orden Bne Briss · 1921-10-01 · Nr. 11 - Oktober = Festnummer zum Ordenstag (10.1921) · p. Seite 98

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1921
Issue
Nr. 11 - Oktober = Festnummer zum Ordenstag (10.1921)
Date
1921-10-01
Page
Seite 98 (sequence 18)
Language
German
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1 der Von ft-, Rob« Wenn man -unterKultur die Vervollkommnung; Und Veredelung der Menschen versteht,; so gib es wohl kaum eine Gemeinschaft, die t seit sc langer Zeit und mit solcher Kraft diesem Ziele zustrCbfwie wir Juden. Die Worte der Bibel, die von einer künftigen friedlichen Gemeinschaf aller ^enscheb sprechen, von einem Friedens reicht, das entsteht durch die rechte! Gottes erkenhtnis, oder die Weissagungen einepjeremis von einer Zeit, da jeder Mensch den Wiiler zum Rechten Tun in sich, trägt, oder der Mahn ruf eines Micha, der als einzige Forderung ar jeden ^Menschen nennt: Rechttun, Wohltijn lieber und in Demut wandeln mit Gott: all das kling! uns ahs den Schriften aller Zeiten entgegen, di« unsere Gemeinschaft hervorgebracht Hat, unt ist in ihren Taten immer wieder lebendig in die Erscheinung getreten. So ist die Kultur de- Juden immer ein Ergebnis ihrer geistigen Arbei: gewesen, ,und darum waren ihre stärksten För derer (unsere Lehrer. W|ir Juden haben keine eigne Kultür auße unserer religiösen geschaffen. Nicht ragend^ Juden. H i r s c h ( e I d. Werkt der Baukunst zu schaffen, war das! Streben uriserer Vorfahren, sie wetteiferten auch nich: mit Cjriechen und Römern auf dem Gebiete de ■ Malerei und Bildhauerkunst, sie traten nicht in die Aken a, um ihre Körperkraft zu zeigen, abewd immer in der Welt dev Kampf der GeisteentDiannte, da haben die Juden mitgerunger, una indem sie das, Fremde auf Sich wirken ließen, haben sie es gereinigt und geläutert de- Menschheit wieder zugänglich gemacht. Unsen: Glaubensgemeinschaft ist seit mehr «ls zwei Jahn lusenden über die ganze Welt verstreut, und überall und zu allen Zeiten' ist sie rrfehr oder weniger bedrängt und bedrückt und freien Entfaltung ihrer Kräfte behindert Die Bedei^tung des jüdischen Lehrerstances für die Kultur Wege wiesen in und durch das g entsprechend an mitarbeiten. Aber hat mancherlei ta Aber ^ier JudeJ den man zwang, durct niedrigende Tätigkeit! seinen Lebensunterhalt suchen, den mai jahrhundertelang vom FI werk und Ackerbau (fern hielt, und der tagaus scheinbar lut an den Erwerb dai benutzte die kuize Zeit der körperlichen holung zu geistiger Arbeit. Daß er in wieder dazu Arrtgung fand, daß eivin wieder seinem C e ste neue Nahrung zu konnte, daß er i mmer wieder Gefallen fand geistigen Ringkanjfi daß er in den ei Gassen des Ghetto nie ht verschmachtete, sonjl immer wieder n:ue Quellen geistigen Le fand, dabei halfer hm seine Lehrer, die ihn und durch'die Bibel »(evaltige Schrifttum, das als einzige Erbteil unc der einzige Reichtum Geschlecht zu "Ges :hjecht überliefert wurde Die Zeiten haben pich geändert. Die Gh : mauern sind gefallen^ und der größte Teil Juden kann seinen Neigungen und Fähigk^i erzu, indem <jhte, Ermer mer ren ähi ijgen ern bens die I in daä von (Jeifi Aufstieg der Mensc dpr Druck der Jahrhun (jidwdhnbeiten den Juden geprägt, manche j Meinungen fast ganz in i erstickt, manches Fremdartige in sie hii gezwängt, daß es! schwer fällt, diese schädlic Einflüsse der Ausschließung zu beseitigen, einseitige Bevorzugung des Handels läßt Beschäftigung mit Ackerbau und Handwerk ringwerlig erscheinen,! die jahrhundertelang gefördete Ausbildung des Geistes hat in uns|e in so mannigfache!- Beziehung veränderten zu einer Ueberscnätzung der akademischen rufe geführt. Solche, Erwägungen zeigen, der Ruf nach einer „(Umschichtung der Bei an def durchaus berechtigt (ist. Dabei mitzuhelfeu worden, eine der wichtigsten Aufgaben der Lehrer. D j 98 — Zu ttoder iten Fheit qerte einigen einhen Die die ge- ^llein ren ten Bedaß ufe“ ist rch

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