Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXX (1930)
- Issue
- Jubiläums-Festnummer 1900-1930 (15.3.1930)
- Date
- 1930-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
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V JUBILÅUMS-AUS TABE 1900—1930 mit Blech beschlagen hitten, stelleder altståil- Reg. Rat. Dr. S. Krenberger, Wien: tpr SPCtinSfldrl/ lirO/tO , lirt tnai^Ai a K fl\Ai 1 nin 1 15 Mauem einen ungewehnlichen Widerstand l?isammlungen beim ..Merlinger" ter. „sestipansky iirad“ die weiteie Arbeit ein und zwar mit der Begiundung, daB das nei Turmahen hoher urtd i ierlicher st, als jerns eingeaScherte gewes^n ist! Oegen diesen siche lich boswilligen Besehi id rekurierten die jiidischen Oemeindealtesten und zwir mit F. •- folg. Die Landesven/altung d;r politischen und kameralen Repråse ntation i ntschied mit Dekret v. 25. April 17 )3, daB „der Vorgarg der altstådter Ratshérre i ungese-z.lich,-ja ganz verkehrt ist: Die Jtide i'åltesten \erdienen a!1:s Lob, weil sie die Stadt mit einen srhonen Rithausturm schmiicken v olien “ ' Im „F.inschreibbu me der kil Stadt Prager-Baumeisters“ lesen wir, daf den letzt in Umbau des judischen 1 athausrs m J. 1763 der Maurer-Zunftmeister osef Schlesing^r aus B r e s 1 a u voltøih te und daB er gleiohzi ntig das sogenannté , < i r e n h a li s“ am Altstadter Ring erbaute V( ie grundlich dieser Ms lirer ^zu Werke grng, d ssen erinnern wir .pas noch recht wohl, als ai laBBch der Demolieru ig des „Grenhauses" die meterdicken Wånde n id| und die ersten „JODISCHE' VOLKSSTIM M E“ l e Das erste zionistische Landeskomitee von Osterreich zionistischen Landésparteita^e. l'.in Rtickblick. Mit Wehmut und tiefcr Triner gedenke ich ' Landesorganisation zu gewinnen, berief das jener Zeiten, da ich berufen war, den Zionismus 1 andcskomilte fiir Oesterreich im'juli i'(0;i e:- in Oesterreich zu organisieren. IVr Oberst, spåncn zionistischen Delegiertentag nach Lembe-g ter General Alexander von F.iB, hatte mich dem Zionismus zugefjidirt. Er war Administrator der „Welt“, dieser ersten und neiner .Meinung stentag in Bielitz vom 18. „und. 1<». Mai 1002 steten, so daB die Rai mungsartjeiten-sich monatelang hinzogen., j I Die Assanation der Josefste.dt hat mit zanlreichen wertvollen Ba tten Altprags recht ru«- sichtslos aufgeråurtit; rur die Ailtneu- und die Hocjlsynagoge sind dem Weichbilde der nåehsten Umgebung miseres Rathauses erhalten g=- und crzielte die Zustimmung fast allcr Wtc zum Beitritt, aber e^st auf dem zweiten Zjon:- Zeitschrift. FiB wurde nach Regelung des Scbekel- und I aitdesnach bisher besten zionistischen war ein Pieslinger und ich hatte in diesem Orte, beitrages d>e definitive Finordnung der gjrti/ldas eine politisch selbstlindige Judengemeinde schen Vereine gesichert. In Bielitz' bekani die war, tneine J-ugend verlcbt Kaim ich der giWiizionistische Partei Qtsterreichs auch ihre;endstischen Organisation beigetreten war, grilndete g i hige Ordn ung. Man organisierte 7 Distrik:s ich in Funfhaus,.dem XV. Betirke von Wien, komilees. Auch in Bielitz nahm die judisrhe Rieinen zionistischen