Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- IV (1903)
- Issue
- 17 (1.10.1903)
- Date
- 1903-10-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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."(r. 17 Aüvijche Solleittmmc jii,• 'tccfwork ein, und auf da» neue fcftert Jvi1::Damcnt niüfjen neue Stockwerke gesetzt werden ..Euttveder wird nach längerer Zeit die stärke iHf ,udtfchen BevölkerungSelementes in Palästina nffdi eine hossnungslo« geringe sein. ivar ich bee furchte, dann werden sie wohl weite, in de», Tempo aiMten dürfen, wie jetzt, dann wird ja aber auch!!,ch:; erreicht fei». Lder die Zahl der Juden im -׳aude wtrd derart angewachien fein, das! die Pforte hu: einem ebenso starken Bewusilfein der Gefahr .-!t:;1t fein wird, als wenn ihr die unverhülllesle Jüdlnkiaatsforderung entgegentritt — und dann w.rbe» auch die ״Praktischen" das gefürchtete ״Vezbol au! ewig" erleben. Rechnen sie vielleicht daraus, dis Juden damals schp» feine Macht im Lande v״ w.rden? Sie mögen sich nur Griechenland an ' - Rechnen sie aus die Sympathien Europas? .r kämen denn dann die so urplötzlich? Und wir sie schon genößen, wer weih, ob sie uns t '.\1: auch noch etwas nützen würden? Tenn vielleicht v! wir damals gar nicht 1»>hr der Türkei, sondern . :.! europäiichen Macht als Herrin des Landes!.»der. Einer der nächste» Kongresse kann das :1.11., Und wollen wir wirklich fo eingebildet ׳, ju glauben, daß sich!eine europäische :>1, die schon einmal dort, ist, die Juden wird!■. 4: den stopf wachsen lassen? Und Einwanderungsr ote einer europäischen Macht werden nicht um- . gen werden können. Siehe Nordamerika und d. Chinesen!" Jedes Wort ein Zeugnis dafür, wie wenig ich : damals — ein viertel Jahr vor dem ersien »gr.ß — die JudensrMe mit dem Gedanken der ,!Wicklung in Perbindung brachte. Schon die Be- -!ung, dass nach längerer Zeit die Stärke des! ,uh•■» Bevölkerungselementes in Palästina yych . tioisnungslos geringe sein werde, ist fast schülerhaft. erinnert mich an jene, allerdings noch bedenk- ״ ׳ יי Leistung “—•־ 1-״.:,— -—-־־•:- >— •י Seite 3 -d,1 ^ege en 11t.. iarum muß das Hauvtgewichh aus die! spräche in den Gottesdienst eingesuhri. die unter logenannte innere »iolonisation gelegt werden, aus!dem irischen Eindrücke des Polna Pr, zess.'S und der deren hervorragende Wichtigkeit ich schon vor mehr l Ritnalmordprvpaqanda ganz Tschechiens >n die blutigats einem ^ahrzem aufmerksam machte. Tag es antisemitischen Wink-, I Blätter Pisekr Brandartikel Ichon letzt 10.(>00 Jude» in Palästina gibt, mögen gegen die erste zioniiriiwe Periammlung lar-ierien. >le auch vorläufig kein geeignetes Mensehenmaterial weil, nun weil dort vielleicht ein Won ׳des verdaritelleii, ist am bedeutungsvollsten für uns. Aus!!luchten ״Deutsch" fallen konnte! Die Zionisten, dieiem Grundstock allein müßte sich schon ein patä-1 werden es wohl nicht nötig baden, den Sckmtz der Efolk entwickeln lassen, wenn wir "Behörden gegen die Aeichimprunss der ,nd>׳ch«n uberhauvt noch an uns sollen glauben dürfen. Helfe»! Religion anzurufen, sie werden ans eigen, r Via-! wir ihnen, sich wsrtschafiiich organisieren, wecken 1 in iöreiu Hause'Lrünung ichaisen und einen Sturm wir ihre Nulturkräste, verieilen wir sie über das entfachen, der diese Sorte Parnassi»! binaiisbla'l Land.' und für werden ohne wesentlichen Zuzug in aus unserer Gemeinschaft Der Unionlalendir absehbarer , M daS eigentlich!