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Jüdische Volksstimme · 1930-03-15 · Jubiläums-Festnummer 1900-1930 (15.3.1930) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXX (1930)
Issue
Jubiläums-Festnummer 1900-1930 (15.3.1930)
Date
1930-03-15
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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,|UBILÅUMjs-AUSGABE 900 1930 span:olis~hejn Gemripden. jSelbstind'gkeit gewjhrt bleibt jzeigen, daB dicstfs Nachgeben figkeit miserer Sieberbiirger genschwerer Fchilér feewesin is den haben S t c ij e rjh o h c i t ihre d’reklen Abgaben durch Finatizorgane eihhcben zu lass. ist verpflichtet, Pus jdcm allgeneinen Budget, nz.ch der Ve r h ii I tin i s z a h 1 der jiidisciten Revolkerung, d:e jiidisehen Gemdnden zn sb bvcntioniereji. Die Gem enden1 kdniten sicli in Ver'baijdf n organiseren; als cnter soleher Verband \vird die bes'c hende „Vere nigung der jfidischcn lemeinden tes“ anerkannt. f)ei zn sdiaffc c de Re;chs\ Konst ihre bishergc (Fs wird-sich n d:e Starrkf'ip- Kl^rikalen em .) Die Gem tkiit dem RecJitei die staatlicihen il. Der Staat 23 ben. Die judische.Oemeinde ball in der Hånd rumårnsche kowinal ist das klåssischet?1- Grund: litze der nationalen n-! letzten Jahrzehnten wurden gewo:v;i. Die freigcwahlten des alten Rciraerwird einen!><!- zu wahlen |haden, d; nk den Finfliisterungband der jird'sehen Gemeniden n a to r m i t V ilr i stimme ben. Ris ztir Sch?ffii',g dies^s Rexhsverbift/lc: die puf einem einj Jahr nach. In ‘ rafttretuim des Ijlegnjamentes e’niziiFerufcnden ReichskongreB ejer jiidisehen Geireiiden stattfi iden solite, i»ntsjendet die genrøite „Vcreinisning der iiidislchen Gemeinden des alten Regates", den S? Satort gegemvårtig Oberrr.bbiti t Dr. Nioni owjer. Den Oemeinder sird weifgehe(de ajutoriome Befugnisst. zur S'Yherstellung .il rer 'Attfgaben urd Miler materiellet Irferc=sen, ge- Kvahr . Fur die inden Organ isat on der Gemejr- .den r ach moderr.jen Griindsatzm ist alle Frpligit regeben. De aeslchendcti itidjschen "ien^eirr en Fn der Bnlnwina iin:l SYberbtirgenl erhiel en ein lahr 7’it, um ihre Sfafuten :lt*n netten gesetzlichen Festimmun:en* anzitp^ssen; in de ■ gleichen Zpit soliten die neuziigrftrdir-i- . dpn Gemeinden d ’s alten Rcgats tind 'Bcsenra- ■fbjers ihre Statuten dem Kultusmin'sterium i?hr Fjer et migung voregen. F<Tie sthr wich^'je Restiromung, besonders fur die n luzugriindenden Gerne nden, war dier Artikel 36, 'gemåR wclchejm alle d?m judischejj Knlte gewidmetcn wjd von Juden erhaltenen; Institutionen, boweglicWes und i nbewegliches darau , auf wesseq h ersch« int, i p s o j u und taxfrei in d;as Verv altung de d i s c h e n Gemei 7igentum, ohne Rficksicjht amen es jetzt eingetragen r c, ohne alle Formalinet F i g e n tu m und die r b e t r e f f e n d e n-j iin de zu di b e r g e li (| n li at te, und zwar sjiiorr mit dem Tage ihiicr tuierung nach Ihc Gemeinden legannen sicli-neu-zu o.rganisileren. Lis erschi statuten: cines vom jm August 1928; ein gung der jiidischeii Cemeinden des alten Rej avon Rabbiner Zirelsohn zahlrei.eber Unterschiiije, olksgemeindcn in v/jit,: z|u schaffen. Die Unte die imiere prganisatic lie Arbeitsvcrteiiur.g. waren si:h alle cin:g, ii Gemeinden S:tbenbi)irtcs“, lind ein drifte: aus K