Verein des?s Namensj, dem volkening lebh.iften Anteil an unseren Berbti.n die angesehensten und tåtigstei Burger der.Begen: Hier hielt Fgon Lederer eines der b'sten zirke XU—XV beitraten, ctør zahlreiche Ver- Refehate aller Parteitage. iiber die poliFscho Pepfn^m tafitriancr Man pnf«~hiArl rloft feinem jiidisijhen tåtigpng. Man entsehied, daB die Zionisten ‘trxltrtfrt itns4 I ^»1nnl'\t«2tritfAn ri- A h.a/Ia. r 1_J _ morastigen Platzes, der im Volksmundei, zu Fhren“ des damaligeti Bfirgenr eis'e^s „iler Podlipnvplatz" gena^vt wurde. >o eilig man es mit der Demolierimg der alten J.’denstadt halte so sehr lieB man »cl Zeit mit der Repuldt on dieses, allem Stødt* wesen h ahnsprechenpen ,jPodlipnyplatzes“. — Wie d;eselbe| Strdh’erwalti r.g mit dem ehrwiirdigen Judenfr edhof umzespmngeni wiealle Klagen der iid schen pemeinde Oasfbofe) abhielt. Feste verar’taltete und jsehr Politik um?r?tutzen, die weder auf fremdnatioviele Damen bei sich sah. Fs warjein maefttiges, nalerj noch auf wasseriger, kosmopolitisclier judisches I.eber. erwacht, wie|\v}ohI in keipem Grundlage beruht, sondern nur auf jiidischer. anderen Bezirke. Zu diesen umeren Zusanvrfien- Sie høt dort einzusetzen, wo nach Mafigabé der kun ften kamen auch, stets beju >elt, Herzf seibst, lokalen VerhV’nisse die Moglichkeit bestehr, auf dann Dr. Leopold Kahn und >eine unvergeBlidem Wege der Politik eine wirksame Vertrelung rhe Gattin Sidonie urd Arch tekt Marjiarek. der moralisrhen und wirtschaftlichen Interessen Diese zwei hingebenden Mariner bildeten,jmit des feterrc^hischen ludentums-zu errekfhen. Uuj.j ffung, flis ich durch eine Versammlung von alle Proteste der beri Hmtesten Historiker, Fb- . Vertrauensmånnern berufen vurde. das erste un^ er. | ziowshsche Lande?komitec zq bliden Unter je- Srher und W;sseb9ch|?ft1er ver;:cb!ich und er-, . or fblgios blieben, i$t wohl no-h n traurige? Er■ Beru^^ zu^f? w£rT,’ innerung. Der fechische Sch.iHstel*er Alois' ,•'r"n.erL-^,?.x_^! M ns tik, dem man vieles. jcdoch nur kernen Philosemitismus nachkagen kanr, hat di?se l'ragod|ie der Rachsucht in einer - heute wert colen i— Broschure;;„Best:a tr;umr hans“ verewig*. I )er Verleger Josj R. V i 1 i m e l; d^r seit violen1 lahffcehntcn eine, hutnorjstisch sein sollend: Zeitschrift imWerte der „Wientr Kikerikii “ yergen und Legenden, vyctche d:e fausar der yin keligen Gassen umwiebten. bTebem Vergeblich schlug sich der ,Klubj za1 Størou Pr.°hu“ in die Bresche der garze Dr- Kokesch und Ingenieur fe hann Kremebetz- Urd Itrotz des groBen Widerstandes im-iner Ar- HSuserkomplex der U'dens*adt wurde von (ler ki da6 engeTe Aktionskomltee Sie waren' d:e bc:tsi urd Parteigerossen håbe ich auch aujf die Stadlgemei-nde erst im Wege dfr Fnteignuig cifri?