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K.C. Jahrbuch ... · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 28

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Journal
K.C. Jahrbuch ...
Volume
1906
Article
Alfred Goldschmidt: Zur Geschichte der freien Verbindung Viadrina und ihrer Nachfolgerinnen
Date
1906-01-01
Page
Seite 28 (sequence 6)
Language
German
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28 Alfred Goldachmidt wahr sei, daß Studenten „jüdische Mützen“ sich auf’s Haupt setzen und sich also in corpore zeigen würden. — Es war kein Wunder, wenn Einzelne in dem Gefühle der Verantwortung, in dem lebhaften Wunsche Feindseligkeiten nicht unbemerkt und ungeahndet — nemo me impune lacessit! — vorübergehen zu lassen, ein wenig nervös wurden, und manches Handgelenk war lockerer als es zu anderen Zeiten zu sein pflegt. Jede Mensur wurde aufgefaßt als Gelegenheit, für den Beweis einer Tapferkeit, die der Gesamtheit zu gute käme, und viel Schmisse waren kein Grund zur Beendigung des Waffenganges auf Seiten der freien Verbindung Viadrina. Als vorbildlich für die Schulung ^des Einzelne^ konnte trotz mancher gelegentlichen Auswüchse die straffe Disziplin im Innern bezeichnet werden, der gegenüber die Bücksichtnähme auf den Einzelnen und nicht selten auch auf die Familie zurücktreten mußte. Dafür entschädigte dann der wanne freundschaftliche Ton zwischen älteren und jüngeren Studenten, das Eintreten für einander und nach manchen heftigen Zusammenstößen in den Konventen die jugendlich-ausgelassene Heiterkeit auf den Kneipen mit dem erquickenden Humor der Bierreden, der Geburtstagsfackelzüge — dies natales Fisco fatales — und dem das Ganze ^hebenden Bewußtsein eine Idee zu vertreten: „Golden uns die Freiheit winkt — Endziel unseres Strebensl“

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