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Jüdische Volksstimme · 1904-03-01 · 5 (1.3.1904) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
V (1904)
Issue
5 (1.3.1904)
Date
1904-03-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Ar ffdfrfjA um kr 1 ־־־*£״;! ■■־S'C ׳Irr '.!sin ־ 1X4״: fül: - ÄN׳ e:׳- Sitbotfrc י :.!ו <K .־מ B: ׳:reinen Strahlen zu einem kichtdündel sammel». tsuiilel auizutlären, in dem Heine das Nad . eitsjsdrige» Sehnsucht nur eist schatte,-hafi X >1 neue» Mitstteiter im zioitist scheu i'aqee he in Ser tu i'on'on etichetnenden An,;1:ח ״!Ter Londoner Jude" fiur die M»i!e. die im Loudoncr Eaü End zw tchl »I, gab ti lein povuläres, uattoitalge!!, das der Vielheit der Vollstuterefien nahe. Im ״Londoner Inden" ersieht etn oderner Kührer. Dem vi,»'eiligen P:»gram-n»! wir: ״Der Londoner Jude" mach! sich :1:1 ׳ nationale Erstehung der jüdischen Mas,« in 1 ivtil ihr Selbfil'ewufttietn w ilen und!Uhren - um die Ertsleuz, im Kampte tun das Recht Ein besonderes Augenitt.-tt will er der jn nderzirhttug sntoettden. . . Bon den rieten ..tlntle» heben wir hervoe 11■ןe, n> ich- Cttijt: 11115 .)torrespoudcnzen über Bnästina UN" ׳:!ns enthält- An» dem sehr reichen und gl - •tack erwähnen wir den Leitartikel, welch.״ :1 Au'gabcu der eng.ischen Inden besam In ״ ZmntsmuS" wi'd der Aut: ui der S'ginn . -!lad" v.'ii'fs ntlicht und ei» Blies Dr. Wa,',-1s : :iiiin. M onisten, in welchem er;11:11 Tu- : Stellung minim. - A. II. L'lli. der Hch.iffer. Bon M ״e»d EUt. d1-r״Schafie-r"..b,ittt wetftg.-ittttch ütrit- Ösen sas,, vrn Arbetispian fitr den Sag erwägend, lag aus drm grauen Sopha t'rtn snitges W.'tb frim.- in holder <׳>e Etnc weiche, tnriiliific Almoipähre j^T-.b:,• ׳ tchltcktleu EinrtchtuttgsgegettitaEu ״der Seile 5 und rrtrrnt, Plast rrb'.'t, Lrbkn.s,:׳!!. u-!> nur dewtrlete ne mit Wein uni) nun tili liit».r׳i!i fU'ibi’tiT einer une! ttaub eine fra 1u.tr e .manu., nahm.:: 1׳.-;: dankten und qu״״־;:! ’Ji.t.te't'enö Atiii-.e T»-...ס:!׳ vibri'ftei;•.', uerllitb::; 1£■) war der erite B: Seine 11•:9 frtmes E *)Time und . daun lütten nertraumt älte-.e S.11.:! Eitern Sei l׳r״' nullt ln etiiulterin tut ganz verwundert seine stiebenden Hände, wie im Traum, danach streckte w-1- Ser .Lchatserin" sreundlich de». chnd kein Lebenszeichen, auch nicht das leiseste vernahm, “'יי." schwollen seine Schiäsen mächtig an und leine Äugen rollten fürchterlich. Er wollte es nicht glauben und alser es glauben muftte, stürzte er hinaus itnsler und stumm. Eine Stunde mochte 'er über die einiatne fahrstrafte gelausetr sein, bis er das Rachbarilädtchen erreichte., wo die Häuter und Hütten gleich Kogelitestern an den baumbeslandenen Hügeln!,tng.tt. In eine der kleinsten Hüllen trat er ein, finster und stumm. freundlich und redselig bot ihm die Mittler des Belsrrs einen Sessel an. ״Sic können ja hier aus meinen Sohn warten," iagte -das greise Mütterchen, ״er kommt bald vom so iroiitm seit dem letzten loblle o.r.r e-:.n .tireatur er livb ech .. t lietfteuZi:,׳. -i:», ei: :׳. r.r :: einen siletderichrank . nicht aus den Augen. :: zu Ende. Ein vermit den Händen vor!.:chtelud: : ka Ruuten, :. Humen!.." allen und lranken, einige .iituosett in Empmng, v. mg au, al-.