Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- VI (1905)
- Issue
- 3 (1.2.1905)
- Date
- 1905-02-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 3 __! s. g. l'tramü^ton, 11. 11, diejenigen. welche d(*n Vorschlag so v,*'rstehen. wie die offiziellen KreH*•: als Nachtasyl, als politischen Weg nach ־Zinn n. dgl.. bald zurürkg«*drängL der Kamp! wurih* hauptsächlich von den reinen Territorialistlcn Kid A'icklun. Jüdische V01ksstipune. g e1>r!1i Siien plötzlich und d«*u entschieilenen Pidäst!nens,rn geführt. Die anderen hleihen Beobachter und fielen ntar dann voh wenn sie die Existenz der Orgarri-1 ״fallt zurerhlfmden. So kam satfon bedroht glauben. Jddnch haben sie k«־ine; trethr ,!e!• »!',,ahi-Zion auf Kraft, um die he Ugandafrage. ^sind. ein! Poalei-Zioü wurden noch nelir überrascht ן wir wissen die anderen Kreise. In ilrer Welt waren annehmen ohne zu fordern,;inj׳ andere innere Klagen hr< mieud. Und da j Palästina lossage. Und die tauthte ein, so hüte Frage nicht was zu tun. weh he Stellu 1g «?inzunchmen. zu treihen und* gegen sich Mai! konnte sieh einfach der neuefi ha•.:•• daß'di*־ Wrh*m Kongres raft. um gegen die wachsende Spaltung und j meistenteils vomier paläslineiisi: dien Opposition ie zunehmende Indifferenz «*ntgegenzuwirk, 11. hingerissen wurden und mit ili ־ gegen den An- Der Territorialismus in seiner typisch,!״, trag stimmten. Manche alter konnten sich nicht ich mochte sagen, vulgaren Form ist dersell», vulgäre politische Zionismus, der nur an Dal»- -tiiia verzweifelte und jetzt andere Länder sucht. Zunächst will er Nachsehen ob nicht Uganda wirtlich verwendbar sei, und wenn das nicht der Fall wäre, dann . . . dann (man stellt siyh die Sache ganz einfach \:or| wird man sich «$!1 anderes Land suchen. Aber diesen .Schlußsa|tz sagt man ungern und überhaupt nur theorelisch, Übrigens glaubt man an Uganda, man will glauben. Und wenn Uganda in unseren Haid••!! sein wird, dann wird es so rasch und glänzend zügelten, wie etwa in ״Altneulandj*. Diesen Aberglauben an unsere Kolonisation!-- fäh gkeit. an die wundervolle Rroßknloiiisuti«)!!. vermochten keine noch so lehrreiche Studien zu 'erschüttern: man muß so glauben, denn, wenn dieses Prinzip nicht richtig ist. so ist der Ziobisinus einfach nichts. Kr kann! doch keine wirjclicU־ Hilfe leisten.! Data* Leute, die solche Dcdanken begeh. berLiteir sich zum erbitterten Kampfe vor. Sie organisieren sich und!reihen eine eifrige Agitalijm. Sie haben kein Vertrauen zu den Nachfolgern des grollen Führers. Sie fürchten, d;iß jetzt der Zionismus zum ״Dhybath Zion״ zhrückgeführt wird, zu diesem armseligen .kahsh-!lisch,•1 ‘״!«•danken, welcher ihnen so verhütt ist. Sie sehen die drohende Befahr und sind hereil ihren .wahren“ Zionismus vor den Führern seihst zu verteidigen. Obwohl sie so kampflustig sind, ist «locjli ihre Stimmung nicht!»,*sonders gehoben. Hs macht manchmal den Kiudmck. als hätten sie keinen starkenAdauhen an ihre eigenen Kraft*. r Sie sehen, wie es mit der Ahsendung der Kxp«lditinn nach Uganda zugegangen ist. mit Welcher Müh,; man die notige Summe, bekomm,•11 hat und fürchten die Zukunft. Sie wollen den Fehler nieht wiederholen, den sie auf dem letzten Kongreli gemacht hatten, als sie den Antrag, keinen Droschen von den zionistischen Heldern für Uganda zu gehen, angenommen hatten״ Jetzt