Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- V (1904)
- Issue
- 24 (15.12.1904)
- Date
- 1904-12-15
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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-Jir. 24 Jüdische Polföftimme Seite 2 wolfi?eäh™U1?nh*,״i^lr lfurt,AbT ”*j. b~m ®au ber M״^c Grunewald durch,' Semmeln und rin Gla-KwaS talkoholftcieS Biers: ,» »lündcrn äniinacU Tn hi* Sel-?״-le -cl$e 's*Knben hervorgetan haben. Orgel, Kirchen׳; die Mannschaften waren dankbar und fröhlich u,d acichl»i?en waren^deieiilnü-n . Mi,״en Ge,chatte ,en״e7.zrrnnlcuch,er. Tausgeräi, Altar. Glocken alles oerlief aufs beste. ' Wut darüber an ben^^hiLn " Unruhltijtcr, ehre alles >!t freiwillig dieser *Kirche von christlicher' Der ״Swjet" schildert dann, mil weicher Bk׳ Letzteren würden unbarmw-eii ""^U 01,cn. J>ndL>. Hand gegeben worden. Unter den frommen Spen" i geisterunq Deutschland und Frankreich im Kriege für .^^?..^'".unbarmherzig geichlagen. T,e Undein werden setz, offiziell genannt die Bankiers!ihre Soldaten g-sorgr hätten, u״L schl.eß,: ״Van izranz und Roder, Mendelssohn, der Bankier Reu -!Achnlichem is, bei uns nie!, ׳die Rede. Wir sürcltteü l i burgcr, der ׳Konsul' Nachod und der Baukdirektor. uns zunächst vor den Res« rvistcn Und verstecken vor ' I 1'יוזו,111ז״ ...- t It._ J_^ _ •_e •.._ •j. rüden dauerten bis zum Abend. Die Einwohner vcischlossen sorgfältig ihre Türen und brachten in Taac vcrardßeri? sick die?ernb״r9זי3 ׳ fS zuviel gejagt, wenn wir be> ihnen den Schnaps Sie erscheinen uns nichl als ״״w xL 1 ״ß'^ £Cr ^a״nmac^ct hauptcn, daß aller Religlvnsicindschast zum Trotz, untere Bcrtkibiger, sondern als cine Än wilder T err. Killerin KhnmU^r ״״ ^uruhkn nahmen einen er• das deuische Gemüi in den hier genannten Männern! ja sali als Keindc. "Nichts nur das; leine Geniel»- _T. .!". AruIcr Uhrladcn wurde >lch bewährt und der chrisllich-germantsche Geisl bciisamkeir mit den russischen Reservisten isr, io herrichi ihnen in strenger Rassenrcinhcit eine Pilegestait! auch nicht einmal Mitlci! mit ihrer Unbildung und findet! Und für nicht minder echt als das Christen - Armut. mit ihrem schwe een Dasein und der noch tum ,dieser am Börsenstano wie im Kirchenscsi.!! dunkleren Zukunst. Gewi;, wir können ihre .II» gleic^ angesehenen Herren wird das Christentum! ordnuugcn nichl billigen, a >er wtr könne» iindmisssin des Herrn August Schertmzu halten sein, der die, sie verzeihet,!־ Lurmuhr der Kirche in Grunewald gespendet hat. ,selbstlos, ohne daß er die Anbringung einer Re- JfJllifeft Briff »ötlvfl vernichtet. Ein Teil der Erzedentcn plünderte in Laretschje seinem Stadtteil). ' Eine Gruppe der jüdischen Sclbstwehr leistete Widerstand, es fand ein ^«ammenstoß flat,, bei welchem 23 Juden verwundet wurden, viele von ihnen sehr schtver. Um 2 Uhr nachmittags kamen die Kosaken an. D,e Unruhestifter bewarfen sie mit Steinen und,...... ... ״ ul[ ״I1U11״MU״H ״״ ״״״, r,la,chcn und verwundete״ einige von ihnen; auch>klame für den ״Lokal-Anzeiger" verlangte Herr n<>m 'Kill m>rtr1.Mltor tl«/* ״;« s._' _: ,r!.t. v " ° ׳ ׳< ה bfm Pvlizenneister flog ein Stein an den Kopf.,siehe dein Volk an!" " . ״Jüdischer Volksvcrcin Tcplitz Schönau." Am 2,!. Oktober wurden wieder zwei staatliche' Hn1>ke«t,1r»,; in Ae, Unnee. Der-Kultus-' Ganz im Stillen jpiclte sich in den litzwn -oranlwcinladcn und zwei jüdische Weinkeller zcr-) beamte der israelitischen Gemeinde׳ Ziegenhain. Wochen ein jcharier Kampi zwilchen uns und umefen 1»U\4,n1״ ־ ltilgenden Tage» waren alle Lehrer Philipp Dillof, Halle am lt>. September! Gegnern ab. Wir. hatten einen Hieb zu pariere» Gcichasic gcjchlosien und l» der ctoöt herrschte d. I. dem Kommandeur der 43. Jnsantene-Br>-j Wie wir dies getan und »nt welchem Erfolg, soll unbcschreibltche Panik. Am 28. Lktoher kamen! gade, die damals in dortiger Gegend im-Manöver! hier in großen Zügen erzählt werden nach Wltcbsk noch 6000 Reservisten aus Twer an,!lag. mitgeteilt, daß bei dem Durchmarsch d>r Vor unserem letzten Tiskussionsabeud am roCivi 0ra •IU-' u״t bfr Plünderung der Häusers Truppen durch Ziegcnhai«, zahlreiche Mannschaften,: 13. November d. I, haften wij. wie gewöhnlich, und der Geichaste begannen. Ein Ladenbesitzcr schoß! besonders solche der 83. Infanterie-Regiments, die den beiden liberalen Zcithngen am. Orte darauf 1>eauf die plündernde Menge und wurde ach derluraelitischen Einivohner des LrteS durch verletzende ziigliche .Notizen zur Vsrösfentlichung überiaudi Stelle umgebracht. Der Vater dieser Ladenbfntzers Aeußerungen und Zurufe zu kränken versuchte». Tiesc Notizen erschienen nicht. Aus eine Anfrage. ... ־ " ־'־־‘־'־.. ־־ '--־ ' »kmiit,!die Zeitungen seien nicht unierc Ankündigungen und Be- .... _, __v_״, ... _.r ״.״.... Es sei in diesem Sinne »n öic Kosaken die Reservisten umzingelten. Einigen temdcr ' d. I. datiertes Schreiben zugegängcn; maßgebenden Persönlichhitcn der deutschen Fori- Berichten zufolge sind e:nige zudischc junge Mädchen ,43.Jnsanterie-Brigade. J.-Rr. C4 P., Euer Wohl-! ichrillSpartei bei ihnen interveniert worden. u»d während dieser Unruhen in Wilebsk vergewaltigt! geboren erwidert die Brigade aus das Schreiben seien ihnen von dieser Seite Ansklärungen dahin worden, wonach sic sich dar Leben nahmen. Un-jvom 16. d. M.. daß sie mit ausrichtigem Bedauern geworden, daß der Zionismus und im besonderen willkürlich wirft man die Frage auf. wie es denn von den geschilderten Vorgängen Kenntnis geunser Verein eine b.T l eutschen Foriichrüispartei komuie, daß in einer jo großen Stadt wie Witebsk nvmmen und die unterstellten Regimenter ange-! feindselige Tendenz verfolge. . . die Polizei samt Militär mit einer Erzedenten-' wiesen hat, dafür Sorge zu tragen, daß ׳ derartige; Es war uns von vornherein klar, daß dirie meiige von 70 Personen nicht fertig werden konnte, t Vorfälle sich nicht wiederholen." maßgebenden Persvnlichh iten nur Juden geweien wo man doch nach fünf Tagen die Kraft fand. sitlllltwshle» iUi(ll-BtfllH. In Wien ist cs sein konnten. Durch Besprechungen, die ein B»r- 6000 Reservisten zu zähmen! Es läßt sich bei bei den diesjährigen Rultuswahlen zü einem Kampfe siandrmilglied unseres Vereines mit den Heran» de»-letzten entsetzlichen Ereignisse» noch nichl fest-i nicht gekommen, nachdem es gelungen war, zwischen. gebi'rn pflog, wurde aber jedenfalls unum'tößtich stellen, ob die zentrale Regierung, d. h. das Minijenen Korporationen, die in dem vereinigten Wahl-! sejlgeslelll, daß die Führer der hiesigen deuischeu^, srertum dcS Innern, die Ktjchincw-Politik des vcrj komitee unter dem Vorsitz des .Herrn kaiserlichen--Fortschrittspartei, also w,der der Abgeordnete Siegstorbenen Plehwe