Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- IV (1903)
- Issue
- 13 (1.8.1903)
- Date
- 1903-08-01
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/2621806-6375623-6375796--0642-4860127- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
'Jir. 1 ■1 Füdische Vottsstimme e«1f 5 iift Zioui" zu fein Er bleibt jedem Einzelnen ilaiKii, zum Zionismus Stcllunji zu nehmen, ר io 111r11.11 in linieren Reihe» eben!» Bekenner . (S)c!|1ur der zivmsii'chcn Ideals. Durch die lurncrijcheii Vorsühruugeu zeigen der Behörden nicht genügend beleuchtet. 2 Die 1 jchuldtrngcndcn Behörden seien nnbestrajt geblieben und auch der jetzige Vizegouverneur L strugöw erjrcuc sich nichr der Stzmparhic ׳ bei Juden. 3. Tie Deputation^ bemüht sich , um, eine Audienz beim dem Baseler Ztongres!?und damil! der Lesse,״-! Zaren. 4. Er sei sehr' w'iinjchcnswcrl,'daß der Mo öunen. Damit. narch eine -Lumnie iür die B,׳iä1.iäi,1ien in.1- -««׳m i leit. was wir als Turner leisten können. Damit , narch eine Summe sür die Bcichadiatcn spende .!alt der Zionismus als «chSpser unserer Tur».׳ יי —-י- י- "" . - .o.gung den ihm gebührenden Tankerzvll durch Dai abgeslallei. ll. D. Gingesendet. flü: Jronn und Rabatt »bcruimatt die ^חכ:;זגב Berotirwortung. Wir erhalten von einem Gesinnungsgenossen aus .einer südmähriichcn Ztadt folgende Zuschrift: Tic Bcrichre über den Ul. österr. Zionisien׳ rapider Rückgang jüdifcher Studierender auf den deutfehen Universitäten. - ihnen seit Mitgefühl zu bezeugen 5 Tie Regierung - '"0 mteres,irren sicherlich jeden nationalen Juden. 'י solle energische Mas,regeln gegen bi׳ amiiemiliiche: <'köanfc »rängt sich aber auch jedem Denkenden Presse ergreijen. >i. Es'sei nctivcndig. die Lage der!""'' cr ge'chiedt zu wenig. Zu wenig nichr nur rn Juden zu verbessern ' ' j den grötzcrcn.irulrusgemeinden selbst, zu wenig, sasr Auf bicic: Postutate gab Plehwe solgcndc, l"'s °.ui dem flachen Lande. Pardon für־!Antwort: .Tie Regierung habe keine Veranlassung ״u־'"c Kühnheit'. .Was licht sie das Ganze an?" ,, , , . . . ......^ lein neues Zirkular zu eilasieu, da das ällk^die werden -ic,agcn. .Sind Sie organilieiler Zioni't?- Unverkennbar zeigt der Prozent,atz .der ,udilchc״ l Vorgänge ganz wahrheit-geireu schildert und ,auch : werß ich nun selb» nicht. Und darin steril Lendenz, ,ich allmählich zu ver- ,tl)r judcnfrcundlich (!) hcriaßt iit Gegen ' eine lliuube ich — ein Haupigrund des zioniftüche» Audienz beim Zaren habe er prinzipiell nichts, doch "1.T wegznlcngncnden Trga״,!at>on-N1״,errolgcs. sei der .