׳ Kulturvolk des Lan-' vro 1003 4, ein sehr verläßliches Nachschlagewerk. . N j verzeichnet für Piiek einen Herrn Markus Spitz i!p' des sein. '.1icben ddinneren Roloni'ation darf natürlich!als Porneher und einen Herrn Emil Bank als re. dem Ebre ge!!17:! ״Haschlllliar" ״Hanion^, Berlin.: j Der Zionismus, der dem Wortlaute des Basler! Programiiier nach wenig mehr war als rin Mi’Umr,!!! onsunlernedme» im großen Stile, wurde kraft der!!>10'׳- rischen Bedingungen, die ihn geschahen baden, zur!!;.־־; namaneebemegu» z des lüdischei! Volk s aus allen >senicht die der ausländischen Juden vernachlässigt feinen Stellvertreter, werden, und ebensowenig die .Kolonisation i» Palä- ■ itina benachbarten Landern. Tie elftere soll für eine1 raschere Vergrößerung des Grundstockes!orqen, die : zweite nyhegelegene Reservoire künftigen Zuflusses! nach Palästina, schassen.; Sämtliche Kolonisation aber darf nicht von! irgend einem einseitigen Standpunkte aurgehen, wie er immer der Entwicklung m» ihren mannigfaches Bildungen »nd Anforderungen widerspricht. So darf z. B. nicht alles zum Ackerbau gepresst werden ' bieten soziale» und kulturellen Lebens. Und die uaiür wollen. Ueberall. wo in der wiktschastlichen Wüste liche Folge hievon war die Seheidung rn Parteien, Palästinas ein C.ucll mrinutet wird, da muß ge- Strömungeu. welche die Interessen einzelner 'iiaiteu graben werden, überall hin müssen jüdische Posten vertraten. Aus dem letzten «ongresie trat mben-ten gestellt werden. l Mi'rachi vor allem die neue Lrgan11a:ion ״E beriis" Und die Lrqanisalivii'aller dieser,Arbeit l Es Z ״Freiheit"? hervor. Por uns liegen zwei Journale, ist hier meine Ausgabe nicht, sie zu erörtern. Aber!die beide im Dienste dieser Srgmii'äuon sieben, soviel glaube ich ,anssprechen z» müssen. Daß sie' ״H aschachar" (Morgenröte 1. redigier: von Dr. nur dann ihren Zwick erfüllen kann, wenn sie über,N. Syrkin ,Ben Elieseri »nd eine Jargoiuzronalsdenselben nicht hmaurgehen wird. Daß sie damit 1 ichrisl ,Der Hamo!!'* ..die Masse", Die neue Sraber keineswegs zu kleinlicher, zersplitternder Tätigi ganifation full die sozial,>lrch gesinnten Zioni'ten . —.3- —, feit verdammt ist. Das war ja das-Unglück, daß! vereinigen und mit ihrer Hilden Schwerpunkt des. eines polemisierenden -gwlitifchen> man. als der ,praktische" Zionismus überlebt war,! Zionismus in die jüdischen Mafien r.rl gen. Denn . :,.■nuten* I, der aus den Einwanderuiiaszlsi'ern/Bed e.'ieii Palästinaeinwanderungsjahre mittelsb ein-!' >et Multiplikation herausrechnete, daß die ,Ins :lation" mehrere tausend Jahre brauchen müßte, :.1 m Palästina eine ansehnliche jüdische Bevöl-!!:1»g zu schassen. Als ob so was in einfacher :hmetischer Progression vor sich ginge, und nicht,!ivneUe Arbeit vorausgesetzt, mit beschleunigter schwindigkeil? Und als ob es für die Zunahme r erwerbstätigen jüdischen Bevölkerung neben der Jnsiltrativn" nicht noch einen anderen Faktor, von ui wir noch zu sprechen haben werden, gäbe? Ich lmete übrigens auch mit der entgegengesetzten glichkeit, mit einem unheimlichen Änichwellen Juden im Lande und hatte auch für diesen Fall;11 d,e Aiigst vor dem ,Verbote qus ewig". ' ob dazumal ein solches Verbot noch wesentlich!den könnte! Als, ob dam die Juden noch un- ..:!gt Zufluß von! außen brauchten, um ,eine licht im Lande" zu sein. Als ob diese Macht rein äußerlich politischen Sinne gemeint wäre, daß ihr überhaupt die Lhnmacht Griechenlands , :.gen gehalten werden könnte! Und als ob eirte ץ geartete Macht auf die Sympathie Europas wiesen-wäre. Allerdings der