Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- VII (1906)
- Issue
- 4 (15.2.1906)
- Date
- 1906-02-15
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3n#if18f?«rfisDimmr 9!r. 1־ trC1!;, Iht Zivilisation uud Hu nanitäk, trat; der ,׳chöneu humanitären Geseye, dic betret'ss der Ldtonung und Erhaltung dcr »ernunstlasen Siere *r(am־H wurden und iibcraUj »rem, beobaditet meid.׳». tvird Jsrucl. dieses Volk dcr ('iejd11d»c. dcn, dic •Jvdt dcn reinen «ottesgla tben;11 ucrNmfcn!"ו!. m1a11;-äctcft verfolgt, bedrt cft, verläumdet und in!citoin Kraz geserah vontittnschteit :lieirt-c. im inma'ii :)infilanb t'01;ar beraubt, geplündert mtb idioimtiftlo*' hingejchlad,tet. ' Und >vir hören wehmntsvisll ansruien: Walter tucict brcmicndc Zorn, dicjcr unversöhnliche Hund Warum bilden gerade wir unatisgeiefi dcn Gegenstand des Hasses dcr^ Perachthng und dcr Per iolgimg: 2i»d wir Sdteusale, cnlmcnid>1c llnge mmc, Sdtletnmer und Trunkenbolde, dic nur dcr Me mit'.üidit sröhnen und Orgien feiern, ahne »ch fiir habere Ideale auch nur im geringste»;11 erwärmen': Lind mir gesühllaie Pätep, I,erläse Mütter, die ihre Kinder aerstaste», verjagen, verlängnen': Bildete nid» vielmehr das sitilich reine Iamilie,,leben -,» allen;’!eite» Israels Paladin», ': Bringen wir nid» d e grauten Opfer für die Erz׳ehnng der Jugend, und nur nid» bestrebt, unsere Kinder;n würdigen miflidieti Mitgliedern der ntensdtlidten ('!eiell'dtast heran;,,bilden? ■Stehen wir nid» mit ('int ״״d Blut ein, so oft das Baterland »ns rttit': Bringe» wir md» bereitwilligst die grästten Opfer a»> den Altar der Hüinanität, so es gilt die allgemeine Bat », lindern und;u ,»ildern, vbgleidi wir für die Erhaltung nnserer Wahltätigkeitsan,stallen und religiösen. knltnrellen Institntiaiie» allein Sarge tragen müsien. ahne van irgend einer Seite unter uw» »> werden? lind tvelciie Mittel fallen wir denn anivendeti, Iveldte Wege einidtlagen, weldte S.lmttc eiitleiten, weldte t'lujiibjäfe beialgen, ni» dte ׳eindlidten Grundiöfe abwehren »! tarnten y Tiefe Iragen sind es, die heute hüben wie drüben die konservative» wie die sreisinnigen, dte am'ae flauen u»e die mindergebildete» Juden lebhaft de nb eiligen. ' ׳?Int alle diese Tragen gibt uns der Sal'mud c׳.׳:׳ Äniwart: Baas den Patern;!,gekommen i». l g׳ and, den Kindern »i, und die Mittel, die jene ׳gewandt. um ihre Periolger und Marterer »> tibetoaueru. gebrauditen and, die,Kinder. Oer Juden >>׳<׳,. der nichts anderes als die natürliche Talge ' des Beides iit. iit ia alt wie das Judentum. Sebaa d,e Patriardien hatten llrt'aei'e über;t,e1d und Hast >n klage,!. Sa er.ählt uns V,e heilige Sdrriit van dem Patriarchen Iiaf, das; ׳ er. als er in 1'ierar wähnte und sich des blühendsten Wohlstandes er 'reute, .ia lehr van den Philister» beneidet und ge h 1׳;^ wurde, das; der König Abimeled, »di genötigt '.׳■!>."ihm;1t;11n1t'e11: Ziehe hinweg van uns, verlas; untere Stadt, denn du bist uns idia»;11 grast,;11 mächtig: wir können es -!ttd»> mit ansehen, wen» Hebräer bei »ns;u Reidttümern gelangen. 