Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- VII (1906)
- Issue
- 15 (1.8.1906)
- Date
- 1906-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 15. ..Jüdische tPoffisdim*^‘ rcafdomirni ■1cnbcn־,c11 her cl'cnfo utopischen wie rcoftioiidra 1 Heit Hohen zollcrnschrcicrn, Knute»- upo'icln u, d Kossulisien. Wir als Sie jüngste nationale »m ,vpe dürien nicht »ns den erlrc», »alwnal״,iich ,, Lchlagwortcn dcrEhauvinistcn anderer ,-olksnäm״ e assimili rcn. wir müssen vielmehr 'owolil u, laionalcr. wie in sozialer Hinsicht uns au! den ms deinsicn Standpunkt stellen das ist der tung oiterrt chüche. jo Ha l-österreichesche. Ter mvdcru nauo»ile Llaiidpunkt erheischt die nationale 11 ״'' >ür jedes Volk und diese wird allen Voikuslamme״ des TonaureicheS nicht durch leinen ^c14>1ll. iondern durch die Ersetzung des Liialismiis durch den nationalen TödcralismnS geuchert. - '.habe dies s» meiner ׳,weiten Broschüre Ält und Neuoiterreich. ein Beitrag;,11r Lö nndlichen Personen erlitten Brandwunden. Tic Feuerwehrleute wurden sürchierlich z::gerichtet. Tic Haut im Gesichte und an de» Hände» war gänzlich verdranur und hicng .in losen ,Tchcn herab. Tic Voskowipcr Ärzte. Dr. Weis;. Tr. Iltis. Tr Saetana. Tr. Kresäi. Dr. Antichcrl aus j'.wittavka le iicic» de» Bcrunglückicii die erste Hi'tsc. Ter Bargcrmcistcr der Judcnqemcindc Julius Weis;.! - die Zulahrtsgasseu adsperrcn. Tie Häuicr der sinn,egend wurden delogiert. II,n 4 Uhr cr-olgte . 0 zweite Erlosion. die abermals drei Tzucr i: iderie. Tic Verwundeten wurden mittels Bah» ich Brünn in die Landcskranlenanita» übcriübri. Tbwerc Vcrwundnnqe» erhielten nuter anderem- ,,H?^re״-- '^oriV Zciscl Bernhard Munk Plnlipp ..... .״,o :,euo.terre.M. e.n Beitrag zur Lösung 'י i « * LÄvf' “'rä'0״J; f''!1'1' *n >"» Trage gezeigt und bin überdies in Oh'"wf.tr *.T;1 1 21',.'י* ■!»'■•r miflcud mai Lage aus die beide» glänzenden i M ' Adotl U ,man,:. Autoren Radoli Springer und Aurel Popovici . pold Lragattch. Henirich Lamm. Ludwig We.wra.!verweilen zi Io,men. die ״, ihre״ Büchern ,Tie inz gichn. ,zranz Lekamna. Gu'tav Ulimaiin. l »iriiiidlageit und E»»v,cklu,1qSlinicn der österreichisch- U .Werner, weiters -י Kinder des Kausniennes! iingariichen Monarchie und die ,Vereinigten Staaten mann, ^.eidcr^ tarierte bereits dieiesriou »iroßö!erreich ,» wakrhast me,sterhastcr Weise ׳. laiirophe -!- l',_cr an , cn 1 chen l >- be!1 - die Noiwc» Kgke,1 und Er,sten;bcrcchtiguuq des na . d zwar ltarb im rrpitalei» Inj ä b r, ge s tioua! ioder,>,»»״׳ graf; österreichischen Rcichsqc! :,d u. der «ckrclar der Kultus und vol, - -'• .10 י» lge 1״ ci 1, dc W c i f;. N achd am durch Katastrophe zirka 4K Menschen aus 1,licher Bevölkerung, darunter ,1,11! .. iverstc» Vcrlcpungcn zu», Toter .len und der große Teil dieser Arme» aus Monate hinaus, einige gar iür immer . .ocrbsun säh ig. viele Iainilic u ibrer Ernährer beraubt, richtet die Redak io» am die Leser unseres Blattes die d:in■ .;.nie Bitte. Sammlungen ein •,lilcncn. und die gesammelten Weiber der Ncdaklion der V'.diichen Vollsstimmc cinznscndc». Tic c>> ge e iugcncn Gelder werden unverzüglich an Herrn Tr. Sigmund Weiß. Kultusvorlind •״ Boskowitz zur Verteilung abgeichickt . ' in der Jüdischen Vollem,״me quittiert.?