Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- VII (1906)
- Issue
- 5 (1.3.1906)
- Date
- 1906-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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iiibsftfir Bolksiiimmk Prager Lrief. <''col)1־tcr .Herr Micbaftcur! 210 mi'chtc» gerne Neues wissen von der tiieiigei, Lehrerpräparandie 1111b jbem lalmubiliora- Sircttor: ich iiirditc wenn Sie diese feilen gelesen hiden. werden Sie iliren Wunsch bereuen, denn n׳rr schon das früher derichkete schlimm genug, das Neue in noch schlimmer, Also bisher hm die Prä gnriinbie 1,111 einen einigen, ireilich aber wunderbare» Ijrji'lg: sie hat ans einem Mtabbincrlcm. das bei jyn ־.jv!!uiIllingen um sein Aurtfi'ininen nach Wien. SiU'enli igen. London nicht refiinert hat, mit einem Schlage einen bewährten Pädagogen gemacht, der durch seine gwstartige Pädagogik 'glücklich er׳ K1d1t 11.1t einen im Untenidjte ergrauten, anert,11111t inditigeii Lehrer ans seiner jahr-,e11telang innege lubten Steilung;11 verdrängen. 2er neue ßvti'lg iit .;brr bei weitem bedeutender׳, wie bekannt hat de Gemeinderepräsentanz zur Bevölkerung der Pvwarnidie süns ziemlich reich dotierte Stipendien (tue.׳,erlitte!!«! und hat damifeneicht, dajj sich eine Anzahl von <s>l>mnasiasten, Realschülern, und — rhöre und staune — sogar e:11 Schüler der L lireibildnngsanstalt ׳,um Besuche der Praparandie l:-,:; erklänen. freilich machten die meisten kein £.111 daraus, das! sie die Präparandff nur im '>::;rrei!e der Stipendien besuchen wütsden. Die Eonuinderevräsentaii! hat sich darum cijtidiloiicn, di;ג die Schüler der Praparandie mit der einen c::!;:ge!1 Ausnahme den Ausuahiiisl'ediiignii.zeii nicht eniivrachrn und »m die Schüler!ahl ans mehr als ׳;:tu;11 erhalten, die Mehrzahl der Stipendien!11 b.t.l'iere». Sem Ztol! der Praparandie, dem ein- U'irfUrticn Lehramtskandidaten bewilligte man iellüverff tndlidi ein gan!es Stiveiidinm und »1111!oiuint das unsagbare. Selbst dieses gan!e S 1 ipe,1 di 11111 vor tu achte de 11 Mi’ e i;. d e 11 der!lounlntc Unterricht gut' beit Lehm m ts failbibatcn machte, nicht genug fesselnd;11 madictt: eines s di ö 11 e s Zages ging b e-! 1 g 10 r Stal! der P räpara 11 die und 11 c s; oaatmn aber, so habe ich mich oit gefragt, sind י" indifferent gegen ichsere jiidjichen G i'te-.heroe״'" -ollte es daran liegen, dag das olle;11,beim,,11 lür Denkmäler ans Er! lind Stein ndt eingenommen ״״;1! ץ,״: z.!״h,!״,״״ Aus ll'rnrti ״״lerer gal,״״Mehrer: ״Den Trommelt seilt man keine a oufmaln״, aber gleich daran niiidiliegenb bWn 1:0: ״in ihren Werken sollen iie fortleben•־. a.ao;inbeiitiiin ging eben von der Ansicht an-.-, es lei viel wichtiger, die Werke unserer Griffesheroei,!11 ׳Iudier.11 und ihnen in Iinseiem ,£«!111 em Lenkmal!u ׳enen als ihnen ein Denkmil ans Ltem und Marmor;1, errichten. Allein e, f 11m mdit gelein,״et werden, das: auch der gebildete Jude nu'orer;',eit on gar nicktamstande iff. den indischen i'Vnter-helbe» and, nur 1m .׳׳crgcit ein Jeiiflnal!11 n13׳en. weil er die inhiiirei.l.e' Bergangenlicit des;indentnms ״ich, len״,. ' Am L". gobesh — er!iillt diesmal ans den ü!־>. g.e!e1nber l'.