'Boidteiden ,eg üdi oiaf;uriid. Als jedad, später die Philister die lleber;eugung gewannen^ daist ihre materiellen Verhältnisse durch Iiaks Ab;ug tstdt nid» nur nid» gebessert, sandern bedeutend wridstiininert haben, suhlte der König Abimelech, lebhaft das Bednnnis. mit dem Patriarchen Jsak ein Sdmf und Sruf bündnis;1, sdiliesten. Er verfügte sid, »t hädist eigener Persan in Begleitung seines ('׳eiolaes;um Patriardien Jsat, um, il»t gleidisam durdi eine ialdi hahe Atts;e1ch1»»1g kaptivteren und Tür seine Interessen gewinnen ,;n kapne». Jsat jedadi, der genug Selbstbewusttsein und Eharaktert'estigkeit betast,!!s das; er sidi durdi das Eridteineu A bimeledis hütteeiii 'diüditern und täniriicii lajicn, riet seine» hohen Gäuen entaunt;11: .Warum seist ihr je!»;u mir ge lammen, ihr seid dad) an Hebiäer und habt euch dach hatte bestimmen lassen, mi nnr tiieichtümer bei eudt lnb;׳u“, entgegnete tleinla die Ilber.eugung gewannen Philister behaupten;11 müssen glaubten, ans Kasten anderer, sandern aus ehrl che und redliche Beeise deine Reichtümer dir i» (lerar erwarben, das; d» didt des göttiidten Beistan,es ersreue», daher sind wir gekamnien um einerlei! f dir unsere Hochachtung und Anerkennung;u ,;alle 1, und andererieits mit dir em Treundschaitsbünd! is;11 sdiliesten, das; wir uns nie bekriege» und bek impfen werden, weldtei» Wunsche der Patriarch bere »willigst entsprachen hatte. Ein ähnliches Getdid hatte der Patriarch Ialab. Inwlge'eines Bru ter,;wiste» iah er »dt genötigt, die teure Heimat;u verlassen. Eian. der den Ialab griminig haste, weil dieser ebensalls vam Pater gesegnet 1a»rd . sastte de» Paria» seinen Bruder, sobald der Bat» sterben werde, um;»- bringen. ■Sem Jakob bin b nidtts anderes übrig, als die pjiud»;11 ergre seit. Mit Wehmut und IüdiktSe ValÜLÜimme wa'!.', wr Vf" "• ',^l i,dicl,t0 Vaterhaus und >ag in d!e kalte tranige ,v onbe hinaus. Was mustte er dort inchl alles ertragen n»d erdulden! ,Slm »age ver;el»te ,nid, die Sannenglut und in der -'.acht der .vra't und dr: Schl.rs^wich van meinen -Utge» ׳. klagte er bitter Als er sich später nach de׳r oeitttat. ttadt ttiuhe. Iieilteit und Selbständigkeit teltnte ubertiel ihn m ,einer Eintamkeit und Perlatteiilteit die Rad». Es heirtchte überaU nadt dichte ,rintteriiis, die t'!e:׳ter waren umnachtet. Und diese »nttere kracht des Aberglaubens und des Fanatismus bennpte sei» grastter Ieind, der Kar 8ehsl Ksov, »in ihn;11 üermditen., Jieier lämptte und rang m» ihm die gan;e Bad», um ihn den tKlaubens- »aiken, geistig ruinieien »t können. Jakob wehrte »eh waek.'r und kannte daher van seinem Ieinde nid» bestes werden. Als jedoch die Morgenröte aheus hasrhiicliar der Aiiiklärnng lind der sei ei he» »i dämmern ansing und der Iemd die ilber;engiing gewann, das; er ihm beikamme» könne, verleyte er ihn karverlidt. dam» er ireNigslens entstellt iei und :ipradi: »Enilaiie midi, denn es ist hell geworden, J bilfiar ich den Mau»״ nicht weiter tarlienen lann :eite 3 Ireiindichast ans Kosten unseres (Klgubens an untere heiligsten Instittttianen zu erwerben tradtten, wodurch wir nur nadt mehr an Ansehen und Achtung verlieren würden, tarnt wie ein» um'erej Pater seit und stinertchütterlich dem GHaubci, treu bleiben, und die herrlichen mentdtenbegludenden kehren der Ohara durch die Tai im Leben;u verwirklichen uns benreben. Nur ans diese Welle kann Israel den Antisemitismus befümi'ieti und besiegen. Lau bechtajil welau bekauach nicht dureu Statt und nicht durch Nihcht, nicht durch Naltheit und nicht durch ttiewalltätigkeii siegt Israel, san tern bruebi durch den Geist Gattes, durch den Gei t der Liebe. Menichensreundlichleit und .Humanität. Crplit׳»cr Lrirf. Par knr;em tvradt idt mit Antipanisten. Ihn ärgert die Brülle und er eisen dagegen. ״A gut l,on - »e. wer sardert sie. welches Welibkatt entsendet et tem eitrigen er Kant'eren; Wer beachtet pe;ialberid»er»atlery Wer will sie? oakab aber entgegnete ihm: Idt entlasse dich md» Alle JudenV I ch vielleicht: Oder t li'enb andere Idi sSie• Inden״,»Phrase! Eine jener geiährlichen Phrasen, die schon