«n. fleiBigen und hmgebenden HelfeiV un- Tagetordnung des vierten Zionistentages.j der ’,:erworb?n“. dann di rch e:ne Prettervérscliascrcs gr°iten Fiihrers. Mit At snahme des',koram ijl. und 12 Juni 1005 in Prag abgehaltcn iiting umgeben. In Avenige" Mm aten stan^-das periich und geistig junglingha 't frischen Krémewurcjc. d:e Frage der innerpolitis-hen Pptiitia!te~Rathaus der Juden inmitten eines riesigm, deckt sie alle die Erde Sie sollten ^ber gung gcstellt. Der Referent daruber war; Dr. nk;ht vérgessen sein. Ihre Namen sollten in, den F<goit Michael Zweig. Fs wurde die Diskussion Herzeb aller iener Månner u id Frauen fortieeines! jiVdisch-national-po'itischen Progrflmnis ben, die sich hente noch Zior isten nennert und fur Oesterreich und Fiihlungrrhme mit mchtals solche atbeiten, die artxiten zum Wohle judischen Politikern zwecks Oewinnurg geder gesamten ludenheit und licht auf Zersplit-1 me'rlsamer ProgramTpimkte gefordert, Idann :s‘. terung und Herabsetzurg de’ anderen bedachtjdie friedliche ode,r kampflich? Gewimun sind. Mit diesem Aktionskori i i tee und damit j Kultusgemeinde, die zugleich die auch mit Herzl trat ich in nåhere Verbindung und gewann mir aller Vertrauen und Zuneius Bninn, dem ich viele An tegnn gen verdanke. lind Dozert Dr. Siegtmnd Kornfeld. ^inen feinen, philosophischen Kt'rf. Auch sié §ind nicht mehr F.s war nicht leiebt, die osterreichische landesorganisation zu schafien. Die Srftonfer fanden ein Chaos. \m 24. u vd 25. Marz 1001 legt gab detnals! ein * Werk „leltem ceskvm wéfCltte..der *rfter ^n-eichisehe Z.on,steningen fcrn“ („Im Hugé durch d'e fe*hisehe'Wrlt«) O’nn.tz stflttgefundem Das st der e.gentliche heraus. H er wutdigte er das eben s-hwindendc Geburtstng der zion.stisrhen Foderat.onen oder Bild des Prager Ghettos mit fodenden Worten: ,1 ardreorganisat'onen mit ihien l andeskomiteei. ii,Schon erdet é* lud-mst-dt u^d mit der, Hut iund ,hrenZaite,ta£rf?. pmutzer Paptedag an Srhmutz und 'Unijat sehwir/len .'iu"h die ■ An ih per Stelle licher Sta-Htleil -1d? noen im Geiste ider s Praler ntsteht eiii^ neuer, ja;lerr- Per jiidisrhen Lln'vershht ind der Onrenisn- Wie meistlok urd Tirselig d:eser néu standene Stadttefl ist, w;e r a t ten Herren bei der Frhaltung der wenigen ud'- ch*r. Unsere Studenten hattm den Pnlrteitag kon.nten sogar 201 Vereine in der dstirreMi . ai * . * ■ * .! l£j 1 ‘ . -w r\ ViI-aiaU K Ar* iiaU k TAa- /\nlw 1-i-Ai —li .'aaU — . W am Li a aVi am* f^l r rrnni.-ntlArl Zri»7 -»Vil i \ 1 mr/InT, (A O .\ II glijicklich loste und dem alten ^ngFederte. Wéit kli glicher scf flitt aber Historie veiterlében “ schen Objekte dagestanden smdAhkns sehen so techt an der (Urm ebung der Altneusxna. und des judischen Uatbauses. Tene dimkt tief. unter dem Niveau der Pn? zskå ffruhi kutøéskål trida, am StrrRenrarde e'n lie Westfront nnter Ri lh»tto w'rd Pc. ga_ war eine Fcsfe'er. Alt imd jing nahmen daran An*oil. Fs sGrk’e den Mut und den Ajrbeits- Grund'age judischer Autoeiomie ist. und der ibc-CG ■er dwillen. Auf dem Olmutzer Tflrteitag referierte?rhcn. Bert*1 o!d Feiwel ub?r die Griindimg einur tionsreferent •’tif dpm Olmiitzer Parteitajr war | auéh der Ormén:sationsreferqnt am 5. KongreR. verkundet Werden. er- Be'de Tatc’,'he» mussen laut los die gelehr- S;e smd das dauernde Verd enst der Oe$terreilieh die Statuierung einer nicht •'m I okile i k'a. benden. national weitsirhtigen und zu-.d.