^jar ttt letzter •;]eit leidend und lasse nie- &1er Jf1r ^cr mandcn vor '.nnen Gentctttde ^uduches nach Mögltchlett a.o!1n׳ Tianderen Forderungen nbcrgieng Plehwe! Vorlesungen, Tl,ea:er. Unterhaltungensind mit Stillschweigen und äußerte sich über die Per-! Wlt ׳'sionmen _ . T|1 bejsernng der Lage der Juden folgendermaßen: ״Ihr׳ . ^nminert ,ich niemand in Brunn, in Wien um seid ii> Russland Fremde und deshalb, n,I*y ־K'^ da,; wir ciwas von den Z,on,,1cn müßt Ihr in Eueren Forderungen be- Ecn ׳m Gegenteile, wir konnten hier und in ganz scheiden sein. Tic Regierung beschäftigt sich Mil. ^hhmähren viel sür die gute Lache tun, — aber der Verbesserung der Notlage der Juden. In nächsicr fahrend im Aurlane e ,ed.r Lchekelzab.er wenig ': :dicrenden die Tendenz, sich allmählich zu ver- ::־, H-rn: Ter Anlctt der reichsinlängischcn Inden :.:g im Turchichnnt der Sliidicnjahre von XHMH-S7 . 1301 l l 0.') Perzent, in de»! Studienjahr 1399. m aber pur noch2<5 9׳ Perzent. . Tiese Erichcinung hängt ebenso wie die analoge. . veiniing bet den Schülern der höhere» Lehr- •;.11k,! mit bVm relativen Zlüekgang der jüdischen volkerung zujaiumen, der sowohl in Prcusicn mit .nrhanpi im Deutichen Reiche ivalmzunehme» ist.!״ Jahre 1330 halte Deutschland eine Bevölkerung Jude» 1380 mit ISJ. 1900 nur noch mir I f4' J»IrmH e^Svn7^7e"soUen"üichs-di!'»ich,- Ln Herr X V ,1, io gm. uns jährlich m Lau,e,>d an der Ge,a,»lbcvolkcrung bctciligt. Trigen Meinung sein dH; russische Reich in ein '!"< einzige Zirvne abzunekmen. cst tout: Was Ueber die Gründe dieses Prozesses gibt, die. morscher, zerfallender drganisn-.us. Das heute ver- >'> »a Rechiens? .naben w,r!'.«»!!* Rechte volle» Aulichlu״. Wenn auch die jüdischen jüügte. in der Blüte der Entwiekelnng stehende Rusiland ^»°e >ch >n,r di.s nur ein.- '11*1 .41 ■111,111 ltll X XlJ 1! 11X AH , All k.tn Al M .■ A111« ■■ ״ . I A. V . . , M . der .lelschche» und die Judentausei, eine abbröekelnde {ilirlung ausübcn, wenn ferner auch infolge der luswandcriing eine nicht geringe Zahl von Juden Deutschland verlassen hat — ihre Zahl wird sük eie Zeit von 1300 bis 1390 aus 20.000 geschätzt k! io ist der Grund'sür die langiaiucrc BcrmehrunN <r jüdischen Bevölkerung doch hauptsächlich in der .lbnahme des Geburtenüberschusses zu sinSen. Es rächt sich, das! die Juden iiumer mehr, in wird sich mit den revolntwumisriKn Strömungen zu X>c N.-mm Gemeinden ans dem Lande sind Helsen wisse,> :׳■in!’, gcw,״ ״ir Zion zu haben: hier gilt laug't Man spricht viel von der.Feigheit der Juden.!'""' der Reorgani׳at:on, gleiches Wahlrecht m Diese Behauptungen sind falsch.'Gerade die Jude»'."«?«. ״״» d-r.ärmere ^Se hat öu sind ein sehr muiiges Volk. Im Wellen Rußlands! «chrlm,: er ha. e.u reines Ge׳i9,t und wachnur rekrutieren sich beinahe!»0 Prozent ^er revolm.o-! >^"° ׳^' ־01״•',,"'״uhl haben ״äreu Elemente, im allgemeinen 40 .Prozent °»e kleinen tKemetndeii. an denen den ku£|(,n " 3! Ziont'ien flaut Reieratio viel lieg,. Man kan!! ' Gemeinden ohne lokale Drgani'ation der Jnd:v!d:km Ihr sollt Euch darüber klar!ein. das,, wenn ..je Ltädte, besonders in die Großstädte gezogen sind, i Jtzx Euere Jugend von der Teilnahme an den re-. ab'Slnt nicht erobern: d!eie Lokalorganiiation nt, 11!1 11 I »| «|,l, U, ,, %1 Uli, IIV II v,, ,!,11 UU Ml« 1״, l II 4 V ' ׳ > “ ■ ’■■ j* . . . . . י « :1>0 der zündcrreichlum überhaupt geringer ,st. volutionären Strömungen nicht fernhalten werdet. > "b" -m den»!lache» AUNde da. .!.Vit Z n a iiu. Ein weiterer wichtiger Grund dürste auch in Iwir Euere Lage unerträglich gestalten und Euch nök''!"