werden sie fordern, daß man unbedingt v,m den zionistischen Summen die Kosten der Ugandakolonisation decke. Übrigens wollen sif keine Prinzipienreiter sein, gegen jHdastina werden sie nieht auftreten. sondern gegen die Arbeit in Palästina ohne (’harter, sie werden also auf dem Hoden des ofliziellen Zionismus stehen und Uganda als eine Art Uegenwartsarbeit be4 trachten. Vor Palästina au und für sich haheii -ie keine Furcht. Sie wissen sehr gut, ,lall « ine lebendige• Arbeit in Uganda «lern toten Palästina ein Ende machen wird — mati wird es einfach vergossen. Aber was wird sein, wenn die kleinen Leutchen, die sich von Palästina auf keinen Fall lossagen wollen, diese ,Diplomatie“ entdecken werden Und das (leid nicht gehen.. Was wird sein, wenn die blinde Romantik nocli oinmil ihren Sieg über die kalte Vernunft feiern wird? Auf diese Fragen gibt es keine Antwort. Freilich kann man hier sehr starke Red,•wendüngen über die Sklaverei des Volkes, über die kleinen Leutchen, die das Lehen nieht verstehen wollen, gebrauchen, aber diese Phrasen werden :»gar die Redner seihst nicht täuschen. Die Frage bleibt offen, und darum ist die Stimmung unserer Kampflustigen und so unbesorgten Ugandisten — Territorialisten nicht besonders gehoben, trotz aller Siege, trotz erfolgreicher- Agitation. E> gibt auch reine — last not least —| dem Kongress ehrliche Territorialisten. Die rekrutieren sich! meistenteils ans den Reihen der ״Ponlei-Zion*. Diese' zionistische Arbeiterbewegung entstand erst jn den letzten drei Jahren und zog allmählif*h die Aufmerksamkeit auf sich. Im h« ftigen!Streite mit den sozialdemokratischen Arheiterli von der einep Sdite und den offiziellen und bürgerlichen Zionisten von* der anderen entwickelten sie ihre Lelm', ln der Mitte dieser 1 Nieht wenig,,1׳ unbehoif-m -ind die Palä- .stimmen. -tmeii-ei. Wir wollen hier von der .Uhow,-w׳-i- Nach dem Kongresse ändert«• sich ihre; Zion“ der alten Richtung ni« ht sprechen. Hier entschließen lür oder gegen zu Stimmung, ln keinen Kreisen er Partei wurde t werden in jedem Kalle weier dieselbe Politik auch die! Ugandafrage so eifrig diskutiert. wie in •und Arbeit in Palästina führ ■n. welche sie hi-- ich geführt haben, von .jenen Palä-ti- — sprechen, jenen lies*•״] und man muH Parteikreise «lies lieh ]betrachten, bald die diplomatischen Phrase! umhüllten, seinen wahren Sin!! und sie standen vor einer .Land oder Zion?‘ Allmählich wandten -i« und; für jedes beliebige Land die den Zionismus als «*in«׳ R< disi'iien Proletariats und des. v!gen.. daß keine ' her so glänze1!»״p״l erfolgr« i Ibe so ernst, t!st leidenschaff- Und wir wollen iu,־t1־ni«׳ht wie diese. Si durchschaut«*״ neifsern ■ wie etwa Nos . die «t, n Antrag Uher-1 tpportuin-d« n. die. imhbn «sie eine gemeinverdeckten. —'saine Arbeit in Nilästina 11 it allen!״«»glichen akteristisch nannten, potent!,* len Proletariats. begründete, vermochte nur auf k«*it: hinznweisen. ein Land zu siclii frei zu entwickeln und las Land unhe man nach dieser weniger im sozialistischen Sinn),•, freie jüdisch« (ies!*ll>chaft zu schaffen. Daß dingt Palästina -ein muß. kann Lehre gar nicht beweisen. Fr« dich kam! auch Palästina das Land werden, al er < - muß nicht. Wenn man es bekommen k«»n de. so wie der würde es auch die Diplomatie Kern der jetzig«;״ Krisis liegt Palästina verzichten und ein!!