Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- IV (1903)
- Issue
- 1 (1.2.1903)
- Date
- 1903-02-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr 1 Jüdische Bolksstimme ©eile 5 offene«, rückhaltsloses Bekenntnis zur eigenen Ration haben bereits ihre freundliche Mitwirkung an dieiem , schriebenen Verhaltungsprogrammes hinauswächil. setze». Es ist aus prinzipiellen und pädagogischen Unternehmen zugesichert, so daß der Inhalt dieses Indem der Berfaffer de» sozialen und politischen Gründen unzulässig, die bisherige Methode jener! Organes ein gediegener sein wird. Wir richten nuu Wirkungskreis der zionistiichen Minorität scharf Rubrikaussüllung sortbesteheu zu lassen. Aus Gründen ' " ' " . . - ־ . . .. — der nationalen Erziehung der jüdischen Jugend müssen wir Verwahrung dagegen einlegen, daß man im jüdischen Knaben von zehn Lebensjahren an aus solche Weise den falschen. Glauben an eine deutsche Abkunst weckt und ihn systematisch zum Deutschtümler heranzieh«. Un.d aus Gründen der allgemeinen Moral und Pädagogik müssen wir aus Abhilfe dringen, wenn »!an jüdische schüler aus Unverstand oder politischen Motiven zu unwahren, oft ihrer lieberzeugung widerstrebenden Angaben förmlich zwingt. Damit ist die Stellung der Zionisten in dieser Angelegenheit gegeben und ihr Einschreiten gerechtfertigt. Es ist notwendig, daß die zionistische Parteileitung die Frage der Anerkennung der jüdische» Nationalität an den Mittelschulen in Beratung zieht und von den maßgebenden Schulbehörden eine Aendcrung der bis jetzt aus amtlicherseits in Jahresberichten und anderen statistischen Protokollen ge übten Praxis verlangt. Eine Jnstruklipn des Unterrichisministeriums müßte der Unsitte übhelse» und wäre ein Erfolg. T,1e Sache scheint mir nicht minder wichtig als die Aktion der zionistischen Studentenschast. Das Landeskomitee wird hoffentlich der jüdischen Mittelschuljugend das Recht einer ehrlichen nationalen Bekennens mit der gleichen Energie zu erringen trachten, mit welcher unsere akademische aus diesem Wege an alle Bruderoereine, insbeiondere umgrenzt und die Wechselbeziehungen der letzter» zu an die Vereine jüdischer jugendlicher Arbeite? Lesterden nichlzionislijche» Parteien des Judentums erreichs, sowie an alle Gesinnungsgenosse» die drinörtert, liefert er dem Leser ein äußerst klares Bild, gen de Bitte, für den Preßsonds dieser Zeitschrift über: .DnsEhaos von zentrifugalen Bestrebungen" Sammlungen einzuleiteu, »»! eine sichere materielle! in unierer heutigen jüdstchen Gesellschaft. Auch der Basis zu schassen. Weilers bitten wir, uns umgehend Umstand, Last nur in einigen Punkten ein spezisiich- Namen üno Adresse derjenigen Gesinnungsgenossen' österejchiiches Milieu tangiert wird, verleiht dem anzugeben, ivelche in der Lage wären, für unser' Referat de» Wert einer kräftigen Kamps- und Werbe- Blatt schriftstellerisch tätig zu sein. broschüre. die die Beachtung aller Juden in vollem Sammellisten' und Anskünsle sind bei Kollegen Matze verdicht. ׳ I'. Joses Lauser, Wien, II., Untere Augartenstraßc 25, zu erhalten, au welchen auch Geldbeträge zu senden sind.. , ©rClClVlifCttiOVli Im Voraus für jede Spende unseren innigsten' ־ ” ׳־ zeichnen mir mit kollegialen und Viril«. Die Generalper'aanmluiig des Dreines fand unter ziemlich zatileeicher Teilnahme : : Mitglieder