Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1921
- Issue
- Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1921)
- Date
- 1921-05-01
- Page
- Seite 43 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Aus den Logen des VIII. Distrikts. auch die Aufnahmen grundsätzgesperrt, um ein zu schnelles An- Rhenus-Loge, Mainz (Bericht für das Jahr 1920 21). Im abgelaufenen Jahre sind zehn Brüder in unsere Loge eingetreten, dagegen haben wir den Tod von sechs Brüdern zu beklagen und ferner das Ausscheiden von drei Brüdern zu verzeichnen, so daß unsere Loge 200 Brüder zählt. Durch letztwillige Verfügung sind uns an größeren Legaten M. 1000.^- von dem verstorbenen Br. August Lebrecht und M. 3000.- von dem ebenfalls heimgcgangenen Br. Willi Pintus zugeflossen. Mit Genugtuung können wir auf' iiie Arbeit des letzten Jahres zurückscltauen. Die Anteilnahme der Brüder an den Sitzungen war eine lebhafte. Von einer größeren Propaganda haben wir Abstand genommen und lieh 8/j Jahre wachsen der Mitgliederzahl zu verhindern. Wir richteten unser Augenmerk vielmehr darauf, die innere Erstarkung der Loge durch Zusammenschluß und Durchbildung unserer Brüder mit den Logenaufgaben zu erwirken. Das Chanukka- Fest ist in der bei uns üblichen Weise als Kinderfest gefeiert worden, zu dem alle Kinder der Gemeinde eingeladen waren. Das Stiftungsfest gab wieder Zeugnis von dem harmonischen Geist, der in unserer Loge herrscht. [Diese Festlichkeiten fanden selbstverständlich' unter Hinzuziehung unserer Damen statt, ebenso zwei offene-^Logen mit Vorträgen und Aussprache. Dank der besonderen Opferfreudigheit unserer Brüder war es uns möglich, ausgiebig auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege zu wirken. Wir sind zu der Ueberzeugung gekommen, daß hier eine umfassende Neuorganisation Platz greifen muß, daß statt der Verzettlung der Mittel das Gebiet der einzelnen Logen auf eine bestimmte Zahl von Vereinen und Anstalten zu beschränken sei,, um so intensiver arbeiten zu können. Die auswärtigen Vereine, deren Arbeitsgebiet im Interesse der Gesamtjudenheit liegt, haben wir auch im abgelaufenen Jahre unterstützt. Im Juni wurden siebzig Wiener Kinder durch uns in der Umgebung unserer Stadt auf dem Lande untergebracht wo sie sechs Wochen weilten und sich gut erholt haben; es; konnte, eine Gewichtszunahme von sieben bis acht Zum größten Teil.' ■ren Verhalten .nür< Bemühungbei der l&haffe Unter- Pfund konstatiert werden, wurden die Kinder, über d eine Stimme des Lobes zu hären war;; auch mit Kleidern und Schuhen neu j usgestattet. In er freulicher Weise fand unsere jüdischen Landbevölkerung Stützung. Die Kosten, für die unsere Loge eine größere Summe bereitgestellt hatte, wurden vollständig durch Privatspenden gedeckt. Im Verein mit den Logen des hessischen Logen Verbandes haben wir zur Verbreitung jüdisch dem Lande beteiligt und Zweck M. 3300.- Großlogentagung uns an den Arbeiten er Bild un'g .auf (ie. hierfür erforder"- liche Kopfsteuer bewilligt. Durch eine besondere Sammlung sind für diesen eingegangen. Die bei de" gegebene Anregung zur Bildung eines Kulturfonds ist bei uns auf frichtbaren Bodeh gefallen. Wenngleich derMocus der Aufbringung der Kosten durch eine Kopfsteuer nicht .allgemein Anklang fand, so sind dringenden Notwendigkeit heiligste Pflicht der Logen) und Träger des jüdischen treten. Die Not erscheint i wir nicht glaubten warten Gemeindebund, zu dessen Sorge um die Erhaltung des deutschen Judentums Lage ist, hier einzugreife! in unserer Loge haben wirl bis jetzt den-Betrag von M.'50 000.— aufgebracht und hoffen, in Kürze gemeinsam mit der übrigen Logen des hessischen Logenverbande», die sich unserer Ans*cht angeschlossen haaen, eine erhebliche Summe für Zwecke der, Kulturförderung zur Verfügung zu haben. Zurächst habenwir an verschiedene Lehrer kleinerer Gemeinden Beihilfen gesandt und Anstalten und Verbänden, die sich in Notlage befanden, größere Beträge gespendet. Bei all dieser Arbeiten haben wir nicht nur volles Verstärdnis, sondern auch freudigste Opferbereitschaf; unserer Brüder gefunden. Wir dürfen wohl hoffen, in dem weiteren Fortschreiten auf diesem Wege am besten den hohen Aufgaben unseres Ordens zu dienen. . Henry Meyer, prot. Sekretär. wir doch von der überzeugt, daß es ■ ist, für die Stätten Kulturlebens einzuns so dringend, daß zu dürfen, bis der ersten Pflichten die er heiligsten Güter hören dürfte, in der Durch Sammlung I* - 43 -