«*! Man kann doch nieht inein r«»ßo Hilfe leisten. Sie werden, wie fordern, man soll«; nur deiVAntrag uf. Man wußte also genötigt üiit ihnen Lias i-t das Rild > •nies gr daß man -ich von I N»ah*i-Zion werde! 1 zu?,mimen Diplomat״- lb-t zu wirken, »ßen Teiles unser♦•! Partei. Wir -eben, wie miheholfen di*— r T**il vor den wichtigsten Leb-nsf Frr! ge. die lautete: und unmöglichen' ECb-mente״ fordern, den naUoi :ich g«*g«*n Zion : gänzlich verwisch*״. Wir »11,*״ mit ein paar Ihre Theorie, wegung des js,- ihn «•har- «lie Notwendig- Wort«*!! «lie Palästinenser cl auf dem Hoden des national« Zuerst kommt t hängen! in BelrarihL ihrem ganzen Uriifang«• v«*r!»«*kommen, um doch nicht im Kampfe gegen - den Uuundi-muine m«*hr oder und Territorialismus den Ba-«*ler Programmverlass,•״ radikale Umwälzung aiiflr» offizielle^ Zionismus verspricht brauchbar M׳in. aber jetzt, d; gescheiter! ist |«lu zeigt” sich, vo eigentlich der i entfernt an «lie . Diplomat!, Ussyschkiu einen vollkommen ansgeai heiletei, Plan der HegonwarUarbeit mit dem <!harterismns nidjt eiustimmt und von dem er aller er will ganz und gar hiebt mit dein diplomatisch,1 ״׳Zioni-mus 1,1 muß man auf diejenigen Palästinenser, di es Land suchen, j Territorialis1m1> kämpften uni keinen Hank• ■rotl ״krankes B«*tt‘|«b*r .Dij»lomatie- -,11♦•״ wo len - aber er i-t las krank«; jüdische Volk hinei liegen. Arbeiten! doch ein praktischer Politiker und auch k» m Palästina ohne einen Dhart» unbegrenzte Freiheit zu tun 11! Lande zu haben, wäre eine gr! »ße Sünde gegen' auch dies,•- Diplnmati-iere! uns auf k«־im-n das Volk. Man muß «*in Land buben. in welchem breiten Weg hinau-führen w rd. nur zurück, zu man sjch frei bewegen kann.! Nur in einem dem Status vor dem letzten Kongres-..- wird solchen Lande kann die Kolonisation erfolgreich Ussvschkin- Pari«! doch ihren Sieg feiern. Di*• sein und zu einer neuen (le^dlsehaff führen. Heg*^1wartsarbeit in Palä-tirta muß doch j*tzt «l. h. ohn« die Piinziplenreiter. Di und genug. -ich in wenig id zu lassen im i1!1 Diplomalisjoreii zu versuchen. Und wenn 14־»ße Sünde gegen auch dieses Diplomutisicre! breiten Weg hinau-führeii w 1 dem Status Seite 3 ag*11׳ steht. im jüdischen Volke 1'alen Uhanikter der l'»«׳w,*gnng arakterisier♦*״; die Zionismus stehen, ysehk u •mit s*־inen An- Ubwo|l sie die Kii-is in teilen, wollen -!*׳ U־gal«׳n Hoden des nnd offen für eine ton. Freilich hat m Palä-tina. der!»ן-,!,"«—׳ - über- -ehr viel »•rhotff - rein dien. Er i-t weil /n glaub* n. wi,- nur g*1־r״■׳ d**n men fand. Auf diesem Weg« muß und man kam wirklich — zu ׳mein Schluss«•: l mfaug«\ wie l. s-yschkin t׳»r«l**rt. nicht unter- .Weg mit Palästina“. Zu der Land bram-hen wir.“ .und ein freies“ hinzu W« 1111 unbrauchbar erweisen anderes Land suchen. wird. Das A. •'ordenmg: -«*in nommen wurden. Aber l'ssv fügte man «lie Worte: ] tisch־, um solche Ding•■ in I »*tracht zu zi׳*h,׳u. gatida sieh aU'Kr glaubt zu selir au -ich. unserer Parteigenossen lafm muß man ein - lieh, ich in! promiss zu gut. um dalern -Prakli K. muß Verbindung mit den freien V^)!k*rn. welch«• n«»ch zi« h,׳n und von nnheviälkert«• Länderei«•״ habenl setz«*!!, 11m ein•( Zusagen. Land für uns zu bekommen.!Und dann wird I »y-ehkin i-t tmhedingf die Kolonisation anfangen, wo möglich auf «*iiier t alle Palä>tiuj*n>er auf d־׳n neuen fortschrittlichen Hasis. mid muß gelingen, j Kampfe führ«•״ wird, wi, Aber, wie kdnn eine Bewegung existi«*re!1.'