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Jüdische Volksstimme · 1931-11-05 · 42 (5.11.1931) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXXI (1931)
Issue
42 (5.11.1931)
Date
1931-11-05
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Erscheinf jeden Dbnnerstog ■il der Wreben Milefe »JfldJtdic Bider« und Kurortexeitunc« Bedektfcm ijvirlifBitiB, fLMBerfuee 20. Tef.ObJM. BedektteeMeblOM DleuU| eMadi. 4u«n**i»« Aus dem Inhalt: Einberufung des Cd. Zionistentages nach ProBnitz. — Nach' den Wahlen iri England. — Dr. Dérer iiber jiidische Schul- und Kulturproblem« in der CSR. — A. Jakob-Loewenson: jiidische Musik dbd judische Jugend. — Weltspiegel. — - Inland. balbjahrig Ké 35 genxillbric K£ faecratesprefe Kfl 2’- pro Mm a«r Test« idelte Poettftedikoali: ■0.168 NR. 42. BRUNN, 5. NOVEMBER 1931 (25. Chesdiwan 5692]. XXXI. JAHRGANG Ancrkannt die b«lt«n u. spanomiMn sind Patent- Dauerbranddfen und Sparherde der b^stbewihrten Mark« »M1TKOR« Zp erhalten nur bei der Firma: - HORNY & ZAUNER ■Isen- und Elicnwarcngrosshandlung Briinn, KrSna 4-6 Praklblcn aul V«riang«n gratis R. SKALICKt BROUN, RENNERGASSE 22.24 Auf Lafer halte ich etete alle gangbaren Mutikalieo. Nichtlagernde Mutikalien be« sorge ich binnen einigen Tagen. CroØe Auewahl in Tonfilm«Schlager. Einberufung des 10. al. Zionistenl Prossnitx, 24.-25. Janner 1932. Ulli ik'S iilr die ini Sin- Der Uesehåftsfiihrenile Aussc Zionistische n Zentralverbaiules tscliechoslawakisclie Repiihlik hat nc ilos Besclilusses iles Landesfcomitees ilic Einberufung iles Zionistent-ages fiirfr Sonntag ilcn 24. mul Monlag den ner 1932 nach 25. JåtiroBnitz hcschloss.'ii. Die genaue Tagesordnung und anden, Einzelheiten werden spater liekami; gegeben vverden. J Der Gesehåt'tsfulirende AusschuB sjive Wahlrccht isi terner an Mie setzi ng gebmulen, dali iler Maiulatsiver-!ier »lem lier iciiier Verpfliditung gegenii Kere i Hajessotl itaehgcnommcii i;t 4 Die Ortsgnippcn wahlen a akliie Walilberediligte (Schekelniskiisteiierwallier) eiiicn Delegil icrsttju 25 Wahlbcreehtigtcn sowi 125 wahlbereditigte iiber 50 ode tachjcs von 50 Wahlbereditigte fur die volle -Anzalil gezåhlt. (Hsl entfallen daher Mandate auf 25 bis 50 Watilberedt Voriiusibacht auf die Bestiniimnigeii der Geschåftsorilming aufmerksaiu, nach der so-|,tigte eiu Mandat. 75 bis 1 (X) zwei wohl flir die Bestimniung der Mandatszahl j1251—150 ilreb Mandate usw.) ^r.."r^U!!&/,S._a^1C!,-!“/. ^it\,^''! I Die Vorbereitungen zum Z fallén mit der Werbeaktion von Mitglicdem tiir den Zionistisdie libung des aktiven und passiven Walilrechtes der Schekel auf das verflossene Jahr 5691 und die Zionistenstéuer auf Uas Jahr'5692 maBgebend sind; das pas- Mai Zionist stan Unterriditsminister Dr. Dérer iiber Judiin dérvSR. sdie Sdiulu. In einem GesprSch mit dem JTA-Ver-. treter Sufierte sich der tschechoslowakische I W-t.nfolttenMgl4ttr.TV. Q.tr.