stall. Bijeprii.es B1a.lt erstallele (en Brsiäu, »I welchen, er aui die lokalen Erfolge durch die Bern! - stallung des Parleilages hinwies, leruer aui die Bildung ,der st.ancu und Mäkäienicliies" IM Biereene. sowie die Gründung des jüdischest Hanhel-angestelliennLrein S — Talsacheu, die aus ein Besinnen der diesigen Judenheil ichliesien lasten. Namens der Feaueniellion ierreklele strl. Sch em Heck, und wurden d-ren ÜVilieilnngen rocriin > ist e,n iralllylN zum Wieocr°u,°au e.ncs mi, lebhaiien. Be,,'allv»st.der Beriammlung zur Kmmms sclbständigcn jüdischew Reiches. Ein deutscher Jude Vnmma, 3; den B-r״-ud wurde» »wähl, d.e Ge,״-- der leicht vergeßlichen Nachwelt unier dem schlichten ״ungsg-ch'e»: De. Sadrda.-rg Pseudonyil, E L. ii. bekannt — ist sein Verfasser. Tank sagend, Zionsgrüßen Für das Prißkoiuitee des Vereines jüdischer jugend licher Atbeiler 1» W!e>: Samuel Straus; Emil Ober »ik. Bernard Grün Hut. Bücher• und Zeitfcbrift«n־RundIcbau. ,.lleu Juden '!Verlag,Jüdische Rundschau" Berlin > ist ein Eatuyirs zum Wiederaufbau bmann-Llellvk'leier, .Hnpperl Schnstlührei, Jalöd- Jugend von ihren Behörden eben dasselbe für sichlWen» Tr Heinrich Löwe, der verdienstvolle ■!per-, ":1''יי0,* י* * 1י un־ R adin«ew,x 11. A nitr. Der forderte: .. V.ausqeber dieser bereits im Jahre 1840 erschienenen *««*■* «'"ch.e »״ Ml.gt.eder ,re» dem vom B.׳- I Schr.sl, den ernst mahnenden Ausruf einer-Juden Boilsideaiezu bleiben. er״a״e,e ne '!au ie,ne-leidenden Stammesgenossen als nuchler,. ^'""E''"^gen und «»״, bn Beriammlung °.!׳ bezeichne,, so soll dad.crch bloß e.n berechtigter Gegen- Kn״ns°°,»and-M!,g.!-ees o'g. *..«״, sav z» den vereinzelten, glühend schwärmerischen Judenstaatsideen der Vormärzperiode zum Ausdrucke E. L. Si. Löbliche Uedaktia»! in der letzten Nummer der Der in der letzten Nummer der ,Jüdischen Volksstimme" abgedruckie Leitartikel: ,Zur Geschichte der mährischen Juden" greift den > gebrächt werden Verfasser des so benannten neüerschieilenen Werker, Herrn Kustos Willibald Müller, wegen seiner ungeschickten Schluß-Polemik gegen den Zionismus an. In der Tat zeigen jene zionsseindlichen Argumente solch eine Unvertrautheit mit dem behandelte» Gegenstand, daß cs sich kaum lohnte, aus diesen Punkt nochmals zurückzukommen. zumal ja der eigentliche Inhalt des Müllerschen Werkes, des Wertvollen und Interessanten so vieles bietet. Indes ich oü mann, -cm Borstant* ihren Danl volle,l balle, er dleielde. II. selbst als nüchtern zu ״ Prüm,. lB>״.m-K°stnn״K,än:chen.) Anäßlich Vs bezeichnen, wäre fehlerhaft. Dort, wo er von der ^r.mieiies ve.anual.e, ein A°m.,:e d-,.edeüd ans 100 traurigen Lage seines Volker spricht, oder dessen gei>! '»mlluhen Kre.'rn der «rm ״er stiqe Errungenschaften preist. gu.Ut uns eine über-] •“»"*״ J>״nlt״n״j «m s״«i » r.m postumströmende Leidenschaftlichkeit entgegen, welche sich nur - *' *“״ ‘*י־.; » ' S ״״*״**.״״» - I״) I -J .1.1 -7 _T Kapelle »es .! Jnlau!er,e׳Reg>menl:s.e Die Bora:beit u mühiam hinter einer, aus wohlerwogenen Grüuden I angenommene», trockenen Sachlichkeit verbergen kan»:! Ter Verfasser will ruhig Blut bewahren. Er muß! a» den Verstand seiner Volksgenossen appellieren! und das mit allen Mitteln. Zu sind dereus IM vollen Ganze. Rellamolidnen wegen Einladungen sind an Herrn Heinrich Wel liich. Brünn Drcihahnenhol zu richten. . ' schwärmerischen!. *■י• >üh-׳che die HciEen Ass 1 milanten führen ein seines!Betrachtungen ist keine Zeit: denn die Zeit eilt ^! orauenverem ve,an,1a11e1- Mittwoch. d-n ,. Jänner. Näslein. Sie, denen sonst Judenschaft und jüdische!