Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXX (1930)
- Issue
- Jubiläums-Festnummer 1900-1930 (15.3.1930)
- Date
- 1930-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
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- Banat 2× ep/1272623
- Suceava 1× ep/1584577
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JUBILAUMS-At SOABE H 00 -1930 I)r. Meier Teich, Suceava: 21 Dit i. måb lich den zustiindigeii Rehordeu zur Oenél] heule aufrecht gebli :ben. Die meinden sind in ibrom eigener vercinigt, der seinen Sitz;n R so jibt es einen Fandesverbar Oemeinden; nur dit wenigen meinden sind nicht vereinigt. Tatsåche, daB sehjr håufig in zwei eder seLbst drti jiidische bander sind. Die Scheidung ist daB eft sogar die ,,.’Aischehe“ der jiidsclieo Ge „j cd ISCHE VOLKSSTIMME" >as durch die Ft iedinsverir ige geschaftYjne! Orofi-Rumånien, das ist die Ve 'einigimg' c er Prøv nzen Bessarabieu, Bukowin i, Alarmoroseft, Siebenbiirgen und Banat mit de n alten Kongreiclre, hat verschiedene Rechtngebiete , anjgetroifen. Innerhalb derselben befa arien sich aiich vier verschiedene F'ornen jiidischer Oemeinden. verse hieden nach ihn:r historist hen F.ntwi: I ung und ihrer Orgaiiisationsforpi: a) Die Kul- Jusgemeinden der Bul owina, aufgetoaut auf di‘m dster reijchischen Ku tusgemeimegesetze vom Jahr? 1S(*0. Jeder Betirk hatte'fine eigene Kultusg‘tneiride, die trotz des in den Statuten unterstric tenen religiosen Charaktern Institutionen flir nul tur, soziale Fiirsorge usw) unlerliielt. Die Kultusgemeinden wai en j u r i s t i s c h e Pt rsorten des offrntlichen Rechtes. niit Ugener Steuerhofeit, unter Aufsxlit des Bezirkps, Fs war ein altes Ziel der Bukowiriaer jiidischen Politik, dit se Kultusgemeir.den auch rechtlich zu V ol k >ge m e i ri d e n umzugestalten, 'die zusammt ngefaBt elnem Jiidischen N’ati tnalrat unterstelun soilten. Ir\ den Monari-n slovember und Dezember OIS und kilrze Zeit nach her, als dei Jiidcsfhe Nationalratfiir die Aukowina tagte, .ring man tn die Vcrw rkbching dieses Plames Fs wurde ein bezug]itf!es Orgfmisationsstatiit tjntwoi-fen, das aber hfe Jmigtinir vorgelegt wurte Die in /.wisdien eii getretenp Auflosung dts Jiidischtn Nationalrites tlie Schuldfrage tverden wir ein anderfnal erortem —:, hat auc i dieses P Ojekt begral >én. b)I In Sicbenbiirger, MartnorO.sch und im Banat bestand die,Organisationsform der untarischen Oemeinden. Eis gab drei Arten von jiklischen Oemeinden: die neokoge, ortho-' do te und S t a t u s-q u o-Oeneinde. Då: in, den Siebzigerjahren des vorjgin Jahrhuntlerts zuerjtde gefiihrte Spa tung der ruheren ein fict gewesenen jiid schen Oemeinden ist Hesonders selbstvers doxen Oemeindevoruteher. Bei: 1022 unter dem Vor ministers Banu statt »itze des damaligen Kultusder Prasidcnt des oithodoxen l.andesverbandes, Rabbiner U11 m a spruch getan, daB einer/a nderen Der 'Schatten dieses i n aus B lie neol§ren Gemeirtden K o n f e s s „Kulturki dannj, wie wir weiter zeigen F.lerrient 'der Presse Thea terkri tik. Die in jiildischen Hiindet Fntwicklung New-V der Middie-West und im Siidep mitistmus mehr yerwurzelt ajs erklått sich dadurd atislåndische Gruppi: åndlich se érthodoxeu -|Oe- I.andcsverfand istritz hat; é tend der neologen Status-quo^Oe-: Wichtig ist, die Jerselben Stadt Oemeinden iyoreine so streljige, /erweigert wird, itens der orthoeirter im Jjthre refu ndenen orzitheben, welchen F.influB die Juden inj der b:s Konferenz hat ord) Im >ltcn schen Oemeindeli als jurstische offcjitliciter Rec i istritz, den Ausi o n angchoren. mpfes“ hat [sich werden, auf alle l jiidischen OcmeijKkn Rjtmiiniens gesenkt. Die Gemeinden aller dréi Aften sind legal organisiert, isind jurisfische Personen dffentlicnen Rechteå, mit Sunkrlioheit u. s. f i c) in Bcssarab.cn g^b es keine rechtlich gimisierten jiidische (ieipi ir.den. Der im <3tfX Jahrhundert in ganz Rit Bland durchgeiiiirte Vernichtungskanipl gcgeti die jiidischen Katale, das „Kcrobka-Stitur, die ,,Stande“-Iiinteil mg u. s. i