&■“*** sche Setifn- und Kulturprooieme in der Tschechoslowakei. Er erkllrte, UaB er von den ab den tschechoslowakischen Universitåteii neuerdings durchgefiihrten SperrmaBnhhmen gegen Neuinskriptionen von Auslåhdern keine Kenntnis håbe und detaillierte Informationen einholen wolle. Der Senåtlder PreBburger Universitet liabc ihn davon unterrichtet, daB auch in diesem lahreicin groBer Andrang, inshesondere jiidiscber Studenten aus Polen und Rumanien >zur Universitet zu yerzeichnen sei, daB aber alle aufgenommdn wurden. Das Prinztøi, sagte der Minister, daB wir keinen numerus clausus einfiiliren kininen, ist nicht umstrittén. Wegen der von den tsdieclioslowakischen Konsulatcn in Polen und Rumenien getroffenen eiiisclnankender MaBnahmen bei der Visa-Erteilung an AusISniler, die in der Tscliedioslowakei studiet;en wiillen, werde der Unterriclitsminiijter vom AuBcuministcriuni Informationen einholen. Das hebreische uujd jiidische Scliulwerk in der T schechosfouakei, tu hr Mini1ster Ij)r. Dérer fort, ninimt eine befriedigendtj Entwicklung. ' Ich håbe die hebråischen Schulen in KarpathoruBland, inshesondere das hebraische Gymnasium in Mukafevo gesehen und konnte feststelten, daB diese Anstalten auf dem glcichen Niveau stehen, wie ahnliche staatliche Institute. Åls das Gymnasium gcgriiiulct wurde, hat sich der Schulvcrein verpliclitet, keine staatlichen Subventionen in Anspruch zu nehmen. Trdtzdem hat die Staatsverwaltung durch Stipendien, Zuweiulungcn an die Anstaltshibliothekcn iisxv. lieLfeml eingegriffen. Die tschechischen Schulpn in KarpathoruBland, die von zahlreichcn jiklischen Kindern besucht werilen, erklarte Dr. Dérer, sind der Bevolkerung nicht aufgedr3ngt worden; sie wurden zum Teil auf Wiinsch der jUdischen Bevolkerung geschaffen, die Schulen in der Staatssprache haben wollten. Ich halte es nicht fflr richtig, die Judenschaft zu einer Beziehung Ze ltralverbai)d zusammen. Alle Ortsgrubpei werder! aufgefordert, diese Aktion mit atlet Energie durchzufiiliren, die L sten der Wahlberechtigten an das Ostrau :r B iro zu melden, welches die Legitiinatianei geben wird. Nahere Informatio len 4” geni zur Staatsnation zu zwingen. Deshalb bin ich ausch der Ansicht, daB bei uns die vor ,>)lem au jer.ei fiationalitEl, in Mitte sic;ieben, cvjere Bcziehungen' unterhalten sollen. Fiir die EYrichtuiig eines Rabbinersenbnar > in Prag, erklarte der Minister, besteher von Seite der Regierung keine prinzipiell :n Einwånde. Die Verhandlungen s{,nd roch im Gange. Wir subventionieren An »talten allur Religionsgemeinschaften und e> besteht kein Hindernis, auch eine Anstalt dieser Art zu subventionieren. Im Budget des'Unterrichlsministerlunis fiir 1932, welches 1.014,000.000 K2 iimfaBt. ist ein .