Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- VII (1906)
- Issue
- 6 (15.3.1906)
- Date
- 1906-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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, 6 •ז!י' Jüdisch« tSoffisfliwwt -!udraig Ninder: Der Cräumer. crc:hn11׳ eines Anden. ■?JiiMtp: Wenn ibr wollt, in es - ' kein Traum. Tbkadar H-rzl. ׳ . '■i't'vl’cincthniji: Wir iicllnt unjeren geneigten feiern 1» Ludwig SsJmfcer einen jungen jüdischen i tdjter nur. welcher »ach dein Urteile von Detlev von Lilieiiervn. :liichard Dehmel. Johannes Schlnj und ,luderen zei!ge11visi!che-11 berühmten Dichtern und Kr-tilern zu den ichönsten .Hoffnungen derechtigt. Koijeni im Winterfemester 1906/06 in Brünn 45 Waisen auswärts 123 Waisen, Unterstützungen erhielten 25 Waisen, zusammen 193 Waisen. Überdies wurde» drei Brunner Waisen aus der .\Sc1nnrf) »lomperzhche» Stiftung für entlaifene Waiienzöglinge mit je K 140• -- beteilt. Die Erziehtmgs beitrüge, die in der Regel lv 160 —tbei mehreren (Seichwiltern teilweise X 120betragen, sind dieielben geblieben -, ebenso die Einrichtung bezüglich der Überwachung der Pfleglinge, hie zumeist bei ilireit Müttern bezw. nächsten Angehörigen untergebracht sind. Ter Rechenschaftsbericht wird zur «cimtni-j genommen, über Antrag des Revisors Wuiun! ianMer wird dem abtretenden Ausschuß das Ltbiolutorium erteilt. Dr. Fialla lei» mit. dass Julius!bitter v. Gomperz und Heinrich Lubak ans Ich komme aus verherten sertten Laadru eine Wiederwahl verzichten. Der verstorbene Vize -»״ ״,״״ ״:״״״ .״ ... ... , .. , vraftpent Leopold Löwbeer spendete dem Vere.ne! '""bltagsrosrngarlen. K ■310״■ Herrn Ignaz Königsgarte-N K 4(«.«ou0 >un»e Fraim »ms ttanpl mir Kranze wanden Alired Löwbeer iv 4< M)- laii. Rat Ludwig! lllliiianii K 400• Es wird den Spendern der "un "h •dl »ttr die Core, die nersperrlen. Tank ausgesprochen.^! ilnd hinler »rengeti, rirfrnfrßrn Stäben Regierungsrat -spitzer stellt Lei! Antrag an Im ftints die Fatingellchter. dir nerterrten. .VN mähr. Landesaiisschiifz bcraitjutretcu einen ftl' id> '»Ulrich braune Frauen weben f-.c deimelben bewilligten K oOO- ״, leinen, .. .. ... .. , . . Verhältnisse zu den Leistungen des Vereines stehe-׳»«' "'-.״meldlaueu schmalen Land. Bei der hieran! vorgenommenen Ergänznngswahl: ',c®' m'r ftrttjöas schone sülze feben' wurden in die Vereinsleitung gewählt: Dr. B. Plaek. Dr. Albert Lowenthal. laii. Rat Perlheiter. Durch!!auch »nd Mondschein winkt mir eine tsaud, Ignaz Konigsgarlen. kais. Rat üllmann. Tr. Ludwig Ich kenne lie, ich hab fit oft geküßt, 1״‘״,V- ^nulunan» Dr Herrmann. kan. Rat Weis!. 5ןג id| |if hitlt ״״ finf5 ß״lnnfn5 HüiiJ. Revi'ore»: x'gna.) Schulz Guziav Landler. Be, Buiilt Eventnalia beantragte Oiustav Tandler, d,.- ... ״ . »■«,,*״״ -.1icie.nlegung der Geschäftsbücher. Trotzdem alles *."