Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXXIII (1933)
- Issue
- 12 (23.3.1933)
- Date
- 1933-03-23
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Numrr vr 12. 23. Mårz 1933 Wl« Herr Hans Liditwitx Bericht erstattet nosn. n®3 i Berliner melisene Rundschau h. /. vobei i bfachée , urzhch einen Bericht von irbcr øie Vorgdnge in Mukaccvo, et die „L dové Noviny" zitierte. Dabei tmtertief) c, es, fcstzustellen, dafi die Notiz in den „i.. N.” bericfitigt wurde. Dafi der Bericht i> >« „h. I.” vollstdndig falsch ist langst bekannt. Nehmen wir aber an, hatte ties nicht gewufit, so ist Berichtcri tattung jedenfalls in Folgcbdem urtkorrekt Die ,,L. N." sprachen ' z un'åchst von den Schiågereien zwischen linken ur d Revisionisten und so da n n von dér b -vorstehenden Hochzcit im llau- .s^ des Rabbi S pi ra, wobei es hieji „Man 1 sat imelt Betriige selbst bci den armstén Familien (in Mukaccvo), fur die gcrade die fortsciirittlichen /uden im fyrsten dir Republik Sammlungen veranstalten. E > iviire ati der Zeit, da/i die Bcnprdcn esergiscli i einschreiten." D Z u> ise h nsat; ii b e r S pi ra l å fi t ,,n. at s, so dttji es den Anschein erikvekt, die „L. Ni” wiinschen ein Einsfhreiten tvegen Jer Streitigkeiten zwischen Linken und jRevisionisten. j Es is, nicht Jas erstemul, daji Bericht erstatur. uetm es sich lam Revisionisten handelt, Sdtze, die timen niclit passpn, wcglassen, ivenn sich (ladurcli eihe Bcschuldigting der Revisionikten konstruieren Id/lt, oder ivenn ein.Verifienst der Revisionisten untcrschlagen werden soli. So bedurfte er vor cinigen Monaten wiederholter l.'ri ettzen, da mit in einer Zusammensteilun > der Leistungen einiger jugendgrupp m fur den KKL in einer rruihri- Schen Stattt die gule Leistung des Brit trumpeldcr in der Rresse publiziert iiTr de. Eine uonistische reichsdeutsche Zei ttmg hat di e Tatsache, dafi sich der „Brit Trumpeldo-’’ beim Wachkorps in Sltang- Hai ausgezi ichnet hatte, dahin abgeåndert, dafi es sick um „eine jiidisclte Abteilung” t/ehandclt , tat. Herr ,,h. /." »is/ nun der Katcgorie diescr sonJerbarelf Berichterstatter beigetfeten und darf ihfolge desser, dustotze Oenugtuun; empfinden, die Zionisten "’eutschlands absichtlich falsch informiert n haben. Wir gratulieren :u diesem herrlichen Sicget I l Hochzeit Spira-Rabinowicz in Mukacevo Ein Massenaujgebot von Narren zog Rurim dureh die Stra/Sen von Mukacevo, lo ivie es $ich itben schickt, jiven/i man einen Eastnachticherz veranstalten will. Prinz Karneval Ivard diesmal von dem rx ,:te n px tt ny-rr -pi it< nx's* r® ese*~®3*x -ran "t ‘Kn ,-no st -—2 tre .Esxnpxc' ijrruoi jmpi sn E2"S JiDsn lStb j6xt;tr :rc£ 2*!* •'i D"bcm: in tre jjnrsnrs p->x:ir yt? in-ec? pt-x ce nhsrr ijp nrx ntrs nr -rrx orrs v. ,cn jn bm æte pqc jpi-ec -npi BPS DPP^PTl dpt * TP3 2PTE1P npx IJrmPE.COt an JTSDKTTnXJ .E EiE- Studiosus der Wunderrabbikuns; Barnet Rtbbindiviég vertreten, Faschtngskonigia jr Esther Spira,- strahlend in Diaman tenpraehi, und Pate stand die Oottin dt 1 jrikultur . . . Wenn anderivårts einer di r k e i n .Arzt ist, iirztlichc Ratsehliig, gi gen hohes Honorar erteilt. wird et ir< d y -i y x PXStbsB DPm TE-1##^ S BTX gen K^rpjuscherei belangt. Wenn ivdhs einer. der k e i n Advokat stisclie Ratschldge gegen hohes erteilt, wird er tvegen Winkclschée belangt. Wenn andeneiirts einer, eine geivisse Auslegung der Religion se hivor en isi, deri n oberst es andcrjurinorar