Mannheim
Compact Memory

Bericht der Großloge für Deutschland · 1898-10-01 · Nr. 6 - Oktober · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1898
Issue
Nr. 6 - Oktober
Date
1898-10-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/4864325-6028946-6029348--0232-4864423
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

zu wirken, und werden es uns angelegen sein lassen, den Dr. Heinemann-Fonds zu organisiren und auszubauen. Des "Weiteren suchen wir im Sinne des Rundschreibens unseres Präsidenden neue Brüder für unsere Sache zu gewinnen. AVir sind bestrebt, Einfluss auf hiesige Wohlthätigkeitsanstalten zu erreichen, bei welchen wir einen solchen noch nicht haben, indem wir bemüht sind, Brüder in die Verwaltungen zu bringen. Wir fahren fort, würdige und geeignete Unterstützungsgesuche von besonderer Bedeutung zu erfüllen und bevorzugen hierbei Gesuche um Stipendien, während wir gewöhnliche Bittgesuche in der Regel -ablehnen und an die entsprechenden hier bestehenden wohlthätigen Institute verweisen Schliesslich beabsichtigen wir, unsere Statuten zu revidireu und das Arbeitsnachweiskomite sowie den'Gamburgft>nds dem Rahmen derselben? einzufügen. So ist das Arbeitsfeld, das wir in nächster Zeit zu bebauen gedenken, ein recht grosses uud wir geben uns dem Wunsche und der Hoffnung hin, in ijen von der würdigen Grossloge gewünschten Monatsberichten' von guten Erfolgen unserer Tuätigkeit Mittheilung machen zu können. n- '■' ' 'J "' f ** ' ■' V '■ •'» Die RheinlancT-Loge in Köln. Wie auch im Vorjahre wird das geistige Comite Sorge dafür tragen, dass von Brüdern unserer Loge einige grössere Torträge, vor geladenem Publikum, Damen und Herren, statttimlen. Zwei simT schon fest übernommen, mit den Themata: „Die Frau im Altei-thum" und „Conrad Ferdinand Meyer". Ferner werden so weit wie möglich alle 14 Tage bis drei Wochen innerhalb der Logensitzungen kleinere, etwa 20 bis 25 Minuten währende Vorträge von Brüdern gehalten werden, an die sich Erörterungen anknüpfen. Die schon zugesagten Themata werden sein: „Die Entwickelung des Eisenbahnwesens": .Tod und Leben*: „Gerhard Hauptmann*. Endlich wird der w. Präsident nach Anhörung des geistigen Comites im Laufe des Winters eine Reihe von Gegenständen in der Art zur Berathung stellen, dass er einen Referenten und einen Corres-reinen ernennt, die Brüder durch Tagesordnung einladet und Sorge tiägt. <la>s zu Punkt 10 andere Gegenstände möglichst iu diesen Sitzungen nicht behandelt werden. Als solche Gegenstände sind in Aussicht genommen: a) Innere Verhältnisse, betretend 1. Statuten, 2. Wohnungstrage, 3. Stiftungsfest, 4. Trauerritual. i'i Allgemeine und soziale Fragen: 5. Berichte über den Stand imd die Kntwickelung.der bisher von der Rheinland- Loge ins Leben gerufenen und unterstützten Einrichtungen, 6. Errichtung eine* Arbeitsnachweises und einer Arbeitsstätte, 7. Errichtung eines Vereins jüdischer Krankenpflegerinnen für Rheinland und Westfalen, 8. Unterstützung jüdischer Schüler höherer technischer Schulen in methodischer Weise, etwa im Anschluss an den Verein zur Beförderung des Handwerks, 9. Reform der „Mitt heil im gen", 10. Heranziehung der jüdischen Jugend für die Interessen des Jadenthums, etwa in Form eines mit der Loge verbundenen Jünglingsvereins. Die Friedrich-Loge in Heidelberg. Wir sehen zunächst unsere Aufgabe darin, die unserem < »rden