Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- IV (1903)
- Issue
- 19 (1.11.1903)
- Date
- 1903-11-01
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/2621806-6375623-6375805--0704-4860183- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Odesa 2× ep/1000834
OCR text
'.ttr. 19 tK1bf1׳. &ie össeiilliche Meimzng so vollständig igm>. rieren!omi, luic er es tut. 11m fein;{>tl zu erreichen, tu '.,Irt und Weise, wie ,Streb« überhaupt den '•.(!U'eitrctcrpottfn erreichte, war cbcniaUs ganz nnwindig und ungesetzlich, Tie Mittel, die er anwendete, sind so niedrig, daß di« Wgrte einer ju jüdische Vol^stimme Seite 5 eine össentliche diültett Zeitung erklärlich sind, welche sich folgender- ,näßen äußert: »D>r beste Teil her jüdische» Gei.1-״t,a>t Odtssas ivirst sich jetzt vse Frage an׳, was werde, wenn ,Strebs gewählt,wird; wie man sich von der Schande hüten können?" >;,1d1 dein Tode der Odessa«: c Rabbiners Po- ,:: ranz hat es ,Strebs gegen de, Willkn der Ge kt־;. und ohne sich zu interessieren, ob er erwünscht zuwege gebracht, daß er an administratioem der Gemeinde von der Behv: de als Rabbiners ' .1׳. rtrrtcr oktroyiert wurde, :d seine Stimme gegeben ,Esr«!" in Berlin ..__ 0״n ßalättinafreunben, welche' am' 1‘J^ cTtöiTcr 1m -saal! des Fürilenbergbrän iianianb und ein zahlreuhe-- Publikum vereinigte, unter dem sich auch auswärtige Telegierte besanden, den Erbsinungsaniprache» der Herren 4.l, Tor» und Tr, H >'l b es ge i me r sand ein Bort nag von Tr, Alfred Rosiig ..Unser ,stol o n i i at t o nspr ogramm" natt. ' Zunächst jorinirlierte Tr. Rostig das ,Stol o n i > a 1 i^o n s prob l ein. Er sagte es in die ׳seag,: ,Ast der Plan der Gründung eines autonomer jüdischen Genninwesens außerhalb des valä stinensi-chen vänderkreises der unentwegten Hortietznna des palästinensischen Änsiedlnggswerkes ohne alle strästezeriplitterung vorzuziehen? , , , ״ , r.j,.v.0- ^cii* jiöüri) l1>1L ibmjblfjii ift im OJrnnöf fi» fpl pn in 11!11(1» י i jdjt’״: , ,achdem ihm diese j ,Allmählige Ansiedlung unter iinsenweiier Anslrebunq waltigung^ gelungen, war. achte ,Str.e bs 1,1; iiumet höherer politischer;Kerbte — oder voranneuen Stellung, in tuelcjer^ er doppelten I geheizde Sicherung der höchsten politischen :liechte ,:!1 bezieht, nämlich den vvt Odessa und den? »nd nachfolgende nwglid1nra>ch: Massenkoloniianon?" südntssisch-jüdische״ Rck rbaukolvnien, ,zerntr bemühte sielt Tr. :1, v s ׳ i g nachzuweisen daß er jrüher den Rabbinerposen bekleidete, die i das!« n i i ed l u n gsw er k in Palästina sich 1 .mdeverhällnisse kennen zu Urnen und sich die: hei,tö vorzüglich bewährt liab. :*i gute AusitckUett wutdien der Leute zu geivinne», dies konnte ihn, sür hie Zitkuns, biete, »nd daß der Weg der lang- ::ch nicht gelingen, aber ein-Strebs läßt sich nicht -::uiigen. Trotzdem eS vorkat»,:dag ihn viele D, nicht empsangen wollten, saß man sich viel Versammlung Kolonisations-Vereine durch eine kräftige Propagandä und die Gründung neuer Vereine dieser Art; das Zusammentreten und die zentraje Organisation aller ,srolonijationsvereine: der Trlhale Zusammen-' jchluß letzterer mit allen jüdischen Körperschaften, die sich sür Palästina interressieren. und die Herbeisührung einer dauernden Verständigung unter denselben zwecks eindajtkicher Führung der Änsiedlungswerkes." An der mus den Vortrag solgenhen