ischinew. Trotz warci. alle bestrebt, héndsteni Umfaiigé schieae betrafen meis das Wrhlrecht, und den GruirJprinzipien bis auf die orthodox gens,:die iliren Kainptf fiir die./.eririimmeruiig der einheitlichen j gen die Schaffun. sdtzten. iidifechen Gemcindc und .gczentraler Verb"mde ... fort- Die riimiinise|ie stille Zus-hauerin Ibei Bald jedoch sah sile Kampfen dcppe'te IVoiteile erzirfen koante: Stiirkung >hrer iien WaMcr in Wihb Game zentrijfngalen Kriiften, um aijis Grunden des schen Kleinkriimertumls men Zentrums zu zeistdren Ditses heitsrecht" der jtidiscjien Gasse hat starke Bliiten R,a rteien m u'B m a c h t w c r d e n, c ni o m e n t a n e r M a o r o B e n. Z i e 1 e der Gemei nden rer”, a der Rc in Run wc h Dieses tusnem f e idgelost; an. ■ :hre Sten rierun.g ernanuten i-’ien iiblich. dnB bei rile grdBeren und tu ’gspihsteii verh-jpln urd f nem der herrs,'t'enden Parti ,.Prinzip“ wurde nun inden arnewendet, all wurde zum Spiel- Parteien. Die1 Bu* Beispiel. Alle Kiimpfe aus den iiber den Haufer Kultusriite wurn jtidischer ,.Fiihtraten d:e von erenturen‘‘. F.s ist iedem Regierung^- :t Czernoivitzer , Kultusiemein aurli njicht .die natonalste gegen diese Srlunneh. Dr S nahn dm Gerentur als Vi libera,len P;irtei, Dr. F. a v e r é s k a n i s e ne n Pr so lanjge „Gerenten*'. ah ihn am Ruder'blieb: keiner hat von W'dhlen ernsdich in d:c als im .jfihre 1028 d>e ietz'ge. sche P?rtei. ans R,uder kam z'p“- niiF die Sp:tze getr:ebm einfarh c’n iiidist,’,'s Mitnlicd vorher in einrr jii. rschen Part gewes.n ist, znm Gerenten sphep Gememdc von Czern.ox gar ohne j e d e n B e i r, R ii c k? i c h t tu f d : e b e Partei, rt :i. d i s‘c h e n Par e i c n. Se Hobn hat mm sa h p'ifa'>'.rvtM zuri”:''hs; "ndc-a Mr waren. Im alten Regalt wehrt Vertrauensmin besetzt, werden. auch auf die Kulen voran auf die le. ' Vicmah d, wehrte sirh rancher iibeftrtrat'ensmann der né-r als. der der Bc:dc tilieben R es: I e ru nesst ii t zc ie Ausschreibung \Vege geleitet. Und mtionalzaranistit sie d'eses „Prinindem sie ganz ihrer Pnrtei, das n'emn er <rrr>Ben jiid:- •ifz ermnnte. soi t u .ri d ohne t e h e n d e n j iil|bst nogen diePen r n:cht g°we4rt, date zti smliern Jern neuen Gesetze ■nen drei private Alusttfr- 'erfasser dieses Artikeis, zweites von der „V'ereijii ffe ro bei . den vers-ehh :le Bez rk und P; Hl. ' ' Regierung war .arfa.ngs diesen ir.'icren Kampfen. dm. daB sie' von d'aseii Die :!e- ’.i- ■ht Pungen. Uie atii tir alnjojiidisch m P-evojkcntrg' rtausenJe alte Ges-.hiihte rhen Ge ueinden :st ein ii- :niMl n, tidmen*; und die Scljwa ■bung. w^nii s~hon n Zerstiming aller Bcsm nornes Figenlebcn! de gerichtet s'rd. Die I der aiitonnmen jiidisj ewiger K.ampf zwisehm den. ze ltripetaleo T denzen des nationalen, zu autt fornem Fig leben [strebenden Tcile; unscres dolkes, und c i s lln!une“. zum gfoPen Tei'e ditses Svstem; soj th-Pm e>; hen daB zur 7"% '’a s i e ten. dn.’ den ,.Projvinzen“ das gn-'z'angexvendet wurde. Dcnn d'ese yd*1 der Pe Gerenturen hatteb der herr? s-ticn Parte: Gedend-'r ’ate zi schen Wahlermaspen der I h zufuhren. Dieses G e s c h :i j jiidisehen Parteieiji, die dttrem allen prinzipielleri Hemmiingei wurden. Der eine tat es ve von einem „Waji1karte!l“ s wurde direkt .Mitjglied' der bi r,chon Partei; er ivurde