viel Unhei in der Dell angeridnet haben. Wie es keine Eltri» nnat. io gibt es auch keine Iudennat. Es gibt l ödillens eine Bat unter Juden, Ehrille». Malta»»׳ aner. .Heiden 7e. Mit welchem Rechte ersüllt ihr , >ia»meu alia die Well mit eurem Geschrei über eine partielle Bat': Empfinde» Sie denn diese hat oder ,dt oder irgend wex in Oeplip, in Prag.; trünn, Berlin bis di> eingrsteh», das; du trän der Rieienkrast, die' du entwidelst, traf, der matinigsadten Mittel, die du,,»gewendet hast, Midi dach nid» besiegen kannte». »Bidu Jakob, sondern I'tael, täatteskämpser sollst du iitinmehr >wnannt werden", ries ihm der Ieiiid »1: den» dt, hast i,,r die graste tKottesidee. in, olattliiut wie für die Menidtenidee « >׳i» atroseliitn Wader gekäinpst und glän;e»d gesiegt, rvatueibol. Run »>'g ihm an die Sanne;11 scheinen, es kam eine bessere, lidttvallere;',eit. nidtts desiaweniger emp'and er nadt lange die Sdtmer;en der Wunden, die il»» der Ienid während des Kampfes beigebracht, tmd er hinkte an seiner Hütte. Ebenso erging es andi Israel, de» Sahnen Jakobs. B>,d; der Zer-! »ainng Jerusalems niustirn die Nachkommen der j Pair archen die leine .Heimat verlassen und in .... .. ן bie lalle Ireinde tm,,11 ־;•;teilen. 5raf ihrer edelste» i wie jenen, glaube» Sie etwa die B!Bestrebungen, das .Heil lind Wahl des Staates, in land, wie ihr »e nenn:, würden welchem ׳:e Aiisnabme geinnden, nad׳ jeder Richtung! edranssieren': Sd naiv i» darkie Sie Juden: Lauda» n. i. s.': Geht es uns nid» ti;ipieten wir nicht an allen Rechten, unseres Staates geniesten ': lind die tufs Sind das wirklich moderne Menichen, tue liniere, b׳e Kultur Ln»;״in Leben l:beutet - wir in ihren Augen nid» lr,se״': > rache um nnd nehmen Lie an, u getpradtene Ieinde der alle van eurem Hebräerh a1ts;uweiie1i. weil idt .׳rwarben habe.“ -Wir 1t Äbtineledt. nunmehr dast du nid», wie die gut und pardie die Burger 'i>chen Inden': die ind ehren Sie die ginge es '0 Bsnder in Bast »ch für uns tbll ein Ziai,»st bin :!I soid.rn, wurten sie dennad, nur als Iremde! nid», dies;1! glauben. Gil» es witk ich eine Juden und ans Ei bat me» geduldete betradnet, die jede» Angenbltd veiiagt;11 werdet, bestlichten mustten. Ser selniiuditsvall erwariete Sag der Freiheit wallte lange in di t .,ideinen. die ,',.nttere Bad» des grati'ameii Minelalt.rs schien gar nid» enden;» wallen, sie wurde nur et hellt, wenn Scheite! hauien ange;ündet und sagenannie Ketzer, angeblidt ״Zur Ehre Gattes“ verbrannt worden sind. In dieser trüben dniteren Ze». i» der die Ieiiide des Judentums »d>s gleichsam »ir Lebensansgabe gemacht, den Stamm Juda;11 entw11r;eln und bannt der Name Israel aus dem gan;rn graste» weiten Erdenrunde nid» mehr geiiamit iverde, blieben die Nachkommen Jakobs stand hast, idnnndten »d> mit der Krane des Märtnrer >״,ns, leisteten ihren;ahlreid'ei, Ieinden Widerstand und kannten daher nid» bellegi werdet,. Wen» auch, viele ihnen saltnenslüchtig geworden, die meisten jedadt blieben dem ('Hute ihrer Bätet treu »nd lämpiten mit ihrem Her;blule sür den Glauben an Odanai, der ihnen Kraft und Mut verliehen einer Welt in Waisen;u träfe» und die Pläne ihrer Widersadter;n vereiteln. Als nun endlidt die Ze» eine andere geworden, die Morgenröte der Freiheit und Aufklärung;11 dämmer» l>egant1en und die Iintsterlinge die lieber;engiing gewannen hatten, dast die 'Mensdten jene im sinstern Rustland ausgenammen — ,ich md» mehr an dem Anblide brennender Kefer ergöfen dast Antadases, Ingnilltiatistribunale nnd Sdieitethaujett nid» mehr .;ettgemäst“ seien, iudtten »e Israel wenigstens .;t! verwunden,;11 entstellen, i Sie verbreiteten salsche 1'teriidite. törichte .bltit rünllige“ Biärchen um die Söhne Jakobs auch in ausgeklarten Zeit den Misthandlnngen des iahen Sarüber spricht man nid». Mai last! euch sehen! Aber ihr redet der ....,,- . raubgierigen Pöbels preisgeben;,! kannen. Welche Mittel toll nun Israel a,m>e״be». um die Angrine seiner Ieinde al׳;»wehren׳: Mit dem Patriarchen A Kinxdorn tllr a devd!