Mannheim
Compact Memory

Bericht der Großloge für Deutschland · 1918-12-01 · Nr. 9 - Dezember · p. Seite 133

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1918
Issue
Nr. 9 - Dezember
Date
1918-12-01
Page
Seite 133 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4864325-6029095-6074421--2390-4866478
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

schlechte« Eiseribahnverl ältnisse nur schriftlich gratulieren konnten. An der Piäsidenten-Konferenz in Bertin waren wir durch unseren Br. Vizepräs. Arthur Freund vertreten. Der Aufruf der Großloge, zwecks Neuausstattung des Lazarettzuges mit Wäsche eine Sammlung unter unseren Brüdern vorzunehmen, erklang nicht ungehört. Mit Unterstützung des Schwesternbundes konnten wir zwei Kisten, Wäsche und M. 260 bar zur Abwendung bringen. Ebenso wirkte eine Aufforderung zur Absendung von Büchern an die jüdische Lesehalle in Wilna; wir konnten ebenfalls eire gtößerc Sendung dorthin abrichten. Bei dieser Gelegenheit sei dankbar Erwähnung getan unseres Br. Bibliothekars Fuchs, der unsere große Bibliothek sowie die Jugendbibliothek i t mustergültiger Weise verwaltet und seinen Lohn i i einer sehr reichlichen Benutzung der Bibliothek finde. Auch das Komitee für geistige Interessen hat i i dankenswerter Weise seine Tätigkeit wieder aufgenommen. Außer kleineren Referaten, die des öfterei unsere Sizungsaber.de ausiüüen, Lörkn wir zwei größere Verträge von den BBr. Prä*. R'bbner D*. Katz, Hiiidcnourg, und Exprär. Rabbiner Dr. Golc U schmidt, Köuigsbütte; diesen BBr. sei auch ari dieser Stelle nochmals herzlichst gedankt. In diesen Dank will ich auch einschließen den Br. Spitz von der bei] nachbarten Veritas-Logc in tiindenburg, der sein musikalisches Können stets In unseren Dienst s^elty, wenn wir seiner bedürfen. Auch der Schwesterrbund unserer Loge bat die Sonnabend Abende wieder eingeführt, die allmonailict stattfinden und sieb sie seines guten Besuches erfreuen Infolge der mißlichen Finanzverhältnissc der Hole - gesellschafi hat sich dieselbe vi ranlaßt gesehen, d e Miete für die von ihr gepachteten Logenräume von M. 1500 auf M. 3500 zu erhöhen; wir mußten denzufolge die von den BBr. zu zahlenden Jahresbeiträge ab 1. 7. 1917 von M. 60 p. a. auf M. 80 p. a. erhöben, um unsere Ausgaben mit den Einnahmen einigermaßen in Einklang zu bringen. Ich würde mich freuen, wenn aus meinen vorstehenden Ausführungen die BBr., die unrere Sitzunge n gär nicht oder nur selten besuchen können, einei kleinen Üeberblick über unsere Tä igke.t gewinnen könnten, und wenn es auch in den Berichten der / Großloge stets heißt, daß nicht alles Heil von itr erwartet werden c. rf, und daß die Logen aus eigener' Kraft zur vollen Höhe emporsteigen mütsen, uud wenn wir auch nach Kiälttn diesem such von uts als richtig anerkannten Prinzip zu entsprechen suchen, so müssen wir es doch unendlich bedauern, daß wir seit vielen J ihren noch nicht die Ehre hatten, ein Mitglied der Großloge bei uns zu sehen, Ja daß wir nicht einmal den Besuch unseres Vertreters im General- Komitee zu verzeichnen hatten. Ich'schließe mit dem Wunsche, daß ein hoffentlich recht bald kommender glücklicher Friedenuns die Vorbedingung für ein weiteres AuUirtssteigen unserer, Loge bringen n ü_;e, und daß unsere im Felde stehendem Brüder recüt bald heil zurückkehren, damit wir mit ihnen gemeinsam die dem Judentum infolge des wieder erwachenden Antisemitismus nach bevorstehenden Kampfe ausfechten können, zum Wohle unseres geliebten Orden;, des Judentums und der gesamten Menschheit. Das walte Gott! . . f jitl , '■ .■ v"»r \, ' v ■ x -j ' ■ ' L * ';" - i Sinai-Loge, Cassel. Unsere Logg hatnunrnehr ihre regelmäßigen Sitzungen wieder aufgenommen. Gelegentlich der ers;en Si zuag gab der w. Präsident Br. Julius Lieberg einen Bericht über die Tätigkeit der Loge im vergangenen j ihr, aus dem folgendes henvorzutieben-ist Die Sinailoge blickt nunmehr auf da» vollendete 28. Jahr ihrer Tätigkeit zurück; uhd darf dies mit einer gewissen Genugtuung fu-5, da trotz des Krieges üni seiner einschneidenden Wirkung das Logenleben in keiner Weise gesÖrt »worden ist. j Durch das Hinscheiden eles Br. Lsndrabbiners Dr. Doktor hat die Loge eWn "ganz hesondefs schmerzlichen Verlust erlitten. Seine "Bedeutung iär diu hiesige Gemeinde, sein Schaffen und 'Wirken als Logenbruder itt zur Zeit in der in" hiesiger Synage ge abgehaltenen Trauerfeier entsprecUend gewürdigt worden. . .. j Dagegen war die Loge in der Lage, im letzten Jalir 10 Brüder abzunehmen, sodaß das neue Arbeitsjalir mit einer Kopfzahl von 89 Brüdern begmnt,, In diesem Sommer wurden, wie all ja Irlich, v eine größere Anzahl Kinder auf Kosten .der Log d< tu Landaufenthalt zugeführt, ebenso konnte ein! Teil der erholungsbedürftigen Kinder in Kissingen und Nauheim untergebracht werden. Gelegentlich des Peisäebfesiei wurden die in Cassel In Garnison befindlichen Soldaten eingeladen, ebenso wurde eine von der Sinailcge veranstaltete Chanukka- und Purircfeler von den eingeladenen Soldaten sehi dankbar aufgenommen. In besonders günstigem Liebte zeigte, sich da Opfersinn der 1. Brüder, als.es galt, den Grundstock zi einem israelitischem Krankenhaus in Cassel autl

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.