iberei r auf einge- Rrinzip is [, /■) O i c Lehrer Josef Rankl erzåhlt: , . . . seil meine Buben unit M&deln zu Hause ihren „KatBrefnCr* kriegen, sind sie nidil mehr so møde, sondent passen auf in der Sdiule. Aber ecfiter „Kathreiner" in up es seinj Seine Packung tragt das KneippbHd; er gel4ngt nie lose in deri Handel. „Vci’nuh is i Se i gi i itls, i ru n ir. tiai sgei-tn r„r\t. jtnen ir. Bann tut, der pndeh ftenkl. wird er wegen Religionsstiiriingl bch ngi una muf> den Schaden, deri der ikbunnl'e ,rUidet, ersetzen Wenn <nid<trui<m einer Sieuern schuldig blcibt, trotzdem er ein immensis; Einkbnuiicn hat, iu# Ppichtei una bestraf, Ztir Zitiiiung i er Rabb Lazar Spira, Mukaccvo und Vorstbm her Bevirke] en ■ )er,e Delikte n-.’.hen. ISVa, vom C. i. taxjrei zmfi I 'ii’tu smT7.\:na v,m von sienen puid-’ ■énanvt. darf ungestraft ale pne Delikte begehen, die wir angeftiiri ri-’.hcn. Wer.n ei ZeU det Not em i ■ verschwenderi: ch? Hochzeit aus richtet, ko iviirde ein an lire' wegeti Errcs I1e:ang{ werrlautxn und sind seine i eligion verbietet, laksen, von dem, gung bfjentlichen issi es’ den. Spfra darf sich, a, hochges’eilte Staatspeimti Hochzeisgdste. Di, sich ein Bild mached zi was sici und da,fw, jj, ....w »i -photogrhphicrcn. Rcrbb, filmen, kpricht iris Mtkrlpphkm, di gen verplfentlichen das und seiher Tochter, die Ware. an Seinen ich auf der Erdtf b ’findet usiv., ttsw., iaher 1a Ht sich, kl in \ fromnier fude Ware. an Seinen Iheuui Nachiedjier Verkuppelt. Protektor a ler dieser Dingc, die feder Kultur Hohn sirechen, ist die Agrarpartci. ivelche , sichj zur Zeit der fVahleii zum Zwecks 'di s ras miti Erfoig bedient nicht ivundern, wenn Selbst hg fe dort einsetzt mung und Volksaasbeulu, finden, der wohl einer wiirdig ware„ Spira hifit sich Zeitunt- Bilid des Rabbis er) wie ein Stiick iirnn Nacbi immfangs S pi Man solite sich cikes Tages die wb Volksverdum jenen Schutz sscrcn Sache mg, /c, tresse Dr. S. E. | Soskin JåOlahrealt A(n 25, M'irz I. J. wird einer der bekanntesten Ziortistenfiihrer und einer der pesten Kentjter der Kolonisation Palastinafs alf. Dr. Selik Eugen Soskin wur- Marz 1873 in Tschurabasch $0 Jahre du am 25. Krim | gel oren und wurde in Kertsch, benfalls in def Krim grollgezogen, wo er as AlexanderfOytnnasium absolvierte. Er itudierte an d^n'technischen Hocliscliulen in Charlottenburg (Berlin) und Dresden, towie auf derj landwirtschaftiichen Hoch? chule in Berlin, die er im Jahre 1894 ab- Solvierte. Er promovierte in Rostock auf Orund einer breisgekronten Arbeit iiber |lie Fettbildung im tierischen Kbrper und ivar dann iSngere Zeit Assistent im Tierphysiologischen Laboratorium des Prof. Zuntz. Baldjdarauf begab er sich nach Palåstina, wio er fur dief Gesellschaft [.Dorsche zion" als Kolqnisator tatig war. Er hat als soleher unter anderem die Éukalyptuswrjldungen von Chedera begonnen, um <iie Fiebersiimpfe dort zu sajtieren. Als ef nach tnehreren Jahren an »Malaria und Schwarzwasserfieber er- .krankte und infolgedessen nicht iin Lande bleiben durfte, wurde er in Berlin wisnschaftlicijer Beirat des kolortialwissen sdhaftlichen . Aiissctuissus und redigiertr hier den „Tropenpflanzer" und die pala st nensische 'Kolonisationszeitschrift ..Alt tu uland”. Er hat jn: Interesse der' deutsthen Kolonisation in Kameruu (Alrika) guarbeitet und als Vorbercitungsstadiui i ft r grolJe Kolonis^tioiismethoden in P.'