Diskussion ergriff zunächst Villa Bambus dar Lori und eytwickelte in eingehender Tarstellung den gegenwänjgen günstigen Stand der Paläittngkolvntiation und die.Aussichten eisier Besiedlung in größerem Umfange. - Prosessor Pt a r b n r g. der Vorsitzende der Ostasrika,stommi'siön. erklärte, daß das osiasrikani-che Projekt noch keineswegs ganz ernstlich ins Auge gesagt wurde und entpsahl -snr Pie Rettnngsaktion besonders Vorderasten, welches er als das vorzüglichste und'aussichtsreichste ,slolonijationsgebiet der ärde.bezeichnete. .Tr. Ara»; Oppenheimer betonte es, dag er aus önentlich rechtlich>>Sicherung des Ansiedlungswet kes Gewicht lege und-daher, io lange eine iolche in Palästina nicht zu erreiche» iet, angesichts der dringenden Rolwendigkeit einer'Re:- tungsaktton sich auch rnr ein englisches (SSebie: ent s a me 11, rechtlichen sl olon 1 iatio ». die nach! scheiden würde. Tein gegenüber fuhrt-: Tr. -Hilde sn ,Dh nach zu einer Gr og k o l ö n i s a t> 011 mit politi'chent Endzweck anwachie, durch die geschichtlich! oifeiiluch weigerte, ihn, die Hand zu reichen, Ersa trnng und die Volkswirtscktastslehre empsohlen werd Frt :neu.- Sollte :.nen. io tvird Ter Bericht ,',»es politisch:»'Zioniit-.n, de mann, bezeugt es. dag sie ,Sir,je des Pa länua-.stolvntiationsweikes völlig nberivnnden sei. Ein'anderer, politischer Zionist, Tr. O pp endetn,er hat in seine,» Ansieslnngsreserat die langsame׳ ,Siolczniiation als die einzig richtige bezeichne: »nd er seilte Bemühungen nicht iuj.' Undals alle : iirengitngen nichts fruchten wallten. versuchte er di-, Aermeeen durch salsche Aersprechnnge» »nd .׳!..׳ Wühlereien aus seine Seile zu ziehen. Tie .'ereil Rabbiner hat er durch das Versprechen. Einlniiste zu vergrößern, leilwetie wrrlitch ge r dieses Verjprech.n et,!halten: put )er raschen Massenkoloniiaiion gewarnt., eine einfache Ansbentnng derj ־ Ter Vortragende entwickelte dann das neue, erumeu D t Annen die notwendige Folge sej» 1 weüerte,stolonisgiionsprogrami» für Palästina Man Für ,Strebs ist nichts zu ichwer. Ahm war \ bat . ans de!» letzte» Zionistenkongreg den 'Verlust :■ niogsich, im Momente der allgemeinen Volks-! Pale sli'nas beweint. Es war gar kein Anlaß hierzu ':.e, :,! ,die Intelligenz mil Vorwurjen zu überhäufen. - vorhrnden. Rtemals war uns Palästina näher als sie sozialistisch gesinnt hi, er sckiamt sich nicht, j jetzt, :׳: Vorschlägen zu kominen. dag myn gerade jenen . Das i rnngsorganen Tankbarkeit erweisen möge, l richt l .sie da; jüdische Bolkrgesühl S-krsit für Schritt: kauf! ■*? gröbste verletzen. Ties Alles, nnt je ine Ans-für t'ten zu vergrößern. An alle Vere ne weiß er sich' :׳zuichleichen, er bcritft Vereinzveriaininlungen ein, »er er seine Anhänger plötzlich, ohne das Publikum daß ritandigt zu habe», von den Rabbinerwahlen iiin .:r.chen läßt, Tie (SSemeitidemitglteder benützen kleir as kolonisieren musicn, weil und vorläufig ver׳chlosi>n in Palästina zu . -Tieie Gebiete Gelegenheit, um ihm ihre Verachtung zu zeigen, emp ehlen sich snr die sofortige Rettungsaktion; io u-lt fehlt es nicht an würdigeren Siandidate». So wir: die Behebung der Jndeitnot mit der Wieder lindidiert z. B. der befauute Schristneller L e vtn aufiichtiiiig Zions verbunden werden, Tie ,stoloniod der zionistische Vertranensmann Temkin, der satti'N muß auch st ä bti j d) e r 