-clt autoritativen, von. Zionisten geleiteten u.rd unter Aufsicht eigener zlon:stis''her Parteitn.g? gestellten Zentrale gefordert. Fine Resolution verlangte noch politische Aufklarungsimd I rzig^. hungsarbeit in Oesterreich. Ich mtiR hier ni tonen lind unterstreichcn, daB die Ausfiihrungen vollkommen meinen Anschammgen e:if;prachen. D;e innerpolitische Betåtigung wnr tiso s"hon im Jahre 1002 nicht abgewiesen. im Jahrc 1005 sogar anerkapnt worden. Man hit a!;o nicht erst bis zur Finfuhrung des rllgeme ncn. direkten und gleichen Wahlrechts in Ogsrerreich gewartet. um im. osterreichischen Zilon smus nn innerpolitische Betiitigung zu denkan. Man weiP. daB schbn dam"'s. l'err LHdor G'w'tsch in den Wiener Kultusvorsifmil; gewfihlt wurde. Man, weiB. dafi auch zwei Zjortis*en dama's in dep osterreichischen R;:-hsrm durch Po'en kamen. , Der dritte Partei tag f'”'d rm 2S. f"d 2‘* fup.' in Wien statL Fs wurde dort kon-mf ert. ,<aB der Verband 131 Vereine umfiRm. 1 r w. r . in 3 Jah ren'von 22 Ver einen tti^f 131 gewta -lisen. Auf dem Prager Parteitag. :’?m v'epm. Peqkrhen, wahrénd nie wesnroni urner rres';n-, pyr <ien zinshiiusern zu erstirken drohij und verscjh ,virjer jclcjjs„}ien det[ | Das judische Fathaus hal im Trakte dér ehemaligen Rabbinergasse einm Zubau eilia’- ten.-den im J. 1003 der Ba|urat Rie h te r Komplex vkurdig Parizskå ul. gekehrt? Teil ab: „modernes" Etwas, einer Burg, deren falsch machgefuhlte, abbrockeln. hier entstaw! e:n darstellen. Ls ist dies das Oemein halb Zinsiaus, halb „kunstle nsche“ Z an die Wauer angdei w-r t zahlreich besu'-ht. Der ost* rreirhisrhe Zfonis- Oge mus war in tøirzer Zeit s*a -k geworden sich “In O'miity hatten sirh »ur wen'ge jmalizi- Mis'-he Vereine éingefunden. l/m sie aber tør die sen- ésendes judischen Institutionen zur che fur d e F Rathauses se ir srhen Organisation gez:ih1t werden. D e l\ufstelhmg des damaligen I ardeskomitees— y.^r. w'e aus seinem Rechensrhaftsberieht hervorging, sehr vorsichtig gehalten. Fs ist nnchzu- Fremden und -fur jeden Freun^ wertvo'lsten judischen Ribliotheken Furopas Volksgcschicpte ist ein Besuch wenn auch vorlaufig in engen, uiizuliingliclun lohnend. Dank Påumen -■ uiitcrgebrrcht Der Bibliothekar der s hat orjahr tusgemeinde, Herrn Dr. Aui. Stein sinjdizwei stellung d:e Scliii'ttze der von i'hm verwalteten zrschung einen ungeheuere t Wert Kreisen der Bevolkerung ungeteiltes Lob—und ebte timg des Arc livars Prof. S laselbst gesel affen worden,' wel- Bibliorhek ausgestellt, welche in den weittsten aniike" Dekoratioren verwittern und langsam der hergesteLt. geordnet ind dem Studium | \’:);cu. von dem sich unsere Vater kautri je Irauleicht zugårtglich ist. Fener ist hier e der anerk'ennetiswerten Initi-itive und der ^verk- Gemeinde, Ph. Dr. Tobias Jakobovits hat tatigen Hilfe c!es Prasidentei der judischen\ Kulim Vorjahre antøfilich der jiidischen Buchausd er- Anerkenming fand. Kopi? c h i v, welch’s in den Unsturztagen, kehwer ,,, Die a’te Rbtliausuhr weist ihre Zeit tui'h e; aten gelitten, nunmehr durch dit fachmiinnische Leider neuen Uirgybung und airh des Silberglorkmon A d LcVs wie-1 ie;n -tont alle Sjtunden wenn auch in ejnem rie der men lieBen.