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Jüdische Volksstimme · 1931-11-26 · 45 (26.11.1931) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXXI (1931)
Issue
45 (26.11.1931)
Date
1931-11-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Erscheint jeden Donnerstag pH ét WHkMMtilfi •lUiMftc Bider« und Kurortezeitimf« Redaktion «. V*rU*r Rita«, kMmrfuu 20. T*L *6.596. •»fclllllllfhlMi »IfMU« ibMll. Bnafipreli: kalbjlbHi Kd 39- , |Mt|lkri| Kd 7# . l«Kraieapf(U K6 2'- pro kim der Teltapelie PoiKferdhooii. Pre« 6H.M’. Wien 76^n>, Bertln 122413, Wareehati 190211, Ze«reb «U». Aus dem Inhalt: PalSstinaberichtder englischen Regierung. — Jubifåurmfeier des K. K. L. tn Brunn. — Zur Frage der Leichenverbrennung bei luden. — Inland. .— Weltsplegel. —f Rriimier Nachrichten. JQ4in Volk>«Hmm« XXXI. JAHRCANC. BRUNN, 26. NOVEMBER 1931 (islew S692). Anerkanni dir besttn u. ipariamttcn sind Patent- Dauerbranddffen und Sparherde der hrsrbrwåhrreu Mark* »METEOR« Zu crhalien nur fafei oer Firnu HORNY &ZAUNER Iltan- und Iltcmaarcngrotthandluns Briinn, Krdna A-6 Ptoisliitan nul Vcrlangcn jrolii MUSIKALIENHANDLUNC R. SKAUCK\: BROM, RENNERGASSE 22.24 Auf Lager halte Ich stel* alle gangbaren Musuaiien Ntclitiagemde Mu^kalien be* . sorge ich binnen einigen Tagen Grode Auswahl in Tonfilm«Schlager. FUR DEN WINTER Herren- Kinder* MBntel in allen Prelslagen SciilBinrø i Polnaner Briinn, MaMrykstrasse 23 65. Protestkundgcbung der (Wiener Isr. Kultusgemeinde gegen den antisemitisdien Terror an |der Wiener Universitåt. ' In einer der Regierung Obermittelteh Resolution wird dbr Lernfreilieit der iudlschen Sdiutz des Lebens Ond Studierenden gefordjert. An iler biener Universitåt da lert der anliscmitischc Terror mm schon s.-it Wochen ummternrochcu an. Die jiiilischen Studiereiiden lialteii sich dér Universitåt •em. Aveil sRvsich der cutw iinl getidcn Kontrolli. dr.reli die nalionalsozinlhtischcn Studenten, die iiiil Zustimiming des Rik- (ors die Pedellc in der „Aufrechteriraltimg von Ruhe und (hrdmmg" imter ufitzi n. nicht umerw.-rii.ti wullen. Der ViTstand der Israclitisch n Kul- Hisvejiieinde Wien hal sieli in e lier am 18. November ahgchaltcnen T.itemlichen Plcnarsilzung mil derf Vorgangen iiml ZltstSn.den aq iler Universitåt und 4n l'en Hoch'schulen Wiens belaBt und ejinmuti^ die dem Bundeskanzler Dr. Karl dem Vize-Kanzler Dr. Johann Schober, dem Bundesminister Ing und dem Buntitsminister Franz 'Vinkler Channka-Geschenke Spielwaren » Glas .» Porzellan - Linoleum nur im Warenhaus »RECORD« . Brunn, BSckergaase 10 fflr Unterricht Prof. Dr. "Einnjcrich Czcrmak ubcpnittelt wurde. '..In' den Tagen, in welchen unseres Lande Not die Gemiiter Allrr mit ns eriiillen muli,;m der Winters, der ilurch die zunehmende Arbiitslosigkejt und funger die sc|irecklichsten Schatten voraijswirft, in der alle maBgeoenden sind und hemiiht scin sollen, urtter Obe bruckung aller bc^tehcnden sonstigen GegensStzlichkeiten “lich zu . - Hilit leistung fur die UngUickur Aufrechterhaltung der imimenschlieBen, is): die tiefsfer Bcsorg Schv. elle eines in einer Zeit. Stellen bemiiht vervinter lichstgn und Wirlschaft zus Polizei und akademisdier Boden. Als Folge der letzten Ereignisse au i sent Antrag soli ausgesprcchen werden, der tsdtechischen Universitåt in Prag, wtf ein akademischer Vortrag ohne polizeili ehe Assistenz nicht zugelassen wurdej, soli im Parlament ein Gesetzesantrag ein gebrecht werden, der den Schutz des