Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1903
- Issue
- Nr. 6 - August
- Date
- 1903-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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München-, Franken-, Starkeuburg- und Stuttgart-, zu einem ge meiuschaftliclcen Essen. Das Mahl, das durch verschiedene Ansprachen und einige Vorträge gewürzt wurde, Verlief in animirtest'er Stimmung zu allseitiger Befriedigung und fand seinen Abschjuss in Bethätigung der Wohlthätigkeit, indem bei einer Versteigerung des Tischgebetes Mk. 101,— eingingen, die dem UnteWützungsfonds der Stuttgart-Loge zugewandt wurden. In Bad Hornburg v d. H. fand am -2'S. Juli eine Zu sammenkunft der dort weilenden Brüder statt. Bei derselben war die Grossloge, Montefiore-, Rhenus-, Mosel-, August Lainey-, Unitas-, Stuttgart-, Frankfurt-Loge und die in Homburg ansässigen Mitglieder der letzteren, im ganzen 24 Brüder vertreten. Die Leitung hatte Expräs.R aphaelEttlinger übernommen.; Nach gegenseitiger Vorstellung wurde kurz die Frage erörtert, in wie weit die Erfahrungen in den einzelnen Logen nutzbar gemacht werden könnten zur Hebung des Logenlebens im Allgemeinen, wovon man indesseu nach kurzem Ideenaustausch mit Rücksicht darauf abkam, dass immerhin nur eine kurz bemessene Zeit zu solchen Zusammenkünften verbleibt, und von Erörterungen schwerwiegender Fragen während des Badeanfenthaltes abgesehen werden sollte. Man kam zu dem Beschluss, allwöchentlich eine Zu sammenkunft in Homburg zu arrangiren, und auch die Damen der Brüder zuzuziehen. Für die nächste Versammlung über , nahm der Grossekretär ein Referat über die Ordensthätigkeit zu Gunsten der Glaubensgenossen in Kischiuew, konnte das selbe jedoch nicht erstatten, da Br. Dr. Rosenthal hiergegen wegen der Heiserkeit, von welcher Br. W o 1 f f befallen war, energischen Einspruch erhob. Statt dessen wurde geplant, ein Abendessen mit Betheiligung von Damen zu arrangiren, über dessen Verlauf voraussichtlich im nächsten Bericht wild referirt werden können. Norderney. Durch ein Plakat mit der Aufschrift U.O.B.B. wurde bekannt gegeben, dass jeden Montag Abend im Hotel Falk gesellige Zusammenkünfte der Brüder mit ihren Damen stattfinden, und welch schöner Erfolg damit erzielt worden, beweist schön die erste Zusammenkunft, die am 10. August stattgefunden, und an welcher eine grosse Anzahl Brüder mit ihren Damen theilgenommen hatten. Es waren hierbei vertreten: die Leopolis-, AVestfalia-, Starkenburg-, Bergische-, Märkische-, Erfurt-, Glückauf-, Frankfurt-, Bereud Lehmann-, Henry Jones-, Zion-, Germania-, Leipzig-, Maimonides-, Friedens- und Nassau-Loge. Dieser Erfolg ist in erster Reihe " dem Vicepräsidenten der Grossloge Br. Joseph W i s 1 o c h zu danken, der in einer herzlichen und inhaltvollen Rede'die erschienenen Schwestern und Bruder begrüsste, er gedacht^ der Opfer der Verhetzung in Kischinew, und forderte dazu auf, stets einzutreten für die Ideale des Ordens, besonders aber unsere Jugend für dieselben zu begeistern. Der Abend! verlief in anregendem Ideenaustausch auf das Allerangenehmste, und nach Abrichtung eines Begrüssungstelegramms an die Grossloge wurde unter allseitigem Beifall beschlossen, Sonntag, den 16. August, ein gemeinschaftliches Abendessen zu arrangiren. Die Betheiligung an diesem Festessen war eine so zahlreiche, dass der grosse Saal im Hotel Falk kaum ausreichte, alle Erschienenen zu fassen, die