Mannheim
Compact Memory

Jüdische Volksstimme · 1934-02-14 · 7 (14.2.1934) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXXIV (1934)
Issue
7 (14.2.1934)
Date
1934-02-14
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
72% known words query
IRI
…/2621806-6375666-6376064--4867-4861738
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nummer 7. 2 14. Februar 1934. Stille Tragodie der dsterreidiisthen Judenheit ^Prag. Die Zeitungen iler Welt. taglien ausfiitirlich iiber Entwicklung der Dinge in Osterreich lieriiiiten. wiiUnen last g ar keinen Rauni det tiagischen ,Situ,-:!' >n der 325.001) listerreichisclien Juden \lic. eiligcklemmt zuiVhen nvei eiftariiler bekånipteiiilen. aber in ih:.; Juilengegncrschatt ciiligea Fasdi Ismen. aLge-uctus e[ner m •diesem Augcnblick nineiitluseii ile nu dischc kratie. einer sehr u:e-ichereti Zukuntt gegen ss.. Zvvar gadi ..s hisher al sutten , den sten liåii'enO-n national Boitiben.'insilll.igi n gigen id.lisdie g-ritte .1! dn>|u.i. •rte.t.- iidi itft dan * ■ : 11 I g.: nit I ii r.-tts g •/ r:.t. t-. li il i ‘7. I iiiati ■: ■ Da fadisdle I li rr At tt g ...; stattung *' iltUtto .din ,u.: s. i d ki lltigeiz k le- ,\tassei|.n rung. alii: ■n I’rov .:en I>*.;.i tagiien und sit .'Irn .: se s ■ Kreiseit iiiisnniirfen .uii'*. li di ‘ un-.ta ’d; .i.-.iu: i :'e: Hev. ,kl .nng langeiiakitte ., tin ' I'ab .t iel jgegejl Jllli. u.!u:i..e - /iei Midi;, d i luden, auf dlese. in,der Fortti von Wii;- ' . i. i, ,:.ir gi;.;.:s.'m;Bej . nj niitladeu. Vidt;iiilisdie Faoi; Ibremu und aiich in Wien eit tt ■ i li ri Ko tler gepalckt. At',;;ii;it der (iet.ilir;i:r l.ebeil in •it e-idgei: /ti kunne:; aielrtvrc Kaiifi' ute n Innsh'uck und in-anad\ i.v I’s vi::/ vihi ’MU'igen. il.re ((e>chn!:i tu: i; s AuE.VM /u ge’K t Ui . n'H ieki!:: uud 1' i ii'ui .-uausselien. der d.indigr Korresp i T; '.■graplien-Ageiiiur A. Tgrfenblart. infoige i lun m den ■gtef dliiidernissv seltle Berichterzeirweilig einst'elten muBte ‘ h be- /u iiijui- \V:i Sidt Sldl de;lt;der Wien, er | lehnt audi iede^Veratuvedriung firr die. von i der JTA aus Wien gebradvten Ateldumgen ab hat die Jiidisdie Telegraphen-Agen- ■! lur eiiii-n bekaiinten amerikanisclieii Journalisten nadi Osterreich entsandi. aus! desset! er.teui. Berieht sieh das folgende . Bild von der wirklidieii l age der Judeti in [ Osterreich ahzcichnct: Die 225.000 osverrcichscheiv Judetv sind heute in einer Lage, die es rechttVrtigen wiirde. daB die Judtn iibcrrall in der ' Welt zu ihrer rnor.r ische'n. politischen und! maleriellen Hilfe niobilisiert werden. Sie I smd nicht allein in ihren Rechten - als . i » Staatsburger und als Angehbrige. einer j ’ Minderheitennation. sondern in vielen hvilen des Landes audi in ihrem Leben bc- ( dwm. Der Journalist sprach mit fiihrenden t p uh ’ ilii u und diploraatischen Persiinlichkeifen. dudie Lage tOr die Juden als „geisp.mnt" be/iiclnieten: 'dies tin.I aufriclitig! genipies des Bundeskan^lers gegen dujiatuoaisozialistfech emaml abt r k|.'::::: iieute sågen lahr iit)! ■!