| los ihr Führer ist. i<t «,׳ do,|11 die nach einem Lande strebt jund nicht weiß, ihnen, der einen Plan «I« wo das Land li«*gt? Und wie kjann ein,* solch«׳ Dlanbcn an di«׳s»׳n JMan hat. Ussv-chkin und r kennt die Vorzu jeglichem K״m- *ine Reehnnng zu ״‘ sieh lös- Hew«*gung «las!,leihen, was >1 t«׳mluriaüstis(*h. wenn sie die wartsurbeil ptl«*ge und kein«• Endziel — «las Land - habe! doch klar, daß die Bewegung n ir «•ine national• radikale sein wird, ungefähr v mit dem Unterschiede. daß*>ic ein Territorium irgendwo — — und nicht ein«• kulturelle Rußland — ebenfalls eine Ah? trachten wird. Diese (»«•fahr is so groß, «laß man sie weder verkleinern darf. Und noch eins. Welche ist. «las heißt : Außer adikale Degenj gibt es noch Palä-tinens.*r. Arbeit um «las; Fraktionären und manchen wird? Es ist j Zion“ rekrutieren. Für si.. j. ler jetzig«*!! Lag«׳ ni, hl di. ie der .Hund“. \ solidem vielmehr di«• .Diphu ihr als Emlziel!muß man unhedingl hreili« me Ahslrakliou * bankerott i>t und da -ie - Autonomie in! den Umweg, auf w«*lehcm ,1׳ Iraktiou Im•- fülute. E> gilt ein,*״ neue! so!»«‘«lenklich. lind« rn »•inen Weg. der nicht erdekeri noch; der n!5sis« hen Deiutarmeri׳ Weg, d«*r «•ine logisch«• Fol; Stellung werde!» wiekehing der Partei die Vertreter «lies«! r«׳in׳׳n •mnehmen? S fordern, «laß all♦* zionistische Uganda Hießen soll«*״, falls «liesbrauchbar erweisen wird. «Ie g«*s<• 11sch a ft li chen Kapital} Palästina’ völlig verzichte. Ah ganze Sache zu Drunde g«*hen. ihn«*״ «lie Ugandisten. «lit* k«*iu« Verlanget überall die ״REVUE“, Ö Tei Hl«»riaii>len auf lehnen lind hei dem >- müssen doch j zu!»leihen, heißt den Status 1 Dehler nach hersteilen und in einem Kr« i s Land sich als' Bruch mit der ״Diplomatie״!11 ohne diese nach sich ziehen, und /.war ei! werden sie Betonung des Renaissunre-t!«•dunkens. äl keinen Eintlnß auf «he Kolontalion aiisül»«*״!jetzt «ler Kall ist. Es muß b« können, sie müssen doch fordern, daß man auf nicht «•im• -Zutlm htsstätte“ so kann die;uns«•!• Endziel ist. Mindern «li! Und <la werden ■jü«iisch«11׳ Volkes, «las Schafen Prinzipienreiter; Leb,*nsbe«Unguugen für da>s«fbe. .*!•den Die Beispiele der Kolonisation in den neu erd-1 unbedingt viel ,*״ergi-cher;rrfnhvt d«« kt«׳n Ländern beweis n uiif. daß mir dort ׳ nn«i dann wird «lie Uel»erwin, Inn״ d* > fhart^Ti^- die K«»l«»ni-atiou in diesem Sini^e gelungen war.; 11111' schon von seihst k*׳mnen. wo man kein,׳ alten traditio״ •lie!! Lehensfor-; E> i-t liier J«־irht einzuv lenden: ■: (;harl,‘rismus wegzuräum«•״,!Han komn!«*n —. Degenwartsarheit in P;Ttflsth; Uhu•• kam^ di»* 11 in «lern groß« n d*-U «Ije likiii ist zu .prakderjenige. Welcher Kongre-s,- zum• hon jetzt zweit!»•»- der einzige voll Arbeit und d'-n - in«1» Anhänger!! die -rieh au- •1**11 r,*i-**n der Poah ider Schwerpunkt Landtrage allein, lati,*‘. Mit di׳— r t. da sie uäiizh* 1» eti Zioni<mnsl aut -i« h jetzt heliNd* f. breiten W. g zu über ,^ie K;d«inet** Ifihren wird, * inen der inneren Ent-;ein wi'd. Uganda ahz.11liplom; tischen Zioiiismu- «pio ante wich 1- -i*11 drehe:,. Der muß noch «lwa> eine viel <tjrk*•!׳- tont werden, daß »der -Heim-tätte“ Benai-sLii,*«• ,!׳•< ,1*1 normal״•׳ Da- Land \<\ gan der Kultusgemeinden!