Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1919
- Issue
- Nr. 8 - Juli
- Date
- 1919-07-01
- Page
- Seite 81 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ßr. Merlbach - Frankfurt ist dagegen, daß man sich «n Amerika wendet. Man tollt sieb vertraulich mit den Logen in Verbindung setzen. Oegenflber Br. Heinemana betont er, daß die Auflösung der Logen in Straßburg und Metz unabwendbar gewesen sei. Es empfiehlt sich, tämtlicben Logen einen Hinweis zu geben, nach Möglichkeit für ihre Fortexistenz zu sorgen. Ob für diejenigen Logen, die von Deutschland abgetrennt werden, späterhin durch Gründung einer besonderen Großloge ein DistriktszusammenschlufTerfolgen könne, müsse der Zukunft, überlassen bleiben. Das Generalkomitee bescnließf, - an die In Frage kommenden Logen im Sinne der Anregung Merzbach-Heinemann heranzutreten. Br. Groß nräsident begnügt sieb dieses Mal aus einem vorliegendem umfassenderen Bericht, der die Ereignisse se!t der letzten Generalkomitee-Sitzung vom 26. Mai 1918 zusammenfast, einzelne, insbesondere persönliche Mitteilungen zu geben. Es ist dabei zu berücksichtigen, daß es dieses Mal unmöglich war, eine Aufstellung über die Bewegung im Orden, über die Verrrögensverbällnisse der Logen zu geben, da eine rechtzeitige Einsendung aller Berichte durch die schwierigen Zeitverhältnisse nicht erfolgen konnte. Von betrübenden Ereignissen erwähnt Br. Timendorfer folgende Mitteilungen: Den Tod fürs Vaterland starben seit der letzten Generalkomilee- Sitzung: Br. Expräs. Rechtsanwalt S. Nothinann (Hobenzollcrn-Loge) sowie die Söhne der Expräsidenten Rudolf Münz-Nürnberg, Adler- Frankfurt a. M, Levy-Straßburg, Licbenheim-Magdebürg, Weinstein-Erfurt. Zu bekiagen ist ferner der Tod folgender ausgezeichneter Brüder bezw. Expräsidenten: ' [ ' ' ' ' [_. ' ' i V< . Rabbiner Prof. Werner-München, Adler-Frankfurt a, M, Emanuel Zemik-Gleiwitz, Dr. Leopold Mayer- Mainz, Hermann Meyer-Hannover, Fr. Rudolf Vogel- Mainz. Bei den Slraßenkäispfen in Berlin fiel Schwester Helene Pojur. Eine besondere Trauerfeier für alle Kriegsgefallenen fand im Logentempel Kleislstr. 10 statt. £j Zu Ehren aller dieser Dahingeschiedenen erheben sich die Brüder von ihren Plätzen. Von freudigen Ereignissen ist zu vermerken i Den 50. Geburtstag feierten die Brüder Expräs.Dr.Cohn Dresden, Rabb. Dr. Löwentbal-Berlin, Maximilian Stein-Berlin, Dr. Moses-Mannheim und Dr. Sylvlus Pick-Baut heu. Den 00. Oehurtstag: JusMz at Leon-'ld ^ellgsoha-Wiesbaden. Den 70. Geburtstag: Blaschke-Stettin, Schleyer- Posen. Den 80. Geburtstag: Rabbiner Dr. Rosenthal- Breslau. Silberhochzelt: Rabb (zugl. 25 jähr. Amtsjubiläun). Konfirmationen: Br. Dr. Berger Berlin ■ ' Adolf Blumenfeld- Berlin (Sohn), Br. Mix Ginsberg Berlin (Tochter). '■, Verlobung der Tochter: Br. Dr. Alfred Goldschmidt-Berlin. Wir erneuern alle unsere ■ herzlichen Wünsche für sämtliche Brüder in diesem Augenblick in treuester brüderlicher Gesinnung. Außerordentlich zahlreich sirid die Spenden und Stiftungen, die für die Berichtszeit zu verzeichnen sind. Br. Kommerzienrat Josef Berliner (Zion-Loge- Ha.incv.r) übersandte der Großloge eine Spende von M. 5 000.— zu Gunsten des Kindererho'ungsheims In Norderney. i -• ' < ,. ' Br.'Alfred Levy (Leopold Zutiz Loge-Braunsch weig) stiftete M. 10 000.— anläßlich des Heldentodes seines Sohnes für Jünglinge, die nicht akademische Berufe einschlagen. . Aus dem gleichen Qrunjej stellte Br. Bernhard Levy (Friedrich - Loge Heidelberg) M. 3 000 — für hilfsbedürftige jüdische Soldaten zur Ver ügung. — Dem Andenken seines einzigen Ua Kriegslazarett verstorbenen Sohnes galt die Stiftung eines ungeninnt s:in wollende:; B.uders in Höhe von M. 10000.—. Innerhalb der Lessing-Loge Breslau wurde eine „Hermann und Otto Schälier-Stiftilrig" in Höhe von M. 15 000.— für jüdische Kriegsbeschädigte und deren Angehörige aus Breslau bezw. Breslauer Einwohner errichtet. I -'• . * ' * I I *■ 1 I " '"* : ■ * - Eine Stiftung von Br. Ferdinand Kohn (Maimonides- Loge-Nürnberg) in Höbe von M. 6000.— war würdigen Persönlichkeiten zugedacht, denen zur Gründung einer Existenz verholten werden sollte. ■ Br. Expräs. Fritz Story (Berthold Auerbach-Loge Berlin) überwies M. 1000.— dem Dispositiohs-Fond des Qroßpräsidenten. j Aus] der Lessing-Loge sin 4 nach folgende weitere Stiftungen, zu erwähnen: M. 5 000 — zur Förderung d:s Handwerkes unter den Jude-, M. 2 000 — für Jugendfürsorge, M. 5 000.— für Kriegsbeschädigte. Dr. Warteusleben-Mannheim überwies M. 3 000 — für die . rimeodortar Stiftung". 81