Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- IV (1903)
- Issue
- 19 (1.11.1903)
- Date
- 1903-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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~T7־_ Jahrgang. ,?Bvümt. 1.?lovernver 1903 \ . I ■י : ׳':: iviii־ Utuiiiui nnlt>iüiult, K j j--, * t?1׳!un1Urttrt «lau^Amni «,'.n! >״'.׳. 'ti.u;lau1זוס •־ ,Vanf1־1־ut, ^lahcu, ♦Jurte־. Kutminrni. •sal’iat. \M;;! י. יי: t:n;\ Li *:V״i o iHiijicö;um l>1k->frika-p,rojckt. 1 :!'in Beilhotki ,\fin1el. ,jipei M»1ate finS, nunmehr reu D! 111 ״hiüori ,' noiiatiiie vergangen, Der — ivenignens Uko : :üti — das Projekt der Begründung einer jndi'che» .1 ,!onomie in L nckfnka vor der Heimnätlengründiimi Palästina dem Programme des Zionismus ,;:!ge- 1 dal, Die eigentümlich- Fieberhino des;!an- ׳-'es. von der Tr, Her;! jung,!sprach. m!»denen ,׳ die normale Parle,leinperanir herabgeinnke»,!, - wenn es jegt Sturm und Leideufchaf! gidl, io - man ihren Grund nicht!liehe,!11 der Neigung!allen Aufwallungen iuechen »lüiien. ־die ein be noeres,genn!eichen uuieres Zechs-Tag, Pailameni.s n mag, ,jondern in der Stärke wohleriaßter Gegen! ff.-üie »ach .Mampf und Ausl rag ringen, Fmnier :,!, immer denilicher formulierl stellen sich Mi- ׳-״--!> gegen Meinungen, Wögen sie auch sonn ne'ch!e:!r von Gefühl und Temperamenl. von Phan :, oder Frrium durchsetzt sein, Tas be-zieht!ich : allem, aus die jüdische Presse, die-allerdings :r dis;11 einem geivisjen Grade als Repräsentanz 7 oiienllichen Anschauung angesehen werden kann. Wenfalls — wenn wir heule kurze Rückschau und .,michau halten wollen, werden wir es nicht all;»- ,wer tun könne», wofern wir nur Geschriebenes . ..־• Ge'prochenes von, allerhand Ueberschwaog los!,,.osen wissen, Noch ist der erste Schrill der ״^anDiuihiiie“ ‘ t.t geschehen, noch ist die bei de» Zioiiinen berulnn; g-, wordene Erpedilion, die das zu kolonisierende Gebiel - üA'rikas erforschen soll, nicht ausgebrvchen, Ader ,an ,11 das Eine sasl sicher: Tie allzu voreiligen - chusiailen. die von einem Fudennaal am M.-nia dir Lösung des Auswandcrungs Problems 7'iirniien,. die ״^ioniiten“ besonders״ die diesen ,bennaal schlangweg gegen den ihrer Meinung nach dlematischen von Palästina eintauschten, werde» n TplinuSinus ei» wenig reduzieren und ihr , iiihaatlertuin schon nach anderen Ländern n wir z, B, nach Madagaskar tragen »innen •> Berq riLk bie;u bfu flrntet d׳«׳e!brn im 7,de:b^׳k von un) Wen-. JeuM'eton. ״Was ln r". 7N Tam! grilLINanII, — Aas deal e-eb:«ea!--i> voll Paul Bra''. , Auch damals ^an jenem Schewuostage. da ,chieie die Sonne jo glühend, die Welt mit Jubel ullend, Tie Böglein flogen zwitschernd nmyer, Flügel sonnvergoldet, Tie Fliegen schwirrte» 7d zummten mir manchsüßes Gehei1n»is--z11, Wer ״al .nichi jene heiligen Ahnungen und Geheimne, die unser Herz jo freudig bewegen, die ,:muiig eines neuen Lebens, das Geheimnis der ,atur, die sich neu verjüngt, eines gebrochenen n.rzins, das wieder gesundet! , , , Auch durch die Tctiul" ging ein geheimnisvolles Flüstern, das so und heilig klingt, dar von den Toten zu. »ns ebenden herüberrauschh von den Gefilden des ewigen -edens uns zurust mitzukommen, das Geheimnis '■i Todes, der ruhenden Natur, das Geheimnis ge- :ochener Herzen, die nie, nie mehr geheilt werden!. , Lfie erbeben wir, so dieser Mus zu uns dringt, wie!t wünschten wir, daß dieser heilige Bangen uns n,:s bis zum letzten Herzschlag erfülle, bis unser Ledensrad stille steht und wir aller Leiden bar sind, '•:» wir zur ewigen Ruhe jchluinmerii.-tf, ' , llmhüllt im ,Talles" steht der ,Ehasvn" mit - -e Lhora in der Hand, hinter ihm all die Betenden »ü1׳.