- Li stlna, weite Reisen .gemacht. und hr t elienso in Ost- und West-Afrika. wie it Kilifornien-itnd China praktisch die lanewirtschaitlicheii und Kolonisationsmethcd ni studiurf.-'Er hat ein System der intet - siven Kleinsiedlung nicht nur theoretisc i ansgcarbeitet, sondern in den verschied«.- n tn Gegenden der Welt praktisch stid ert, dali er ejne besondere Note in di r Kolonisationstechnik bedeutet. Im Jahte 1303 erwirbt er ’sifh Hetzls Vertrauen d.'rart, dafi er an der El Arisch-Exped - tion teilnimmt. Auf dem VII. Zionisterktngresse wurde ér zusammen mit Pro!. C tto Warburg und Dr. Franz Oppenhe - n er in die Paiastina-Kommission di r z on. Organisation gewahlt und gab mit beiden die oben . erwahnte Zeitschriit „Altneuland” heraus. Vor mehreren Jalir :n hat er sich dem Jitdischen Nationaaf »ids zur (Sraktischen ^usfiihrung seiner Lolonisationsmethoden zur Verfiigung gi stellt,, ist aber spåter wieder ausgeschiéden, weil iler ofrizielie'Zionismus f ir seine Methode kein Verstandnis aufb 'achte. Diese Methode 'basiert auf d.r Erkenntnis, dafi die Attfgabe unserer Kolonisation ilarin besteht, die Okono nische Fassungsfahigkett Palåstinas der, irt zu erhbhen, daB eine dichte Besiedlung des Landes mdglich ■ wird. Die geograiischen Bedingungen upil das Klima von Palastina, sowie die Eigenart des jiidischen Sieillers sind die Voraussetzung tur intensive Landwirtschaft, die. die Erziugung von hochwertigen Produkten des lemiise untl Obstbaues, der Geflugelzucf t usw. auf kleinen Parzellen,-fur den Expuit und den inneren Verbrauch zum Zweck hat. Unermiidlich kåmpft Soskin se t Jahren in der zionist. Organisation fii; diese Gedankengange, die den einzigen tolonisatorischen Weg zur Erreichung (ler jiidischen'Mehrheit, also zur Schaffutg des Judenstaates in Palåstina, darstellei. Seine diesbeziiglichen Reden auf den Zionisten kongressen fanden immer eire aufmerksame Zuhorerschaft, weil sie getragen sind von hoftern' Vera'ntwortungsbewuBtsein und tiefem Ernst fur di« Palåstinasache, In unzahligen Schriftcn hat Soskin seine praktischen VorschlSge niedergelegf und dadurch, wfe nur venige Zionisten die zionistische und ji dische’ et Literatu auf einem Geb i das Judentum biahci fremd gegeniiberstand. vielen Schriften seieil - tensive Kolonisation; Small holding and irrigatioi; Kleinsiedlur^ und Bew asserung; A jrarpolitik u. L:n Palåstin i; usw. Seil 1927 gehort Soskin der revisionistischm Union an urtd ist heute Vizepråsident der Weltuniot. Er vertritt die- . _>ereichert, dem geMissermaflen Vfon den vielen, erwåhnt: Jnndcsbesiedlung in sclbe auch seit Jahren im zion. AktiSHS^ komiteej Vor einigen Ja tren nahm er Seinen Wohnsitz in Gerf, wo er in Vdlkerbundskr;isen hervorfagrnde. ziooistische j tdenstaatlerischen;r auch eine fran-^ AufklSri ngsarbeit Sinne leistet. U. a. 6' zdsisch igeschriebene E roschiire heraus: du Geni-ve. Sossich letzten^- b :sonders politisch und auch aikf ipesein Gebiete eisehr Problumes sionistes vu^. kin hat betatigt ne bede(utende Stell4 inl der internationalen j ud. Politik einvEno timen, wobei ihm die Kenntnis zahlrejcher Sprachen zustatten kam. Rattlos arbeite, S( skin fiir jdie Idee des Judjenstaates'weitei. dem jugendlichen Stch: Leben und daB es ihm ge, die fiidische Mehrhcit;in Palåstina zu erlcben? Wir v^unschen iger ein langes rergdnnt sein m6- Schone weifJe Zåhne: Chlorodont die herriidi erfrisdiend Pfefferminz-Zahnp Tube 4.—> K£ und 6.— •dntKxende aste. Ki.