K.C. Jahrbuch ...
- Journal
- K.C. Jahrbuch ...
- Volume
- 1906
- Article
- Henry Lepman: Der Kampf um die konfessionelle Studentenverbindung
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 80 (sequence 2)
- Language
- German
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3 ■r / 80 Henry Lepm&n. quenz seiner Zeit, rühmloser Seitensprünge deutscher Kultur, bewußt all der Kläglichkeit eines Zeitalters, das ein großes Volk in Protestanten, Katholiken und Juden zerreißt. Da ging leise erst und immer lauter und lauter ein Ruf durch Deutschlands Hochschulen und dann ward es ein Brausen zuletzt: „Nieder mit den konfessionellen Schranken in der Studentenschaft!“ Das war neu! Ein ganz ungewohnter Ton. Alles horchte auf. Und noch eins kam: Die preußische Zentralverwaltung horchte auch auf — und verbot. Da wars geschehen. Weit über die Grenzen des Studentenstaats wurden jetzt die Gemüter wach und Tage stand die große Presse im Zeichen der Hochschulbewegung; selbst in die preußische Abgeordnetenkammer ' spülten die Wogen der Erregung. Dann glitt die Bewegung in ruhigere Bahnen, und der erste Erfolg und zugleich das äußere Ende des akuten Stadiums war die Gründung des Verbands deutscher Hochschulen. Von Anfang an wandte der K. C. der Bewegung eingehendes Interesse zu. Im Februar 1904 trat in Jena eine Studentenversammlung gegen die färben tragende katholischkonfessionelle Verbindung „Sugambria“ auf, in deren Existenz sie ein dem Wesen der Studentenschaft widersprechendes Unterfangen und ein das deutsch-nationale Empfinden schwer schädigendes Übel sah. In der Tat erreichte die Versammlung