-!er a!. Stückchen e.okuchen ein der als Ahasver.'! Beten, er m überhaupt er sie verichlingcn., Purtut!lauen 1; 1::!.r des :::abm. Bei'er tu.,: S:1::i::ch: 1:1! •'.׳ 1: ׳ :.־׳ beut Rachbarilädtchen ertt :reu ׳.liachbaru geroeien, als üii'.der zutammen gespielt, u -?> >g udjahre zuiatunten e:>s s der gutgenellte, -.:׳. Mädchen den armen ...tu Lage an eine Und diese Sehn mir detlen er frtme umichlang L.r Si-׳i׳r ׳ r:e und tletichte seine raubuerarug.n?.! :;:1: die ,!»dnuglichkeit ®e* -)io 1:as Ahusver" ntch-: ivnderltch behagte. Endlich näherte er i:.n ׳einem ALetbe beugte sich herab und 11.1 ׳teile: fruit, l.h.'tt, oerichau e־• D nicht, die Meisken Gedankenlos nickend verlieft der Schafier die Hülle und ging in das Bethaus. Das stand am Rände des Städtchens mit seinen Hellen Wänden und fenitern, tote ein ä>lusieünitt einer besseren Welt, lieblich winkend, und die frühlingsionne breitete aus den Weg dahtn einen Strahlenteppich aus. und rot. du 1:-: ׳:: ja, du muftt vorfind haftliä, sichtig nie!." frinte errviete, ^י.. as de» ״itvntg" noch mehr!׳ ״Herr Schalle:, d.r H tonte es aus dem aufios:׳.!. Lite war der Scha-׳.: Weib ׳vrigegange!! ' fegt hatte Ahasver 1 mit der Svoren, gierte 1:1 in sich den Wein itnable.׳'׳': er ein unieltges fetter!: a breiinenSen Haus, tu da - 1:: iprtpi und ans desien W: .:׳ unvetwandi narren- :.׳ und retzte. . Brrwalt-r r:!׳:," er- .: fimnter. ::..:williger vgn seinem ..:n Spielraum, flirrte-, . den Augen und goft und hafiig, als wollte 1 Was will ich dort eigentlich? fragte sich plötzlich Ser Schafier: werde ich denn beten können? und wozu auch? Ihn aber — ihn sollt ich eher hier am Weg erwarten. Aug um Aug. Zahn um Zahn! Mag auch ietne Mutter dann hrlilvr dastehen... Er hat mich um nt,in äiind gebracht... Ich Hab Ihm den Do! geschworen... Sas Herz zuckte ihm krampihail ztt'ammen. lÄentissemn Schrines nahte der Jüngling, dlaft und scheu, den Sesilinsack unter.dem Arm. Sie Augen des Schaisers blitzten, seine Rechte erzitterte und hob' mit — — — Ab,r keine Waise, kein Werkzeug war in ihr, womit er toten kounte. Erst setzt war er dessen inne. 111:9 das lHeiüfie nach Rache schwand wie Rauch IM Winde dahin. Und die' dunklen flecke, die vqr seinen Augen durcheinanderschwirrten, zersloiien wie -.liebel in Licht und .)elarh.it. ״Setu öilück, du kommst vom Bethaus," stau: titelte er. Aber der Jintglina, der sein boies tiiervtsieu Doch glich er einem' und die einstige Drohung d.s Schafiers genug zu ggnze Ströme Wasser ' ahnen gaben, ergriis die״Hand des ,'inneren Mannes :11 und Räumen trotz und ilchte: ״Berzethe mir, ich war damals wild alledem die flautmen immer wilder hervorlodern. . . und wie wahnsinnig. Zu Purim trinke man soviel. Sie Schn׳«»! schrie: <'':׳>!. nimm, was dir gehört Ich tvollte dich schon iruher um Berzethnr.g bitten, und sei es auch nur aus '.einen aber.ichfürchtete mich vor dir. Jetzt kommst du; zu mir — sag, ist deinem Weib nur nichts gc'cheheu? Als s!ie Att'merk'aml.it der Anweienden , in Ich iürchte — du ichwei.zst. . ." eine andere :litchtung g-.wendet war. sprang er blitz- , Wie aus einem schweren Traum auigerütwlt, artig an Sle hegehrer.swerte frau heran, ttut-fie'zu i begann Ellt: ״Du