zum . luden, wie man nier diese iu: der rumanischen!p.arte'en bez schen Massen wurden von e: zur anderen gewbrfen: das bei allen Wahlen gab ihnen le MogFrhkeit. »regen d:ese poli: mit Frfolg aufzutTcten. F.s ist im Ralimcn eine le:drr nicht moglirh, dies? i ii d i s c h e r S c h a n d e werde zu gelegener Zeit darai; ■h d;c Fiihrendei nit Frfolg, gegen rer rnh'rg geschcr iBen FinflnB fH'tt- System volFiund IV. gefiihren kri wurde es \enmg e;U" Aenh zwei Ri"hltun- Tt<Vrl:werjden, m e h r e r e j iidie zum :JPurefz“ lauf Figen nutz 'ns oder pol die .M.acfht des an’toii Gewcl nbei JL' getriebe)n. A 11 e n j it d i s c h der Vt rwiirf af? sie c i e Z w exe n d a t s e f o 1 g e de (Øer O r j: a n i s a t it vorangestellt Diese Zustanjde hab.h sc fiihrt, daB die ietzitre Reg'ertin sen den entsrheidendiri SchV autonomen judis^hen Gemein te. Fines Ta^es, im Friih'srmm p'otzhrh bekan*»t. daB d:e Re cp-rimn des Kultusreset/fs na p’an*: ersfens solhe r d-iR; ii iedem O r t e ~ u r li d i s o b e n Gemeinden, n s'-hied;.n, entstehen: z\ve;te^ be-'pro'-hene Art. ofi des Kult hoben \verdcn, so:d ’B es den ju dr»’ norh\vo»' ihrier Fnts‘ehun marht \Vemen soljlte die heste r"n und Vermogcnsmassen zu pirhottliphen Gem|eindc zu siet sri,™ Pnrtei vurd^ nefmgt: ke rer hatte davnn apch nur ein: rommen hb^hsteris e;n:>Te klc aus Sxbenbiirgem Die Rc'riqr darauf, daB sie das .5 m u n?s r e c lvt“f a 11 e r Riften der'iiidi-' m s~hen Bevblkerung si''herste’'ei miisse; sie be n rief s;ch sotrar atrf d;e Konst tution limd d:e 1);a-heiligsten Rechte (von Fre'heit und Gleichhqit, rs tn e*1 l:.e „JODISCHE VOLKSSTIMME“ um dieses schwere Attentat auf. das jludischautonome L.eben zu rechtfertigen. D a s jW o r t- Ullmanns von den verschieqenen jiidisehen Konfessionen ' wjurde /. u m K a m p f r u f d e r . r u m i i n i s; c h e n R e g i e r u n g. Die Motive werden wrr bald sehen. | Jetzt erst, nachdem so vie! gtsiindigt wurde, rcffteri sich-die jiidisehen Parteien aif. Alle begannen einzusehen, wohin ihre „Politik" khmeren Vertfr.l-ffiihrt hatte. Die Jiidisch-N’ationalen aus dom ganzen I ånde, die iin Jiidisehen Parlimentskhtb verrreten sind (Senator Dr. Maver F! b n e r und die Deputierten Dr. Landau und die beiden Fischer!, die Fiihrer des Judentulns des Alten Regates, Dr. W. Fildermanif un4- Getn., selbst die „eingeschriebenen" Ju.den urd Deputierten der herrschenden Partei. begannen den Kamp? gegen diese Aenderung des Kultusgef-'tzes, leider zu split und nicht mitdefi wirksamen Mitteln. Der von der „Vereinigiing der jiidisehen Gemeinden des Alten Regåtcs'*' eioberufene KongreB zar schwaeh besueht; seine Stimme fand keijieu starken Widerhallj schon * aus dem Grunde, weil die Fiihrer dreser Vereiijigung von biiher her die jetzige Regierung bekampften. Und d’e jiidisehen Deputierten 11171+ Senatoren im Parlament? fanden starke Worte, ahejkeine in d e r W i r k u n g? t ai r k en .Uj 11 e 1. Nicht einmnl di? D r o h ii 11 g (nit der . .Vfn-datsmederleoning wurde laut. Di? njnf d-'i” R. gierungslisten gewah'tcn Mandatare kbnoieu ninht iib.'i- Nach: in e:ne wirk'iche Gpphsition ehen. die sicherlich Findruck und Frfolg g:\- habt hiitte. Z11 stark waren,die loltalejv Bande. in den virschiedenen Gerinturen in jiidischer und allgcmein.er Gemeindc