/: des enef me’.nti u .K I l.'iiilll’. ri-.v Vi l > •: i f 11; bieger Iidrvorgeiien wird. i Kr ob Die der Entwicktung er Lar . Hil die Wi ■ ll‘ ae enige: Natdin^ lungen 111 den rch- .■iue!i .i dem!: uel'.r-l At.k!;: SCllen en. sie f0 zialistenl auf 4uiiom die Juden nlfc an i '••!'u:i>-Kn-.'Chto:i" R.ielie neljnen o Dr.ih'ing. daB „iiidische Kf'pfe Herden, vvalirmaeluur ki.jinteii. Aber mi ii.eh; die ilitler-rasehiste::. Sone ion .Mus.solinr.imlirstiitzten H:imns.chisten iiber DolliuB liinweg zut komme:]. Herden die bsterreiehb Jiuien in euie reCiltlieh lind ’jvirtsdinftlich. viellereht auch phvsisch. auBero- a’licli be.!r.''rii;iiie Sjtuation geraten; de ::: mciii nur;s;'die Heiirivvehr stark voi’ aniisemiiisciitii Stimmungen durch^etzt und hein-rl'. rgt in sehr groBOr ^ahljverkaptve Nationakso/ialisten. sondern! die Fiili: ■■ der Heimwehr hahen in vers^hicdenLieheri Anspracheii kdnt’n Zvveifel kjariiber gelasscn. JaB. falis sie zur Macht fcomiiii i sie die!Zahl der Juden inj den ffeien mul beSioulers in den Inte'lligcntzbcrufen nul c,.; Minimum beschranken; und auch auf reirt wirfschaftlichem Gebiete durch ein System von Oesetzen diij jiidisclten Kråfte lahmlegen werden. Eincn deprimiirenden Eindruck rrachf ‘es auf die jiidischen Kreise ()|terreichs, daB der Bundt-kanzler DnllfuB es a >gelehnt ha', jiidische Fiihrer, die ihm dif jiisich ii zåhlt daB '.di ler au PToj. reits i nu V feindl len hat Situation idarlcgen wollten, zu emptang :n. Privatim hat DollfuB -vwie man informierten politischen Kreisen ererklart. die Juden soliten froh sein. lie Regierung jetzt keiile Zeit lint. le. |ndii:ir.ige /u l'elassen. An^clleinend spielte der Bumleskanzdie hekaiuden antijudisclien Gesetzk|te an. die von scim.Mll Kabinett beusgearheifel uuriien. und tlurch derkiindiing die Regierung die juden- :lien radikaien Kreise zutriedensteli.lte, Bei den licutigen \\ irrnissen -Kigieiuilg DollfuB die wciterc Be-;;g diesi ProJvLtc zuriiekgestellt. B i ii Schild' D ler Hi ii t! I u: en in ranzle i’eihe Le Ai tamtei ler Sei . I g I bni.ti (/.. T. A.) Der liidischen r elegraplien-Agentur daituug iiiver die angesichts -g r eiehisehen Wirren séhr kriu tHi'.iil Mnialiou der dsterrei- Ju lenlfi it iiacn Wien entsandte anisclie Journalist B. Smolar, Leiter iuropa-Dieiisti s -de JTA (s. JTA- Nr. 3b. S. 3 u. 4). gibt in einer i: Depeschenfolge die folgende rung der neiiesten Entwicklung: Vn.jcrlSmliscIic Front, die neben imvvehr auch nmlere. die Regierung .1 héutc rmcli unterstiitzende Fron- >:i h. vereinigt^ hat dem Bundesr in der Form eines Ultimalums eine Fiirderutlgen unterbreitet. die auf s.se hal: li rig der Juden aus dem gei'ffentlichen Leben hinausgehen. naue Text des L'ltiitiaiums wird noch geheiin geiialten. Wie llcrr Smolar jedoeti erlå'hri, entliåll dieses au Mer der Forderung naeli Besclirankung der konsti lutionellen Recliie der Juden auch die Forderung, daU die Uiiiyersitaten und llochéchulin in Osterreich judenrein gernaclit werden soileii. Ferner soli