Arrangements waren die vorzüglichsten, Keller und Küche boten das Beste. Durch zahlreiche Tischreden, Verlesung "des'-Antwortschreiben:- der Grossloge, das mit Jubel begrüsst wurde, sowie durch Vorträge verscliiedenster Art vergingen .die Stunden in anregender Unterhaltung, das Tischgebett das versteigert worden, ergab den Betrag von 170 Mk. Xach aufgehobener Tafel belustigte sich die Jugend an flottem Tanz und erst am frühen Morgen trennten sich die Theilnehmer, wa» als bester Beweis tur allseitiges Amüsement angesehen werden kann. IN mag davon abgesehen werden, die Namen all derjenigen liieT autzuführen, die sich um die Arrangements und das (jelinfrett des Festes verdient gemacht liabeu,. unter Führung des um Fördernpg der Ordensinteressen ' verdienten Br. >J o&ep Ii Wisloch hat jeder .-Theilnehmer das Beste geboten, und so sei denn Allen auch an dieser Stelle Dank'gesagt. Kissingen. Einen wahrhaft erhebenden Beweis von Brüderlichkeit boten die j diesjährigen Veranstaltungen in Kissingen, bei welchen es" sich zür, Freude aller dort weilenden Brüder zur Evidenz herausstellte, wie alle Mitglieder unseres Ordens ei.ne Familie bilden. Allwöchentlich versammelten sich an den Montag Abenden zum zwanglosen Beisammensein die jü Kissingen anwesenden Brüder nebst Schwestern,-viele, .alte Bekanntschaften wurden dort ernenert, neue Freundschaften geschlossen, und so mancher befruchtende Gedanke wurde dort von. bewahrten Führern| unseres Ordens in die Herzen der Brüder gelegt, der holtent linh dazu führen wml, immer neue Kräfte unserm geliebtenOrden zuzuführen. Ganz besonders hat unser lieber Bruder Exgrosspräs. Sauitätsrat Dr, Maretzki es verstanden, sowohl bei den allwöchentlich stattgefundenen Zusammenkünften als auch bei den allen Festtheilnehmeru unvergesslich bleibenden Ausflügen in Kissingens Umgegend immer und immer wieder das Interesse unserer Schwestern an unseru idealen Ordensbestrebungen wachzurufen und es ist sicher zu erwaiten, dass an solchen Plätzen, an denen bislaug noch keine Schwestervereiniguugen existiren, von denjenigen Schwestern, welche mit Br. M a r e t z k i in Kissingen weilten, solche ganz sicherlich in diesem Winter ins Leben gerufen 'werden dürften. Einen besonders schönen Verlauf nahm eine im Monat Juni von dem ad hoc ernanuten Vergnügungscomite arrangü te Avagentour nach dem benachbarten Stahlbad. Bocklet, au welcher sich gegen 50 Brüder und-Schwestern betheiligten. Zu dieser Fahrt hatten die'Brüder des Vergnügungscomit-> "»''..- it Ansichtspostkarten mit entsprechender Widmung herstellen assen, deren Verkauf einen L'eberschuss von etwa 120 Mark ergab, die dem im Bau begrifieuen Israelitischen Kinderheim in Bad Kissingen überwiesen wurden. Bei dem mit dieser Ausfahrt verbundenen gemeinschaftlichen Abendessen hatte Br. Hugo Schlesinger au* Frankfurt, der in Gemeinschaft mit den BBV Max W o 1 f f und Louis G a n s s aus St. Johann die Arrangements leitete, den Getühleti der Dankbarkeit Ausdruck gegeben, von denen alle Brüder für unsern lieben Bruder M ar e t zk f beseelt sind ^Letzterer antwortete in eiuer längeren,, nach Form und Inhalt gleich erquickenden Rede, in'welcher er einen wannen Appell an die Schwestern richtete, sich ~züsammenzus<-.haaren, um auch ihrerseits mitzuarbeiten an' der Erreichung unserer hohen Orensideale. Reicher, nicht jendeuwollender Beifall wurde den Ausführungen dieses lieben Brudersgezollt, die Zahl der