Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1901
- Issue
- Nr. 6 - Juni
- Date
- 1901-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
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die gegnerischen Grhititer fiiien und langsam Versöhnen konnten, liid das Werk gelacg, und mit seiner Vollendung hat tief I'. b. Ii I!. eine Tliat vollbracht, die sirli seinen l>i»fierjgen fci'folgeii aufs wi'udigMe ' aBschliesst. Sind die Gegeii.s'itze. geschaffen durch mouate- und jahrelange Kämpfe auch Bäck nicht ganz beseitigt, die Bisse noch nicht ganz geSftiet', so hat, doch «li«- wunderbare Wirkang dieser for unutöglich gehaltenen Einigung sich allenthalben scboi gezeigt, und ■ d-r nachfolgende Bericht über den ersten, wenn auch kaum halbjährigen Termin der Eifftracht-Loge möj e zeigen. da>s das Samenkorn, das man hier in Coblenz einl egte, sich zu einem kleinen. aber vielversprechenden Kejs entwickelt hat. das .-ich - >o hotten und wünschen wir 1 zu einem mächtigen. gi"s-en Stamme in dem herrlichen Walde, den iler V O. H. B mit seinen Logen bildet, auswai hseii und einem ehrenvollen und windigen-Platzin der Ileihe der Logen einzunehmen beraten seinmöge, Und ai diesem rdi&neu und' segensreichen Werke teilzunehmen und y.u -eii er Vollendung alle seine'Kiäite einzusetzen. ist dep .Wunsch der Einlsten und und das Beatreben jedes Einzelnen unserer Bindet Macln-Loge. dieser jüngsten, aber darum nicht klei schwächsten I^oge - unseres geliebten Ordens Bnei. BHss.. in dei äbgelaufelien Periode l'.)OI l'Uil fanden i ie Logen- Al>ende mit "zwei Ausnahmen regelmässig statt n id wiesen eine BeMichsziffer^yun circa 28 BrüderiK pro Abend, auf, d. h Circa 47 . Besondere Veranstaltungen lies-etf de Bruder meistens fast vollzählig ei scheinen, namentlich an djn offenen Logen-Abenden, an denen erfreulicherweise auch die Damen und sonstigen Angehöngen der Bruder in gross«* Zahl sich betiieiligteii. Die einzelnen Abende waren duiclmeg interessant, wenn auch, wie dies wohl allenthalben lei jungen Logen .der Fall -sein dürfte, mitunter schier endlose Debatten über Nichtigkeiten sich entspannen Die Arbeiten der Aus- >chii»e brachten reichliches Material für das Pltnum und lebhafte und interessante Dehatten biet über gaben den Tagungen, ihre Signatur, Die erfolgreichsten Arbeit »n lieferte der I'nterstitzuugs-Aussciiuss, der ausser einigen kleineren, einmaligen Unterstützungen die Bewilligung jährlicher Zuwendungen an nachstehend verzeichneten Anstalten anregte und hetbeifttbrte: Für das hehrlingsheim Marburg, lür das Warenhaus Jerasafeat, fiii die Anstalten Soden. Kurs. Nauheim. Ahlen, Diez für das jsrael Krankeabeim Neuenahr und lür d;.s Soolbad Kimen Ferner wurden dem Verein, zur Erforschung jüdische! Kunst denkmiler Mk 20.— bewilligt. * - ■ Des Weiteten entfaltete der Anssehuss für geistige und kulturelle Interessen eine lebhafte Tiiätigkeif: er verschallte durch Vorträge, zum Theil aus der Mitte seiner Mitglieder der'Loge einige genussreiche Abende und legte turch Ausi haftnng verschiedener Werke und Abonnement auf geeignete Zeitschriften den Grundstein zu einer hoffentlich recht bald erstehenden Bibliothek Vorträge wurden gehä.teu: 1.) Am 26. Dezbr.: ..Wie erziehen wir unsere Jugend Hnrhdruekerei Max Cohn ( im Sinne des U. O. B. B.?-; gehalten von Br. Dr. Lichtenstein. 2. ) Am 27. Januar: „Der erste jüdische Orden im ■ludetithum und seine. Bedeutung für die Entwicklung der Mensc■hlieif, gehalten von Br. Dr. Weingarten. 3. ) Am f>. Februar: ..Die Lage der .luden in .Jerusalem'", von Br. 3 e'l I i n aus Jerusalem 4. ) Am 10. M irz: ', Zangwills Ghetto-Novellen", von Br. D r, S ü n c h o w i t z aus Köln. Letzterer Vortrag fand auf Veranlassung der bockwürdigen Grossloge statt, wofür wir an dieser Stelle nochmals zu danken nicht verfehlen wollen. Der Ausschuss für Krankenbrsuche, eine hochherzige Institution der Loge, musste leider öfteraseines Amtes walten., wir freuen uns indessen, über den ausnahmslos günstigen Verlauf der Krankheitsfälle berichten zu könnem. Der Aus-, schuss für die sociale Hebung der Israel. L indbevölkerung trat leidet nicht in Tüätigkeit. eiuestheils aus Mangel an Material, sodann aus Unkenntnis* über die einzuschlagenden. Wege und Mittel. Dieser Anssehuss, «lern sicherlich giosse Autgaben bevorstehen, ist lür die kommende Periode vorteilhaft ergänzt und wir geben der Hottnung Ausdruck, im nächitei) dahre über grössere Erfolge dieses Ausschusses berichten zit können , 1 Ja" > Besondere Verdienste erwarb sich der Verguügungsaus- SChuss von dessea stets wohlgelungenen Arrangements wir nur die Feier des Purimfestes hervorheben wollen, die; verbunden mit einem Kindellest, zu einem herrlichen, unvergesslichen Feste sich gestaltete. Der Friedens-Ausschuss, wie auch der lür W itt wen und Waisen konnte Gottlob der Ruhe pflegen. Eine wichtige Frage wurde gegen Ende des abgelaufenen Termins angeschnitten und dürfte für die nächste Periode viel Stoli zu Debatten geben: die Anstellung jüdischer Krankenschwestern in Coblenz und die Beschaffung hierzu geeigneter Mädchen. Dei Hochherzigkeit einiger Brüder ist die sofortige Anlage eii.es Fonds zur Anstellung einer Krankenschwester zu danken, wenn auch, das lässt sich nicht verkennen, der Verwirklichung dieser Idee noch grosse und mächtige Schwierigkeiten sich entgegenstellen. Fasere Einnahmeu betrugen bis 31. März er. Mk. 32<>3,7'.i, die Ausgaben Mk.'»'.12,70, sodass ein Bestand von Mk»-2371,0f) verblieb, der zum grössten Theil in der Städtischen Sparkasse untergebracht ist. , Eingeführt wurden im .verflossenen Termin 3 neue BBr., so dass die Zahl der BBr. am 3t. März 1Ö01 die für Coblenz sehr stattliche Zahl von 59 beträgt, wovon allerdings 20 ihren Wohnsitz ausserhalb Coblenz haben. Der Schluss des Jahres brachte ei treulicher Weise eine Bestätigung der durch die Gründung der Loge, gestifteten Eintracht: durch die einstimmige Wiederwahl der Beamten. Möge dieselbe ein jjutes Omen für die Entwicklung der Eintracht-Loge sein! nh A. Ii. Hrodacz), Berlin S.W.. Kitterslrasse 78.