״? ״ ^»rze Land rate Kamm »nd rauft, u! liuifterflültiivtfr Crbmin^ vorgesunden wurde.! Ulill aut Mklchtn roten noftn lltgkn, ׳ei es II» Interesse eines Vereines -er ein Ver l Jul einem schanketkühnen Llattgernft! .mögen von über Million verwaltet, das, alles-.. ..... ... ״ . deutlicher und klarer Weise geführt werde. Es! ^d) """ uuch au die braunen Fronen schmiegen, wurde der Beschluß gefaßt. daß kaii. Rat Weiß Die meinen liebesgtühen Ivorteu glaubte« die- Renanlegung der Bücher vornehme. Sigmund! Und zittern, wenn tich reise Fruchte biegen, .׳!oaigsgarten gibt dem Bedauern Ansdrnel. daß! von der Provinz dem Vereine beinahe gar keine Ulte gab mir Traume, die mein Klack mir raubte»? Mitglieder angehoren. An der hieraus solgenden! Ich sel, ihn noch! Ls Kant rin liuftrer Mann Debatte beteiligten sich die Herren JagneS Weiner. /z״f einem Wagen, -essen Lasse schnaubte». Liadtrat Feldmann, kats. Rat Weiß. tais.!bat Verlbetter. Dr. Fialla. Tr. Lvivn. Sigmund i Er kam im Sprunglan! wild zu mir Hera» Tekiwarz. Leopold Bauer. Rischav«. F.nm Präsj-, z^d regelte mit sich rer Land den Schlag diiu.-n des Vereines wurde Regier,tngsrat Spitzer mir 1״ft btr "י)י, e״sann -u!» Vizepräsidenten Herr Ignaz Kontgsganen, skwäblt. Und lebte nur der Sonne und dem Lag, )»bisch« Launbeöasse Arünn. ,Ich u,jg hem Meifter leinen Meifter;eigen! Soimeag den 11. Marz iand der Schluß- Ich spreche nur ein kaltes Wort! Ich mag! ..trag in der heurigen Saison state. Herr Tr.. Lown hielt eine Vorlesung über Moses Mendels j Sehl hin. wie sich die selten Stäbe neigen! ic!׳». Der Vortrag fand int mälir. Gewerbevereins- - ch Jubel! Ich umtanze meine Lose», male statt. Ter Besuch war ein derartig itarler. dich mhr mit tausend Frauen meinen Leigen! irotzdei» der -saal und die zbebenlokalitaten iibermlli -.rare״/ein« große Anzahl Personen dem Vor > Weit hinter mir ^tbr ich den türm nrrtosrn. trage wegen Raummangel nicht deiwolmeii tonnte», j Zg,nr Himmel Llnmr», schon« Frauen, r!e,em Vortrage wohnten teilweise e..n,ntzre,ch^ cu Bi, ״ch Kalen! , iiiogende Personen hei. die lonlt der gonubehalle w ganz ferne gestanden und nicht das geringste ״ןן (,r״״״c /r(1״ omereise diesem Vereine entgegenbrachien. Ja wir -. sabdi, Penonen. die seinerzeit das J11slel>e!1r11se-11 bieies Vereines mit icheelen Augen aniahen. einige ioga, die die Begründer dieses Vereines aut das ^rtn Lranm! D» Haft dir Lacht erhellt beitigtle hekampkten. ES m nicht innere Abttcht! x . . .. . inteheute mit diese» Petsonen zu beichäittgcn. Wirl Üad Haft dem tfelde» erft den »teg gegeben, lotinen jedoch nicht umhin an die jüdische Be Du bift bie Königin im Königs;elk. volkerniig Brünns die Aunordeenng zu rickeen.i . , . ., ... .. r Pitf ibtige da;״ beiznerage״. cS de», Vereine -.., Id, lehr tansend weiße Lauben^schwebrn euiiöglichen im nächsten Jahre ein ennprechendes Lokal zu adaptieren, damie es nirlit wieder vortoi»,ne, daß Voksgenosten die das Verlangen baden ei II ein jüdische» Vorträge