hast recht — — daft du fiagfi. Itmatmen... — ״ Wer weift, was mein Weit! macht — Sogar Stc schnellte empor, eilte,!tue verwirrt, zur nicht umgeichaut Hab' ich mich nath ihr-nur Sur, noch ehe es :etnand bemerl.n konnte und lies gelausen bin ich, als ich es dcstimmi wuftte. . . htnaus in fro'l und W:nd: de: Lehrer -ihr nach/ Wozu ich gelausen bin, weift ich nicht. — — Mitkeuckend und gluv׳nd..:!genommen Hab ich mir nichts-und wenn ich ״Herr Seuafier, Ihre frau laust nach Haus."! auch alle Watten der Welt geheibt hätte, ich hätt's (iMct.-it einem verwundeten El'.r stürmte der Lchasser. niecht getan, denn, wie du mir entgegengekommen hinaus, durchs Dori. dem Ha:t׳'e zu, über den \ bin — — und meine fauit sich ichmerzhast ballte, gltttchige» Weg. wo eine tfiesialt die andere jagte.! da wurde sie plötzlich krafilos und eine Stimme Seine Augen tollt,n, seine Sct'lä'eu"schwollen an,!ries in -mir: Tod und Leben — das hängt von seine Mundwinkel b.bten, feucht vom weiften Schaum Einem ab! — — Du bait recht: ich mutz ׳chatten, der Wut. j war mein Weib macht " " ~vui) erschlage dich," schrie er wie beieifen,1 Und der fintiere Mann eilte nach Haute zu Lump ich ,-:schlage dich!..? frtute, laui nicht!". . i sehen, ob seinem Weibe nichts geschehen iet. Sem Da rutschte sie aus, sank mit rin.« Aus'chret Blick verlor sichln die htchen unerHündlicheu Welt- und lag aut dem kalten ichne.'b,-deckten Weg. räume aus der Suche nach tüolt. B,lser aber lies und hastete an ihr vorbei und Wie eine goldene Schale voller »׳litten l!::.g ,nahnjjnnig!veiler. ' die Sonne am Himmel und keine Wolken trübten Ich erschlag' dich,wenn was a.'ichiehtl" donnerte dte Höhen, ihm der Schaiier nach. ' j Er aber lies dahtn ichnelP und atemlos und es Ängstlich livb er sein W,ib empor und lrugfivar ihm, als Hörle er seine frime Still׳.-. Es war Rachmtttagsruhe. Sa toutde auig,rifien und herein stürzte ein rotbackiges adel. :!irtdete sind da!" ries sie. wie jemand, der rebtnusl meldet, ״sie find zum H.rrn B,rgangeu, doch sind' auch Muslkanteu und zu." Damit verschwand sie, wie ein Wind. :!; dich der Weier!. . .“ fluchte der Schaiier, E itwuri des Arbeitsplanes ohne Beistand .׳älters Schwierigkeiten bot und nun gar ׳ .׳.:rde. "'-te erhob sich indessen behende, das! der :s dem alten Herrichastsiopha ׳vriihie -und hatte, utmm. zu ihrem Mann, mit bittenden Lächeln Augenblick! :veichen Mund. Der rauhe, schwär,zbärttge starrte aus dies aumutige frauenbtlü mit ■ neu und runden formen wie entzückt, zumal Augen so imtderbar strahlten, als kämen sie Land der Ahnungen und Träume...;. ein Junge iitiif, es teilt!" iltiiterte er . .tu er sie zart und behut'am an d,n weifte» säftte. rchon wieder, du .)!indernair," jagte sie neckisch, un du schon ja so lieb und gut bin. iüor' nt Berwalter hinüber, ich will Musik hören, rde ich noch so trüb, wie ein altes per Weib, und dies könnt jemand schaden. ." - in, das geht nicht," unterbrach er sie, ״wirit : Aleu, ausregen und Wolt weift was noch." d sie schmollend: ״Den ganzen Winter hältfi wie im .)ierker Zwei Untethaltuitgsabende ׳z waren schon hier, ich durste nicht mal :. ich wollte auch nicht, schon d,s Tanzes Aber heute, wo es blvft eine unichuldtge 1-ttttq gibt, heute will ich htugeheu. Es itt ja Allein »'ott, was war das für eine frohbei meinen Eltern — alle die Maskierten, als Hatitan, der andere als Ahasverus und '-fiel!..." Dabei schlüpfte sie in ihren Mantel, u Pelz umbrämt 'war. Und fie', beinahe vertitniitmt, aus dem gültig,״IH'itiu I »ד»וד.