>»r Programmfrage der öftrrrridnfriirii 3toui(lcu. '.1Ile einer der ältesten Vertreter einer moder ii »incrpolitiichc» Betätigung der Jung I,den , i-d als Telegicrtcr am Krakauer Parteitage suhle ' ch ich mich veranlagt an der Erörterung der V'.oqrammsragc der österreichische» Zionisten an! piend an Artikel I.) mich zu beteiligen. Bereits e einem Jahre habe ich die Grundrisse eines örogramincS als Broschüre mit dem Titel Jung .üben und Jung T citerrcich der Teneuilich : untcrbrcilct und bcgriindci. Zu meiner Treudc ..!! der EntwUrs der Parlcilcitnng in lehr weieni 5 ■.׳ii Punkten, besonders in national politischer ' ökonomischer Hinsicht sich mit ineinen Anicha lun- '. Wenn demselben gegenüber vom gcelirien uior dcS 1. Artikels Herrn Bicnenstoek behauptet ed. das; ,wir kategorisch für die Rea>,s»"'1»!g ' s österreichischen Völkcrstaates den so!!schritt btieu Anschauungen gemäß nicht c»1trelen ״,men". io muß ich mich aus de» diametral, ent icngeschtcn Standpunkt stellen und d:che .bau,״gen als uktrarcaktionär bezcichnem Ter aube an die Notwendigkeit des ,',enelies ü fle ׳ l.s. an die llnmöglickileit von;lialionaliietcn ' neu mag ein Togma chauvinistischer deuticher. ' '-»scher und magharijchcr Bourgeoispartc׳c» und! er jüdisch-assimilatorische» Nachläiiier fein, die .ndischc Moderne" kan» dieiem Anachronismus »c Ncchnung tragen. dankens bcjriindct haben. Tonne dies die iorlschrittlichstc Ausiassung in nationaler!>!,>11,111 in. ebenso ist die durch Iran; Spvenbcime: und Adolf Damaschke rcpräscnlicrtc nei ׳ozialinüche bodcnresormcrische Nichtnng die moderniie Üschiunq im Sozialismus. Nach beiden Seiten trüg! aüo der Entwurs des neuen jüdischen Programme i de» sortichrittlichnen Aussassungen Nechnmig. Ter lKmoisenschans-SozialiSmus der sich im wiriiwanliet e» Teile des ProgrammeS geltend macht. freilich etwas verwässert. — huldigt aber »ich! dem T ogma. das; die ökonomische Entwieklung zur Proletariiiernng aller >!! Mittelschichten führt. Tie Prvlciarincrung einer Reihe von Erwerbszweige» in eine Tatsache, aber wohlgemcrkt. was für einen Teil der gewerblichen Betriebe gilt, gilt Nicht iiir alle und noch weniger für die Landivirtichait. Tie Praleiariiicrung des Mittelstandes, die Konzcinratio» des Kapitals in den Händen Einzclner als Vorausschu ig der Sozialisierung der iKeicllicha'l i,»d beute keineswegs mehr die ivrlichrililichnen Anichauungen sondern waren Etappen an, den Wegen des Sozialismus von der ״lliopie zur Wissenichoik." Und sowie diese EnNliiillung nicht bei Karl Marr oder .Kravolkjn anshörl. sonder» bei Henri Georges. Jlürschein. Theodor Hernka. Tamaschkc und,Iran; Tppcnln'imcr eine neue Etappe beginnt, so endet ne auch mchk 1» religiöier Hiniicht bei Hackel oder Büchner, wie Egiou »,»Leo Tolstoi zeige», die aewis; nicht Klerikale waren oder rcip. lind. Ja das alles sind ,Tragen, die bei einer Programmerörlernng einer modernen tKrnppc wenigstens angeichniiten werden müssen, wenn sic schon nicht gründlich erledigt werden. Seite 5. sronzösischen Gelehrten und Kcn icrs der russischen Verhältnisse. Anatolc Lcroy-Bcaulicn ä! Berte 1'ich gegenüber dem Korrespondenten de, ,Neuen Treien Presse" 1 ,Man hei den Juden das Wahl lechr. das vdersie Po iitligie Recht ctegeden. wie kann ma l üinen die anderen bürgerlichen'Rechte verweigern V Man l cichuldigl die Inden, an der Revolulion Anitii zu nehmen uloS iü doch ganz natürlich. 