- " ״‘"•«זי' "״״ג® ׳"< "י.י d«m schwinde» eines ipezifisch-jüdrjchen Lebens und pgcn werden. 2!ußla11d ganz zu verlassen.^ י",' 1"י Umgebung warum komm: ns Berbindung damit — in dem Schwinden des:??,י ^'r. ^»!011. aber kei ,lg.iah»! dn Uidischcn, sittlich reinen FaniiliensinncS zu suchen' ״,.. . ,zionistischen Lrganisaüon zu unsr Er wusde •edr ׳Ln. Tie Juden haben sich - wir tdnne» hierbei! nCUjdbfS’WRCkWttllSCltöllZClgCf.'.™1? ^'««»»!IM»»"--» am Lande 'u-.t'j.::־•.־ dje religiösen Juden, nicht aurschlicßen — bis in die| ,, ... -.1 idnochen assimiliert: und so kommt er. daß diel ,, U'Ucr dieKr^tublik br.ngep wir Gluck,oun,che, Zur!icssiUliltz» tZt'.lchtllllil! Heiligkeit de« jüd. Sittengcsetzes,. dessen strikte Be-! »matzltch des 7!5L'7! EM-S-! Ztzir erlauben un-, bie P. k. Ab»,״,»n1cn odachlung unsererseits selbst von .unseren jchärjslcn vbsch kmtchält»llg CtNCr Oll!e>iwlln;cd-Rn. 011f״crf,am ,״ mache», so« mit bieser Nummer lsieguern früher .iiiiumivunden anerkannt werden! reize IN alt» jeaer der zeitraubenden und holl- Halbiahr beginnt, »Nb bincu Ni» mußte, leider nicht mehr respektiert wird. UebrigenS l tpieiigen Jtrt der keglüeilwiinteliung mittelst rcchlieitigc Erncneruug »cs 4ld-nnemcnie-. »am» :'leibt in Preußen schon feit_r>0 Jahren die Geburten-! klücitwuntehuanen enthoben. in Scr -jufenrung »es Piaiico keine Unterbrechung zisfer der Juden, hinter der der christlichen Bevöl- > Eine Glückwunsch-Anzeige in nachsrehcnder eriolqt. - Die Abminisiraiion. l.Iruug zurück. Bo» 1320 bis 1800 kamen aus, Größe kostet bei einmaliger Einschaltung und voll- ' ~!»,ס Juden jährlich 37 2 Gebürte», 1373 bis 1382 nändig tlsttenioter Itbteudung vH, 10 kzem-! (DDcteTPliselliODl« Uir noch 30 32 und 1393 bis 1397 sogar nur noch'tüaren an anzugebeude Hdte!teu 1 Krone, bei X ...... ... ,,., 22 25, 'während die Zisscr bei der christliches R flktbsenduug bir zu ro kzempiaren I H M It, bis «ltlm. -l-as niadri.ch.'chkilich- DiMis.S Kam,.-- vlkerung 3315 betrug. Wie stark der 's•-' - 30 ׳ kzempiaren z Kronen. ׳ieburtenüberschuß sich in d!» letzten 20 .:ui lrmindert hat, zeigen folgende. Zahlen:z^^H״! 1330 Es wurden geboren.,. mf'st,»a/>ä>3 Es starben '. . . 629!> 5308 . Geburtcnüberju,^ 4880 1800 j Die natürliche Brrmehruug es. <rr,o in 26 Jahren i an auf ei» Drittel herabgegangcn, trotz der ver uindcrten Sterblichkeit. Jedoch kann man bis jetzt nur von einer relativen Abnahme der Juden in Deutschland sprechen, nicht von einer absoluten. Wenn - k jetzt einflußreichen Momente aber fortwirken, wlc angenommen werden darf, so muß in absehbarer Zeit auch die absolute Zahl der Juden sich bei uitS :.