«H — in der 7' 1.1jährige!Todes tag mies unserer ginnten Geistesheroen. des Maimonides. £.11 man etwa!,hon Borbereitiingen gehört, um diesen sag -g׳:erl!d>;11 begehen? Man trage einmal in cin!einen Gemeinden nach, wie Bielen nnr der :'i'aiiie des Mannes bekannt ist, von seinen Werken gar nickt!11 reden. Tie Statiffik über diele Trage würde wohl zweiielsohne ein redit tramige•:־ und bei.tanienbee Mte'nlt.it liefern. ־Jver iit aber daran schuld? Miabbincr nidit minSer wie die Bors!,:11de, wie überhaupt der Mangel einer T 1gan:s.:1:e11. in der Rabbiner und Laien vertreten waren, d:e es sich!nr Ausgabe Statuten der Ällianee Ilraelite Universelle 1» ick len. 1'ür diePovnlariiierniig der jüdisdien Wisse» j rein sollten, raten werden. Ter Bor ielian Sorge;11!ragen, Tnrd) Borträge allem,; Tentsckien >ionteren;geme1nichast bestellt a> Konferen!ge1neinsd1att der Alliance als e ne freie Bereimgimg deutscher MNitglicder des Zentral komitees der A. I. fl. mit dem Sitz nt - erlitt in lest konstituierte und 12.11:11 »gen beichlog. Tanad! ist der ’Zweck der Teutidien 8, nrere»;- gcmciniehafk der, die deuisdien Mitglieder 1 es Zer- Iralkomitees zu vereinige», um in Anpcv iniig an die allgemeinen Sahnngen 1111b an die B rsisinng der A. I. U. deren Ausgaben und Inte, essen in gemeinsamer Arbeit!11 fördern. Tie Deuts׳ de .lion seren!gemeinsd>ast bildet im Einverständnis mit dem Zentralkomitee in Paris die Zentralstelle inr die C rga 11 iiati 0n 1111 d Verwaltung der A. T. u. in TeuIschlg 11 d. Ihre Geschält iührnng wird durcki ein Bmean in Berlin bewirkt, das die Be!eichn11ng fuhrt: ״Deutsches Bureau der Alliance Iiraelite Univerielle“. Das Bureau unk« stellt der Leitung des Vorsitzenden der Deuisdien 8 ׳nserepzgemeinschast, der seinen Wohnsitz in Ber! n haben 111111!. Mindestens alljährlich einmal berntt der Borsitzende eine Tagung der Mitglieder nan Berlin oder anderswohin in Tentidiland. Ten reges: ־ ahrcvtggnngei, der S!onicrcn!gcmen1tcbatt Alliaucekag angrgltcScrr. zu dem alle betitidicn Bezirks- und Lokalkomitees werden und alle Mitglieder der Allian haben.!Auch sonn, kann der Vorstand seren;geheiindmt't einen AUianketag einb'crit er es für erforderlich erachtet. Au! di sammlu^gen wird über die allgemeine mag,gen wird ein reter der (Jnberijien ״tritt der iian en wenn ien Ber 2age der reffe der Alliance! ivwie über Schritte, die im £11 k'ilanbensgenoiien in tüeniänlieit des Ariels 1 der ׳ ,otwendig i:ch taiit'en. Db er wohlscho 1 das gan!e Lt! deren Weit gewif! nidit geleugnet werden soll, kann! gliedern: ans dem Borni.ienden. dem lenden Poriitzenden und vier Beisitzern. per.d'.iiui »1 der Daidie hatte. Er fenlidirres in von de: neuen Taliiitidlhoraidiulftliale aut dem Wenzels pl.i'i.;11 melden: dieselbe hat schon 5>>—M Schüler. £1.־:g! das nicllc'dit damit;ni-.imineit, das! den׳ ׳«..terndit an dieser ,Filiale, der obenerwähnte, ans ienier Stellung verdrängte, srühere Leiter der Tal li'Udthora versieht? Jedenfalls gibt es!11 denken. Ban dem Talmndtlivradircktor erzählt man, das; er h׳er demnächsl wieder ein Miabbitiat erlangen wird: er in nebbich bei 5(0יא Mroncn l'iehält auf :'!eben- 1 etdieuft angewiesen und soll jetzt eine Prediger- £.111 10!׳ der hiesigen Pinkassintagoge, die er schon ::!it einer Miede beglückt hat, erlangen. Der dort .!;!gestellte Stinagogeniabbiner wird ihm wob! nadi ijdi'älirtem Muster kein unüberwindliches Hindernis >'.