aka demischen Bodens garantieren soli. In die - 1,035.154 Einwohner in Palastin^ Das Ergebnis der am Donnerstag, den 19. November, durchgefiihrten VolktzShlung in PalSstina liegt bereits Danach leben gegemvårtig in Jerusale 1,035.154 Seelen. Bei der Volkszflhlung ijn Jahre 1922 waren es 775.182 Seelen. In der rein jiidischen Stadt Tel Av tvurden gestem 46.062 Einwohner gezShlt. Ober die Einteilung der BevOlkerurg in Nationen und Konfessionen liegen offizielte iMitteilungen noch nicht vor. daB die Polizi i unter keinen Umstjanden Zutritt auf aka demischen Boden hqt. Ein solches. Gesetz wiirde jiidische Studenten, gegen die sicti meistenteils, wie die Erfalirung lehrt, Ausschreitungen au« Universitåtsboden richten, vollstandig schutzlos mathen.!)zi Abgeordncte der; Judischen Partei, Dr. Angelo G o I d s 1 e i n spracif deshatb beim Antragstcllei dieses Gesetzts vor und setzte ihm die Stellungnahme der Judischen Partei zu dieseflt Antrag auseinand ir, wobei er auf die Gefahr hinwieSy die judischen Studenten durch diesen Antrag drohL Er betonte, dafi ein sotchés Gesetz, welches dem Schutz der Studentenschatt dienen soli, gegebenen Fails auch zur SeeintrSchtigung der primitiven Fordenu^en nach Lehr- und Lemfreiheit fuhren kOnnte. Der parlamentarische Arttragste ler nahm die ErfcUrtnig des Abgeortfneten Dr. Goidstein zur KemitnU, anericaante det seti Bed etik en und erldSrte sich bereit, ii i sdnan Antrag den jfidlschen Pordena igen Recbnung zu tragen. Mener Univer^la: (ulturw idrigen letzen uitil vo •imgfn gegen j; UneerstSn,! i ■;e kr. Ile ilurch tllr jV Un iler Sch.'Ui|tk / mn irgangeii. ion udsten >1 hrutnleii (ieua jnnwénilische Stiulieren ieltertind bvschi|i|ieiuler- ,i eive1 kr.mien jet e Sutiletitengrupi én. ivel irelanges Treiher jlie Ru .rsitat gestiirt h.u en und ilderten tlandlur Huden eutiieihvJi, gan/ hesiiinh/rjdin dem rorektors und de,, *':aJi eiile Sliitze rind.ii. jener tordnen oder dul.len. daB formierte und Ivwatfnete Raumen der U liversitåi xerzicrObunget i vollziehen. ais Ije „Herdpr Aula i uftreten urjd, mit nnn UiilN i ■ot gen den laraui Sghon in teinet Kumlgebung vom 24 Juni 1 Détt hat der Kuhusvorstanif mit Hnrpi>run|i testgestellL d(il;’i die jiidische Studenteitschatt lånt akademischem Bolten den ojg.misiejien hrut.den Géivattnktei^ eindr rollen U lernmelit iiehrlps preisgvgeheitj mrd ur tT .lirgemis, , insjtesondere nicht |>ei den I ter/u herukmen ik.idpmischen Behiirde T Nister I te :h tilrd. rt e Wien Schutz tindet, die Israelit imt alten] hi Klll- ’ .nciirfTiTVk tusgeilieimle die Sfaatsgewalt aut. die StehLibcit)der jiidrsehen Studetitensi iialt en. lieli .iueli aut iiliirn Boden'der Uoelts'ohiik n plliclltgeihall zu schiit/.en und tnir.det eiitsjireeheSdii; Machtmitleln des SnniU-s ilnhin zu iiitken, dal.Tdie verlasstingst iSIAig uahrljssleti (ileichbtTeeliligui g alle ih'ig^l auch e.nitich am den WV J diseheii :n. tiettung kotnme.é Studierenden oltni lai: (i .fJlhrilungit dié m .lieser :his ahaltei.ei'. ‘e aut ile tareli die gi si ikadetmschen aochen, dal.’ si éerhnlten des tf nischen Senaté; tiellen, die es a t parteimaBig u|i I ■'ersonen. in den . . , _ _____ •afnamt-1jagi V« irfssM»g)>zuit mi liårische. rung -nactuiTtlcWteh ’Waranf anfmerlmmi den Bevmi l.ehun und Gesuikllieit voii den Mitteln alter Staatsliiirger; Bilduilgsstatte (iel)ranch macheri kdnnen.' Die Gemeinde warnt vor Eintuhrung des antisemitischen Studentenrechts. la einer