die In dustrie. auch die Lihaher von privSten in duslriellen Bctriehen, als Angesiellte ein zig lind altein Miigheder der Valerl.iiidi scITen Front < d'e lukaniitlieh judenrein ist) besehåfligen. Im Wiener A'.iswårtigen Amt erklart ein holier Regieamgslieaniter Ilerrii Smolar: „Die Juden liaben keinen Anlali zu ’oefurchten. daB unter der jetzigen Regieriing zu irgendvvelcheii amisemitischeii MaBnahmeii in Verwaltung und Gesetzgebung gegritten werde. " Gleichzeitig ■ ber gab d»r Kegiertingsbeauite zu, daB i imluBreiehe i iilirei der Regierungspar- :eien den Bundcskanzlcr DolltuB .drången ehien Nunierus clausus gegen die Juden nicht allein an den Universitalen, siondern in allen Zweigen des blfentlichen Lebens, Fuhrend in alieo Gebictendcr OPTIK ST.M.VAS1CEK, staatlidi feptCf cr Optiker Brunn, Ma«arykstraØe 10. Telefon 18.457. isationelle Aussage Apdul Medschids im Arlosoroff-Prozess er Zeuge bleibt bei seiner Behauptung, Stavtky und osenblatt hatten versudit, ihn zu bettedien - Haben tich Stavsky und Rosenblatt Abdul Medsdiid gegenQber Jes Mordes an Dr. Artosoroff sdiuldig bckanntl ten, daB Arlosoroff getroffen zu Boden sank, seien sie in der Richtung zum arabischen Friedhof gefluchtet. Ara Nachmittag begann der Verteidiger, Rechtsanwalt Horace Samuel, ein Kreuzverhbr mit dem Zeugen und versuch te vor allem die Frage der angeblichen freundschaftlichen Bczichungen Abdul Medschid zu Issa Derwisch, der sich am Mofdabend auf dem Strand von Tel Aviv aufgehalten haben soli, zu klåren. Abdul Medschid stellfe es enfsehieden in Abrede, an jerietn Abend am Strand von Tel Avjv gewesen zu sein und erklårte, er håbe Tel Aviv schon Jahrelang nicht mehr besuclit. Die Vernehinung des Zeugen wiirde sodann unterbrochen und ist naeli einei Pause fortgeselzt wordeii. J lffa. Die am 7. Februar vor dem Jatlae' < 'urichl durchgefiihrte Vernehinung des A-abers Ahdul .Medschid, der sich vor einigtr Zeit selhst dgr Teilnahme an der Krino dung Dr. Arlosoroffs bezichtigt. spåti' aber sein Gcstandnis zuruckgezogen fa:, gcstnltcte sich zu einem Hbliepm:k: des' t'niersuclmiigsvertahrens i ir der Arlos< roff-Mordaffare. Abdul Medschids Bekur dungen wurden vom Gericht und der den S lal bis auf den letzten Pla-tz fullenden Zuhor i-rschaft mit gesp.innfestem Interesse angeh irt. Man hatte den Eindruck, daB lie Darlegungen des 17jåhrigen Zeugen, iler in ciiropåischer Kleiilung mit Tarhusch vor G richt erschien und die eindringlichen Frage i iles Anklagevertrelers und des Verteidigi rs ruhig heamwortete, infoige der in ihnen :nthaltenen Widerspriiche gegeniiber fruher-n Bekundungen in vielen Punkten sowoli I iler Anklagchehorde wie der.Vcrteidigi mg milx-friedigend erschieneu. Alidul Medschid erzåhlle. er sei Stavskv ur d Rosenblatt im < jefangnis begegnet und Inhe erfahren. aus welchem Grunde sie gi fangen gehalten wurden. Stavsky halve i rim eine Bestecliungssuimne elafiir angeboten, daB er. Abdul Medschid, die Schulc an der Ermordung Dr. Arlosoroffs auf siih nehme. Hierbei håbe