11 nb 1״ öuftrie Iler | ׳skalier lllabbiner M a j e, der die größten Eyanzen 'RaIur . rnte wo das Ansiedlungswerk aus beitem ׳Wege ist jüdische Volk - wende: fiel! instinktiv auf den gen Weg Rene .stoloniiations- und Boden- -vereine entstehen. Man hat den Rationalronds osorlige» Bodenkans beilimint, Tas A n t i ed I nn g sa »! t ist in eine itimmig angenommen" e Phaie getreten. Heute leben wir et». » wit! auch in den R e b e n t ä n d ׳ e n P a 1 ü bei me ז aus. daß gerade die Größe des jüdischen Elends und die Tringltchkeit einer Abhrtte es zur Piktch! macheti, nicht Cie Erreichung eines' Eharters adzuwarten, sanbgrn zunädisi aus kolonisator׳,sd):m Wege die Rettungsaktion in etrnchbarem Umfange zu snhreu und si-. nach dem ilanüe unserer Vater lnnzulenken Ephraim ,Si o h n itberbrachte den Gruß Spr jüdischen Pioniere in Palästina und betonte, daß' man -im Heiligen Lande die Täligleit, des -Esra" hoch bewente. Tavis Trietsch erklärte seine Völle Ueberscnnimmung Mit dem Rosiig'sche» Rrserat und eatpiähl insbesondere die inLusir-telle ,stoloni-altoii in der Rahe der Städte als Mntcl, am größere Mengen südlicher Bevölkerung im Orten! anzunedeln Berlhold Aeiwel sprach vom Standpunkte des polili'chen Ztonismus, dessen Verdältms zur ,)toloniiatte'nsbew.'gung er zu präzisieren der suchte Tie vorgeschlagene Reiolntion wurde!!:erat:׳ mit einer beantragten itütn>'d)ett AenLerung c ׳.?,-- An Wien wurde iittiasreunde gegründ-.t- 1-. i-.t-.x Ver-.tn d>7 P-ilä ZüSischer ITolhshtrtrnörr. weigert sich int Vereine iita Sl rebs zu kandi -re», da er dies, für »»würdig häll — aber,Strebs ' die Regierungsorgtiie, in deren Tienslen er sieht, ' iyincr Seite. 1 | Sv ist die gegenwärtige Zttnat1one״h>' Odessa, ׳ - nschon die materielle und redilliche Lage der ten in Rußland eine jo ui endlich :: wie viel lrauriger ist es roch, iver i nen Volke korruple Andiriduen in xiellnng sinden, die jederzeit de:eit sind, - e» Aeinden aurzutiesern und, an den Rand des Errichtung!,׳in; die Anden müssen im Orient alle Betreiben. Alliahrlich tm Hochsommer bekommen die!u- Gründliche Eesor sch n ng sar dr iteמ bischen Gemeindebeainten die schmetchelhatiestcn Briete!1-,m<e:1 der neuen ,Siolcnisalion vorangehen, Tie aller jüdischen Buchhändler, Wenige Lage später ,Stoliniialion selbst mnß aus (Ssrunb einer La u' bringt die Posi ver'chiedene Pakete und heraus rallen eritden Verständigung " -■ . - ״ •>-c. s_ aa.,. aller int Cnent ■!üdiiche Stalenber sür irgend ein Aahr der Welt von. tätigen jüdischen O rgantsat i on e n erfolgen.' .'׳OOE auswärts zum geneigten Vertrieb. Ter Per Sie muß immer höhere rechtliche und po-: trieb ist nicht schwer. An Westeuropa ist der >ta ׳grnndes zu bringen. von Häusern, die Perm in de rung der ruinierenden l and Wirtschaft -tichen Steuern, rndlich die Ausdehnung!des Prinzips der autonomen jüdischen! Gc meindeveriv-a lt un g bis zu den. weitesten' | rechilich politischen Grenzen I Tie Mittel, zur i Schon seil dem Minsker Kongresse konnte man:planvollen, zieldeivußten ,sivlonssalion 'i u ß la n d eine verstärkte Aied er ausn ahm e; bestehen in kräftiger Erneuerung der ,stoloniiationser äl o to nisat i o ns bewegun'g wahlnehmen, vereine, in ihrem Znsammenjihlttß zu einer Zentral- .