“ — Jakob toll er seinen lliegner;urnsen: Idt entlasse lind mit ^ranarttger Paie didt nid» eher, bis du eingelleh», dast du mich Iran, der Wunden, die du mir beiqebracht. traf der lügenhaste» Perleuttidungen, die du gegen mich geschlendert, dennad, nid» besiegen und bekehren kannte», das; ich unter allen llmtständen dem ('Hauben her Päter treu geblieben biti und nie die Sltara, Per alle knlitvierien und;ivilitsterten Pölker der Erde ihre besseren Begrtne über ('satt, Bll׳»idt und Welt;11 verdanke» haben, taader gekämpft habe“. iKerade IN dieser so stürmisch betvegten ttnd aufgeregten Zeit solle,1 wir untere Glaube,tsttärke und ('׳lanbenstretie bekunden. ,Bstd» sahnenflüdnig sollen wir werden nid» sklavenmästig um die >'»»,it 111,,'crer Ieinde buhlen und nid» ihre sagenannie nvt. ia gibt es and, ein Heiltgittel >agege». Ani gebe» der Satlderatt. alliimliere,! In;wei (',etieralianen i» die Sache' erledigt. Sas sollte die Kanseren; besdtliesten, dann »lindlle. aus der Hohe. Sa aber — Resolution. P,lällina■ Autonomie :e. Ser Papierlarb Europa; ill grast.'“ —' Ziemlidt, wörtlich schreibe id das Gehörte nieder. Hab id׳;• dach schon ia all gehört. ׳',:» im gleid'en Klange der Worte, wie n der gleichen I-alge der Gedanken, dieses öde Manolagilleren über die eigene Erbärmlichkeit! Es gibt Menschen nnd Atilldten■ in» denen und über die man nicht streitet. ,Kommen Sie heute in den Kursaal':׳׳ t'rtig idt einfach, nninterell'iert. Sr, M! rgnlies wird über .die Lage der russischen Jude >“ »׳rechen und dann —-—“ i .Was: Sr. Margulie;-: Ser: B-׳, ia lang, soll er au,' Zion warten müssen, bis id,;» ihm lamme״ werde, seine Ilaui.״׳ an;uharen! Sr. M.! Als ab — na, ich ärgere mich, nenn ich nur den Namen höre. Ser hätte auch bl< den können, wv der Psener wächst, hier hat man ihn gerade nadt gebraucht! — Bein, nein. Lieber, e» höre ick mir nicht an. Im Parii'-tö »',';• ichöm r, verlassen Sie sich daraus. Adje. Sie Obertianill Odor »nd Sie efc nach nicht? Pardon, ihr ipredt ja nur loseiton Irociosed. alia —!Scholont.' — —־ Er kam dach. Ich sprach iht nach dem Bar trage. ״Nun. und':!“ — ״Bim, , nd': Was weder als Wahrheit und Sichtung. Er tobt Halbtdne — grau in grau und sage idt Ihnen mir^ graut vor ihm und vor euch allen. Wo;» n lebe Sachen aus kramen? Will er uns das >'»1 iclii beidrinqe»: handelt, raten md handelt nid»!! 1g er »di;11. nd. A>׳a banJeln, arbeiten, tun. iallen wir! lind ihr. die ihr end, ia ital;. ist׳ vornehn, sei,wärt;- in die Billche i'dtlägt NI d euch viel, bessere Menschen. Iudrn dünkt, ihr freut euch wohl unterer Arbeit, ihr fördert lle, heis» lle!nt!;a ihr Kniet uns aitdt nur ungestört arbeite}!?' — Dittioile sst. satyram non serillsrs! Sr. Margnlies >vrad> sischen Juden. Ob er Neues. U!!I Ich weist es »id». Mir schentt's Le! Bekanntes, wenn auch nid» Wa immer erdie I-rage anpadtf. wirtt'dtastlidier. elbischer Hitillcht. Im grauenhasten Snme. Sa bei liö über die rm kannles 1;ebrad»v als war es läng» rtrautes gewe'on. ad in volitiidier, ie ward interell'a,». vermied er es sein- Her anget in Galtnnd Lasferljänl'rrn die ..Jüdische vottrsftimme"