«וי1 ר! *ז.ו1זזיl)C .*׳. . luiumcn 3tube lcgu׳ er kine ©attin .!:d unter ihrem Arm, denn daran war er i lauft aus das graue Sopha. Es war 'ich ihr keine .,׳wohnt; und auch sie konnte sich nicht eines;Spur vom fäll zu finden, ttc!itblte nch nur erdes Staunens nicht erwehren. Es berühtte t ichopst und traurig. Weshalb ge weggelauten war. «r peinlich, daß der plumpe Mensch so folg-! kontue sie sich nicht erklären. Ihr war nur, als ob »ö so zärtlich war. denn sie fühlte, daft es!sie der «.ist ihrer.)tmdhetl. vorwunsvoll angeiehen hrttwegen ge-chah. Er gestand es selbst ein, hätte.. . Auch andere Gemhle waren tu ihr. aber ment kinbe sehnte er sich, wie ein Durstiger!jo unklar und durcheinanderwogend inen! Tranke. Wie hatte er nach dem Tode ׳ um . Der ׳ rannte tote. flüstern: Wo: beiorgt aus seinen Händen ins .»aus.. Sein Blick bald daraus i verlor sich in dem hohem Raunt, wo die Rachmittags- )ent glattg,״i sonne wie ein kalter e^ilberichtld lag. Wie, wenn Schnee dem Wohnhaus des Perwalteis zu.! etwas^geschähe?. :e verschämt hielt der ungeschlachte Schasser 'ן _ In der wa: ׳:geborenen — vor einem Jahre war'S — gegen te'grollt! Wie' ein Heide hat<e er in seiner ׳ .lilung Gott gehöhnt --'bis sic das erlösende iänstigende Wort fand: ״Wott Hais gegeben, bals genommen". Siete Erinnerungen abschüttelnd, trat sie in detj -11 Wohnraum, wo Mufikauteu spielten und fi-ele ihr tolles Wesen trieben Am ganzen .)iörper zitternd, iaft der Scharfer neben seinem ruhenden Weibe' und wiederholte ab und zu: ' ... , ״ ״Wenn, Gott behüt, etwas getchteht, daun erschlag ich den Elenden." Seit diesem Tage lebten die beiden tn immer• währender Angst, lind als nach einiger Z,it —־ da die Bäume bereits Knospen l'etzen — ein .)ttnb zur Welt kam und der Schasser verhaltenen Atems hat's gegeben. Gott hat's'genommen. " Lttüchlern schlick! er in die Stube und da ,z sein blasses Weib gewahrte, wie sie. still und verlasse», traurig aus den ^eiffen schaute, sckpttch-,!,׳- er wie ein itmö: .— ״Du lebst ,a. frtme^ ,' ifsrrerpsniienren. w!Ü stw rie trimer Tmricncda׳! erbauen. Eme -reniwinion von I-'׳ Lu7ngeuon<n »ft nm de׳, weliercn Prsdereiiung der Augel^^nkeu deiraur Tl? i57׳!irnuns eini's Lvielplo^? im ^nmewald itt von dom der BoUjaek- Turnq^ue an moftz^dender Grelle worden, bte betreffenden B!» - dandlmrgen werden v׳n Pro'.nos Lr. Reinhardr nnd^re ienor Tr. Müller qeniL׳.:. .u17 Än'nadme des r.drlm^s׳ lu'.nend in den öer ,i0:ldklJllttgs׳ch..kett n׳nk .״?eir enriq «ginen. Bon den Berliner Turnern m an den 4t eine Eingabe gernbrer.in der gebeten wirb, daft den KorldlldnnqsjL!!ier« da» Turnen amlliL emvwhlen ,mrd und da» ne mb^liqst den Berliner Turnvereinen überwiesen werben. Äm Loumog den 7. Februar w^rde da» Tenkinol. das ׳'ur den lanojadrioen TrreNor ^er hienqen Tu:nled7e׳.dilvunoe2nnatt Verbreitet den ״Jüdischen Volkskalender“.

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