^US -er paläSina-Mionisations- Bnufiuiiif. -1d)t nur, daß die Verwendung des Nationalsonds ״nn sosorligen Terrainkans von Palästina empsohlen wurde, es bildeten sich überdies neue Bodenkansvrgantsatiün und ihrer Vcreintgiing mit allen anderen jüdsichc» Paläsiinasakloren, Am Sinne seiner Aursührungeii schlug Toktor ׳äuwssenjchaslen und auch die! ganze Täligkeit des Mossig eine- Reiolntion vor, in welcher die A-igenilUrs ll s s i s ch k i 11 10,11) aus fförderung der Versammlung angesichts der besriedigenden und aus -nrektzn Aktion in Palästina gerichtet. Run beginnt auch die Stagnation, in der süh die tiolonisations- ׳wegung tm westeuropäischen Aundentum un- -cngbar befand, zu weichen. Maßgebend war für die?t'Ubelebnng der Stolonisationsvereine in erster Linie uer Umstand, daß die wirlsshastliche ,Sirtsis des AnsiedlungswerkeS vorüber ist. Laß die letzten Aachrtchten über die Enlwtckelung der ,Stolonien Palästina außerordentlich i r r 111 u n t e t n b sind, Ainlialive zu einer iicucrltchen, regeren Tätigkeit i» Palästina ift von d,rBerliiner Propaganda -s! om 1״,sjson des Zen tratkom i tees der ,Stolomiatioiisvereine ansgcgangeii. Aus Veranlassung der Berliner Propagandasicinmission veranslaltele da« Zentralkomitee de« sichtsreichen Entwicklung-der jüdischen ,stolonien Palästina beschließt: ^Tar Werk der Reubesiedttlng Palästinas durch Auüikn' ist unentwegt und mit erhöhter Energie sottzusüyren; es soll durch Erwerb geeigneter LLkdereien vorbereitet werden: "es soll sich nid» nur aus das türkische Palästina, sondern auch aus Sorten erstrrden; nicht nur tandwirtichastticher, sondern auch städtischrr und industrieller Raiur sein: aus Grund entsprechender ErjorschungSardeiten und nach einem einheitlichen Plane erfolgen; es soll durchaus legal sechund sich mit der Lrstrebung iatmer höherer rechlliHer Garantie» verbinden. Als Mittel zur Erreichung dieser Zwecke werden empsohlen; Die Belebung der bestehenden Palästinadasselbe darin: Vorne das stalendariuin Märkre, rückwärts die Stemvel- und Postgebühren und in der Mitte die Geschichte eines Anden, dem es anfangs schlecht ging >ttid dann gut' und Ivesü er nicht gestorben in, io lyct er beute noch. Unserer Ansicht nackt wäre es aber längs! schon nichtu hrung dieser jZeit gewesen, daß die südischen, wissenidiastsschen und anderen ,störperichsiten sich um dar einzige Buch kümmern sollren, welches vom Volke gekaut! und gelesen wird. Aus diesem begnemen Und sicheren Wege lönnien jüdisches und allgemeines Wissen, könnte» nicht duselige, sondern wahre Ge׳.ch>chten aus hem wirklichen Leben belehrend und au'kiärend in die Massen gelragen werden. Tiefer letzten Ausga'de unr-'rzietzt sich nun schon wei Aahre der Brunner ,Alidiiche Blich- und,»uiu!- Verlag" und Hai damit eine kulturelle Wwkiamlett entfaltet, die ,hm nidu doch genug ",angerechnel werden kann. Es in demerkenswerl. daß er seinen eigenen -Kotteil wenig i» Bedacht nahm, weil er einer alteiggesühtten ,Konkurrenz von vorneherein mit einem höherey -Preise gegenübertrat, obwohl die Fülle'des Gebotenen einen weit höheren Preis rechtsettigen würde. Alles bisher Tagewesene an Kalendern 'iricht auch nicht im -.entsernteitcn an äußerem und innerem Gehalt an den B-r ü n n e r Aüdiichem Valkskalcnder - diesen Ramen wird ihm da- Volk wohl bald gebt», wie cs trüber nur den ,Präger Kalender" kannte,— des .׳An bsiche» Buch- und.Kunstvertagein Brünn" heran Gedenket des Konditionslosenfondes!