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K.C. Jahrbuch ... · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 15

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Journal
K.C. Jahrbuch ...
Volume
1906
Article
Ein Wort an unsere Glaubensgenossen
Date
1906-01-01
Page
Seite 15 (sequence 8)
Language
German
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16 Ein Wort an nuten (Haabenageaossen. als ein Unglück zu betrachten, das nicht zu ändern und geduldig zu ertragen ist. Er vergißt völlig, daß ei^pch den Prinzipiell der Vernunft und der Humanität berechtigt und verpflichtet ist, eine Gleichstellung zu verlängernd verliert mit der Hoffnung auch das Streben nach Besserung der Zustände. So bilden sich jene schwachen Charaktere, die im späteren leben nur darauf bedacht sind, wie sie selbst mit heiler Haut durchs Leben kommen, und weder den Gemeinsinn pflegen, noch auch für ihre eigensten Rechte mannhaft in die Schranken treten. Niedergedrückt durch alle diese Zustande, verbittert durch den fanatischen Haß der Gegner und die Gesinnungslosigkeit der 'Glaubensgenossen ziehen sich auch diejenigen unter uns, die sich noch ein Gefühl für Unabhängigkeit und persönliche Würde bewahrt haben, vom allgemeinen Studentenleben zurück, indem sie in ihrer Vereinzelung an der Besserung der Verhältnisse verzweifeln. ^-Wohin wir also unseren Blick richten, überall sehen wir unter unseren Glaubensgenossen Zersplitterung, —Abschließung, gegenseitige Verleugnung, Mangel .an Selbstvertrauen und an Selbstachtung.. Das-^efiihl der Zusammengehörigkeit, der Einheit unserer Interessen, ist uns verloren gegangen, und so kommt es, daß der jüdische Student ohne Einfluß und ohne Achtung, haltlos und ohnmächtig dasteht.

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