Hinweis aus die Möglichkeit, wir zur kritischen Zeit einer europäischen Macht , m als Herrin des Landes gegenüberstehen könnten, cheini schon bedenklicher zu sein. Ich könnte ihn » mir einem Argumente aus der hohen Politik . n und sagen, daß diese Möglichkeit nach der ׳;en politischen zionstellation vorläufig noch lange 11; in Erwägung gezogen zu werden braucht Ich me auch aus die Hilfe des Diplomatismus veri .n, die ja in einer Zeit, wo er bereits wirklichen i '.sten entsprechen wird, gewiß aussichtsvoller sein '.,als heute, wo er inhaltslose Pose sein muß :> tue aber dies Alles nicht. Ich will gar nicht gue». daß Ereignisse Möglich sind? die, wenn sie früh eintreten, die Entwicklung 'Palästinas zu! i.n wesentlich jüdischen Lande abbrechen könnten, denn aber diese Möglichkeit ein Grund dafür .•'■•'. die Hände in den Schoß zu legen? Warum .n wir, noch dazu bei unleugbarem Borsprunge, Ri hoffen dürfen, soviel aus uns zu machen, daß - . icht mehr zu überflügeln sind oder zuuiindeft(?)!'.unserem neuen stolzen iiulturbauW- und um .!en handelt es sich ja bei der Palästinasache, nicht t eine Hilfsaktion, — nicht mehr zu rütteln ist. -''11111111 sollten wir lieber daraus warten, was Au- aus uns machen, und unS in unsolide, politische ■ .־-׳ntcuer stürze»? Natürlich dürfen mir keinen Vorteil verschmähen, uns durch bereits vorhandene Boraussetzungen öUl enislime mich nicht iienaii, wer es 11)1׳. doch יי:! nur oor. ot» ob e« Herr Tr. Heril setbii gewklrn .-ch kann mich aber auch irren. in die Nebelepifode des Livlvnialischen Zielzionismus hineiugrriet, statt zu der nvf!1nal<rmeise höhere» Eulwicktungsslnse einer grvßmshelegten Drient-ötolonisaiionsbewegung überzuqehen. Dieser verhängnisvolle Fehler muß meiner Meinung nach gut gemacht werden. Und zwar ohne Rest So lange noch eine die heutige tirüis in der Bewegung — diesen >׳'!'• danken entwickelt Dr. Syrkin wiederlivli -!1.11 ihre» Ursprungdarin, daß du 8ei«ll>chä't«kla>׳en. welche sich ihr angeichlosie» haben, mit ihr in keinem organischen Zusammenhang flehen. Nur für die Masse-isi der Zionismus die Antwort au׳ die grolle Spur von kannegießerndem Nöhlerglauden an eine,• Frage nach einer Lebensmöglichkeil. Wenn S nrkin ich möchte sagen, übergeichichtliche Gewinnung Pa-! freilich den Anschluß der jüdischen Milielsiandes lästinas vorhanden in. so lange ist.nicht; zu machen, unh — ׳m ü'ieu — auch der Bourgeoisie an die Bewegung aus einem eredlen Nalionatge'.ib! erklai: v.. »nd dieses als reaktionär binfiellt. so dünle diesi׳ Ein Ulicruortcr lukwalltirriul. . Erklärung weder hioreichen. »och richtig sein Wenn Eine jeden Zionisten, jeden wahrhaften Juden wirklich das Nanonatgesühl, die .Jüdiichkeit" nur erschütternde und empörende Nachricht k-i»1u1l uns * ei» Gefühl der Bourgeois ist. dann vernehen wir in letzter Stunde aus Pisek m Böhmen zu. Als .nichl. warum au.ch der.ZiiMismus der Massen die im dortigen Tempel .am ersten Tage Roschhaichonoh s Beiiedlung gerade Palästinas annrebi Im Gegen- ■ einige Zionisten beinj Ausruf zur Toray für den' teil: Eben um diese.reaktionären Geinhle zu brechen Piseker jüdischen Bolksverein. ,Zion" und für un-! und den Zionismus nur aus.soziale und ökonomische seren herrlichen Jüdischen Nalionaliond spendeten,! Grundlagen zu stellen, nmßten sie von Palänena nahm dies der dortigen .ztultusvoriland sogleich zum weg nach einem ander» i^essedküngslanbe weifen, willkommenen Anlaß, die.Annahme dieser Spenden Es iit aber das UmgekehrteMmhr! die^ererbte -He:׳. zu verweigern und weitere derartige Spenden matsliebe wurzelt lies gerade in detzMasse^Slnd^bedrez zu verbieten. Als Antwort aus die eifrigen Be neben einem gesunden Egotsiniis diD-cheAe'Gs'wäbr. mühungen der Piseker Zionisten, den .itultusyorsiand!'für das Gelingen der Bewegung.!Liehe^das Nonüber das wahre Wesen, naiiien!lief! des Natiönal-: greßreserat ch v venh e i mers .