sortjetzt oder ob die örtlichen Be- Rates Anniuger vertreten waren und der zioni-!mund, noch der Lbmann bezw. Sdmannslcllvertrepr Hörden, die die Plehwe'jche Schule durchgemacht'fluchen Partei, sowie den Repräsentanten der Jü-' des hiesigen ,Deutschen;!tereines". der die Lrgani haben, aus eigener Initiative die Judenerzcfse in-, disch Nationalen cine gemeinsame Kandidatenliste; salion der Fortichrittspaitei am Sri daisteUl, Mit szenieren. j zu vereinbaren. Dcmzusolgc wurden die gemein--der Sache etwas zu tu > hauen. U iierc Gegner Jitklrche milifärdCSCrtCHre treiscn in immer! samcn Kandidaten: Baurat Ritter v. Goldjchuitdt, hatten versucht, künstlich einen- (ix-gensatz zwischen größeren Scharen aus Russisch-Polen in Galizien ei». Am SamSIag langte ein solcher ^ammclzug mit russischen Deserteuren in Krakau an, in dem sich 400 Flüchtlinge befanden, einige vog Frauen und Kindern begleitet. Unterdiesen 400 befinden sich 362 Juden und nur 12 Christen. Hilfskomitees in Galizien befördern die Leute weiter. Wie die chdijchcn Flüchtlinge erzählen, bezahlen sie den rujsischcn Grenzsoldaten 12 Rubel pro Kopf und dann läßt die Grenzwache die Deserteure ruhig hinüberlausen. Manche russische Gcndarmcricbeamte lassen sich aber, wie der ״EzaS" meldet, pro Militärkaiserlicher Rat Moritz.Horner, Sicgmund Äauberr,! uns und der arischen Bevölkerung zu ichasjen, Dr. Markus Spitzer. Baurat Wilhelm Stiasiny. i letztere im Kampfe gegei uns vorzuichnden. nach- Architekt Oskar Marmorck, Salo Landau, kaner-, dem sic sie durch'sattche Darstellungen unserer Be sicher - Rat^Ikeopold Sachs und Med. Dr. Isidor! strebungeu gegen uns ai tsgebrachr halte», um* sied Schnabel gewählt . dann hinter ihr zu ve:stecken. Dieses Spiel de vir Ürfachc der RererVtfte»-U«r«hCR. Ter schloß der Vorstand aüszudecken und zu diese« .Sw,et" schreibt hierüber: ״Tic wesentlichste Ursache.Zwecke sich direkt mit detn Vorstand des ״Deutjch.n (für die Vergehungen der Reservisten) ist, daß die Vereines" in Verbindune zu setzen, um die Herren Reservisten, die Vertreter unseres HeercS, wenn sie Uber unsere wirklichen Tendenzen auszukläreu und auS den heimatlichen Dörfern in ihnen ftemde daraufhin von ihnen ein! Erklärung zu provazieren. Städte kommen, voller Kummer und Heimweh, dort:ob sie das Vorgehen je icr ״maßgebenden Perivnnur Kälte und völliger Teilnahmlosigk«! begegnen, lichkeiten" deck:» wollten dcjertcur bis 1 zu 60 Rubel bezahlen und nehmen! In der Tat, sie ließen hinter sich ihre Nächststchcndcn, Am Sonntag, den 87. November d. I.. kamen oft noch dann den Juden ihr ganzes Vermögen l die Heimat, welche sie nährte. DaS Herz möchte zwei Herren aus dem Vorstand-unseres Vereme«, ad. - Ein jüdischer 'Deserteur bat vorige Woche (ihnen vor Kummer zerspringen. Nach der Armut Herr Ernst Bechert und Herr Tr. Emil Margulies. flehentlich, nachdem ihm der russische Grenzgendarm! dcS Dorfes überraschen sie die Städte durch ihnen im Bureau des Bürgt rmcisters Herrn Johann seine Barschaft, die aus 62 Rubeln bestanden hatte,! unbekannten Glanz. Man muß sich in die Seele.