׳!:;. In der Dalmudthora lässt. der Direktor sein ,'1;::i angeblich in der Weise leuchten, das; er die :׳r rügen Kinder beit Direktoren der von ihnen be ’.! :!!eit Schulen den - pardon anzeigt. Was uns not tut? b.n Prviessor Tr. Abels Biadi. :1»abb: 11 er in Bin: Mag man Zionist sein oder nicht, aneikennen .;>.1: man, dag durch den Zionisntus das Interesse 'iit jüdische Literatur gefördert wurde. Biele, die ionü ganz gleichgültig dem Judentume gegenüber iianben, fingen an, fick! für diejüdische Literatur :11 interessieren, Zahlreidie Werke, weldie südliche Kunst und Literatur behandeln, verdanlen dem liionisinus ihr Entstehen. Das mus; andi der!11 geben, der sich mit dem politischen Programme des Zionismus nicht einverstauden erklärt. Was uns aber trotz alledem nod> heute not tut,_ das finb gute und billige Bolksschrifken. Hierin stehen wir Juden noch weit, weit ,zurück hinter den Bekenuern anderer Mieligintieit und ’Nationen. Ta:in wird es erst daun besser werden, wenn die Kultus Vorstände gröszerer Gemeinden mit gutem Beispiele vorangehen und zeigen werden, das! sie nicht blot; inr die Einhebung der Steuern, nicht blotz für die -Hebung des Kultus, sondern and, für die £ c b u n g der jüdischen Kultur sorgen. Bereits am 2. Dezember 1904 schrieb ich in der ״Ci'tcrr. Wochenschrift":*) Täglich kann man in den Zeitungen von den Borbereitiingen^leien, welche allerorten anlätzlich des 100 jährigen -todeStage;- des,deutschen Dichterfürsten Schiller getratfen werden. Wir finden dies gewitz ganz begreiflich. '1 ׳Vergleiche auch das Bonvort zur 2. Auflage meiner lüdilchen Bottslchrift ״Zur Erinnerung an den?OOjährigen Lodeslag des jüöifchen Gelsleshelden Males Mnimonides vrür. Verlag von Julius Ach & Eo., Preis 40 Hebers. die Kenntnis der j!id!sd:en Literatur nidit popnlariiien werden. Was wir brandten, sind billige Bollssdirilieii, weldie müienidiaitlidi und dock!!11 g'.eick'er Z,e!t populär gehalten sind.!Möge di'eser Gedanke nlas'.lidi des bevoritelienden fmijährsgen Todestages von den man.׳,ebenden .!Irenen in Er Wägung gelegen luerben. Uber ein I.:hr in seither vergangen: cs ist mir aber nidit bekannt, das; die Anregung an» tand der s 1! Mit tellvertre- Gewählt wurden: zum Porlitzciiden Herr <!׳ehei»11at Gold berger- Berlin, zum stellvertretenden B ׳rsitzenden .Herr Etiarles .Hallgarten Iranliiirt a. M, zu Beis-l.'.ern die .Herren Mieditsanwalt Iah. Behrendt- Danzig, Salln Zlörslieim - Dortmund. Miabbiner Dr Trank - Köln a. Mi!,, und Theodor jCidiniaftt Breslai. :'.'gm hat seiner 0:11c Neihe von iiiid'ibaren Bode» gciallen wäre. Darum habe ick׳! gesasn, die demnadisi durch Nundsdire ielbii vorliegende billige Bolkssdirüt veröfsentlidit. Tb iie wiisensdi'stlidi und dock!״,gleicher Zeit populär, gehalten ist, 11׳: II ich einer objektiven und iadilidien Kritik überlassen. Sollte mein Bersuch Auklang siudeu - und cs sdreint dem so!11 sein, da die orito, ireilidi nnr naeb hnnderte» zählende Autläge verglimm in — w soll die Biographie des Maimonides in, anregender, populär wissensdiasi lidier Weise unter Bernck'icl iignng der neuesten Torickinngen folgen.!Möge vorliegende Sdirni. die einige Zusätze!111׳ I. Auslage erhielt, zu der Erlenntnis beitragen, das; mir uns glücklidi schätzen kennen, der jüdisdien Mreligiou auzugehoren. Äarum? deiuid׳«! Allianee Komitees zur Keniitn werden sollen. Die!Mitglieder der K ׳ meinidiait haben sich bereu erllärt. die in.den betreffenden einzelnen Landestelle: wadieu und durchzuinbren. Alle Al Koinitdes werden knnttig an der Konse en ׳.gemein schaff eine kräftige Stütze nnden und von . Deniidien Bureau ans tun idi einheitlich geleitet 11 erden. 