haben eiij Rudiment einer jiidischen Gemeinde belassen,, diis aui den Frtriignissen des Koscherfleischaufschlagcs kiimmerlieh die well igen rituellen Finrichtungen . erhalfcn kor nte. Der Kampf urn die.demokratische fintwicklung in der jiidischen'Gasse kpnnte sich in den iidischen Gimeinderi nicht huswirken, da ihm die icchtliche .Woglichkéit . der lirobe rung der .Wacht felilte. Frst die Schafiung einer oifent .ichrechtlich orgaijisiertcn; jiidisdien Gerne nde \yird dicscn Kathpf zur Aust rag ting. fiil ren, wobei d.as poliijsch gut gcscluilte Bcssarabier Jiidentum sich rasch :n titte moderne Gen eindeverfassung wifd einfiigien. kunnen. Konigrejche gab es keine iidi- Personen des ites. Dije seltr wenigen Ausn;iltmen, die, mib-tbei buherkt, nach dem „Vercinsgesetze“ gnerkanm waren, bestiitigen nur die Regel. Denijoch kam gesegt werden, daB es im alten Koi’jigreidie ichr gute jiidische Gemcinden gab. I ter jahrluindertelange Fmknziputionskampi des rumiinischen Judentums hat se-ine Fiihrer ge stilfilt, ui d die Massen c aflir erzogeii, in ihret wenn aich nicht anerkaunten Oemeinden f i'i r sich s : 1 bs t zu sorgen. Fsgibt im I!)ure ischnitt v el mehr Schulen, Waiseniiatiser, Spiuiler it. s. f, als bei den Bulowinaer jiidischen < iemeiruder , die trotz der Steuerhoheit viel wmiger gcleistet haben. Der a u B ,e p e Z w u n g u n c die i ti n c r e Noiw e n d' i g k e i i håber s i c h! als s t a rker w i es r 1 s die i nider Bokow i n a; g e g e b e n e - r f c h 11 i c h e Ajog- I i c li kje i t. Fs ist auch iåleressai|it, daB d e di rekten, [dabei f r e i w i 11 i g e n Abgabcn in den judiselipn Gemi inden des alten R eg at es djirdjsclinitflfch viel.idher sii:J_ als die entsprecheaden ditfekten Abgaben in jder Ikikowina, obwohl diesc hief exekutiv kdunenl I reilich leiden d den imJaltcn Rtgat agr den an e r kan n t e n O rg a i1 i sa t i on. Spiddet u. s. f. inuBteit in auf cltn Nrmvit privater werden,. was oft zur f olg; degut wie Privatvermbget und nicht ei halten werdet stitutipnen, so z. B. der der g'roBten Gtmeinde, Pjikarcst, sind eigene RdjclKes, die d mit der bejuristisclte Personen des auf lire Sc'bsiandigkeit po treffendenjud schea GcrnJ lcs:n Zus"iinin’nhauge ste ppivaten lien ur nde in einem nur (icii. Dabei sind je- >ind, ebenso der Kuristcund ranze Tex il-Industrie lie*gt und es epiibrigt hier. hei- Sp it t rk orks an de|a Tag lagten. In ist der Åntiseim Osten. Dies: , daB im Qsten atlerhand, n wie Itajliener, Griechen, | Jngam u. a. ansiUsig sind ind man an den i osmopolitischen Ciiarakter diiser Staaten;wie| tew-Yersev oder bew-York gewohnt isti Ich enne Falle, vi'O ir manehen mittelwestlichen Itaaten jiidisché Hcchschulabsilventinnen nicht lie mindesten Aussichte’n håbe gin einer.anerianischen Mittélschule einen Lehrerposter zu »ekleiden. An den bedeutends en Universitaten vie z. B. Harvird.Oder Yeale, sind die chrfstlihen Dormitoris (S tudentenhei me) von dem jiilischen ganzlich isoliert, was die Entwickiung ler Hillelfoundiatio is zur Fol je hatte, wobei in judischnational m Geist nrtér der amer’ka-| niscli-jiid1 sclien Studentens Tage trilt. AVandhe Clubs sich judenrein und viele ~ zen des jiidischen New-Y einen jiidischen Arzt no-c schwester in deren .Mitte hallen in unserem Gcdiiclitii dalosen Vorgiinge im Kin‘ einer Anstalt, die ztuneist zahlern erhalten wird. In diesem fa?ien dem gibt es vitle Fniployment mittlung), wo man die ~ iibersehen darf. Ruh r W'ie ich hier schlieBend Aveder die Regierungs-Adm zwei groBen politischen irgendwelche Bewandtnis Antisemitismus des amerik trotz seiner glorreichen T dem schweigenden Judenhi emgetriiben werden e jiidischen Gemehiolgen der fehhinden Schulen, Synagogen, den meisten Fallen Iperscnen eingetragen hatte, daB Gemeinveraufierst wurde konnte .