Stavsky betont, caB Abdul Medschid, dtrt ja bereits éinen Bord an einem Araber gestanden håbe.; uch fur zwei Verbrechen nur einmal Uestraft werden wiirde. Hierauf håbe ihm Stavsk : stundenlang Einzelheiten auseinandergisetzt und darauf hingewnesen, daB or, Mei schid. als Minderjåhriger nicht zum Tode curch den Strang, sondern zu einer Gefånf nisstrafe verurteilt werden wiirde. Auch F osenblatt håbe ihm 1000 Pfund fur ein Geitåndnis, sowie Beistellung eines hervorr igenden Verteidigers versprochen. Sodanr håbe ihm Rosenblatt eine Skizze des St andes von Tel Aviv gegeben und auf die ier die Mordstelle bezeichnet. Auf séine F age håtten Stavsky und Rosenblatt zugegglien, daB Rosenblatt aus einer Repetierpi stole einen SchuB auf Dr. Arlosoroff abgegeben håbe. Als sie gesehen håt- Abdul Medschid beschuldigt den Staatsanwalt, ihn durch Druck zum Widemif des Mordgeståndnisses veranlaBt zu haben. Jaffa. In der im Jaff.v.-r liptersuchungsverfahreo fortgefiihrten Verhandlung bckiinilete Abdul Medschid auf Befragen durch den Verteidiger Horace Samuel, der iiffentliche Anklager, Kommissar. Shitreet, liahe 'lin vor den Gefahren gewarnt, die ihm drohten. falls.ei sein Gestandnis, er håbe Dr. Arlosoroff ermordet, aufrechterhalte. Kommissar Shitreet håbe ihm bedeutet, er kdnnte zum Totfe durch den Strang verurteilt werden. Ahdul Medschid hekundete, er sei sofort nach Zuriickziehung seines Geståndnisses bei der Polizei zum Unte'rsuchungsrichter „gebrach: worden, wo er beeidete, daB sein Gestandnis falsch gewesen sei. Rechtsanwalt Samuel hemerkte, die Polizei håbe den Widerruf des Geståndnisses in unvorschrif.småBiger Weise erlcictyert, obwohl sie seine Echtheit nicht bestritten båtte. Als Abdul Medschid im Laufe der Vernehmung aufgeforrierf wurde, den Wortlaut de's Gespråches wiederzugeben, das Rosenblatt und Stavsky angeblich im Gefångni.s mit ihm gefiihrt haben, begann er unsicher zu stottern, obwohl er sonst flie- Bend hebråisch spricht. v hi akad. iiiisclien Berufen, wie in der Wirtsclinfl. cinzutiihren. Der Beamte betonte, daB DollfuB diesem Diuck mit Aufrichtigkeit und Krafi standhålh „Die Nationalsozialisten", sagte er weiter, „haben gar keine Aussicht. in Osterreich zur Macht zu kommen; jedocli hångt viel von der Haliimg ab, oli England gegeniiber dem von ims vorhereiteten Appell 'an den VOIkerluind einnelinien wird. Inzwischen geht die Regierung nach wie vor mit åuBerster Strenge gegen die nationalsozialistischc Propaganda vor; soeben hat die Wiener Polizei den StraBcnvcrkauf der vérkappt nationalsozialistischen Zeitung „Dcpeschen’ 'verbolen. L'iese Zeitung, die ■sich auf antijiidische Agitation konzentricrte, ist die fiinfte verkappte Nazizeitung, deren Stral.ienverknuf verboten is! und die nur . durch die Post versandt werden durfen.” Dir „Osterreichische Antisemitenhund". .ler nicht nur alle Elvmente der verbotenen nationalsozialistischen Partei, sondern auch eine Anzahl die Regierung DollfuB noch unterstiitzende antisemiti-' sclie Gruppen einschlieBt, verbreitet