Mannheim
Compact Memory

Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-05-01 · Nr. 4- Mai · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 4- Mai
Date
1916-05-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/4864325-6029084-6074373--2041-4866147
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Br. I . Gut: „Krieg und Jugenderziehung"; Br Rabbiner Dr. May: „Soziale Zukunftsgedanken und die Bibel". Br. Professor Dr. Goldstein, Darmstadt: „Weltkrieg und Rassendogma". Es stehen 50 Brüder der Frankfurt-Loge, im Mil tarverhältnis, weiterhin sind 80 Söhne und Schwiegersöhne von Brüdern zum Heeresdienste einberufe;!. Zu Leutnants wurden im Laufe dieses Jahres zwei Brüder und drei Söhne von Brüdern befördert, näml ch: Br. Dr. Alfred Kirschbaum und Br. Bxpräsiqent Dr. Felix Kauffmann, Heinrich Auerbach, Sohn unseres. Br. Expräsidenten W. Auerbach, Max Wronker, Sohn unseres Br. Hermann Wronker, Dr. Heinrich Mayer, Sohn unseres Br. Elias Mayen. Mit dem Eisernen Kreuze wurden ausgezeichnet acht Brüder: Oberleutnant Alfred Weil, Adolf Le ri, Dr. med. York Kunz, Offizierstellvertreter Dr. Sie^ r. Auerbach, Expräsident Dr. Felix Kauffmann, Rabbiner Dr.. Salzberger, Leo Strauß, Dr. med. Max Sichel und acht Söhne der Brüder: Arthur Edelmuth, Rabbiner Dr. Seligmann, Max Ulimann, Direktor Karl Herzbag, Direktor Herrn. Maier, Bernh. Bischheim, Ph. Jap ltt, Direktor S. Adler. Es war unser aufrichtiges Bestreben, mit Jen Brüdern und den Angehörigen unserer. Brüder,' die im Felde stehen, in reger Verbindung zu bleiben. Wir wollten den Brüdern im Felde? und den Angehöri gen ' unserer Brüder beweisen, daß wir, die wir in da- Heimat geblieben sind, stets dankbar derer gedenlei, die alle die Mühen und die Gefahren des Feldzugs tragen müssen, um unser Vaterland zu schützen und die Achtung vor der Tapferkeit und Tüchtig «it deutscher Männer über die ganze Welt zu .verbrei e i. Weiuf es auch immer nur kleine Aufmerksamkeiten warenj die wir mit einem kurzen Gruß an unsere i n Felce stehenden Brüder und an Angehörige verschicken konnten, so beweisen uns doch die uns so zahlreich und in den wärmsten Worten g:- haltenen eingehenden Dankschreiben, daß unser Zweck errecht wurde, und daß das Interesse für unsere Bestrebungen bei unseren Brüderp im Felde, die zu n groben Teil mit zu unseren tätigsten Mitgliedern geliören und erfreulicherweise auch bei den Angehörigen nicht etwa erloschen ist. Wir sammeln die ganze Feldpost, um sie nach Beendigung des Krieges in irgendeiner noch nicht näher bestimmten Weise zur Veröffentlichung zu bringen. Wir haben insgesamt während des letzten Jahres viermal Liebesgaben die Front gesandt und zwar durchschnittlich 35 Brüder und an 55 Angehörige von Brüdern. an an Wenn der Krieg uns auch Viel irlei neue Pflichten auferlegt hat, so haben wjir es ■ ioch als unerläßlich erachtet, die Vereint und) Institutionen, die wir in früheren Jahren unterstützt haben, während des Krieges, in ihren Subventionen nicht alkus^hr zu schmalem. Es handelt sich hierbei fast ausschließlich -um gröliere I jüdische Organisationen, Heimstätten und sozialkulturell tätige Vereine, deren Einkommensquellen an und für sich durch den .Krieg" schon sehr geschwächt sind. Wir waren der Ar sieht, .daß . es gerade jetzt, wo alle private Wohltätig! eit" sich auf Kriegsfürsorge konzentriert, Aufgabe der Loge ist, auch die Institute lebensfähig zu erhalten, die nach Beendigung des Krieges,berufen sind, die Schädigungen der Kultur, die dieser Krieg bei uns wie in allen Landen hervorgerufen hat, »möglichst bald wieder zu verwischen. Wir müssen mit daran arbeiten; [ganz im Stillen auf diese Weise mithelfen, das n chtj zu vier des in den letzten Jahrzehnten Geschaffenen in dieser Kriegszeü zu-Grunde geht.' 5 i Wir ■ verausgabten im aagelanfenen Jähre, »an allgemeinen Unterstützungen ■ —: ausschließlich ^Kriegs1 Unterstützungen — IQ147.46 JVfc . . >! Wir haben weiterhin verschiedene Einzelpersonen unterstützt, deren Existenz d irpi die allgemeine "Wirtschaftslage gefährde', war, und die sich mit der Bitte" um Hilfe an uns wandten . Wir leisteten in vielen Fällen Beihilfe /u Erziehung;-und Au6biIdungskosten. von mittellosen jungen Lernen, iie sich auf Grund I '•fr ■ 1 r ■ < . - •■ I ihrer Befähigung weitej^fort!>ilden woflten. Der Zusammenhang mit den benachbarten Logen hat sich , im Laufe des Berichtsjahres nicht gefestigt. Die Schuld hieran liegt allerdings nicht an . der Frankfurt-Loge. Wir hatt;n ür der! 3. Juni eine Tagung des Hessischen Logenv'erbandes nach Frankfurt einberufen, erhielten jedoch vöh allen beteiligten Logen ablehnenden Bescheid, mit der Begründung, daß sie in Kriegszeiten /u derartigen Sitzungen keine Ver- . treter entsenden könnten. .Wir.« hoffen, daß beim Eintritt des Friedens der vor. kurzer Zeit erst gegründete hessische Logen verband seine Arbeit von neuem aufnehmen und so die g emeinsame Bearbeitung. der, uns interessierenden Fragen ermöglichen wird. Besonderen Dank sind wir »n 'dieser Stelle der r rauenvereinigung der Frankfürt-Loge schuldig. Die - Frauen Vereinigung hat es in einer , mustergültigen Weise verstanden, sich den Kriegsverhältnissen anzupassen. Ihrer Anregung ist es zu in der Lage waren, 38 Kisten von etc. an Österreich-ungarische 4 '57 - verdanken, daß wir getragenen Kleidern Gemeinden, an das Ge

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.