beiziiivolmen. wegen!liaiiininangel zurückgeiviesen werden müssen. Wir /,ioinsten haben die Tvtinbeyalle begründet tun nnteien Manen die Bioglichkeit z» gebe», die tOeichichte des jüdischen Volkes kennen zu lernen. Die Tonnbeballe soll eine Erzieknngsstälte für untere Manen ietn. Wer envanen. daß der Vorstand der Brünner ünliiisgemeinde diese jüdiich-nettionale Institution in jeder Beziehung fördern wird. Die Herren verlugen jeni über ein GeineindelMns. und^wüee es ent Leichtes, einen enriprechenden Saal zu «daveierett. - l k'ingrlaufenr Spendrn bei der israel. Kultusgemeinde Kriinn ubevra-.Uadischa. T. Scbent ■> K. Le 1'J K. Jrmienvkrrin 2'2ebenl 3 X. L»;ar li 'Va-t-enirkitücho-r-nl Lazar Ecks,-in 10 X. Mädw«mc»»-ti ״'•fii Vojav Ecks,-in 10 K. dir ins Inge schaue»! Ich sehe eine hohe Sötterwelt Unter den friugeschwungrur» runden Lraneneben( 3 K. Lazar Eckücii, Eck'ie'iii 10 X. Und nach den Sternen richte» Kol; den Flug. Sie alle sah n -ein blaues Luch dich webe». Inf Las -n iegtrft mir das Wort: Keung! Krnng Haft du grschlrpat den alten Jammer. Vas Are»!, den Kaß. de« Spalt, den Selbftdetrug! Wir treten kill in Leine weiße Kammer. Du dreilrft aus dein himmelblaues Such. Und schwingft mit Slang und «rast Len Schicklals- Hammer. Ich siihlr. wir;nm Argen wird der Finch Und biifte deinen ftolzen roten Mund Und lag nns beiden einen frommen Spruch. tjarnt und tllarut. 2mdic »an Äar Win der. HaUeickia». Die Reüam iche Univerialdiblioihek brachte im Herbste des Jahres 1895 eine von der Meister- Hand des in Prag lebenden deuhchen Lyrikers re te c> Friedrich Adler übersetzte Auswahl der lb dichte von Jaroslav Vrchliekv. Unter diesen den t eu lschen zugänglich gemachten Gedichten verdient ״i^aeue und Marnegrößere Beachtung, nicht nur. weil sich in diesem Poem des Dichters Eigenar gleichsam spiegelt, sondern auch weil es den W derstrcii zweier diametral sich gegenüberstehenden Lebensanichauungen mit überraschender Lerchligküt löst. Das Original erichien im Jahre 1890 in der Gedichteniammlung ״Fresky a gobeliuy" Jreske» und Gobelins - — nebstbei gesagt — e »or der gediegensten und gehaltvollsten, d-e!.-rshlicky geschrieben.! Der Held des Gedichtes ״:jSantt und Marutist der König Salomo, von dessen Herrliel feit und Machtjsille unS pbantastijche Schilderungen orientalischer Poesien Knude bringen. Ein bunter Sagenkreis knüpft sich an de» Rainen des weise» Königs! so Hai sich tiäter die Mmhe Aleranders von Makedonien bimachtigt. und auch Earolus Magnus und Friedrich Barbarvsia leben in der Sage >m Volke weiter!Selbn in halbversloiiener -seil bemächtigte sich >ie Sage der bilbren Person des unvergeßlichen Kaiser» Joief II. .B-in Herrscher, lei» Held wnrde j doch von der Zage in dem Maße verherrlicht nie König Salomo! phanteNtitch waltet die ichratikenl >ie Poesie morgeitändizcher Dichter wenn es gile.ibn zt Hesingen. ״Märchenhafte Zai,bemacht״ ttmsäng! u ts. wenn