3ie und von allen die Bed üchteücn. Man.wird die Revolution der ipilre der Juden alch Veranden, H-enn man die jüdischen Einwohner den a!deren Bürgern des Ltaaies gleichstellr." Ter Gelehrte, welcher der > ou den Tschechen so gerne gefeierten französischen Nation angchört. wird wohl selbst bei Herrn Kran atz hoch über den Verdacht erhaben sein, ei» In >en — ftäramling oder Judcnkncchl zu sei». Tic >1' bochischcii Blätter von der Eoulcur des Herrn Kl amarz Helsen sich über die unbeguemc Äußernng Lcron-Bcanlieus einfach dadurch hinweg, daß sic wohl seine »nrerrcdung mit dem Korrespondenten der »N.-Tr.-Pr." verösscntliche». den obzitierlen. die i iiidcn betreffenden Passus jedoch einfach wcglasfen. Der N«ßsr<f«r»auskchuü lcs Abgeordneten- Hauses cröffnetc am LI. Jul, d. I. die Svczialdebatte über die Anzahl der der Markgrasfchaft Mähren zuzuweiicndcn Mandate. Im Verlaufe dieser Debatte wurde auch der ös eren der jüdischen Wählerschaft Erwähnung getan, vclchc bekanntlich speziell i» den deutschen Mino eitätswahlbcziikcn cnlichcidcndcn Einfluß bcsixt. Auf die von Tr. ^äöek erfolgte Konfiaticrung der Abnahme jüdischdeutscher Stimmen erwiderte Tr. Groß: Ti« ^uden!laben übe^n׳icr׳.cnd a td) don. ws nd Bcnretung in lichccki'cvcn Hcinden denr drr. lreu;ur i>cur׳׳l1en Lacke geballen und u׳«m eine Perm 1Qenmz7z de׳. ,üb-'Ldem'cken Wähler vlapgiein. ׳c> ge'ckretl dieüdeHdald. '.veil die Iu^en infolge t** Boykotts vonieir n der IüT>v\ten :: ׳.e Eriüen; nickt mehr nnden können urd au-rwandern. Tr. Ltrauskn deZmenelt. dän die ^>uden «1 s ausrranr dem werden — e-s nnv nock keine au -gewanderr. denn nr- Mähren gebt e» den ^ludcn gan; gut -- wobl^aber werden die Juden mit der ^e^t t׳'ckeck,׳ck wer 1»׳. To ne in dr,׳: Wadlde^irken eine gro« Maiorität bab n. wcrden-üe cmen ^uden wädien. der aber wabrndeinlick ^ckecki'cker Nationa:! rät sein wird. Tie׳e ^o^mung hege er nock immer. Ä!׳g. iLboc meint, die mäbriscken Juden könr ten c-.n ieldnandig-^ MLndot bekommen, viellcickt auck;w i, aber den Lrr>.r:;witcken Tf'ckccken und Teuricken in M idren >u ent'cheiden. sind sie nicht bercckngt-- Lie wären v,e meb: vewslickret —- und ewäre die bene Taktik iür ne 11.!׳ von dic'cm Ltreiie ׳ernZubaUrn und idn 0׳ env'ckei: en;u^a׳׳en. es. nack dem Pevölkeiung-rveldättnine degri ndet Wir lcgiftritrc» heute bloß t icsc Aeußernnge». ohne zu densclbc» izäher Sicllnno zu nclimen. Wir wolle» abwortcn. welche Haltung die-ilibienben Kreiic beider Nationen den Jliden gegenüber anläßlich der kommende,! Aandlagsr ahlon eiiinebincn werden. Bisher haben dlciclben nicht viel Entgcgenkoninien bewiesen. Beide Parteien lind bestreb. die Juden zur Gciolgichast heranzu ziehen, ohne zkncn hiesür auch Rechte zu kouze iesbeziigtich aber habe» die meiflcn Tele gierten am Krakauer Paneilagc sich eS äußersl bc-; mir die primilivflen poliluchci, auem gcmackit. flc haben über alles ״nd jedes schr j dicrc» rlngebcnd dislmicrt. über das wlchligflc über das - '-»kliti-u der Älkianec Jfraesite. Tic AU-ance Parlelvrogral״», wurde aus .Mangel an Zeit . . M tic M|t.imi4]( Reg, :r,mg die Bitte, nur äuizerlt ׳tüchtig debatiiert. ^>c,c berühmten -. ^w0 Maiiacrcs zu crw nten sind Schiffe toinpalten t.l a! or1 taten, weiche die, Parteitage ^,^״x>en. »m die verfolgten Juden an Bord iamltlcher P-rrteieir ^urjaree machen 1k1drt)0 itiurj ״x1״״cn und fie unter den Srbui der franzöfilcheiv an Schlagwortcn nud ,vormaliialc» tczfhallcn und: .