׳!nu״ Ter Eouloirfch ager des Mongreiies: »Was wird mins ichaden, wenn zwei Millionen finden schon in .'lsrika eine״ L laol nabe» werde»?" der deionders im ,largon unserer ,Frominen" pointiert genug i heraus!»»,, hat deren-, wenn wir wohl informier:! sind, eine Art biiizleller Me'rrekiur in Bezug auf die l Zahleniverie erhalten:!Ts in iine.Molonie kleineren :Lilles, ,0 iür! liunderiian'end. zweihunderitauiind tzi >»s Auge geiaht wird. Und wir Menietien, £>:׳ konlie» lanel) in lasfiiug zu euin, r!lediiliion gegeben hat. Zweifellos in es schon!etzt noch ehe d e Erpedilion ausgezogen lit, sicher, wellt großen Schwierigkeiten die Moloin wenn nicht gar muten, was unter anderem Beraniativn ,»» Aeau itorlande ausgeietzl senz wird. Außer de» Uebelnändc Neger B.votker ziniche oirankbe »o>ch nicht lnnli nglnb eriorehte Schlaikrankbeit. die. die im M.ima, im Boden, in der' ng liegen, sind es vornelnnlich ipere»,; B, die türkische und bis jep! eine Mlei» Mölonisauo» von Weiße;! üderhazipt. io gewiß eine Manen Molvniialion ausge-chloiien erich inen lassen , I,Indem kommen oder, noch ebe an du Molvniialion gedacht werden kann, politische Schwierigkeiten, Tie Ziimmung der Eng länder sowohl in Sn Anika als auch im Mutterlande m de!» Plane eines indische» Gemeinwesens, das aus dem verhällnismäßig günstigen Stück Landes von Airika ernahen soll, durchaus adholü Und es tit mehr als srahlich,, od anaenchts dieser Stimmung die britische Reijieriing von dem wenige» für Europäer langllcheii Boden S n Asrlkas soviel wird'abneben können - wenn sie es auch vielleichi früher!geplant liaoen »zag - wie für ,111 großes!üdliches Gemeinwesen nötig wäre, lleberdies enmelu eine weitere Schwierigkeit dadurch, daß iür Teile des züern in Aussicht genommenen iil.-bieieS bereits Monzessivnen an I Einzelne und Gesellichasren abgegeben worden sind. Tas Eine in jedensakks gewiß, daß man auf de»! Kongresse und auch jetzt iveithin in׳Rußland und Amerika das ,ngliiche Anerbieten als viel bttinitixv-r annahm, als es sich in Wirklickikeit darfiell! Man dachte, daß es die ^jioninen wären, die aus das englische Angebot nunmehr zu antworten hiMen, - durch Eniit-linng einer Eipebitton, igie das ja allen ,-jvg<zrnD-,n oder Schwanfeierlich geiiimnni auch Reb Schiniel netzt da. da? ,Machi'or" in bet Hand, mit unbewegliche» Lippen, .Ter Heizr gedenke der Seele, , Welcher Seele gilt seine,Andacht? , , , Mir narren Blicken, die das , Machsor" zu durchdringen scheinen, steht er da: d:e Buchstaben tanzen vor seinen Augen, Wessen soll der Herr geidenken?'wessen Seele? etwa Per iiiner Tochter?!Tirser? Rech! Re!n! allgerechier Gott, rfie sei von ihm׳ vergessen, -Ter arme Pater - will e jhrcr ja , ״ichk mehr, seines einzigen ,!!indes gedenken. Wie oft chat er es sich geschworen! Hat er diesen Eid gehalten, : hat er wirklich ihrer i» der ganzen ,׳seit nicht gedacht?! Rein! ruft es in fernem Innern, nein! fleh bin ,ein großer Sünder,! der Wort und Schivur-verlebt, , Run! ich schwöre j^tzl in dieser Stunde der Andacht, chaß ich ihr Andhtiken au; meine», Herzen ver-! bannen werde! , , i. | Toch wider leinen Willen tauchen Gestalten ' und Gedanken in deinem Herzen ans, die er nicht bannen kann, . . , l j Er erinnert sich des Tages, an welche», sein Weib Rebekka starb!— vor I* fuhren. Ter Schnee [fiel in dichten Flotten, 'der Wind gaufie und die Malte war groß. Müde kehrte er von der ,Lewajo" , zurück, begleitet von Bekannten, die sich _uber sein,! gefaßtes Aussehen flüsternd äußerten. Toch wie > riß es sein Herz rntzwei, als el\ z» Haine sein ' einziges Tvchierlein Eflerl erblickte, die ihm lächelnd entgegenirai. umstrahlt von holdem Fuqendglücke, kenden des MongreneS. unter B-.cusunq ans div! »iali'che Höflichkeit. Tankdarkeit a Engla it!!'