wir. alte» Uberlieierungen iolgend. d >s Reich ' Salomos betreten. Der Boden deS Realen schwinder unter unieren Füßen, wir werden ar < leichten Schwingen emporgetrage» zur lickten flöhe der guten, wir werden in Nacht und Tunke hinabgeichleitderr zum Wobnsjtze der dösen Glister. der Dämonen. Prchlieky. dessen eSeni ungemein viel des Wissenswerten autgenommen Hai. dem n chts fremd ist. was im Bereiche der Ktmse liegt, kennt die vielen Überlieserniigen. die ans ■Monte Salomo Bezug haben. Ohne aus mannigfaches (s estrüpp zu achten, drang er in Irrgänge ein. um ichätze. die oft knnit- und regellos dort angehäust waren, zu bewiinder». um Klängen zu horchen, d e man int Tageslärm verichollen wähnte. Bevor ich das Gedicht ..Haeul 1» d Marut״ in den Kreis meiner Betrachtung ziehe, möchte ich des Sonetts ״Solomons Wunder" erwähnen. Dasselbe nnder sich in der im Jahn 1880 er schienenen Gedichteniammlung Vrchlickys ״Dojmy a rozntary" ..Eindrücke und Einfälle." Salomo ries die Geisier zu sich icrnn. und diese kamen im Ri,;11 seinem Throne g> flogen. — Er gebeut ihnen: ״Bringt her den «i!onnenball. bevor er über dem Horizonte irgendwo im Meere einschläst. dann fanget die Luna und gebe beide in eine Flasche ' Mein Ring wird eine geheimnisvolle Rune in deren Siegel drücken.״ ״So war s. Was in der Flasche t orgegangen die ganze Nacht, weiß selbst der Tal und nicht." ״Ta ertönte morgens ein Knall, wit raettn die Welt zusammen׳iele. Die wie ein jungt s Weid er rötende Luna und die strahlende So me glänzen am Horizonte, doch aus der Fstaiihe wuchsen ganze Rebenbüsche." Dieses Poem ist gleichiam ein Pi äludium zu der! viel umfangreicheren Dichtung . Harnt und Matiit". Über di« Quelle, ans welch!! Vrchlieky -ie Anregung zu diesem Gedichte gejchö!!! hat. gibt uns die Anthologie des Hofrates Pros. Dr. Eduard All>ere (Wien. Holder. 1893' in einet kurzen Notiz Ausschluß! ״Das Gedicht beruht aus der zweiten Sure des Korans 2196 . dir ׳eiden Engel sin» lalmuditche Gestalten. Ihre duali tische Snmbolit und die epische Baus sind des Dichters Zutat." Indem ich an! dieses überaus wertvolle Buch verweise, lasie ich eine Abschrift jener Stellen der zweiten Sure des Korans folgen, welchim Gedichte ״Harnt vnd Marut" von Vrchlieky o s Anregung konstatier! werden können. In eiwr demnächst solgenden Fortsetzung beabsichtige, ich den Gang der Handlung darziilegen lind Pro >en der mit Meisterhand ausgetührlen Übersetz!!! g Friedrich Adlers zu bringen. Z w e i t c Zur e: Als Tein Herr zu den Engeln prack!! ״Ich will ans Erden einen Statthalter setze».״ da sprachen sie! ״Willst Tu hinsetzen Emen, der lei störend darin wütet und Blut vcrgiej ei'? Wir avcr singen Dir Lob und heiligen Dich." Er aber sprach:. ״Ich weiß, was ihr nicht wisset." Daraus lehne ee den Ada»! die Namrn aller Ti! ge und.zeigte sie den Engeln und sprach! ״Nennt 1 tir die Namen (Hedenket des jüdischen Malional'fondes!