u. s. if„ um auj einmal ge'ockert zu yver-den. D:e Regierung kc jinte leicht starke I land zeigen, und das. Attentat gelang. Die geplqnten Aenderungén des rum .Hl miii'djzu-! :?rnnr ernepriten h enden lr:s‘?n ’ ■dieser Partei bluhfe, bei allen den Umsturz aus heratisgewoifen rtchiimt, iirdcmi er pi ach; der andere ctlreffenden nimjni- :!igc-chrieb?nen“ isehen Mitgliener ichnet. Die:'jiidii'cr rntt.:iuschijng irre I jstensvstctn zten Findes keinc ischen Gesctififte Ministers Via d, wurden Gesetz. Fini ganz klejne Konzession konrten die jiidisehen Deputierten erringen, und bez.eichnender f Weise die „eingeschriehmen“ Mandatare, d&hinge-' hend, daB diese Aenderungen erst nach Hrsehcinen r;nes Regulame'ites :n Kraft treten sollen, wqbei vor Frlassung dieses Regulamcntes d e iud'srhen Gerpeinden „geh‘6rt“ werden sollcn Unid dabei blieb es voriiiufig. Das alles hat n;chr gellindert, daB diesefben jiidisehen Parteien, auch die sogenannten Nationalen, nach wiie vor mit derselben Regierung p aktieret bei Gemeinderatswahlen mit ihr zusammengeh n tind: sie auch sonst unterstiitzen, weil eben nach wie: vor die I tbensfrage der Organisation jiidisclier Volksgemeindtm weit hinter „.Mandatsfragen" rangiert. . ' 7eitungsartikels GeschitFnte u schreiben. Ifch f zuriickkommen. 1 hlieRlich dazu 1 ktirz enfseh(osgegen C'l Pas Regulament ist noch nicht ersch enen. Die Regierung hat aber bercits bekauni gigeben, 'daB sie nicht die Nor.werdigkeit eii^ieln. den Gcneralkongreli der jiidisehen Gemeinden cinzuberufen und zu befragen, sondern sich dnmit :begniigen wird, eihzelne jiidischo Gemeilt'den zu befragen, und daB ihr das „Selbstbestimmungsrecht" der einzelnen Juden sehr am Ikrzen liegt Was dabei herauskommen wird, kann man sich narhj dem Gcsigten leicht vorstellen. Wir håbe 11 davon in der Bukowina eine.n guten A7orgeschmack: Ris vor einem Jahre gab es 13 jtidi; im^ere sche Gerne ijr-den, die sich schwer erhal ten- F:;:mnntcn. Noch bevor d:e* Moglichkéit besteht, S11 cnem einzelnyn Orte mehrere Gemeinden zu scheffen. hat man s.hor von der Bestimmiing Gcbrauch •ger'fcht, dnB jeder O r t. statj wié fniher joder B e z i r!:, eine eigene Gemen: le h.nbmkann; dv Folge ist, daB wir nach!:num ch .Riten" geeinem Jnl'nc?fatt 13 Gemeinden circa JO in sol’te der oben der Biikcwiiia allein haben; dabei hat die fjcciie sgeset^es aufge-.erst'begonuen und wc s wird erst werden, wenn d'schen C^emem- J i n,' j e d e m Orte' mehrere Gemeinden g nnmbglifh 'ge-, werden errichtet werden koiinen? Paar l’dsg enden Instiftiro- > ge:z!;ngc oder mit der Steuervorschreibung 'Un erfessen und derzufriedene fin-den sich doch ftberall. Dabei ha» ern. Kejne iii|d»- c,:eselbe Regierung in derse-’bc»i Zeit eine Nei c'nteihing der lokålen Verwaltung vorgeiont men urd dabei sich von ganz anderen Gi und.- sitzen der „Selbstbestimmung" leiten lapsen Rcin de. 111 sche Ddrfer, die sich seit hunderten alb:n verwaltcii und erhilten. itid'S''li?r Fijh- Ahming. ausgeika’e R;vW\itier ung ber'ef+ijch b s t b e^sji i jn- ►r illf^i V den aus Grunden der besseren Verwalti;thrtvurhgs- und Finan/polit:k mit anderen Dorfern zu ‘iner i'i'’!’eit versrhmolzen. Fs ist natiirlich nur ein „Zufall", daB die Verschmclzttng so vorgeitom- .1 1

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