״och einige Dezennien schmachvollen Zuwarlens untM~aalt °Dltl c,nt" *»"ragsadenhs der Geschichte höchst gleichgiltig sind, haben flugs Müller's dann, dann ist es bereits zu spät und .die Enkel!°usg<;!>chn-l gm d>׳uchl war. Gz -in-t. ,,I»I. Hm» Historie ausgestöbert und liebgewonnen — natürlich werden den Ahnen fluchen". Wie 1,n liebevoller für-!'■1”9™“״ " J111״ .u,b״ b׳" b-'' J. bloß Iveil da ein.Nichtjude etwas gegen den sorglicher Vater sprich» er zu seinem Schmerzeus-! •t'tciiier-_i. I «er d! ew? Ir miDioutnt e4!״ vetstuchten Zionismus sagt. kiude dem Judentum Nach allen Weltteilen slteg. "»d ,Merenan,.» ^'nblungen das Darum hielt ich es für meine Pflicht, den!»e,n Blick, um ein Land zu erspähen, .wo es aus.^,°d>ee1ch- BudUH״״ im -am, m daiie,!. Äuch dadu.ch, Autor um ein Interview zu bitten, das er mir denn I ruhen soll von ijOOlijähriger Mühe". Palästina ist -r -׳mge der >nzere״anl-,1-n g.r!tnnngen ״ ׳'־^״״״; unsruchthar, stark bevölkert, abgelegen ׳' °u, dem ^b,a,׳chen u mti-tt um, von den großen Hantzelsstraßeu des Lrlenls-dame.sterballer Wei'e zn Gedoe hrachie dal er ״» um den jüdische Volk könnte nicht die z.» seinem Ankäufe *״״״ g-mach Es wurde .dm auch nötig?» Geldmittel erschivinhen. V-in Volk müßte wohlverd.en,er B-״al,zule.l. >-. frei fein - es darf kein Suolrenilä-sverhältn,- . *יי'"• S'r *״,״«■* ״*”‘״י ״"״ eingehen. Seine Wahl fällt aus Amelika. und mit' entschlossener Hand weist er aus die damals bei-! ״ . , _ , .. ., ,, . .. . ״ י־ nah? unbewohnten, käpstlchen Gebiete Mlssouri. Ar-s^. Au« dem Rechemcha. sber.chr gehl hervor, dax dem kansas, Michigan und Lr?g°n hin: Jetzt oder nie!.*״“»' bי״.|״״'1»״* * 1'־',י״״!5״. it■;״״ man- Tnrck, m.-lckie Mittel ioll die Besitzverstoiienen Halden Jahre 1^ Bor״Sze vier ogemliche auch in loyalster Weise sofort gewährte. Nachdem ich ihm das Wesen des Zionismus dargetan halte, eiklärte Herr Müller freimütig, seine Polemik sei keineswegs tragisch zu nehmen, denn außer Herzls ,Judenstaat", der ihm zufällig in die Hand geraten, habe er vom Zionismus nichts gewußt, auch das östliche Judentum sei ihm, völlig ftemd und unter de» Westjuden habe er es zeitlebens nur mit völlig sarblojen Personen zu tun gehabt. Seiner besonderen Freude aber versicherte mich Herr Müller darüber, daß >«ir] nicht in den widrigengherzigen Ehauvinismus der Tschechen und Deutschen Wien hielt am lc-. Jänner! G.nelalverinanmtnng ad, welche B er b 1 >>! seine biene orbenil.che i-hr zahlreich b.'Nich: Fragt man: Durch welche Mittel soll die Besitz-! wlsiosie! ergrennnq geschehen, so ist die Antwort leicht. ES^ r-ramu..»^°m ״■״ -״״■■י.״-.‘.״״,״״״״ >..״ ך.״ ,״״ י ,י י,ד91 : י•; I Malkadäetmer veran lallet wurden. In der letzten, geil bcdan keiner Taten knhnen Mutes, cs reicht eben ". . .! , - ~ ' (auch der israelitischen! > verrannt sind, sondern durch: jcnc Macht aus, welche dar jüdische Volk im größten ■ Rovemder ejann^.w int 111 u lhve a.a ,g den Nationalismus und über ihn hinaus die Ver-,M°ße bis.tzt. Nur zur Anwendung öieicr siraft!f*•‘ ״£״ <*״״“ brüderung aller Piilkcr im Sinne unserer Propheten j muß Gemeingeist geweckt werden ^, Das ist die ein-l<m ^0nma.9. 