K.C. Jahrbuch ...
- Journal
- K.C. Jahrbuch ...
- Volume
- 1906
- Article
- Ein Wort an unsere Glaubensgenossen
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- section
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/4862473-6377459--028-4862496- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
10 Eia Wort an unser» Glaubensgenossen. Und hier wiederum ist es vor allem die akade- /mische Jugend, die berufene Hüterin der Ideale, ■r" die jene Lehren mit Begeisterung in sich aufgenommen hat und eifrig bestrebt ist, sie in Taten umzusetzen. Es dürfte kaum nötig sein, hierfür Belege beizubringen. In aller Erinnerung lebt das auch in weiteren Kreisen bekannt gewordene Vor- / gehen und die Tendenz der Vereine deutscher Studenten. Wir, die wir noch inmitten des akademischen Lebens stehen, fühlen täglich, stündlich, welche Kluft uns von denen trennt, die wir unsere Commilitionen nennen. Diese Tatsache ist für uns persönlich bedrückend, beschämend, aber sie erscheint bedenklich und bedrohlich auch für weitere Kreise,'wenn wir die Consequenzen dieser Verhältnisse in's Auge fassen._____ Die akademische Jugend wird als die Hoffnung und der Hort, als die künftige Blüte der Nation betrachtet Aus ihr«ergänzen sich diejenigen z Stande, die auf das gesamte geistige Leben des Volkes den verbreitetsten und nachhaltigsten Einfluß ausüben. Die akademischen Bürger sind’ es besonders-, in deren Hände einst die Erziehung der Jagend gelegt sein wird; und wer zweifelt daran, daß die Gegner ihren überwiegenden Einfluß in ihrem Sinne geltend machen werden? Ist dem aber so, dann ist - ein Ende dieser Bewegung gar nicht abzusehen. [_Vermöge defr continuierlichen Wechselbeziehungen zwischen der Jugend und ihren Erziehern wird