-Yndere Injiidische FriedhoT in haft immer mehr zu und-Societies hallen iiler sogar im Herwerden * weder jiid.ische Krankenilden. Noch wideris lebhatt jene skans County Hospital, \|oii jiidischen Steuerokratischen Lande Bureaus (Arbeitsverik „Religion" nicht andeuten wilf, hat nistration noch die f arteien des Landes i lit dem instinktiven kanischen Volkes, das rpdit'on der Freiheit B heirtifallt. ' docli diese, an sich nicht anerkannten jiidisctien Oemeinden, in der „Uniunea Comunitatilor evreesti" („VeFeinigung der-j«dischen Gcmuinden“> /.gsammengefaBt. Diese Zentralorgan sation har sich als so stark erwiésen, daB sie der rumiinische Gesetzgeber im neuen Kultusgesi tze als die erste gesetzliche Z e n t r alorganisation anerkennen muBte D;e. Neuorgardsation der jiidischen Gemeinden lindet also im. alten Regat ein an Gemeindelebeii und Geméifideinstitutionen gewohntes und gesehultes Judentum vor. i " ■'II. I Die Nachkriegszeit hat an diesen Veriiilt- Der a nii riiisscn lange hindurch nichts geandert. Krrnpff galt zuerst der politischen F;n. zipaH-on der rumiinischen Juden ais B ger, der trotz der gesetzlichen Gleichstellbng noch lange nicht zur Giinze ausgefochten. ist. Das Gemeindewesen stand an zweiter Stelle Im Jahre 1022 wurde der Versuch unternoniriien cine fiir das ganze Reich gelrende, einheitl che Organisationsform ~ zu schftifen. Der damalige Kultusminister Banu berief eine Konieien/ aller jiidischen Gemeinden, die sich auf ein einhe i 11 i clics Organisationsstatut einigen sollte. Da setzte der Kampf der Siebefibijrger Klerikileit ein, sowohl gegen die einhcitlichc- Gerne nde als auch gegen die Schaffung von einheitkii heji Landesu. Reichsverbiinden. F)er sehr gunstige Moment wurde verpaBt; das der Konferenz un-' terbreitete, einheitliche und gute Statut konnte nicht Gesetz werden. Die „radikalen" Reaktionåre aus unserer eigenen Mitte haben dit gesetzliche jiidische Gemeinde damals zu (Falle gebracht. \m Jahre 1927 haben zur Zeit der Tib«ralen Regierung neuerliche L'nferhandlungen b nonnen. Die „Uniunea Evreilor rom; n i" eine politisehe Organisation der Juden des alten Regat (nicht zu verwechseln mit der a pol i t :- schen „Vereinigung der jiidischen Gejiie ilden" des alten Regat, cbwohl die Fiihrer d:v gleichtft sind), hatte mit der liberålen PanG e n Wahlkartell zu den Parlementswahlan ges li: sen; im Pariamente saBen die Fiihrer des r|u;:Liriischen Judentums des alten Regats. Dr. W helm F i 1 d er m a n n. I loria Karp, I lie llep, k o w.i c 7 u. s. i., die die Zeit gekommett salujii* jiidische.*! Gemeinden rechtlich zu organ;- siertr.. Ils ist zweifollos ein groBts Verdieitst dieser Fiihrer, daB es ihnen' gelungen :-t, den Kulttis’.ninister l. a p e d a t u dafiir zu gew:nnen, denjiidischen* .Gemeinden gcsvt/.ie't:- Grurdlege zu gebeu. Wohl gelang es hcc 'i nicht, durch/uset7en, daB analog dvm .trii leren iisterreichischen Gesetze vom Jahre- ISO) e n beson deres Gesetz fiir die jikLschen G .ene n h n geschaffen wordc; es ersclv'en vielmelir eci al!-' genteines Knltusgcsetz, vom 22. April 1('2S, cm K’ahmengesetz, eias einen gewalugen Forts.hritt gegeniiber den bisherigen Zust-ånden b.cLutete. Am 8. November lf>2S ersrlu'en auch die, d e iiidischcit Gemeinden beireifende Durchfirhriingsverordiiting des .Ministers. I epadatn d:c trotz gewiB vorhandener .Mangel eine gute Grundlage abgeben konnte, um die jud schen Gemeinden zu organfsieren. Die wichtigsten Besfimmungen diesnr i*T Kraft befindl'chen gesetzlichen Grundlaget sind folgende: P<ie jiidische fTine;nde ist eine j u r is t i s c li e P e r s o n des 6 f fe n 11 i c li e n Rechtes, mit der Pflicht, fur die rel igj fise n Bediirfnisse de*- Juden zu sorgen, un T ni ■ t dem Recht e, alle Arten von I n s Lit n t i o n e n f ti r S c h it 1 e, Kultur, s <> ziale Fiirsorge, Hygiene, Wirts c h a f t u. s. f. z.u s c h a f f e n, zu e r li a!- ten und zu eniwickeln. Die Geneimle ist eine Z w a n g s g e m e i.ij d;e fur alle in ihrem Bezirke wohnenden Juden, ohne jl'nk’rschied des Geschlechtes, Alters oder det staaflichen Zugehorigkeit. Ih jedem Orte darfjes nur1 eine e i n z i g e jiidische Gemeinde gelxjn. Wobei jedoch den-besteh e n d en orthpdoxen