״ deren Höck'fles nicht die Türforqc für das. was das ' -Keif ,gglich braucht, fonbern das Dogma ift. fie Ei» neues JudeuÜatut. .»1 rul1״»cn Mm,.- l,a, ,nieder einmal in Krakau, sowic im vorige» stcrium des Jnucrn wird ein neues öndeiiilalnr aus Jabre m Prag gehcrrfcht. und für das was de» gearbeitet, um die Juden iür die Sache der Juden in Tnerreich frommt, äußerst wcnie Vcr : ,.rdnung zu gewinnen. Wen» aber Herr Bicuenflock meint: >Tcr^f,^^dnis an den Tag aclegt. si^ Kat einfach.. Bus der tcrtitorfakiüislben'L ewegnng. Wien, »ige Abend der'sozialen Wisicnichafl bezwciscll j d as Pr o gra 1» »1 w ied er der P ar l c i lc> lu»g j Sterbetage unscrcs Jührers Tr. Tb. Herz! mancher Hinsicht die Eristenz eines Staates! >1 b era r be i I nn g . überlasie»! -.vozu j j1aI f,icr eine lerritoriatüche r rganiialion kon .. ..'”,י stiinicrt. der sich Vertreter aller St indc. wie Bürger. Arbeiter. HandelsangesleUle angefchloffen baden. Ticic Trgaiiiialion gedenkt in ganz Tncrreicb!>u׳eigvereine ins Leben zu rufen. «Hegen de» Bbg. (Hkabinsk! 1 wurde der Vorwuri erbobe». daß er uiilcr Aus erachtlaiiung der zwischen dem verftorbeiien Abg. rr. Vvk und der Leitung des Po!c״Unbs getroffene! Vereinbarungen die- Waltlkrcisciniciliiug zu I ngiinflen der jüdiscktcn Verirerer i»! Par amciit—verichoben vabe. tKlabinski tritt nun im : Slowo Polstie״ mai1cl;cr griniitvi oic erriiieu, ----"--1,11- ' ' den heule bcstehciidc» polmich mirtfefiaftfftfien d.;״ ״״lerbaupl Parle,tage? .eiolicnslich macht d,^ :imdlaqc״. so gebe ick, ihm unbcdingk Rccki» wenn Parieileiimig.gut. was der Parteitag. rc,p. icinc darnntcr dcn''iwciscl an die Möglichkeit der Majorität gesiindigl und beruckuckmgl was die — »rechicrhaltnng der kapitalistischen »!rund Minorität vorbrachtc und m kiilturell-rcligivicr :-» des heutigen W,rlschas1si»>tems ricrilzlil. Hj1״ick,l ,eitwciic b,c Raiichlaäc des Hern, -e die Staatsidcc des von uns Jung Juden er- Bieneiifleck 1״ dem tu־ den d,esb^z,,glichen ^cil ölen österreichische» Vvlkerstaates i'l nichts diel ans das aUj-tlivlilieiidigiie rediiziert. .. . ., t österreichische dualistiiehe. iendal laöiialiiliich-., Tr. Kadiich. -'»dern die > o z i a l-österreichische. ncivöflc׳'reichl! e. nal i o nal-söderativc. Nicht den Herrichail'--! Tlaat. aber den Kultur- und TSirtlchaftsilaat l idllrrreicki. ja den wöllpu wir .׳ung Jude» politische )runöscticm. Herrn gcnollcn! '"tierreich. za den n! olle n w >r ö » ״ g e!! ״ - ״ ■ m:d in dessen Rahmen crsiiebe» ivir auch umer,־, ndischc Autonoinic- ,«ir die Llaalsidcc cine-Z g ״,,״.,men oaiinna ocr rnnn sichen Neuöstcrrcich wollen, ja lnüiicn!0,1' Lchul'!?>>' H ,1ä״-e1,dc Widerleannq 1» ei! -- »pöc» sein gegenüber allen realliönare» 1»!»: »»rr ' , ^.j״cs Herr; rinanistischen. vanslawisttsche» und pa»ina,r»arnchc:11 ober g>;y Kramarz und keinen efkünnungs- . e Aussassunq dicicr freisiniiigen Herren iilitiitfici, Haltung der rusilichei, Juden einem kurze». habe diesem Vorwurse entgegen. Will icben wiederum, wo es!ich um jüdische Interessen bandelt, werden die Inden von allcir Parteien 1111! LN-riretern ganz cinsack! delrogen. Tic jüdischen Manzeluke». die flch als bcrvorragcndcn j Vertreter des Judcnlums ansgebl ii . . . schweigen Sorben erschienen: .,Zndischrr PoUrstralcnder".