׳iuiindern. — Unter dielen Umständen ist, wie die ..Akademischen Blätter" bemerken, zu vermuten, daß der Anteil der Juden am Univcrsilätssludium in den nächsten Jahren cincn weiteren Rückgang erfahren ivird. Freilich ist er immer noch groß und wird es auch in absehbarer Zeit bleiben. eine jüdische Deputation in Petersburg. Wir entnehmen dem ‘״Slowo Polskie* folgenden Bericht über die Deputation-der Odessaer Juden beim russischen Minister des Innern v. Plehwe: Tie Deputation l«gt Bezug nehmend auf die Ereignisse -in Uischinew dem Minister folgende Postulate vor: I Es sei sehr wünschenswert, daß die Regierung ein neues Zirkular über die Vorgänge in Äischinew erlasse, da das im ״l'rarvit Wiestnik* erschienene die Schuld den Juden zuschrcibt und daS Vorgehe» Aus Ilchifljchen Rücksichten ersucht die Administrativn, die Anzeigen ehcmöglichsi auszuacben. Hei Aufgabe einer Anzeige ist der Bestellschein abzutrcniicn und ausgcfüllt cinzusenden. Um recht zahlreiche Inanspruchnahme des Glückwunsch-Anzcigcrs ersucht die Adininislralivn der ״Jüdische» Vollsnimmr". -l b t r e n n c «. BefUllkhcin. Der Unterfertigte bestellt hiermir Feld im Glückwunsch'Anzeiger und verpflichret sich bei einmaliger Einschaltung der Betrag von K 1*—, 2׳— bei Aufnahme zu bezahlen. Name und Stand: .; berurt iür een 9. August nach ivetau Delegier!ei:! lag der mähri׳'ch.schteü׳chen Z'.oiisten ein. Nachdeiu dieser DistriklSlag iur die ll'ä^nsch-schlesischen sationen von bedeutender Wictuigknl s«׳in wird, ergeh! 1an sämtliche ^׳rganisal:o:!en die dringende Äufsorderuttg, > den Delegiertentag zu beichicketr. BnlUN. (Jüdischer Bolksveriit^i, An Slelle d:׳s; bier ausgelösten Vereines im nrch'ten Monate an die Gründung eiues bürgerlichen Bereirreo geschritten. Tie Slalulen sur dt» neuen Bercin werden bereits ausgearbeilet. «״>auprausgade des Iüdn'chen Briks Vereines wird es sein, sich tmt den Anständen in der Brunner ZLultusgemeinde;u beschättigen, eine BolkslesedaÜe;u begründen, rveiters eine Lvir- und Bsrschusikrsia iür judiiche Kausleute und -rleingrwwdetreibende;u freieren. Der minimale IahreSdeitrog von -t- Kronen wird eS stdermAnn rrmöglrcheu. dieser ^iganisation bei;u!reten. BeitrittSanmeldungen sind;u richten an däS vorbereitende Komitee deS ^Jüdischen Betksvrreincs-, Brünn, Leihe 20. Prrchnitz. Hier ist dieser Tage ein neuer Verein inS ^'eben getreten, der den Namen Ferial»Berein süd Hochschüler ^(KiSkalah" in Prosiniy iudrt. Beim ko:r. stitnierenden rronveut wurden folgende Mitglieder in den Ausschuß gcwäU: ׳׳:tiul. i»2. dlskar Stern, -Präses: l aml. -int:. Rudolf Wolf. Schrifrstthrer; David Berthauer, Schrisimdrer. Wohnort: ן Korrespondenzen. Berlin. Am Rinwoch den 8. ״iuli »ciert: der ״Bereit: )übücher Studentenlein dieerädrige» Sttünng-t'etl durch eine» wohlgelungenen Tampseraurflvg nach dem von LZald und Btr umgebenen Hesienwmke! bei Erkuo. Bon bester» B»etler de- , gunstigt. ging die Fahrt durch Svree und L>tüggeb'ee. vordr^ . an oür« den schongelegenen Arerlugevunkren, wie ste di Gedenket des &onditionslosenfondes!