angehörigen Brüder im Sinne unserer Prinzipien zu erziehen, da uns eine wesentliche Verstärkung von neuen Brüdern mangels geeigneten Materials nicht zu erwarten steht. Zu diesem Zweck veranstalten wir, wie alljährlich, mindestens 2 Vorträge vor offener Loge, zu denen wir auswärtige Redner beiziehen; daran schliesst sich in der Regel ein zwangloses geselliges Zusammensein. In geschlossener Loge werden weitere 4 Vorträge gehalten werden, die wesentlich belehrender Natur sind. Sodann ist beabsichtigt, wie im vorigen Jahr, alle Monat an Stelle einer Logensitzung einen geselligen Abend mit den Angehörigen unserer Brüder zu veranstalten, wozu so rechtzeitig die Einladungen ergehen, dass Jedem Gelegenheit gegeben ist, soweit es in seinen Kräften steht, durch Vorträge auf deklamatorischem und musikalischem Gebiete sein Scherflein zum Gelingen dieser Abende beizutragen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass gerade diese Veranstaltungen zur inneren Propaganda, ihr gut Theil beitragen. Der zunächst in Aussicht genommene grössere Vortrag vor offener Loge wird das Thema „Gabriel Rieser" haben. Grosse Fragen zu verhandeln, steht uns bis auf Weiteres nicht bevor, jedoch hat unser Comite für geistige Interessen in Aussicht genommen, an sogenannten Discussionsabenden auftauchende Fragen allgemeinen Interesses neben den den Orden berührenden Fragen zu. behandeln. Was die äussere Propaganda anlang^, so ist wohl schon bekannt, dass im Vereine mit anderen Logen versucht wird, aucli in der Hauptstadt von Württemberg unser Banner aufzupflanzen: weiterhin braucht wohl von uns am Wenigsten versichert zu werden,' dass wir stets darauf bedacht sind, neue Stätten kolonisatorisch zu. gewinnen und hoffen wir zuversichtlich, Ihnen in Bälde hier Neues berichteu zu können. \ f V I i; '■ Die Franken-Löge in Würzburg. Auf Ihre werthe Zuschrift haben wir gestern im Plenum der Loge beraten, auf welche Weise wir am. besten Ihren Intentionen gerecht zu werden im Stande wären und zunächst beschlossen, regelmässige Vortragsabende einzurichten, zu denen wir auch Fernstehende heranziehen wollen, um sie auf diese Weise mit den Logenzielen bekannt zu machen und zu befreunden. Fernerhin wird das Präsidium die einzelnen Brüder mit Referaten über wichtige Zeitfragen etc. beauftragen, um sie auf diese Weise in oratoiischer Beziehung zu schulen und sie zu ernster wissenschaftlicher Thätigkeit anzuhalten. .Jeder Einzelne der Brüder wird ferner einen schriftlich aus-' gearbeiteten Vorschlag an den Beaint/enrath gelangen lassen über die Hauptaufgabe, die nach seiner Ansicht die Loge in der Wintersaison, ani besten sich zum Ziele stecken würde. Der Beamtenrath wird dann den geeignetsten Vorschlag dem Plenum zur Annahme vorschlagen. ..Was die äussere Propaganda anlangt, so haben wir bereits mit den Nachbarorten Schweinfurt und Kitzingen Beziehungen angeknüpft und hoffen' dort für die Ausbreitung der Loge einen günstigen Boden zu finden. Im Verzeichnis» det Logen ist zu ändern,-dass die Mamreh-Loge ihre Sitzungen im „Deutschen Hause" abhält und dass, da Br. Pilz wegen Verzug nach München das Amt niederlegen musste, die Eger-Loge Br. Benno Weiss zum Präsidenten erwählt hat. Berichtigung. In dem Artikel des Br. Dr. Staadecker im vorigen Bericht sind einige, bedauerliche Druckfehler ent-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.