K.C. Jahrbuch ...
- Journal
- K.C. Jahrbuch ...
- Volume
- 1906
- Article
- Henry Lepman: Der Kampf um die konfessionelle Studentenverbindung
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 15)
- Language
- German
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r ' Der Kampf am die konfess. Studentenverbindung. 93 anderes zu jener Zerklüftung, der Einhalt getan werden soll. Und dann überhaupt: Gewaltmaß-^ - regeln durch obere-Behörden dürfte der deutsche y Student nie dulden, geschweige denn verlangen. Organisiere sich die freigesinnte Studentenschaft ebenso gut wie die katholischen Verbindungen. Alles ist ja heute die Organisation, sollte sie nicht auch die Alraunwurzel sein, die der Freiheit die Pforten sprengt? * Für des K. C. Stellungnahme ist maßgebend sein Daseinszweck und nur er. Als seitden 80er Jahren der Antisemitismus ins akademische Leben einzog und bald allgemein zum Ausschluß der jüdischen Studenten aus den Korporationen führte, war es bloße Selbstachtung und der Wille, Achtung sich auch bei den anderen zu erzwingen, was jene ersten K. C.-Korporationen hervorrief: Kampf gegen den akademischen Antisemitismus als Ausfluß und besonders krasse Erscheinungsform der allgemeinen antisemitischen Strömung in Deutschland mußte der Gedanke der ersten K. C.-Verbindung sein und so der jeder folgenden. War das einmal erkannt, so war das K. C.-Problem geschaffen und begrenzt: Widerstand und Ansturm gen den Antisemitismus, wo er dem jüdischen Studenten am beleidigendsten entgegen trat: in der Studentenschaft; und indem der K. C. seinen Mitgliedern das Ideal unbedingter Selbstachtung einprägt, erzieht er jüdische Männer, die, längst der Studentenzeit fern, vor allem gewillt