• Summe von I ,(>50.000 Ké fiir Zwecke des jiidischcn Kultus vorgesehen. Die Aiifwenelungen fiir jiidiselie Schulzweck; sind nicht spezialisiert. Aus einer Suinm.' von 800.000 Ké, die flir Lelirergehalter beslimmi ist, wird der iilierwiegend griiflei'e Tcil fjir elen Personalaufwaml der kmifessioiiijlleii jiielisclien Schulen in eler SI »wakei ujiel der liebraisclien Schulen in KaranthoruBland vurwendet werelcn. iN ach seiner S t e 11 u n g zum Z i ou s befragt, JiuBerte sich Minister Dr. Di'rer: Die zionistische Bcwegung eiitwicke t sich in kwef Riclitungen: Sie bQut Palastina auf und sic t at sich die Erweckung des nationalen i elbstbewuBtseins der Juden zur Aufjiabe gemacht. Ich glaube, daB diese I eiden Sachen eng zu einander geho- ■ en. Die zionistische Bewegung hal ligs nationale SelbstbewuBtsein det judenschaft gefdrdert, auch jenes Teies, der sich auBerhalb Palæstinas beindet und immer betinden wird! £ine Bestrebung, elas gesamte Juden-1 lach Palårtina zu bringen, ist ja gar incht voflianelei. Das Juelentum isl tiiit den /erhaltnis:en in den einzelnen Lånelern, in elenen es lebt, zu stark vérwachsen, åls e alJ es im ganzen losgerissen werden kiinnte, ohne daB dem Judentum selbst und den tinielnen Staaten, in denén es wohnt, in der wirtschaftlichen und kulturellen Konstitution Schaden zugefiigt wurde. Ich sehe im Zionismus eine Bewegung, die sich naturbedii gt eritwickeln mu&te und .die einen Fakior elarstellt, mit dem man Teet nen muB. . auserteilt Ausschusses, M.-Ostrau, Hviezdosjavola 29. . j das Buro des Geschåftsfiihrei i Geschaf te*Clr, endei det ZZV fiir eli li jé 50 uiul'Ziolen Die jcweils .■in vielw< relen den date, mtag ligei Awsdhiff e C Sil n is n tuni Der neue Nobelpreistrågé Otto H. Warliui’g Wie aus Stockholm telegrifier wird wurde der Nobelpreis fiir Phjsologie und Mddizin dem Djrektor des Kaiscr Willielmlusjtituts fiir Zellpliysiologij f'n fessor Otio II. Warlmrg verliehen. Wirburg liat durcli seine Studien iibeldasl Wesi1 At^iung viillig neue Einblicke in di lieiisersclieinungeii ermiiglielit. E simi auch seine Arbeiten iiber ilil Voi in |der Krebszelle. Otto II. Warhur Sojm des kiirzlicli verstorljeiiijn Pra teit der Pliysikaliscli-Tcdinisc(uii I anstalt l’rol. Emil Warburg, |s Jaljre all. Er ist ein entferntdr ter der Hamburgftr Familie W des Professors djer Botanik Prhsidenten iler Zionistisclien Ojgan sation Otlto Warburg. Noeli als er ei: bat sein Vater sp’nen und se r er (familie Austritt aus dem, Judentum erk årt. uid Kein arabisdier proteststreik am Balfour-l ag Musa Kazimj F’ascha, ile Pr, isident der arabischcn Ekekutive, teilte i i einer Kundgebung mii.i daB die Eickutive |iin Hinblick auf die schwere Zeit >esc ilossen hat, am 2. November d. J., den Jalirestag der Balfour-Deklåration, keinen Gjneralstreik zum Protest gegen Balfonr-D iklaration u. Mandat stattfinden zu hisser. Musa Kazim Pascha wfinscht aber, daB der diesjårige Balfour-Tag durch Stårkung des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Boykotts gegen ^e Juden gekemzeich net werden m6gé. | n der Le- >ochal i gange i, der siileniclisite 48 he V'etwandrbuig und e he ib. Nadi dejn Wahlen[ in England Voli Dror.' Das, was der optimistiscliesie unter den iptimlstisclien Jéonservativen nicht im enttcrntes|en getrådml båtte, ist zur Wirkliclik;it gifworden. Die von Baldwin