׳.: deutlich lind eindrniginig-nug .von obe .von unten" zu. Gemnle ezeführi »vurde, ßch. daß die brni-che R.-a:er>tnq auf d,e Eitedi::!׳» beiweite» nicht io driitgä^ erpich! üß wie di»׳ genannten .flai'ager" des Mongrenes und daß ne das Ehamberlaini'sche Anerbiele» ׳el.׳n inj feiner jetznze» n'>enal: und Form, Sie den Nicht yon der Monqreßbitznmnedelten Telegiirte» v,rk,at!iu!-,e:t genug cr'chienen, doch noch vorerst einer -'-!,Vision und' B.gu!achl-,ng durch c-,-ersten Pehwiiltii Higli M.-mmisstonchi un:erz!,-öe!1 lane!^!:-:'> ebe die Ervedition zum Aufbrüeche verai-laiu.!werden soll, Pielleich: - ielbn dielen scheinbar 1■ ganz 1111w?!1richeinlichen Fall muß man für .-!nen -,lugen blick ins Malkul;>-,?:» wird Ang,l.g.n:::: icho». in diesenr Stadium negativ erledigt ö»- >. Ervedition »tznvlig werden Tieienigen. die sich wie der Segre:, -jeilen prinzipiell gegenein von ,iioninen z» gründendes lüdi'ches »׳:ineinweien in Snasrila ans .ti-pt.-chen haben, in dem ne eine Turchk eefai::: .־11 11er Gedenket des jüdischen Nationalfondes! des zsiö!»SINUS erdlicklen, baden nun 0'fenb-ch keine Pflicht, die weitere Eniwtcklung der daraus k;::.,- liehen Aktionen, die, wenn sie auch im RaviN des oss>;:eüe>n Zionismus erfolgen, doch tlsrer M:iuu״,g naeti unzioninisch lind, aktiv zu begleiten, W>s d, .r ihre Pflicht und ihr Recht in, das in: -äi tei: es möglich m. den Schärßgunge», die aus :. .!' Pro jekl -anS seiner TaNnfiibrung erwachen k ׳:>>» ,:. akliv enigegenzutreljir Als eine 1'olche g-,׳e brliche Schädigung nicht nur der üoniiiiichcn Lrgansakton, sondern'des lüchschen Pol^e) würden wir er c n>e11.n müssen, wenn der jridvwen S-ssekitlichkeii r.- immer P-ranlassung gegelieki wird, zu glaub-.h, i-aß ein großer jüdischer- Gemnnweseu für I —2 S:.i feilten in A'rika begründet werden könne, wofern die Leitung d-.s Zionismus!vrrklich schon hejre ganz unabhängig von d.n Ergebniüen der EtP^ditien — den Plan aus allerhand Gründen auf! e1-,:e HunderltausiNd ,Molonie eingeichränkt'hat. Hier muß:, das ofsi-zielle Srgan io sehr denen Nnparh-ilichfeit in der Angelegenheit anzuerkennen in > Las Sie war damals kaum 4 Fahre alt, und wir die gesehen, konnte dieses Genchl nicht mehr vergessen Nicht das goldgelbe Haar verlieh ihr, Siefen, jßeiz, 'nrcht das schöne Gesicht, das kleine Münk,! ,':-,! nur ' die seltenen Augen, die. blauen Augen, diz aij das Azur des Himmels erinnerten! Wie weinte er damals laut au׳', als er dieses, sich ieim-4 llnglückes jnc ch unbewußte Mind erblickte. Er umarmte es schluchzend, hob es zu sich und "ließ es nicht, auch wahren» des Beten» und des Madiichsaqens. Seine Stimme non - so hohl un!> fremd, feine Blicke io n-.ati, nnt! o:l die Leute hielten ihn für benommen, : t Und dann denkt er daran, wie ihm als er vom Friedhöfe zurückkehrle ein Eiszapfrn au׳ die, Stirne fiel. Er blickte auf, und siehe, eiir k! zender schwarzer Rabe flog an ihn! vorbei ,idei Tuches bis zur' Turm-'pibe der Mirche .St, Ani Warumhat er damals die Stadt nicht für iili verlassen? , , Ein ,Schadchen" wagte sich dann an ihn hei an, trug ihm, ,Partien" an. Aber eine schaUende dhe feige war die Antwort, Weder das Zureden >cs Paters, »och das Ermahnen der Mutter konnte bn dazii besiimuicn, wieder zu heiraten und seinem Minde eine Snesmutter zu gel-en. Fahre gingen dahin, Enerl wuchs heran, Haar wurde noch goldiger, ihre Augen leuchte en holdfeltger - - und Fuden und Ehr,nen rühmten 1:. Schönheit Enerls oder Enerkas. , , Er erinnert sich noch des eiferinchligen f / ^44642