Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1903
- Issue
- Nr. 10 - Dezember
- Date
- 1903-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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unsere Brüder und deren Fraudn von dem Wunsche erfüllt sein, dass die Schwestern-Loge zu Posen auch weiterhin über so schöne Erfolge zu berichten haben möge. — Frauenverein der Berliner Logen. Der Frauenverein wird, mehrseitigem Wunsche entsprechend, von jetzt ab, wo die regelmässigen Sitzungen des Vorstandes begonnen haben, über seine Thätigkeit von Zeit zu Zeit in diesen Monatsblättern Bericht geben, in der Voraussetzung, dass dieselben für alle Logen von Interesse sein dürften. Wir wenden uns gleichzeitig an alle Frauenvereine mit der Bitte, ebenfalls über ihre Arbeiten zu berichten, auch ihre Kritik sowie mit Vorschlägen oder Anregungen nicht zurückzuhalten. Wirerachten Veröffentlichungen aus den Frauenvereinen für erspriesslich nothwendig, um einen lebhaften Austausch der Meinungen hervorzurufen über all das, was in den Vereinen vorgeht, welchen Arbeitsgebieten der Wohlfahrtsbestrebungen sie sich zuwenden, welche Mittel ihnen zu Gebote stehen und welche Erfolge sie erzielt haben. Es kann das nur zum Vorlheil für Alle ausfallen. Die Redaction der Monatsberichte ist gern bereit, Berichte aufzunehmen und bittet solche an Br. Dr. M a r e j z k i Brüderstr. 40 gütigst einsenden zu wollen. Der Frauenverein der Berliner Logen besshäfügt sich mit der Hauspflege in dem Sinne, wie mehrfach ausgeführt ist und allgemein bekannt sein dürfte. Die Hauspflege soll einen Ersatz für die durch Wochenbett an der Ausübung ihrer häuslichen Pflichten verhinderte Hausfrau bringen, um ihr die völlige Genesung zu ermöglichen, den Zusammenhalt der Familie während der Zeit zu liefern, einen erziehlichen, sittigenden Einfluss auszuüben. Die Hauspflege ist Ende März 1899 eingerichtet worden, in welchem Jahre 21- Pflegen gestellt wurden. 1900 waren es bereits 61; 1901=* 96; 1902 96; im Jahre 1903 bis 1 October 90. Die Hauspflegefrauen treten den Dienst meistens solort an, oder am 1. Tag, in ganz vereinzelten Fällen am 4. oder 5. Tag. Zu Anfang wurden 2 Frauen beschäftigt, deren Zahl nahm stetig zu, um jetzt die Zahl 12 zu erreichen. Fünfzig .Damen wechseln in der Kontrolle ab, welche mit Umsicht und Sachkenntniss geübt wird. Geldunterstützungen sind nur im Anfang dieser Einrichtung gewährt worden, im ganzen fünfmal. Seitdem hörte jede Geldbewilligung auf. Dagegen gewährt man öfters Lebensmittel und hygienische Utensilien und zwar 94 mal Fleisch oder Milch, 31 mal Verbandsachen. Die Hauspflege dauert 10 Tage, ausnahmsweise bei grösserer Schwäche der Wöchnerin 12—14 Tage. Die Pflegerinnen erhalten 3 Mark pro Tag. Der Preis ist ziemlich hoch; wir wollen aber die Pflegerinnen gut honorieren, um gute und zuverlässige Personen für den schwierigen Dienst zu haben. In Krankheitsfällen wird eine Krankenschwester eingestellt, oder die Kranken ins Krankenhaus gebracht. Ausgegeben wurde im letzten Jahre (1903) für Hauspflege 2651,50 Mark, für Fleisch, Milch, Verbandmaterial 158 Mark. — Wir sind uns bewusst, dass wir dem Bedürfniss in unserer Grossstadt noch lange nicht genügen, dass die Zahl der Gesuche mehr und mehr zunehmen wird. Wir hoffen noch weitere Frauenkreise für unser Werk zu interessieren, wenn unsere Tbätigkeit noch mehr bekannt sein wird, wozu dieser Bericht einen Betrag liefern soll. Dr. Mare-tj. Aus den Logen des Ulli. Disirik Humboldt Loge In Nelsse. ' Mit dem Beginn des II. mesters hat sich in unserer 'Humboldt-Loge eine lebhafte Thätigkeit wieder entwickelt, und mit Genugtuung kann constatirt werden, dass sich das Interesse der Brüder durch regelmässigen Besuch, der Sitzungen kund giebt. Auch mit unseren oberschlesischen Schwesterlogen und den Brüdern des benachbarten österreichischen Districts wird freundschaftlicher Verkehr gepflegt. So hatten die Mitglieder der Humboldt-Loge mit den . Brüdern aus Troppau ein Zusammentreffen in Zuckmantel ,(östr. Schi.) veranstaltet, welches unter Theilnahme der Damen und Brüder heijer und angenehm verlief. ... * ", Zur Installation der „Eintracht" in Wien, zum Orden'sfeste der Mamreh-Loge und zum Stiftungsfeste der Concordia- Loge hatte die Humboldt-Loge Delegirte entsendet. Eine besondere Freude und Anregung zu ferneren erspriesslichen Arbeiten wurde unserer Lege durch den Besuch des Delegirten der Grosslog*e Br. Erpräs. Berget am Dienstag den 3. November zütheil. In unserer Nähe, in Kattowitz, weilend, war sein Besuch unserer Loge angezeigt worden, da jedoch die regelmässigen Sitzungen derselben im Wintersemester nur Sonntags stattfinden, musste um den lieben Gast" zu empfangen eine ausserordentliche Logensitzung für diesen Dienstag anberaumt werden. - *~ In geschlossener gut besuchter Loge wurde Br. Exp-äs. Bergel'vom Präs. Dr. Kohn herzlichst begrüsst, und der Grossloge für die Delegirung des lieben Gastes Dank ausgesprochen. In seiner Erwiderung hierauf gab Br. B e r g e 1 seiner Genugthuung Ausdruck über den guten Ruf, welche unsere Loge sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens zu erwerben vermochte, bedauerte jedoch, dass es ihm nicht vergönnt sei, einer regelmässigen Sitzung beizuwohnen, da seine Mission hauptsächlich darin bestehe, zu beobachten, in welcher Weise in der Loge gearbeitet würde. Nachdem der Br. Finanzsektetär und die Vorsitzenden der einzelnen Ausschüsse über die bisherigen Leistungen der Loge berichtet hatten, hielt 'der würdige Delegat einen Vortrag zur Erklärung des Rituals, "indem er gleich die Nothwendigkeit hierfür begründete. Des Weiteren besprach^ derselbe den von der Humboldt-Loge beim Generalcomite eingereichten Antrag, betreffend den Züsammens*1 sämmtlicher deutschen israel. Frauen verein sich über diesen Antrag, der ihm se'fff sympa gehend * zu informiren. Br. "Rabbiner E 1 g u gewünschte Auskunft, worauf nach Anregung de eine Commission eingesetzt würde zur Revisi Fassung des Antrages. Der geschlossenen Logefolgte nacl Pause eine offene Logensitzung mit iL Brüder, in welcher Br. B er gel einen ho Vortrag über die segensreiche. Wirkung, w Mitarbeit der Frauen an den Wohlthätig Ordens erreicht worden ist und erreicht