^ Hufjak, der gleichzeitig Obmann des ״Deutschen brüllte den Deserteur mil den Worten an: ״Pa^ scholl won!" (Scheck Dich fort), worauf der ruj-' fische Deserteur ruhig über die׳ Grenze' nach Lesterreich lief, ohne daß von den zahlreichen russischen Grenzsoldaten nur einer die Verfolgung aufgenommcn hätte. Setzer der ״Uorwäm״. Folgenden launigen Erguß des ״Vorwärts" wollen wir unsere« Lesern nicht vorenlhalten: ״Herr,׳ siche dein Volk an! So möchte der wahre Christ oft. auSrufen, wenn er vernimmt, daß der Teil der Bevölkerung, der nichtimstande ist, für die Mosaik der Kirche Mit der weggemeißelten Kamelinschrift die einzig erwünschten größeren Spenden zu geben, sich immer mehr von der Religion der Väter abwendet und dem glaubenslosen Umsturz huldigt. Aber jo dreist die Feinde, des Mirbach-ChristcntumS auch ihr Haupt erheben mögen, so irren sic sich döch, wenn sie annchmen, daß sic aus unserem deutsch(» Vaterlande die christliche Religion verdrängt haben. Lkein, noch blüht die zarte Blume inniger Glaubens- und BekcnntniSsreudigkcit, und wer je am prak- - tischen Christentum gezwcifelt hat, der soll sich jetzt die Liste der deutschen Männer betrachten, die ist dies der letzte Tropfen in die übervolle Schale' einander, die unseren IVoritand veranlaßt, diese ihres Kummers? j Unterredung zu suchen? wies insbesondere, daraus Ter ״Swjet" schildert nun durchs Augenzeugen b!n, daß das Verhalten der Blätter aus irrtüm auS verschiedenen russischen Städten, wir Unruhen lieber, unrichtiger Darstellung und mißverständlicher entstehe». Als in Tschcrkow die Reservisten, .2000. «ufsassung unseres Probrammer und unserer B. Mann stark, einrückten. sperrte sich die Stadt völlig' strcbungcii-hervorgegangfn sein müsse und gab iogegen sic ab. Alle Berkaussläden wurden gejchlosien - dann ungefähr folgende Er'Iärung ab: Unser^Pro- und durch schwere Schlösser gesichert. ES war aiich l gramm lst, soweit psttrreichische Verhälinisie >n nicht ein-Stück Brot zn bekommen. Weder die Ver- Frage kommen, ein durchaus unpolitischer und tan waltungsnoch die städtischen Behörden dekümmcrlen giert die politische- Ge innung des Einzelne» in sich um die hungernden Leute. Seitens der Militär- ,keiner Weise. LS fehl daher unserem Programm behördc war erst recht nichts geschehen. Ta fanden Nowohl als unserem Verc n jedescindß-ligc Spitzegegsn sich Straßenhändler ein. welche erbärmliche, halb-' die Deutsche Fortschritt; Partei. Im übrigen sind wir verdorbene Eßwareu, die sie sonst nicht loS wurden.' ״Juden" un« dessen voll ommen bewußt, was wir der zu Preisen verkauften ״wie in Port Arthur". Die: deutschen Kultur zu danken haben. Hieraus ensspann 13 Kopeken (30 Ps.). die man den Leuten aus den sich emc Diskussion ühch Motive und Ziele unserer' Weg gegeben waren jo ziemlich verbraucht. Da ׳Bewegung, die dadurch erleichtert wurde, daß Herr brachen einige der crbittersten Reservisten Läden - Direktor Mehlhardt. vchr Jntererse für ,1e echült, auf andere folgten ihrem Beispiel. Die bcwassncle bereits im Winter einc^ Vortrag der Tr. Klee in Macht griff ein, der Auftuhr war fertig. Sechzig! unscrcm Verein gehört!hatte, und darum schon in Mann wurden dem Kriegsgericht übergeben. So auch; formiert war. Unsere Vertreter nahmen Anlaß, in anderen Städten. In Tula war gleichfalls feine jjbie Herren dahin aufzüklären. Laß der Zio»i»nus Vorsorge getroffen. Da -ber lieferte» in der Eile weder eine religiöse noch eine humänitärc Bewegung die städtischen Behörden für jeden Mann einige ist, sondern eine nationale, eine Aktion der nativ- Verbreitet die ״Jüdische Volksstimme“.