soeben vine Proklamation, in der dargelegt wird. wie die „Judcnfragé" in Osterreich ..gelbsl" werden wird, falis die Antiseniieii zur Macht gelangen. In der Proklamation wird erklart: 1. Juden, auch in Osterreich geborene, werden nicht mehr als Glieder der iisierreicliischcn Nation gellen; nuf wer arischen Blutes ist, reiltl sich in die Osterreichische „Volksfamilie” ein. 2. Die Juden werden als „fremdrassige nationale Minderheit” behandeit werden und keineswegs den christlichen Burgern gleicligestelll sein. 3. Numerus clausus wird fur jQdische- Beamte, Arzte. Anwålte, Richter und Notare nach dem Verhåltnis der Juden zur osterreichisclien Gesamtbevolkerung eingefiihrt werden, dergestalt, daB „Osterreicher durch Osterreicher u. Juden durch, Juden verlreten werden". 4. Mischehen zwischen Ariern und Judt n sind verbolen. 5. Das Rassenprinzip wird in der Weise durchgefiihrt, dali die Osterreichische Nation vom jOdischen Geist befreit wird. 0. Eine Volkszåhlung wird durchgefiihrt, um fcstzustellen, in welchem AusinaBe Osterreich bereits verjudet ist; die Zahl der Juden, Judenståmmlinge und Mischfamilien wird genau festgestellt werj den. 7. Die Kinder in den Schulen und Erwachsene in Versammlungen und durch Schriften werden eingehend iiber den t>0-. sen EinfluB der Juden auf die VOIker und den Ruin, den die Juden der Welt bringen, unterrichtet werden, damit die vOllige Befreiung Osterreichs von der jiidischen Hcrrschaft erreicht werde. Zum SchluB wird erklårt, daB die Juden und die Neger die verdorbensten Rassen der Welt und daB insbesondere die Juden, die keine Bauern und keine Arbei-, terschaft haben, ein .Parasytenvolk’ seien. Aus zuverlassiger (Juelle erfåhrt B. Smolar, daB Bumlesk.wler DollfuB zwar ungehalten ist dariiber, da seine antisemitischcn Anliånger ihn mit Bezug auf die Judenfrage unter einen starken Druck gesetzt haben daB aber Persiinlichkeiten seiner Umgebung der Ansicht sind, daB der Bundeskanzler im Interesse der Aufrechterhaltung einer Koalition mit der Heimwehr sich zu Kompromissen wird herbeilasscn miissen. Gewisse Kreise der Christlichsozialen scillagen eine-Liisung in der Weise vor, daB die Juden freiwillig auf gewisse Rechte verzichlen, die ihnen sowieso in abselibarer Zeit genommen werden wurden. Ein freiwilliger Rechts-' verzicht. so meinen diese .„gemåBigten” Antisemiten, werde dem Antisemitismus entgegenarbeiten. Diese Antisemitenkreise glauben, daB man in Osterreich — olme uen Vertrag von St. Germain direkt zu verletzen — den Numerus clausus gegen die Juden einfiihren kOnne, durch den der Prozenfsatz der Juden in den verschiedenen Berufen auf 5 Prozcnt — dies das Verhåltnis der Juden zur allgemeinen Zahl der Bevdlkerung — festgesetzt werden wiirde. Der Regierung DollfuB nahestehende Zeitungcn unterstfitzen dfese These durch aufgebauschte oder'falsch verwende:e Zifferp, indem ^ie erkliren, in Wien seien 85 Prozent, in der Provinz 60 Pro- (Fortsetzung auf Seite 4.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.