spateren Sitzung nahm das Plei des Vorstandes der Isr. Kultusgeineinde Wien eine Resolution an, in det die Rejjjegemacht wird, daB die rassisch-amisemitischen Einfuhrung eines Studentenrechts tgnlssen vdn ^) )r(fnern’"ausgesf |ftei, die •'eine eklatante Verletzung der in der Ver- IBglfchkeit habm, BrutaMiltiak e gegtn I fassung verankerten OleiehberfcfHigung lie judischen Sludenten zu bege ren. I iler Juden bedeuteir w iirde. lenarsinung c les Obersten Rates der jiidisdien Gemeinden der tSR. Unter Teilftahme aller fiint ange- Lchlossenen Vetb8nde hielt iler Oberstc Kat der judischert (ierneinden der Tsche Lhoslowakei scini zweite diesjahnge Pie ttarkonferenz ab. lin einer schart :n Reso lution nimtm iler Dberste Rat Ste luhg gejgen die von der Kegierung kundgegebene EÅbsicht, die Subuention fiir den Thorsten ji’at zu reiluziervn Der Oberste Latjlieilit in der Resolu ion, leiste nicht dur im jiiilischen. somlein aucjt im siantkehen Interesse Arbeit und Werde on den Zentralbehdrdcn ris ausschlieBlielieij Milt ler zwischen ihnpn und den iidjschen Gcmeindeinsti tut ionen angesehen n, itaR weder SpajmaBtchliche Ursaqheit die larguf hingcwiese ’fnhmen noch s eigentlichen Griii ile dieser M s.-in kdnnen, da posten in dieser und auch die rel slowakischen und tBnahme reine anderen Btjdget- Veisue reduzier wurden giiisen Bediirf tisse der karpathorussi<chcjn Ju- Die daB auch eine Re sten aufs ÅuBerst muBten. Es wurc I. Dezember ein Nachwuchses bew lligt. Der vom Rat subventionier e zweijShrige Religionslehrerinn : beendet werden u id die weiblic den uneirtgeschraukt dotiert weider Budgetktirzung h:.tte zur Folge, ilal der Oberste Rat von einer Beitra«. sleistung zur Wanderfiirsoi ge absehen muBte, da hierfiir keine Deck mg vorhanden wa , und he anderer Budgetpoeingeschrankt wtrden mitgeteilt, daB am (urs fiir Her: nbi dung von Gemeindefuni tionSren beim H|ebraischen Gymnasium in Munkacz erfiftnet wird. 55% des get ehmigten Bud;ets wrurden fflr Erziehu tg eines rab Sini*chcn E4 'wird Obersten Kun fflr ii n wird in diet em Jahre hen Religionspadagogen werden mit iltrei Tatigkeit heginnen. Hine Entschlieflung iK-trctturf1 das Knbbinerseminar steilt test. daB ditf F.irichtung einer solehep Anstalt auch weiter die vornelmiste Aufgahe des Obersten Rates hilde, dall ilirt Frriéhtmlg abei unter pien bestehenden Verhaltnitisen lind solange die Staatsverw ahung sich’aut imverliinilliche Zusagen und Kundgehungen beschrankt, nicht mdglich ist. Der Oberste Rat håbe fiir divsen Zweck bereits i. J. 1929 cincn Fonds von 100.000 Kd jjlge- R'gf- ■ __ Der (fherstc Rat hat dem Aullenministerium seinerf Dank tiir die Haltupg ir. iler Frage der K.tlenderreform ausgekptochen. - — ‘ Kelzmonn in Aimterdnm. Ilt einer vom hollandischen Keren ilajessod in der Amsterdamer Konzerfbal-. le vernnstalteten Massenkimjgehung. in der Dr, L. E. Visser, Ehrcnpcasnlent des hollandischen Keren Hajessod, den Vorsitz filhrte, hielt Dr. Chaint Weizmann, von der Riesenversammluqg mit Enfhusiasmus hegriiBt, eine Rede flber „Die Zukunft des judischen Volkes". Er entwarf ein Bild von der Lage des Judentums in der ganzen Welt, und wies insbesondere auf die neue Welle des Antisemitismus in Polen hin,- die das Gespenst des Pogroms heraufbeschwort, und forderte das hollflndische Judentum auf, sein moglichstes dazu beizutragen, daB dem judiseben Volk seine Heimat in PaUistina werde.

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