• Aber Leitsache i׳r solides auszuklären und zu einer gütlichen Einlen-s er: der Einfluß und die'Leilnalime d!r?Nassen am kung zu bestimmeii. wurde am!!>'׳. Z!plember 11» Zionismus fiand bis heule völlig zurück gegenüber Tempel selbst ein Ukas des Nahul v la k a t i er I.: dem der nur indirekt ökonomnch indirekt! Da׳! worin bas Spenden für den Jüdischen Naiionalsond es auch ein feelifcheS nicht reakiionäre-s Ullolusleid als. eine Provokation, j.r als eine T empelgibl.-daß in den Zionismus au!?1nündet. zieht syrkin schändiinq gegeißelt wird, weil damit die-Has- Überhaupt'nicht in Betracht an seinem lNeling! torah zu potil, scheu Zwecken 11״ ßbra»ch t Beteiligten. Welche moralitchen -chaden das d.r u,erd e. — Wir hege» eine viel zu gute Meinung > Bewegung brachte, den iinüemokratiicheu Geifl. den von der Kesinnunzslischligkeir unserer Piseker Ge-. Wvhliäligkeiiszionismus. die Lchekelzionmen. in »n sinnunqsqenvssen, als daß wir glauben sollten, sie! zähligemal gesagt nkdrden. L yr ki n g!lu w!>1!!. werden sich von dem Eäsarenwahusinn ihrer Nhille-l Er negier! überhaupt, dar. wir au! dem Wege rilluger melochinr irgendwie i»,panieren lafie» und nicht den l Auseinandersetzung .vöi! der ,uüiichen Bourgev,!,. rramps rühmlich z» Ende jühren. -Tie herzliche. auch nur die sin a n z^i ell e n Mittel erlangen werde,'. Sympathie und die talkräsligsie Unterstützung seitens! die w,r brauchen. Denn inmnlllv wehrt ,ich viele aller Zionisten ringsum ist unseren Piseker Brüdern! gegen den Zionismus, we> ,1e!»r ihre Bedeutung gewiß! Tie Otullusgemeinde soll nach dem Wort- und ihre privilegierte -telluiig laut der StMsgejetze zur Befriedigung der reli-> fürchtet, gissen Bedürfnisse dienen. Unsere heilige!Religion hat gebietet in endlosen Variationen diewerklaiige Liebe geoisie! o r o , .. . . . . zu Zion, die Ansiedelung im Almenlande ״nd.die ausnehmen d,e ganz( demokralliche Welt ,ur ihre Erwerbung von Boden in demselben. Zur Forderung. nationale Befreiung gewinnen und durch du onriiidieser Ansiedlung wurde der Verband .Z,°n" gee s liche Meinung ״e zwingen, der Maue .,., ),or.,i,.׳chen gründet: zur Erwerbung von Boden der Neren: Sinne beizuitehen. Er'l durch die Ma״e kann die kajemes (N F.) qeschassen. Und" nun will eine Nrast geichayen werden du de» Zionismus zur :a «lti.eeömi nie Ans-. Ausführung bringt und das ,udtiche Volk b.tseil Die Mane wird selbstverständlich bei ihrem Eintritte in die Bewegung trachten, auch ihre sozialen Ideale in der neuen jüdischen GeieUschasr zu rerwirklichen. — Wir werden die äußerst interessanten Denn instinktiv wehrt sich diese : Bedeutung unter Len Völkern die sie sich durch Afsiinilation errungen Tie jüdische Masse aber wird von der Bonr ־ gegen sie den Namps an uns Zionisten zu poli- \ Aussätze Syrkins, in denen er!ich mit dem gegenueht ersreehen sich jaic zu wärt,ge» Zionismus ,useinanderietzl. un׳ernö-L1'iern fhauviixsmus die tschechische demnächst IN deutscher Uederietzung übermitteln. Verbreitet di© ״Jüdische Volksstimm©“. Tie Hastorah werde von tischen Zwecken mißbraucht, sehreien, die aus puren, Ehauvims