0*־ t erstreben Mit Zionsgrus; I Tr. E M. Zweig. Aufruf! A» dir dciikriidc» .stolltgrii, an alle jüdischest Üliisicskclllc» »iid Frciiiidc der arbeitenbeu Zligrild! Am 151. März soll in Wien eine neue Zeitschrist erscheinen unter dem Titel: ,Arbeitende jüdische Jugend". Wie schon der Name sagt, handelt es sich nicht um ein Nonkurrenzunlernehmen irgend eines bestehenden Blattes, sondern einzig und allein darum, die Interessen der jugendlichen Arbeiter und Angestellten unseres Volkes in wirksamer Weise zu vertreten. ן Das Blatt soll vorläufig als Monptschrist <8 Seiten Quartformat) erscheinen und belehrende, agitatorische und informierende Artikel über die Lage der jüdischen Arbeiterschaft in den verschiedensten Ländern bringen, ganz besonders richten die Heraus geber ihren Sinn daraus, die Lrgauiiatlvn der jugendlichen Arbeiter zu fördern und durch die Schil derung des Praktikanten- und Lehrlingselendr die wirtschaftlichen Interessen dieser Schichte zu vertreten. Eine Reihe von hervorragende» Mitarbeitern M.lgtieSer teil. Die B.d״a:h-> zähl! varläiing 200 Bänbe. Nach Erülllnng des zisisabelichleS elsotglen die Wahlen puh wurde >i.׳llege S ,!».,:» Strauß einstimmig zum -Ldmann gewahil. ,r.-enev wurden mit -großer Masoriläl gewäkli: Als Lb-nanui Stellvertrelee Julius Körpner. Lchriiilnhrer Jakol, Geldluch und Philipv Haß, di:'s! er Je-ei 'r a II' - r. Bidlioihekar Gollhard Morgen stern. E iav״anncr: Heinrich Frünlel, Emil BullerNee, B.-rnard G r ü n h u l und Joi'ei H o 11 i g. Nanar, va'o.-r»: Samuel I n s l l ch t und Wilhelm L. u a r l n e r. Während de» SlrukiniumS hielt Gz. Z l r a n ß ei» N-r-ral über die , Ansgestallung der Lrqan.saliou und wutde aui Grund . , .... ״ ,,, ,,, > dieses Reserales die stördernug der bereis destedendeu den heutigen z,°n.,-»chen ^tzhauungen zu l ^״sgruppen tVopoldsftadl. Br,g״senau und Ol.ok ' ring Hernals) sowie Errichluuz weuerer Zweigvereinc - und Gründung e.neS FachblaneS deichloiien. ' II. I». fache kräftige Sprache einer Mannes, der voll kindlichen Vertrauens, mit dem Rassendewußtsein seines Volkes rechnet und es zu tätiger Selbsterkenntnis aussordert. Tie verderblichen Folgen einer schon -damals einsetzcnden Emanzipalionsära hätten ihn vielleicht in seinen Voraussetzungen etwas wankend gemocht. Selbsthilfe ist ihm die einzige Lösung der Judensrage: ,Daß und wie das Volk der Juden dahin gelangen kann, ist gezeigt: sie haben die zweifache Wandelung ihres Geschickes in ihrer Gewalt, mögen sie wählen. Tie energisch-sachliche -Art der Argumentation welche sogar in teilweise» Einklang! mil den heutigen zionisl.s! sä; stimme", Brünn, zu beziehe».! Preis lukl. Por1o d>0 >..) BÜChWCifllaUf ״ilttCrrr Stellung z« den nichtlioni- Ter >. Allrussische ,stionisle» Kongreß. Bon M.' ftischen Parteien" (Verlag de^ ,Jüdischen Volks-jNurack,,Äi:da». stimme", Brünn). So nennt Ehon Lederer einj am II. österreichischen Zionisteniage gehaltenes Re-I De» heutige« rlnaimer liegt eine jf*Rferat welches zwar die Festlegung einer zionistischen | stuweilnng bei, der sich die O«ptä«ger Paricilaktik zum Zwecke Hai, aber durch die gründ-s behüt» «eiahluu» de» Abonnement» beliche und fesselnde Art seiner Darstellung weit über diene» mallen. ל den Rahmen eines bloßen, nur für Zionisten ge- 1^—^