gefiihrle, l’artci der Konservativen bat »ei ileu pni verfiosseiiili Diijnstag abgehalte- ,Jarlaibentswahlen 471 Die (ijslter herrsclieiiim lien illgctlieinen Man late lien Arbe giblik' N trrungeii. ler, Labour Pårty, erlit'teiir-fltF'' ederlage, tlie jémals erne Partei tiei Ifarlatnentswalilin willerfulir. Voj) den 265 lisbiir innegelwbten Sitzen im U'iiterliaus.'Verblieben dir L.lbour Party bloB 52. )er Verlust Mi rågt Malier 213 Man-_. datej Hingegen vcrz:ichncn die'Kbnservativenj einen Gcwinn von etwa 200 Mandaten.. Sie kiimieii i aher heute ohne Mithilfe'der aiuieren Parteien in England regierdn und alle gesel zlichén Bestiinjnungen nachj eigenen, sogar parteipolitischen Gesichtjspunkten durcli letign - IFiir uns Juden wiril der Umschwung in England von Jteitier groBen Bedeutung raltiSertt.timr-OeMVHVVl sind haben in Englantl so zieri Psrtjfien tepjert. manchejsogat i mal,i worunter auch die Konsec..,. ,-Siegcr des letzten wahlkampfes, Es ist zwar sehr erlreukch, daB z. Fiihrer der KonserSativen, Baldwin,_ einein in der „Timesf' seiinerzeit erschienenen Briefe iiffentlicbi gegen das Passfieldschei WeiBhuch Stellung genommen hat und [den Inhalt desSelben ablehnte; aber ist ek nicht di,'rselbe Baldwin, unter dessen Regieruiig im JahreC I922_das Chujrchill-WeiBbucli von der hritiseberi Regie-' rung herausgegebeii kvurde und welches den jrsten offizielleni Brtich der Balfour- Deklarajion darstelltr Es wird zwar behauptet J— und mit Rqcht. daB der Autor dieseS etsien WeiBbuche;} iler geivesene (iberkoinmissår voirT’atåstiiia, Sir I le ben Samuel, war; alx'r jas ånderl nich s an di'f Tatsache, dåB jas Churchill-S imuebkjlie Weilibucli .unter der Regieiuig Baldijiiiis und \|on diéser'sanktiiinieri heausgegejieii wnnle.;Aucli[ Sir Herbert Samuel »lurtte nul Gruud dir letzten Wallii il wiedor dine liedeuteiule Rolle im komme iileir f^nl Iwin-Kabinett spieleiu Als Fuliru iler vjon dem wahrbaft elirlichsten Zionistenf jeu id Lloyd George losgelbsten n itionaleu Lilieralen, wird Herbert Samuel walir$clieinlicli wiedef ilas liiiienminrsl :- rium betiahen. Aber auch hieraus erwåcliil lins Jkicfjcn keine Freudc liinsichtlicli eiijer Besstirung in Palastina, es sei ilenn ledi;;- lidi jie; „Freude", die immer erwåchi.t. wemi eip Jude irgemlwb in der Well etwis grolii s lerreiehl bat. Wir kiinnen au :h niclits vpn den anderen FrOunden des P ilåstin i-Aufhnues erwarten, welche ins ne te engli:ch(e yntvrhaus tinziehen. Es gibt. \fohl eijie Reih^ beileutender Politikor, welche Iden Ziousbesttebungen selir ert e- Jien! injd und nunmehr dem' Parlamet k; angel iiren werden. Es seien hier bloB eii iigC N imen erwåhnt, die der breiten judischpn Offentlichkeit seit Jahr und Tag f elåufig sind, weil deréri Tråger gar oft m Interesse des Palåstina-Aufbaues posi rv interv :nier» haben. So der bekannte Sch« pfer der Seventh Dominion League, Col. J. We^vrood, der organisierte Zionist B. Ja n- 311109543924

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