Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1917
- Issue
- Nr. 8 - September
- Date
- 1917-09-01
- Page
- Seite 118 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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großen Organisationen in vergangener und gegenwärtiger Zeit gleichfalls aufgetaucht ist. ', Die vorhandenen großen Mittel und die großen Erfahrungen auf dem Gebiete der jüdischen Wohlfahrtspflege sollen einheitlich im Interesse dev Ganzen verwertet werden: Es soll p 1 a a m ä ß i g vorgegangen werden, um z w e c k m ä'ß i g vorgehen zu können. Die mebriachetyVorbesprechungen haben zu ei 1er grundsätzlichen EirMgimg und einer Klärung d :s Verhältnisses : der dre- Cirüadungskörperschaften [Orcßloge, Deutsch-Israelit. Gememdtburd und Jüdischer Frauenbund) geführt. Der Gesc! ä tsausschuß hat sich in langen Sitzungen nrt der Frage der Z<:n!ralwchl|- fahris-Ste'fe, beschäftigt. Die Entscheidung ruht nunjirehr, in Ihren Händen. Möge-Ihr Entsrhlaft unserer ganzen Gemeinschaft" zum Segen fcereicher! Unter den diesjährigen Preisträgern der Mof i't M a n h' e i m e r ■ S t i f t u n g befindet sich. ein Sohn eines bedeutenden «erstorbenen Lcgenbruc £rs, ferner ein deutscher und ein österreichischer Lo »enbruder. Die vier preisgekrönten Arbeiten werden denTnächst im .Verlage Friedrich Andreas Perthes - Qotha erscheinen. Ihnen haben wir zwei weitere Arbeiten beigefügt, die der Geschäftsausschuß auf Grund der Voten der Preisrichter -für wertvoll genug erachtete, daß sie angekauft würden. Das Buch wird somit sechs Arbeiten enthalten, cie sicherlich von unseren Logen, insbesondere von unseren Feldgrauen gern gelesen werden djürflen. . Die Jjugendschriften - Kommission samrnJt Material zur Herausgabe eines Kr egsbuches für d i e j ü d i 5 c h e Jugend. Die Verhandlungen mit der Vereinigung jüdischer, Lehrer in Frankfurt a. Main, die ebenfalls die Heraufgabe eines solchen Buches plant, sind noch nicht abgeschlossen. I f" W * I J L In der letzten Generalkomitee-Sitzung konnte berichtet werden, daß die R e i c h s b e kjl e ild u n g s - Stelle unsere GroKloge als gemeinnutzigen Kleinhändler zur Stoffbeschaffung für jüiipchej Krankenschwestern im Deutschen Reich anerkannt hat. Zu diesem 'Erfolge hat die Krankenschwestern- Organisatioh der Großloge durch die Bemühungen unseres bewährten Bruders Alexander-K a t z einen weiteren hinzufügen können. Der M nister* des Innern hat nämlich vor kurzem die Trach t und die Abzeichen der Großlogenschwestern staatlich anerkannt, wie dies, bereits in der August-Nummer [. 1' ' unseres Monatsberichtes -den Logen mitgeteilt wurde. Dem Ringe unserer Krankenschwestern!-Stationen ist eine neue: die S.l'ation der Germania Loge in Halle beigetreten. Wir begrüßen diese neue Station und hoffen, daß sie sich als würdiges Glied in der Kette unserer Wohlfahrtseinrichtungen bewähren wird. Der Lazarettzug hat sich bei seinen weiteren Fahrten wie stets als ein Bindemittel zwischen Logen und Brüdern erwiesen. Daß der Zug als eine Logenschöpfung von den Brüdern nicht im Stich gelassen wird, ergab sich auch diesmal wieder, als der Bedarf an Wäsche gedecki werden mußte. Ein entsprechender Aufruf brachte Materialbeschaffung im Werte von M 3000,— bis M 4000,— ohne Mühe ein. j Mit Genugtuung konnten wir den Dank des derzeitigen Chefarztes, Br. Dr. Jakubowski, in unseren Geschäftsausschußprotokoilen verzeichnen.— In kurzerj Zeit wird der Lazarettzug seine fünfzigste Fahrt] beenden. Er wird dann über 300 Offiziere und etfa 12 000 Mannschaften, vom Oflizierstellvertreter abwärts, befördert haben, gewiß ein Beweis fruchtbarer Wirksamkeit Die Brüder des Lazaretlzuges sind in ihren Berichten voll des Lobes für das große Interesse der Logen, das ihnen überall, wo der Lazarettzug hinkommt, entgegengebracht wird. — Auch anläßlich der bevorstehenden fünfzigsten Fahrt des Zuges haben bereits mehrere Logen Spenden eingesandt. Das Gefüge des Ordens hat auch weiterhin im Kriege. nicht gelitten. Wir verkennen riicht, daß / einzelne Logen mit außerordentlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Von einer Loge muiten die Beiträge um die Hälfte herabgesetzt werden|. Gleichzeitig mit der Mitteilung darüber wurde die Zuverversicht ausgesprochen, daß dieser Zustand nur ein vorübergehender sein werde,. Ini einer Reihe kleiner L«gen hatten die Präsidenten unendliche Schwierigkeiten, weil mangels wirksamer Unterstützung alle Last auf ihren Schultern ruhte. , Umsomehr danken wir diesen Brüdern, daß sie in ungewöhnlicher Zeit sich ungewöhnliche Verdienste erworben haben. Die Z i o n - L o g e - Hannover hat den Gedanken der Kriegspatenschaft in besonders zweckmäßiger Weise ins Leben gerufen. Die Großloge hat diese Einrichtung in umfassender Form nicht aufgenommen, weil die Zahl der nicht von den Gemeinden "versorgten Kriegswaisen zu gering ist, um eine allgemeine Aktion zu rechtfertigen. Die Stiftungen bei der O roß löge haben leider noch immer nicht die genügende Aufmerksamkeit gefunden, die wir seit jeher im Interesse des Ansehens unserer Institution erstreben. Eine einzige Stiftung ist währen« d — 118 — der Berichtszeit