'Nadi Erledigung der Drgantsativn heilen - deidiäitigte iich die Beriammln Trage״ »tue von Deuticchlaud ans eine s )citwirkung an de» Arbeiten der Zentrale in Paris am zwedmätzigsten erfolgen lvtme und weldie besonderen 'Wünsche gegenwärtig in Bezug ans di: Arbeiten der!fnitrale zu äuszern seien. Bei die em Punkte wurde etiimnlig ein Beidtluf! gesalzt, der die Er- Weiterung, bczw. Eintührnng des denti Heu Unter- ..;pti». Mutter, war deutet da* Msräe» Der Brüder, lief unten im tat, Und warum (lamm! er im norden Blutrot, mit ciuem Mal 7 - .XaB' toben die wilden Borden Und )rag' nicht, warum er gercheli'n. Bin du cintr ro alt geworden Dann wirst du er auch oetsteh'n ..." mi(a, Ma» Nacher. Lrriäit über die dritte Laguny der vrntsäiri, ' iiMifrrringcnirinfdiaft der JUIinnrc 3frarlitc UnivrrteUe. Berlin?en 13. tvobiuav 191**». Schon feit mehreren Jahren waren unter den deutschen Mitgliedern des Zentralkomitees der A, I. U. Bestrebungen im Gange, um zunächff innerhalb des eigenen engeren Kreises und weiter» (litt unter den ' deutichen Komitees der Allianee überhaupt einen festeren Zusammentchlntz und dam,! eine le'sturgssäbigere Drgamsatton der int Lienste Ser Allianee tick betätigenden deutschen Kräste zu schäffen. Diese Bestrebungen sind nunmehr zu einem erfreulichen Abschlu« gediehen. Am 13.l't. wxeinigten sich zu Berlin unter dem Bonttz der Ge- Heimen Kommerzienrats Goldberger eine betrachtliehe Zahl von Vertretern der Allianee aus allen Teilen des bentschen Vaterlandes, Das HauptergebniS der Beratungen war, dah sich die Deutsche ridits in den Sdiukcn der Alliance verifebt. Es sei erwähnt, das! die Mllliance znrzeii in ' fleidilüiien bei! allen s gebracht nserenzgeganiiaiion!11 über- Ionen der angelegen- 1g' mit der en grientländern über 48.1 n 10 Schüler nnleiüschiel. von denen sie antzerdem einen Teilkleide! und speiff.! Sechlietzlich besprach man die S elliing der ,Allianee und ihrer Deuischen Konteren!;emeiitsche.ft!11 den anderen jüdisdien ׳Drganiiauo;en im In- und Auslande.. Der Verkehr »nt all Drgantsationen autz^rkakl׳ Demidilaitd: der Leitung der!)bittrale in Paris, wurde der 0> rund salz ansgeitellt. das; d! und Ansrechterkaltung der Beziehuno:11 zu den 'rgiüiffationen unterhalb Deutschlands lich der Dentichen Konteren;gemeinidi ׳.it obliegt. Mit; alle» diesen Verbänden ivll eii gutes und einträditlicheS Berhältnis fortbezw. l erbeigeinlirt werden. k'ingesendrl. Löbliche R e b a f t i 0!1 In 'Nummer 3 Ihres geschätzten Bl nies geißeln Sie geziemeub die humanitäre Tätigkeit 1c-:- rettenden Sekretärs der Union und ichlietzen mi: dem Ber sprechen die Prvvinzbevökkerung über ne Tätigkeit der Union, die eigentlich aus dem He rn ,Tleitcher besteht autzuklären. Gestatten Sie iv Tolgenden auch mir einen kleinen Beitrag zur Beleucfnung der Tätigkeit deS Rechtsjchntzbnreau d S gedachten Vereines, Das Bestreben der polit ichen Kreise Mährens die kleineren Ortschaften von Juden ganzlick zu säubern, ist wohl ein ofseneSj -Geheimnis 11 jüdischen untersteht Dagegen Miegelnng aiisichliei;- gedenket des jüdischen ^ationattonde s!